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Missbrauch führt zu Kontensperrung

Twitter verweigert Datenfreigabe für Überwachungszwecke

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Twitter ist für Internetnutzer weltweit nicht ohne Grund eine der wichtigsten Informationsquellen. Aktuelle Meldungen jeder Couleur lassen sich dort zeitnah und in großer Anzahl abrufen. Diese Vielfalt macht die zugrunde liegenden Datenbanken auch für kommerzielle Projekte und Behörden interessant. Twitter betont nun dagegen aus, dass die Daten seiner Nutzer nicht für Überwachungszwecke genutzt werden dürfen.

Twitter Mitarbeiter

Den Zugriff auf seine umfassenden Datenbanken bietet Twitter über öffentliche Schnittstellen und in erweiterter Form über Gnip auch kostenpflichtig für kommerzielle Zwecke an. Die Nutzung dieser Daten unterliegt jedoch gewissen Richtlinien, dazu gehört das Verbot, mit deren Hilfe beispielsweise politische Aktivisten zu verfolgen – egal ob als Strafverfolgungsbehörde oder als Unternehmen, das diese Daten entsprechend auswertet und veräußert. Das Unternehmen betont diese Regelung in einem aktuellen Blog-Eintrag und findet hierbei klare Worte:

Wir verbieten Entwicklern, die öffentlichen APIs und Gnip-Datenprodukte zu verwenden, damit Strafverfolgungsbehörden – oder jede andere Einrichtung – die Möglichkeit haben, Twitter-Daten für Überwachungszwecke zu verwenden. Punkt.

Twitter weist darauf hin, das ein Großteil der Entwickler sich an die Vorgaben halte, man die Kontrollen diesbezüglich in den nächsten Monaten allerdings verschärfen werde

Ein Verstoß kann die sofortige Sperrung der betreffenden Nutzer zur Folge haben. Diese Erfahrung musste der Dienstleister Geofeedia machen. Wie letzten Monat bekannt wurde, hatte Geofeedia US-Behörden dabei unterstützt, Aktivisten einer Bürgerrechtsbewegung im Netz zu überwachen. Twitter reagierte mit einer Sperrung der betreffenden Konten.

Freitag, 25. Nov 2016, 10:57 Uhr — Chris
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  • Na hoffentlich bleibt es bei dieser Meinung zum Datenschutz. Bisher konnte ich Twitter nicht viel abgewinnen, aber diese Meldung macht mich froh und motiviert eher Twitter als Facebook zu nutzen.

  • … bis Zuckerberg oder Tante Goolge das Unternehmen aus der Portokasse kaufen!
    Und dann könnt „ihr“ euch alle auf die Schulter klopfen, dass die Datenbank mir „euren“ Beträgen/Suchen so schön gefüttert wird…

    • Meinte natürlich Tante Google! Tante Goolge ist die Schwippschwägerin vierten Grades :-)

    • Und weil bei Facebook und Google schon alles mies und kaputt ist und sie VIELLEICHT mal Twitter kaufen, soll man seine Daten schon jetzt gratis und freiwillig rüberschieben. Das ist etwa das gleiche, wie wenn Du an einem Flussufer stehst und Dir sagst: „Oh, der könnte aber irgendwannmal über die Ufer treten, da kann ich ja gleich reinspringen!“ Das ist aber eine super Logik!

    • Dann solltest du das Posten hier aber schleunigst einstellen. Also aus Sicherheitsgründen: nicht, dass ifun irgendwann mal mit anderen Tech-Seiten fusioniert und dann am Ende… und zack, sitzte schneller in der Falle als du „fun haben“ sagen kannst.

  • Ich würde mal sagen das ist unkontrollierbar… oder ? Dann zahlt die US Regierung hält für eine. Kommerziellen Zugang und zieht die ganze Datenbank…

  • Facebook habe ich von Anfang an boykottiert. Dem Zuckerberg – dem Geldberg besser als Name dienen würde – ist doch ein geldgieriger Drecksack. Das sieht dem doch jeder an, der auch nur ein Minimum an Menschenkenntnis hat. Die gute Arbeit von Twitter schätze ich seit Jahren sehr und auch jetzt werde ich für mein Vertrauen in das Unternehmen belohnt.

    • Sehr detailreich
      Danke für die Erleuchtung

    • Jaa, so ein Student, der es schafft, nicht nur ein StartUp zu gründen und später zu verkaufen, sondern seine Idee weiterzuverfolgen und zum Erfolg zu führen, der ist schon verdächtig, gell?
      Aber sag mal: Dass Zuckerberg ein „geldgieriger Drecksack“ sei, sieht der Kenner, der Menschenkenntnis wie du besitzt, an welchem Körperteil? An der Hakennase wie Oma und Opa schon vor 80 Jahren? Am Händereiben, der Art zu lächeln (verschmitzt?) und am gebückten Gang?!
      Sind wir wieder so weit? :(

  • Strafverfolgung ist aber ungleich Überwachung. Wenn die Polizei z.B. begründete Hilfe ersuchen, sehe ich gar keinen Grund diese abzulehnen. Als Bürger ist man doch verpflichtet, die Polizei nach Möglichkeit zu helfen, oder nicht? Überwachung ist wieder was ganz anderes. So etwas ist in einer Demokratie eigentlich gar nicht vorgesehen…

  • Richtlinien so so. Kontrollen hört hört. Na dann! Bitte weitergehen hier gibt es nichts zu sehen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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