Markteinführung in weiter Ferne
TP-Link gibt Ausblick auf seine ersten WiFi-8-Geräte
Während andere Hersteller ihr Angebot noch um WiFi-7-Geräte erweitern, gibt TP-Link bereits einen Ausblick auf seine ersten Netzwerkgeräte mit WiFi 8. Mit dem Archer 8 Ultra hat der Hersteller einen klassischen WLAN-Router angekündigt. Der Deco 8 Ultra ist dagegen als Mesh-System für Flächen von bis zu 910 Quadratmetern vorgesehen. Beide Geräte arbeiten mit drei WLAN-Bändern und verfügen über Netzwerkanschlüsse mit bis zu 10 Gbit/s.
Archer 8 Ultra mit 18 Antennen
Beim Archer 8 Ultra nennt TP-Link eine kombinierte WLAN-Datenrate von bis zu 19 Gbit/s. Dabei handelt es sich um einen theoretischen Gesamtwert über alle Funkverbindungen hinweg und nicht um die Geschwindigkeit, die ein einzelnes Endgerät erreichen kann. Insgesamt 18 im Archer 8 Ultra verbaute Antennen sollen für eine möglichst gleichmäßige Abdeckung sorgen.
TP-Link hebt bei den neuen Geräten neben der Technik auch deren Gestaltung hervor. Das zweifarbige Gitterdesign soll dem Archer 8 Ultra optische Tiefe verleihen, während die Oberfläche das Licht je nach Betrachtungswinkel unterschiedlich reflektiert. Statt einer Reihe einzelner Statusleuchten setzt der Hersteller auf eine zentrale Beleuchtung zur Anzeige des Betriebszustands.
Mesh-System für größere Wohnungen und Häuser
Der Deco 8 Ultra arbeitet ebenfalls mit drei WLAN-Bändern und soll Datenraten von bis zu 22 Gbit/s ermöglichen. Ein Set aus drei Geräten kann laut TP-Link eine Fläche von bis zu 910 Quadratmetern versorgen und mehr als 200 Geräte gleichzeitig verwalten.
Für beide Produkte nennt der Hersteller bislang allerdings weder einen Termin für die geplante Markteinführung noch einen Preis. Realistisch darf man die ersten WiFi-8-Produkte 2028 erwarten. Die frühe Ankündigung dürfte daher vor allem dazu dienen, TP-Link bereits jetzt als Anbieter von WiFi-8-Hardware zu positionieren.
WiFi 8 setzt auf zuverlässigere Verbindungen
Anders als bei früheren WLAN-Generationen steht bei WiFi 8 nicht in erster Linie eine weitere Steigerung der maximalen Datenrate im Mittelpunkt. Mit dem Standard soll stattdessen vor allem die Zuverlässigkeit der Verbindungen verbessert werden. Die Systeme sollen stabiler funktionieren und besser mit einer großen Zahl gleichzeitig aktiver Geräte umgehen können. Davon sollen etwa stark ausgelastete Funknetze und Geräte mit ungünstigen Empfangsbedingungen profitieren.

