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Konkurrenz zu tibber

tado startet seinen dynamischen Stromtarif

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tado startet jetzt offiziell als Anbieter eines dynamischen Stromtarifs und stellt sich damit in Konkurrenz zu bereits in diesem Bereich tätigen Unternehmen, am bekanntesten ist hier in Deutschland vermutlich tibber.

Falls sich bei euch jetzt nach dem Motto „da war doch mal was“ die Zahnräder drehen: tado hat diesen Schritt bereits im vergangenen Sommer angekündigt und zwar eine Vorab Registrierung ermöglicht, tatsächlich live geht der dynamische Stromtarif von tado jedoch erst heute. Die technische Basis hierfür hat tado bereits vor zwei Jahren mit dem Anbieter aWATTar erworben.

Aktuelle Börsenpreise abgerechnet

Tado Dynamischer Stromtarif

Der von tado angebotene Hourly-Stromtarif orientiert sich an den aktuellen Preisen an der Europäischen Strombörse. Die hier anfallenden Kosten unterliegen teils starken Schwanken im Tagesverlauf, liegen aber in der Regel deutlich unter den Fixpreisen der großen Anbieter. Anzumerken ist hier allerdings, dass die Börsenpreise keinerlei Puffer beinhalten und auch etwaige Preisexplosionen in Krisensituationen direkt an den Endkunden weitergegeben werden.

Dafür können Nutzer von Börsenpreisen sogar darauf hoffen, dass sie bei einer Überproduktion im Bereich der Solar- und Windenergie sogar für die Abnahme belohnt werden. In seltenen Fällen gab es in den vergangenen Jahren sogar eine „Erstattung“, wenn man den Netzen Strom entnommen und beispielsweise in den Akkus von Elektrofahrzeugen gespeichert hat.

Haushalte sollen bis zu 35% sparen

tado wirbt damit, dass Haushalte mit dem neuen dynamischen Stromtarif bis zu 35 Prozent Kosten sparen können und zudem ausschließlich grüne Energie nutzen.

Tado Einsparpotenzial Im Haushalt

Natürlich will tado als Anbieter hier ebenfalls seinen Schnitt machen. Mit tibber vergleichbar fällt auch hier eine fixe Grundgebühr von 4,58 Euro pro Monat an, auf die dann die tatsächlichen Verbrauchskosten inklusive Beschaffungskosten, Steuern, Abgaben und Netzentgelte aufgeschlagen werden.

Voraussetzung für die Abrechnung im Hourly-Stromtarif von tado ist ein intelligenter Stromzähler im Haus. Diese sogenannten Smart Meter werden in der Regel vom Netzbetreiber bereitgestellt. Ohne diese Messeinheit wird ein monatlicher Durchschnittspreis für die Abrechnung veranschlagt.

07. Mai 2024 um 12:53 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Bin seit rund einem Jahr bei Tibber und sehr zufrieden. Auch wenn es hin und wieder Preise über 40cent gibt – in der Summe spare ich deutlich. Und als angenehme „Spielerei“ sehe ich live wie hoch mein aktuelle Stromverbrauch und auch die Grundlast der Wohnung ist.
    Challenge is aber gerade im Mehrfamilienhaus vermutlich oft die Möglichkeit das Ding in ein WLAN zu bekommen.

  • „Bereitgestellt“ – mh, erworben werden. Bei Tibber zum Beispiel den Pulse für 120 / 99 Euro. Das muss man dann auch erstmal wieder aufholen. Bin seit langem bei Tibber. Spare so um die 10%. Ist ganz gut und fühle mich durch den dynamischen Preis fairer abgerechnet. Was definitiv wirkt; wann verwende ich welches Gerät – also Verbrauch timen. Am 1. Ma hat zum Beispiel der Strom 5 Cent gekostet. Einen Tag vorher extreme 43 Cent. Klar lassen wir dann am 1. Mai Wäsche, Geschirrspüler und Trockner laufen. Im Prinzip wird man damit umerzogen. Ob das gut/schlecht ist, muss jeder für sich individuell entscheiden.

    • Hier muss genauer unterschieden werden und das hätten die Autoren vielleicht auch noch erklären können: wenn man nur eine Moderne Messeinrichtung (mMe) besitzt, also einen digitalen Stromzähler, dann benötigt man z.B. bei Tibber den Pulse für eine stündliche Abrechnung.
      Wenn man aber z.B. von seinem Grundversorger schon ein intelligentes Messsystem (iMSys) hat, welches umgangssprachlich auch Smart Meter genannt wird, dann benötigt man für die stündliche Abrechnung kein zusätzliches Gerät, also auch nicht den Pulse von Tibber.
      Früher oder später sollen ja alle Stromzähler auf Smart Meter umgerüstet werden und ab 2025 hat man sogar einen Anspruch auf einen Smart Meter.

    • Hmm, der Pulse hat mich nur 40€ gekostet. 90€ abzgl. 50€ durch Werbung eines anderen Tibber Kunden.

      Das ist aktuell auch noch ein Alleinstellungsmerkmal von Tibber: der Pulse, dass man nicht abhängig davon ist, dass man bereits ein Gateway am Zähler hat.

      • Grüß Dich. Er kostet als Kunde 99 Euro – kann jeder auf der Website prüfen. KwK-Programme sind meiner Meinung nach (und übrigens auch der MyDealz-Community nach) kein Maßstab um Preise zu vergleichen.

    • Eine Reaktion auf Preissignale als Umerziehung zu bezeichnen, finde ich ein bissl übertrieben.

    • Wieso umerzogen? Ist doch beim Tanken ähnlich. Wer die Preise in den Augen behält, tankt auch wenn es günstiger ist und vermeidet es, wenn es teuer ist.

  • John Applespeed

    „Dynamisch“ wenn ich das Wort in dem Zusammenhang schon höre – dann gibt es ja bei der Dynamik ja nur einen Gewinner und eine Richtung. Welche das ist wissen wir alle selbst

    • Warum so negativ?
      Natürlich will und muss das Unternehmen Gewinn machen.
      Aber nach längerer Beobachtung komme ich zu dem Schluss, dass es in diesen Tarifen um einiges fairer zugeht als bei den „klassischen Stromanbietern“.

      • So ganz pauschal kann man das nicht sagen. Man kauft sich irgendwo Planungssicherheit, das kann aber in beide Richtungen gehen. Meinen aktuellen Tarif habe ich 2021 abgeschlossen und kostet mich 31 Cent/kwh. 2021 gab es Monate, in denen der Marktpreis deutlich darüber lagen und von tibber über 60 Cent/kwh berechnet wurden – und das nicht in nur wenigen Stunden.

        Der Vorteil ist, dass man mit dynamischen Tarifen den Eigenverbrauch gut steuern kann. Ab nächsten Jahr werden wir einen zweiten EV haben, da wird das Thema wieder interessant. Gerade an sonnigen Tagen kann Auto 1 mit der Pv geladen werden, Auto 2 parallel mit günstigem Strom aus dem Netz.

      • @Ocram
        Sehe ich auch so. Ich denke, dass das eine fairere Abrechnung ist.
        Der @John Applespeed bedenkt nicht, wie ein Anbieter, der ein Preis für 12 oder 24 Monate garantiert seine Kalkulation aufstellt.
        Der Anbieter muss das Risiko einpreisen, da er selbst nicht weiß was der Strom in drei Tagen kostet.
        Was mit Verträgen und garantierten Preisen passiert, wenn der Strompreis explodiert, haben wir 2022 gesehen.

    • Der Gewinner ist die Gesellschaft (nicht das Unternehmen), da wir mit stündlichen Preisen den Stromverbrauch überwiegend dann anfallen lassen können wenn der Strom günstig (und damit erneuerbar) ist. Bei Preisen ohne Dynamik werden die Anreize dann zu konsumieren wenn es sinnvoll ist nicht weitergegeben und sorgen für Mehrkosten und höhere CO2 Ausstoß. Warum sollte ich z.B. mein EV im Sommer in der Nacht aus Kohle/Gas und in Zukunft Storage/H2 laden wenn es Tagsüber PV im Überfluss gibt. Solange das im Preis sich nicht abbildet, werden wir unnötig teuren, nicht nachhaltigen Strom verbrauchen.

      Leider bezieht das System aktuell nur den Börsenpreis der Erzeugung ein, wäre gut wenn es auch noch dynamische Preise für Netzentgelte geben würde, da es hier auch zu Engpässen kommen kann, die weitergegeben werden sollten.

    • Die Dynamik bestimmt nicht der Anbieter, sondern der Strommarkt. Seit ich bei Tibber bin, hatte ich in keinem Monat einen Durchschnittspreis über 25 Ct./kWh.
      Mein niedrigster Monatspreis bisher war 19 Cent.

    • Fragen wir doch mal ob @John Applespeed Mitarbeiter eines „konventionellen“ Stromanbieters ist …

  • Wenn ich bei tibber.com teilweise mein e-Fahrzeug für 6 ct/kWh laden kann bin ich schon sehr zufrieden

    Antworten moderated
  • Ich höre zum ersten Mal von solchen „dynamischen“ Tarifen.
    Bedeutet das jetzt, dass ich selbst und manuell permanent schauen „muss“, was der Strom gerade kostet, um dann zu entscheiden, ob ich jetzt gleich dusche/wasche/…?
    Und das jeden Tag bei jeder Gelegenheit, die Strom kostet?
    Dann bin ich ein „Gewinner“?
    Mit Verlaub: Wie viel Einsatz der Ressourcen Zeit und Freiheit kostet das und was bringt das an Ressource Geld?
    Ich hoffe, ich habe das Konzept nicht verstanden.

    • Du kannst mittels smarter Steuerung große Verbraucher in günstigen Zeiten laufen lassen. Es gibt Waschmaschinen, welche man direkt steuern kann oder smarte Steckdosen.
      Der größte Einspareffekt liegt beim Laden eines E-Auto, hier gibt es steuerbare Wallboxen oder Programme. Oder elektrische Poolpumpen usw.

    • Für normale Verbraucher macht das wenig Sinn. Steuerbare Großverbraucher (Wärmepumpe, Wallbox für E-Auto, Brauchwasserwärmepumpe, Klimaanlage) diese können je nach Modell automatisiert werden und passen sich eigenständig an. Bei Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine macht es ggf Sinn kurz zu schauen und dann einen Timer zu stellen um den günstigsten Zeitpunkt zu wählen. Den großen Vorteil hat man aber sicher nur wenn man viele der Großverbraucher hat die sich selbständig anpassen.

    • Ich zahle für mein E-Auto im Jahres-Schnitt < 20 Cent/kWh. Letzte Woche habe ich für 4 Ct. geladen.
      Ein Blick auf das Handy zeigt mit, wann ich die Wäsche am besten wasche.
      Alles kein Stress.
      Meine Stromkosten im Dezember 2023 (beispielhaft, die Rechnung hab ich zufällig grad hier):
      22 Ct/KWh
      23Ct./kWh.

      • Das ist ja mal interessant, denn die Zahlen konnte ich mir eben nicht
        vorstellen.
        Ich zahle in einem ganz „normalen“ Tarif 31 Cent.
        10 Cent mehr bei etwa 3000kWh/Jahr.
        Ich kann also 300,- sparen, wenn ich mich permanent damit beschäftige.
        Danke für die Einschätzung, das hat mir geholfen, aber da bin ich raus ;-)

    • Ich denke vom Prinzip her hast du es richtig verstanden.

      Bei den dynamischen Stromtarifen hast du die Möglichkeit zu schauen, wann der Strom besonders günstig ist und hast dann die Möglichkeit deinen Verbrauch dementsprechend zu steuern. Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Elektroauto usw. zu günstigen Zeiten betreiben bzw. laden. Die Zeiten kann man bei den Geräten entsprechend einstellen.
      Es gibt bestimmte Faktoren, die den Strompreis beeinflussen, z.B. das Wetter oder Verbrauchsspitzen zu bestimmten Uhrzeiten. Bei hoher Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen, also bei viel Sonne oder Wind ist der Strompreis niedrig. Bei hohem Verbrauch wie zur Abendzeit, wenn viele Menschen kochen, ist der Strompreis normalerweise hoch. Die konkreten Preise für den Folgetag erfährt man immer am Vortag.

      Wir sind seit letztem Jahr bei Tibber, sparen definitiv Geld und gehen bewusster mit unserem Stromverbrauch um. Mehraufwand ist gering, denn anstellen muss man z.B. die Waschmaschine eh und dabei einen Timer einstellen, ist schnell gemacht.
      Des Weiteren kann man bei Tibber monatlich kündigen, so dass man die Möglichkeit hat, aus dem Vertrag relativ schnell rauszukommen.

  • Nein, Tado hat aWATTar übernommen. Ich habe seit 2019 aWATTar mit dynamischen Tarif.

  • Meiner Meinung nach sollte das die Zukunft sein!
    Einen Wechselrichter mit Akku, Wärmepumpe mit Warmwasserspeicher oder in Elektroauto. Automatisch laden, wenn der Strom preiswert ist (Überschuss). Strom verkaufen aus Akku (PV-Anlage, Akku oder Auto) wenn er teuer ist (zu wenig verfügbar).

    Dabei gewinnen beide seiten… und es bringt uns mehr nutzbare erneuerbare Energie.
    Einzige Nachteil: wirklich gewinn machen nur die, die sowieso schon genug Geld haben (Konzerne, Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage und E-Auto…

  • Smart Meter, so ein Schrott kommt mir nicht ins Haus. Das kostet Unsummen extra.

  • Und was ist, wenn ich den Tarif habe aber keinen Smartmeter besitze? Was wird dann abgerechnet?

  • Es ist wirklich immer wieder interessant zu lesen, wie so mancher deutsche Verbraucher auf derartige Dinge reagiert. In skandinavischen Ländern ist eine derartige Stromabrechnung inzwischen selbstverständlich, hier macht man sich riesige Gedanken, gibt im Jahr lieber 300 € mehr aus als sich Gedanken über den Stromverbrauch machen zu müssen, Seltsam seltsam, was geht in uns Deutschen bloß vor…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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