Günstiger durch anderen Arbeitsspeicher
Synology neo+: Neue NAS-Modelle kosten rund 200 Euro weniger
Synology erweitert seine DiskStation-Familie um vier günstigere NAS-Modelle. Die neue neo+-Serie richtet sich vor allem an Privatanwender und kleinere Büros, die ein leistungsfähiges Netzlaufwerk suchen, dafür aber nicht unbedingt die teuerste Speicherausstattung benötigen. Gegenüber den regulären Plus-Modellen lassen sich rund 200 Euro sparen. Die Geräte sind ab sofort im deutschsprachigen Raum erhältlich.
Technisch handelt es sich weitgehend um bekannte Hardware. Die Modelle DS725neo+, DS925neo+, DS1525neo+ und DS1825neo+ übernehmen Prozessor, Anschlüsse und Erweiterungsmöglichkeiten ihrer jeweiligen Plus-Pendants. Auch bei der Software gibt es keine Abstriche. Lediglich beim Arbeitsspeicher hat Synology angesetzt.
ECC-Speicher macht den Unterschied
Die Bezeichnung neo steht für „Non-ECC Option“. Während die regulären Plus-Modelle mit fehlerkorrigierendem ECC-Arbeitsspeicher ausgestattet sind, verwenden die neuen Geräte gewöhnlichen RAM. ECC kann einzelne Speicherfehler automatisch erkennen und korrigieren. Das ist insbesondere bei geschäftskritischen Anwendungen und im Dauerbetrieb von Vorteil.
Für private Fotosammlungen, Dateifreigaben oder regelmäßige Backups ist dieser zusätzliche Schutz dagegen nicht zwingend erforderlich. Wer später auf ECC-Speicher umsteigen möchte, kann entsprechende Module nachrüsten. Beide Speichertypen sollten dabei nicht miteinander kombiniert werden.
Synology begründet die neue Modellreihe mit den stark gestiegenen Speicherpreisen.
Vier Modelle ab 653 Euro
Die unverbindlichen Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer fallen folgendermaßen aus:
- DS725neo+: 653,31 Euro
- DS925neo+: 712,81 Euro
- DS1525neo+: 1.069,81 Euro
- DS1825neo+: 1.307,81 Euro
Alle vier Geräte verwenden den DiskStation Manager (DSM). Anwendungen wie Synology Drive, Surveillance Station und Synology Photos stehen damit unverändert zur Verfügung. Auch virtuelle Maschinen und Docker-Container lassen sich wie bei den regulären Plus-Modellen betreiben.
In seinem begleitenden Blogbeitrag betont Synology zudem, dass ECC-Arbeitsspeicher kein Ersatz für regelmäßige Datensicherungen ist. Das Dateisystem Btrfs kann beschädigte Daten auf Laufwerken erkennen und unter bestimmten Voraussetzungen reparieren. Fehler, die bereits vor dem Schreiben im Arbeitsspeicher entstehen, werden dadurch jedoch nicht zuverlässig abgefangen. Für zusätzliche Absicherung stehen die DSM-Werkzeuge Hyper Backup und Snapshot Replication bereit.



Von den neo-Modellen ist abzuraten. ECC-RAM ist für Dateiserver von grossem Vorteil, gerade in Anbetracht dessen, dass viele kein oder ein mur unzureichendes Backup-Konzept haben.
Wollte Synology sich nicht aus dem Privatanwenderbereich zurückziehen?
Und jetzt bringen sie eine neue Linie dafür raus? Passt irgendwie nicht zusammen.
Lacht in UGREEN NAS.
Neben dem Speicher ohne ECC knausert Synology leider auch wieder bei den CPU. Ein „Budget“ NAS benötigt zwar vielleicht nicht die neuste Generation an embedded Chips, aber die verbauten CPU setzten im Grunde immer noch auf die Zen 1 Architektur von 2017. Zwar dürfte AMD noch für eine kleine Weile Chipsatztreiber liefern und der Softwaresupport von Synology ist für gewöhnlich lang. Dennoch wäre eine neuere Generation wünschenswert gewesen. Aber man muss halt sparen, wo man kann. Es kommt älterer RAM zum Einsatz, die fehlende iGPU senkt die Kosten weiter. Als reines DAS vielleicht okay, als NAS „schwierig“.