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Steves ganz persönliche „Uniform“

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Ein schwarzer Rollkragenpulli, blaue Levi’s 501 Jeans und New Balance 992 Sneaker, dieses schlichte und dennoch einprägsame Outfit von Steven Paul Jobs wird wohl niemandem von uns je vergessen. Und die Antwort auf die Frage wieso Steve dieses schlichte Outfit für sich gewählt hat und wieso er nur noch darin öffentlich in Erscheinung trat, hatte er in einem Interview mit Walter Isaacson (Autor von Jobs‘ Biografie) gelüftet. Der US amerikanische Blog gawker.com hat dieses Interview gestern in einem Artikel veröffentlicht:

Steve Jobs hatte Anfang der achtziger Jahre eine Reise nach Japan unternommen und das Werk von Sony besucht. Er fragte den damaligen Vorstandschef, Akio Morit, wieso alle Angestellten Uniformen trugen. Morit erklärte ihm, dass nach dem Weltkrieg viele Menschen nur noch wenig Kleidung besaßen und die Firmen ihre Angestellten mit Kleidungsstücken versorgen mussten. Über die Jahre ließen die Firmen individuelle Arbeitskleidung herstellen, die die Firmenzugehörigkeit ihrer Arbeiter darstellte. Dies gefiel Jobs und er wünschte sich eine ähnliche Verbundenheit über die Kleidung für Apple.

Sony vertrat die Meinung, dass Firmenkleidung nicht nur funktionell, sondern auch optisch ansprechend sein muss und so hatten sie für das Aussehen ihrer Uniformen den Designer Issey Miyake angestellt. Er hatte für Sony eine Weste mit abnehmbaren Ärmeln kreiert. Jobs rief Miyake an und bat ihm darum eine ähnliche Veste für Apple zu designen. Als er seine Idee der einheitlichen Arbeitskleidung bei Apple der Belegschaft vorstellte heimste er sich jedoch kein Wohlgefallen ein. Er verwarf die Idee somit wieder.

Allerdings hatte er engeren Kontakt mit Miyako geknüpft und bekam die Idee eine Uniform für sich selbst kreieren zu lassen. Er hielt es einerseits für komfortabel stets zu wissen, was er anziehen solle und sah weiterhin die Möglichkeit einen unverwechselbaren Style für sich selbst zu schaffen. So bat er Miyako ihm einige von den schwarzen Rollkragenpullovern, die er sehr mochte, zu schneidern. Miyako schickte Jobs rund 100 Stück.

Jobs zeigte dem über diese große Menge verwunderten Isaacson seinen Kleiderschrank und betonte „Ich habe genug davon, dass sie bis zum Ende meines Lebens reichen werden“. Leider sollte er mit diesen Worten Recht behalten.

Sein Ziel einen unverwechselbaren Style für sich selbst zu finden hat Steven Jobs erreicht. Was man auch immer von Jobs‘ Wahl halten mag. Zumindest wird uns sein Look, seine ganz persönlichen „Uniform“, mit Sicherheit länger im Gedächtnis haften bleiben, als die gedeckten Sparkassenanzüge, Modell Kreditvergabe; Buchstabe A bis K, die manch anderen CEO schmücken.

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12. Okt 2011 um 11:20 Uhr von Damien Fehler gefunden?


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