Neue Smart-Brillen mit ChatGPT
Smarte Brillen: Nothing will Meta mit zwei Modellen angreifen
Nach Smartphones, Kopfhörern und Smartwatches könnte Nothing schon bald eine weitere Produktkategorie erschließen. Der Hersteller arbeitet offenbar an zwei smarten Brillen, die sich hinsichtlich ihrer Ausstattung deutlich unterscheiden. Während ein Modell vor allem für Musik und Telefonate gedacht ist, soll eine zweite Variante zusätzlich eine Kamera und ChatGPT-Unterstützung bieten. Damit würde Nothing in direkte Konkurrenz zu Meta treten, das gerade erst zwei neue Ray-Ban-Modelle in Deutschland eingeführt hat.
Zwei Modelle mit unterschiedlichen Fähigkeiten
Die Informationen stammen vom bekannten Technik-Insider Roland Quandt. Demnach arbeitet Nothing zunächst an einer vergleichsweise einfachen Audiobrille. Integrierte Lautsprecher sollen die Musikwiedergabe und Telefonate ermöglichen. Auch der Sprachassistent des verbundenen Smartphones lässt sich darüber nutzen. Auf eine Kamera und eigenständige KI-Funktionen wird dagegen verzichtet.
Beide Varianten sollen mit selbsttönenden Gläsern ausgestattet sein, die sich bei Sonneneinstrahlung automatisch verdunkeln. Die zweite Brille erhält zusätzlich eine Kamera, ChatGPT-Unterstützung und Übersetzungsfunktionen. Ein integriertes Display ist bisherigen Berichten zufolge nicht vorgesehen. Stattdessen könnte die KI-Verarbeitung über das Smartphone und die Cloud erfolgen.
Die Audiobrille soll bereits in absehbarer Zeit erscheinen. Für das aufwendigere Modell wurde zuvor die erste Jahreshälfte 2027 als möglicher Verkaufszeitraum genannt. Konkrete Preise und technische Details gibt es bislang nicht. Auch eine offizielle Bestätigung von Nothing steht noch aus.
Meta ist bereits einen Schritt weiter
Unterdessen hat Meta sein Brillenangebot in Deutschland erweitert. Seit wenigen Tagen ist die Ray-Ban Display bei der Telekom für 899 Euro erhältlich. Sie besitzt einen kleinen Farbbildschirm im rechten Brillenglas, eine Kamera und lässt sich über Sprachbefehle oder das mitgelieferte Neural Band mittels Handgesten steuern.
Mit der Ray-Ban Meta Audio für 349 Euro gibt es zudem eine günstigere Alternative ohne Kamera und Display. Anders als bei Nothings mutmaßlichem Audiomodell ist hier allerdings ein eigener KI-Assistent integriert. Beide Meta-Brillen funktionieren mit dem iPhone.
Nothing würde mit seiner Zweiteilung also einen ähnlichen Weg einschlagen. Entscheidend dürften letztlich Preis, Tragekomfort und die Integration ins Smartphone-Ökosystem sein. Gerade beim Design könnte der für seine ungewöhnliche Gestaltung bekannte Hersteller eigene Akzente setzen.


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