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Altes iPadOS und Jailbreak vorausgesetzt

Open-Source-Projekt bringt macOS auf das iPad

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17 Kommentare 17

Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob es jemals eine von Apple unterstützte Möglichkeit geben wird, macOS auf einem iPad auszuführen. Wir halten die Chancen für sehr gering bis aussichtslos. Das Open-Source-Projekt Virtual Mac on iPad will aufzeigen, dass dies generell möglich ist. Allerdings ist das Ganze mit Grenzen versehen und richtet sich zudem an einen sehr eingeschränkten Nutzerkreis.

Alte iPadOS-Versionen erforderlich

Die Software unterstützt ausschließlich iPad-Pro-Modelle mit M1- oder M2-Prozessor sowie das iPad Air mit M1-Chip. Voraussetzung ist außerdem eine ältere Version von iPadOS. Da das Gerät per Jailbreak für die Installation der Virtualisierung vorbereitet werden muss, kommt ausschließlich eine Version zwischen iPadOS 16 und iPadOS 16.3.1 infrage. Eine Unterstützung neuerer Softwareversionen scheint unwahrscheinlich, da Apple mit iPadOS 16.4 hierfür relevante Komponenten aus dem Betriebssystem entfernt hat.

VirtualMac

Laut den mit dem Projekt befassten Entwicklern greift die Software auf die Hardware-Virtualisierung der Apple-Prozessoren zu. Dadurch soll sich macOS auf dem iPad mit einer für Alltagsaufgaben ausreichenden Geschwindigkeit nutzen lassen. Nutzer haben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Systemversionen von macOS 12 Monterey bis hin zu den aktuellen Testversionen von macOS 27 Golden Gate zu wählen. Wobei darauf hingewiesen wird, dass die Unterstützung für macOS 26 Tahoe und höher nur eingeschränkt ist und mit Darstellungs- und Leistungsproblemen rechnen muss.

Praktischer Nutzen sehr eingeschränkt

Als gravierende Einschränkung ist zudem zu betrachten, dass keine Möglichkeit besteht, sich mit einem Apple-Konto anzumelden oder von der Virtualisierung aus auf iCloud zuzugreifen. Die Möglichkeit, Entwicklungswerkzeuge wie Xcode in der virtuellen Umgebung zu nutzen, soll die Lösung zwar für Entwickler interessant machen. Der praktische Nutzen ist jedoch sehr begrenzt. Das Softwareprojekt ist vor allem als Demonstration dafür zu verstehen, dass sich macOS grundsätzlich auf einem iPad virtualisieren lässt.

05. Aug. 2026 um 12:14 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    17 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Ich finde es schon ausreichend, dass einige iPhone und iPad Apps auf dem Mac mini M4 laufen. Warum sollte ich dafür dann noch das zu Grunde liegende Betriebssystem fahren?

      • Es ist als Entwickler offenbar auch gar nicht so schwierig, iOS-Apps Mac-kompatibel zu machen. Es ist u.a. ein Häkchen in XCode…

    • Das kannst du ja schon in etwa haben. In verschiedenen Varianten:
      – iPhone/iPad-Apps laufen ganz offiziell ja auch auf Apple-Silicon-Macs.
      – mit XCode installiert sich auch ein Simulator für iPhone und iPad auf dem Mac, den du (als Entwickler) dann sogar in Original-Optik nutzen kannst.

  • Es wäre schön, wenn Apple einfach die Geräte und die Treiber nach Ablauf der Versorgung der iPads mit Updates, freigibt. Soll heißen bei der Millionen von Geräten könnte man ein alternatives Betriebssystem installieren. Wie Linux. Würde mir für viele Aufgaben reichen.

    • Das wäre echt eine gute Idee!! Geräte – und zwar viele – die eigentlich noch funktionieren müssten nicht entsorgt werden und damit wäre das schon echt Ressourcen schonender. Nicht jeder braucht ein nagelneues Gerät.

    • Constantin Opel

      Da bin ich ganz bei euch. Aber das wird nicht passieren. Allein schon der Gedanke, dass der Käufer sein Teil so lange wie möglich nutzen will und vielleicht sogar so lange es geht, reparieren (wenn die Möglichkeit besteht) läßt, treibt dem Imperium Wirtschaft den Angstschweiß auf die Stirn.
      Unser ganzes System ist heute auf kontinuierlichen Wachstum ausgerichtet; damit die „Welt“ sich weiter dreht, darf die Wirtschaft nicht anhalten. Einen Fernseher, wie meine Oma ihn hatte, 15 Jahre am Laufen zu halten und erst einen neuen kaufen, wenn keine Reparatur mehr möglich ist, wäre der Kollaps unseres Systems.
      Das ist die Wahrheit, wenn auch eine fürchterliche. Und die Verkaufsplattformen und das Heer der Influenzer treibt die Masse der Käufer weiter an.

    • Linux würde mich auch brennend interessieren. Seit ich weg von Win auf Lin-Mint mit Xfce bin, bin ich sehr angetan davon. Von der Hardware bin ich ja überzeugt aber die nachlassende Softwarequali macht einfach das Benutzererlebnis zunichte.

      • Und die Zwänge, ständig neue Hardware zu brauchen, damit das aktuelle System noch läuft. Ok, ich jammere auf hohem Niveau. Trotzdem funktioniert er nach wie vor, sogar (dank OpenCore Legacy Patcher und externer USB-SSD) mit macOS Sequoia. Ich brauche nicht mehr RAM, keinen schnelleren Prozessor, kein größeren Display. Paßt alles so wie es ist. Klar bin ich damit nicht der Kunde von Apple, denn da hätte ich schon drei andere Geräte kaufen müssen. Aber daneben gibt es ja noch div. iPads und iPhones.
        Linux Mint. Ja das läuft auch auf meinem „Urlaubs“-Notebook. Das nutze ich auch gerne im Garten. Nicht xcfe sondern Cinnamon. Aber bisher bin ich auch glücklich damit. Nur die iCloud-Drive-Anbindung via rclone ist etwas sehr träge. Aber es funktioniert erstmal.

  • Mich wundert eh, das ein iPad mit Tastatur und Maus nicht eine Art Mac OS anzeigt. Fehlt eines von beiden, dann sollte es eben in ein Touch-Mac OS wechseln. Aber davon können wir nur träumen. Ist eben wie mit Multiuser. Am besten noch ein iPad für jeden Wochentag…

    • :-). Sehr gut. Würde Sinn machen aber wie du sagst, Multiuser nur für Schulen etc. aber nicht für den normalen Anwender

      • Nein, macht keinen Sinn. Sieht, bzw. sah man ja bei Vista. Tablettisierte Oberfläche, gräußlich in der Bedienung am PC.
        Mir sowieso schleierhaft, wieso man einerseits einen voll ausgestatteten PC haben möchte, andererseits eine Tablett-Oberfläche. Entweder hab ich ein Tablett mit Touch-Bedienung oder ein Notebook mit Tastatur und Trackpad / Touchpad und / oder Maus.
        Die Anwendungen sind auch unterschiedlich, je nachdem ob Touch- oder konventionelle Bedienung.

        Man möchte ja auch kein Auto was einerseits klein ist für Parkplätze und ein Sitzplatz, dann aber wächst, wenn man mit der Familie mal wo hin möchte. Da nimmt man entweder ein kleines Auto für wenig (Personen und Umgebung) oder eben einen Kombi, Van oder Bus (wenns mal mit der Familie z. B. in den Urlaub geht).

        Genau so sehe ich das mit Tablett vs. Notebook. Schnell mal was schauen und konsumieren oder eben Inhalte erstellen (egal ob Briefe, E-Mails, Tabellen, Präsentationen…).

  • Würde mir endlich Benutzerkonten wünschen auf einzelnes Gerät, mit jailbreak war das mit einem tweak möglich

  • Natürlich ist es möglich. Warum sollte Apple Ihre eigenen Positionen im Bereich Tablet und Laptop selbst auffressen. So bleibt der Schmerz groß genug und der Umsatz rollt.

  • Schade, ich hatte gehofft, mein iPad (erste Generation) mit einem funktionierenden Betriebssystem noch nutzen zu können.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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