Ultrakompakte SOLIX S2000 für Ausfälle
Notstrom und MindBase: Anker rüstet für den Notfall
Anker hat zur IFA gleich zwei Bausteine vorgestellt, die das Zuhause bei Ausfällen unabhängiger machen sollen. Die neue SOLIX S2000 übernimmt die Stromversorgung ausgewählter Geräte, während MindBase Smart-Home-Funktionen und persönliche Daten möglichst lokal im Haus halten soll. Beide Systeme verfolgen damit denselben Ansatz aus unterschiedlichen Richtungen: weniger Abhängigkeit von externer Infrastruktur.
Die SOLIX S2000 ist eine tragbare Powerstation mit 2 kWh Kapazität und 1.500 Watt Dauerleistung. Kurzzeitig stehen bis zu 3.000 Watt bereit. Das 16,2 Kilogramm schwere Gerät misst 208 × 282 × 323 Millimeter und versorgt über acht Anschlüsse mehrere Verbraucher gleichzeitig. Bis zum 27. September verlangt Anker 699,99 Euro. Für größere, stationär gedachte Energiespeicher hat Anker parallel die neue Solarbank Max mit 7 kWh Kapazität vorgestellt.
Strom für Router, Kühlschrank und Computer
Bei der S2000 versucht Anker vor allem, Verluste bei niedriger Last zu reduzieren. Das spielt im Notstrombetrieb eine größere Rolle als hohe Spitzenwerte. Bei aktiviertem Wechselstromausgang soll der Eigenverbrauch bei 10 Watt liegen, bei abgeschalteten Ausgängen bei 2 Watt. Unter einer Last von 100 Watt nennt der Hersteller eine Effizienz von mehr als 86 Prozent.
So soll die 2-kWh-Batterie unter geeigneten Bedingungen bis zu 24 Stunden durchhalten. Die Laufzeitangaben wurden laut Anker vom TÜV Süd bestätigt. Für Computer und Router steht zudem eine USV-Funktion bereit, die bei einem Netzausfall in weniger als 10 Millisekunden umschaltet.
Geladen wird über Steckdose, Solar, Generator, Lichtmaschinen-Ladegerät oder Kfz-Anschluss. Am Stromnetz sind regulär 1.150 Watt und im schnelleren Modus bis zu 1.600 Watt möglich. Solarmodule dürfen maximal 400 Watt beisteuern. Anker setzt auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen, die für 6.000 Ladezyklen bis 80 Prozent Restkapazität ausgelegt sind.
MindBase hält die Haustechnik lokal
Auf der anderen Seite der Notfallvorsorge steht die bereits zur IFA angekündigte MindBase. Die Zentrale verbindet Anker-Produkte und Matter-Geräte anderer Hersteller und soll Entscheidungen direkt im Haus treffen. Persönliche Daten und Berechnungen müssen dadurch nicht zwingend in die Cloud wandern.
Der lokale Speicher lässt sich auf bis zu 48 Terabyte erweitern. Den Anfang macht ein Security Kit mit Kamera, Videotürklingel und zusätzlicher Radarerkennung. Bestehende eufy-Geräte sollen ebenfalls eingebunden werden können. Preis und Verkaufsstart der MindBase stehen noch aus.



