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Betrieb wird vorerst fortgeführt

Native Instruments geht in die Insolvenz: Zukunft der Audio-Profis unklar

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Die Berliner Native Instruments GmbH befindet sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Dies geht aus entsprechenden Veröffentlichungen in Deutschland hervor. Das Unternehmen ist Muttergesellschaft mehrerer bekannter Marken aus dem Musiksoftwarebereich, darunter iZotope, Plugin Alliance und Brainworx.

Native Instruments Square

Welche dieser Einheiten unmittelbar von dem Verfahren betroffen sind, ist derzeit nicht vollständig geklärt. Einzelne Gesellschaften, etwa Plugin Alliance in den USA und in Deutschland, haben erklärt, nicht Teil des Insolvenzverfahrens zu sein.

Betrieb wird vorerst fortgeführt

Ein vorläufiges Insolvenzverfahren bedeutet nicht, dass der Geschäftsbetrieb unmittelbar eingestellt wird. Der laufende Betrieb wird in der Regel zunächst fortgesetzt. Produkte, Support und bestehende Verträge bleiben vorerst bestehen. Für Kunden und Partner entsteht dennoch eine Phase der Unsicherheit, da künftige Eigentümerstrukturen offen sind.

NI Traktor

Native Instruments ist insbesondere für integrierte Hard- und Softwarelösungen in der Audioproduktion bekannt. Viele Anwender nutzen seit Jahren Systeme wie Maschine, Komplete oder Traktor in festen Arbeitsabläufen. Auch Entwickler und Drittanbieter sind eng an Plattformen wie Kontakt oder Reaktor gebunden. Entsprechend groß ist die Abhängigkeit von stabilen Strukturen im Hintergrund.

Hohe Schulden als Auslöser

Hinweise deuten darauf hin, dass die wirtschaftlichen Probleme weniger aus dem Kerngeschäft resultieren, sondern aus einer stark fremdfinanzierten Expansionsstrategie. In den vergangenen Jahren hatte der Finanzinvestor Francisco Partners die Mehrheit an Native Instruments gehalten. Nach mehreren Zukäufen wuchs die Verschuldung deutlich.

Screenshot Stereo Action New 46c2ae05

Gläubiger übernahmen zuletzt offenbar die Kontrolle über die Gesellschaft. Für die Beschäftigten und die Nutzer der Produkte bleibt abzuwarten, ob eine Restrukturierung gelingt, die operative Einheiten vom Schuldenberg trennt und eine langfristige Perspektive ermöglicht.

29. Jan. 2026 um 06:47 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    12 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Also ins Unglück gestürzt durch „Mitnehmer“-Investoren? Sehr ärgerlich!

  • Francisco Partners: Wir kaufen coole Firmen, pumpen sie mit Schulden voll und lassen sie dann elegant pleitegehen. Der klassische Private-Equity-Tanz.

  • Das ist ja ohnehin der Generalwitz…
    du kannst eine Firma übernehmen ohne eigenes Kapital und kannst den Kaufpreis als Schulden in die Bilanz der übernommenen Firma stellen.

    Dass diese verrückte Finanz- und Wertelogik so funktioniert, beweist, wie kaputt das Wertesystem ist und wie Gier die Vernunft am Ende doch irgendwie aushebelt.

  • Dr.Koothrappali

    Wundert mich nicht, Preispolitik komplett Katastrophal! Ich habe zwar die teuere Software gerne benutzt aber die Hardware ist schrecklich, funktioniert nur mit Einschränkungen oder garnicht! Kein normaler Mensch kauft da ein zweites mal. Schade aber war vorauszusehen…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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