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In Europa und Asien

Mehr Reichweite: Netflix plant Gratis-Zugang mit Werbung

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Der Video-Streaming-Dienst Netflix soll vorhaben, einen kostenfreien Zugang in Märkten außerhalb der Vereinigten Staaten einzuführen, um so die Reichweite der ausgespielten Werbeanzeigen zu erhöhen.

Netflix Pexels

In Europa und Asien

Mit den Plänen vertraute Personen haben dem Wirtschaftsnachrichten-Dienst Bloomberg gesteckt, dass insbesondere Europa und Asien im Visier der Netflix-Manager stehen, die zwar für einen der populärsten Streaming-Dienste verantwortlich zeichnen, es in Sachen Werbeumsätze aber nur mit Ach und Krach unter die Top-10 der amerikanischen Entertainment-Anbieter schaffen.

Während YouTube als Marktführer für Videowerbung jährliche Umsätze in Höhe von 13 Milliarden Dollar verzeichnet und der US-Fernsehsender Fox jährlich Reklame für satte 5 Milliarden Dollar verkaufen kann, kommt Netflix derzeit „nur“ auf 400 Millionen Dollar.

Um hier konkurrenzfähig zu werden, will Netflix nun in Märkten, in denen kostenlose TV-Sender mit Werbung die Regel sind, mit einem ähnlichen Angebot einsteigen. Deutschland und Japan gelten hier als attraktive Kandidaten.

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Netflix bislang noch zurückhaltend

Im Gegensatz zu Amazon, wo man die Reklameunterbrechungen bekanntlich direkt für alle Zuschauer eingeführt hat und gleichzeitig Zusatzgebühren für Kunden einführte, die weiterhin werbefrei zuschauen wollten, führte Netflix die hauseigenen Zugänge mit Reklame als kostengünstigere Alternative zum Standardzugang ein. Entsprechend kleiner fällt die Anzahl der Kunden aus, die die Spots auch zu Gesicht bekommen.

Bei Amazon sollen inzwischen über 75 Prozent der Prime-Video-Nutzer Inhalte mit Werbung konsumieren.

Wann genau die kostenfreien Reklame-Zugänge in Deutschland angeboten werden sollen, ist aktuell noch unklar. Zudem schließen entsprechende Experimente nicht aus, dass Netflix auch Werbeunterbrechungen in den teuren Abostufen einführen könnte. Je mehr Zuschauer die Reklameanzeigen sehen, umso mehr Geld kann Netflix den Werbetreibenden in Rechnung stellen.

Mit nachlassendem Nutzer-Wachstum dürfte der Verkauf von Werbung langfristig immer attraktiver für Netflix werden und die Preise der Premiumzugänge entsprechend in die Höhe schnellen lassen.

26. Jun 2024 um 15:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Das gibt natürlich dann eine neue und noch stärkere motivation für uBlock und co da eine funktionierende lösung gegen werbung werbung zu bieten.

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  • So könnte das funktionieren. Wenn ich schon bezahle sollte keine Werbung kommen. Wenn ich gewillt bin Werbung zu ertragen und damit bezahle, dann sollte der Zugang wie FreeTV auch nicht weitere Kosten nach sich ziehen

    • Warum, HD+ kostet doch auch 5 EUR?!

      Aber keine Frage, ich würde niemals auch noch Geld für diese Gehirnwäsche zahlen,
      außer die GEZ zu deren Zahlung mich der so genannte Gerichtsvollzieher nötigt.

      Antworten moderated
      • Gerichtsvollzieher nötigen niemanden, auch nicht dich. Und GEZ gibt es schon lange nicht mehr.

      • Josi, jeder sagt GEZ und das ist auch in Ordnung. Genau so wie es weiter EC-Karte heißt. Die Marke war eben zu stark und derjenige, der es geändert hat, ist eben der Idiot. Oder glaubst du im erst, wer würde Taschentuch sagen, macht Tempo mal pleite?

      • Grundgütiger…

  • Kostenlos und bisschen mehr Werbung als im Abo für 5 € wäre schon okay. Zumindest hätte dann die Taste auf der Fernbedienung wieder einen Sinn.

  • ‚Bei Amazon sollen inzwischen über 75 Prozent der Prime-Video-Nutzer Inhalte mit Werbung konsumieren.‘
    Ich frage mich immer, wie dies gemessen wird, bzw. wie gemessen wird, ob und wieviel diese Werbeeinblendungen den Umsatz steigern.
    Ich schaue sowohl Amazon wie auch Netflix oder Disney mittlerweile in einer kostengünstigen (bzw. Bis auf Netflix ohnehin anderweitig bezahlten) Werbe-Version. Ok, ich schaue generell nicht viel Streamingdienste, aber ich könnte nicht eine einzige Marke nennen, deren Werbeeinblendung ich dort gesehen habe.
    Wenn Werbung startet, bin ich entweder auf dem Weg in Küche oder zur Toilette oder greife zum Smartphone oder Tablet um Mails, Nachrichten, etc. zu checken.

    Antworten moderated
  • 19,99€ War mir auch zu viel des Guten, werde auch das Abo komplett nächsten Monat kündigen… Bin erstmal rüber zu WOW gewechselt..

  • Wenn sie’s genauso machen wie Prime und Freevee, dann wird’s nix!

  • Wenn’s so weitergeht, kommt als nächstes personalisierte Werbung in die premium Abos, wofür auch direkt die Daten weiterverkauft werden. Dann zahlt man mit Geld sowie mit seinen Daten und seiner Zeit…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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