Microsoft senkt die Surface-Preis
MacBook Neo zeigt Wirkung: Microsoft bringt günstigere Surface-Modelle
Microsoft bringt günstigere Varianten von Surface Pro und Surface Laptop auf den Markt. Der Kniff ist einfach: Die neuen Einstiegsversionen kommen nur noch mit 8 GB Arbeitsspeicher. Damit rücken sie näher an Apples MacBook Neo heran, das ebenfalls nur 8 GB RAM hat.
Nach Angaben von The Verge betrifft die Änderung das 12 Zoll große Surface Pro und den 13 Zoll großen Surface Laptop. Beide Geräte behalten den Snapdragon-X-Plus-Chip von Qualcomm und 256 GB Speicher, verzichten aber auf die bisher üblichen 16 GB RAM.
In den USA startet das Surface Pro damit bei 849 US-Dollar, der Surface Laptop bei 949 US-Dollar. Ganz günstig werden die Geräte dadurch allerdings nicht. Die Modelle waren ursprünglich mit 16 GB RAM für 799 beziehungsweise 899 US-Dollar gestartet. Nach Preiserhöhungen im Frühjahr folgt nun eine abgespeckte Konfiguration, um die Einstiegspreisen wieder zu senken.
Günstiger, aber nicht mehr Copilot+
Der Schritt hat eine Nebenwirkung: Mit 8 GB RAM erfüllen die neuen Surface-Varianten nicht mehr die Voraussetzungen für Microsofts Copilot+-PC-Kategorie. Diese verlangt mindestens 16 GB Arbeitsspeicher. Damit verlieren die Geräte ausgerechnet das Label, das Microsoft zuletzt besonders stark beworben hat.
Für viele normale Nutzer muss das kein großer Nachteil sein. Wer hauptsächlich im Web surft, E-Mails schreibt, Dokumente bearbeitet und Videos streamt, braucht nicht zwingend lokale KI-Funktionen wie Recall oder andere Copilot+-Extras. Die Botschaft dahinter: Ein niedrigerer Einstiegspreis scheint inzwischen wichtiger zu sein als das vollständige KI-Paket.
Apples Neo-Kompromiss wirkt klarer
Apple hat diesen Kompromiss beim MacBook Neo offensiver gewählt. Das Gerät startet in Deutschland bei 699 Euro, im Bildungsbereich bei 599 Euro, setzt ebenfalls auf 8 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher und 256 GB SSD, wird aber nicht als Pro-Gerät verkauft. Stattdessen richtet es sich an Schüler, Studierende und Nutzer, die einen günstigen Einsteiger-Mac suchen.
Microsofts Schritt wirkt dagegen etwas unbeholfener. Erst wurden die Geräte als Copilot+-Computer mit 16 GB RAM vermarktet, dann stiegen die Preise, nun folgt eine günstigere 8-GB-Version ohne Copilot+-Status. Der Vergleich zeigt, wie schwer sich Speicherpreise, KI-Marketing und bezahlbare Geräte derzeit miteinander vereinbaren lassen.

Bin mal gespannt wie die Back2School Angebote dafür werden.
Neo mit gratis AirPods 4 würde ich zuschlagen.
Ansonsten älteres Air vielleicht (?)
Sobald du ein neues M4 Air zu einem guten Preis siehst, wäre das immer das bessere Gerät. Ich warte für den Junior ab, was das Neo 2 zu bieten hat.
„Die Botschaft dahinter: Ein niedrigerer Einstiegspreis scheint inzwischen wichtiger zu sein als das vollständige KI-Paket.“ -> Die Botschaft dahinter dürfte noch mehr sein: Ein lieferbarer Computer ist besser, als ein nicht lieferbarer. Und was nützt mir KI, wenn all die Clientcomputer, die noch lieferbar sind für zunehmend mehr Menschen nicht mehr erschwinglich sind. RAM/SSD und Prozessorkrise sind ja noch lange nicht auf dem Höhepunkt. Und Leute, die sich sowieso kein KI-Abo leisten können, brauchen trotzdem an der ein oder andere Stelle sowas ähnliches wie ein Computer. Deswegen wird es auch demnächst ein schlankeres Windows geben. Wir werden noch staunen, wie speichereffizient man auch im Jahr 2026 noch programmieren kann. Es gibt selbst schon Bonsai-KI – die nur leider, aber logischerweise – nicht viel taugt. Aber die würde auf einem 8GB-Rechner vermutlich sogar lokal laufen können.
8 GB RAM im Jahr 2026 – Reicht doch locker für drei Sekunden flüssiges Windows.
Genau bis zum nächsten Ruckler
:)))
Haha genau +1
Dachte ich auch. 8GB auf einem Mac ist nicht ideal, geht aber. Auf einem Windows Rechner? Viel Spaß…
Yes, unglaublich. Unzufriedene Kunden sind keine gute Werbung.
Ich denke, ihr seht das aus der falschen Perspektive: das ist eine gute Entwicklung. Egal, wieviel RAM als „Standard“ angesehen wird, wenn Entwickler (OS und Apps) davon ausgehen, dass sie 16 oder 32 GB zur Verfügung haben, werden sie keine Zeit damit verschwenden, die Software auf geringere Hardwareleistung zu optimieren. Im Ergebnis werden die Kunden gezwungen, die Hardware aufzurüsten – womit wieder mehr Platz für nicht-optimierte Software zur Verfügung steht. Teufelskreis. Jemand mit 16/32 GB RAM profitiert ebenfalls davon, dass es 8GB Rechner da draußen gibt, weil es eben auch dafür sorgt, dass seine Ressourcen vernünftig genutzt werden. Es sollte nicht „zeitgemäß“ sein, dass eine Software dich zu bringt, Ressourcenverschwendung als normal anzusehen…
Nur mit dem dezenten Unterschied, dass 8 GM RAM auf Windows deutlich schlechter und weniger performant sind als 8 GB RAM auf macOS.