Händler stoppt den Verkauf
Ledger bestätigt Hardware-Manipulation bei Krypto-Wallet
Die Hardware-Wallets von Ledger gelten bislang als sehr gute Lösung für die sichere Verwahrung von Kryptowährungen. Dieser Ruf wird derzeit durch Berichte über manipulierte Ledger-Geräte belastet, die über Drittanbieter verkauft wurden. Berichten zufolge sollen Nutzer dadurch Kryptowährungen im Wert von mehr als 80 Millionen US-Dollar verloren haben.
Ledger bestätigt manipuliertes Gerät
Ledger hat inzwischen bestätigt, dass manipulierte Geräte im Umlauf sind. Bei mindestens einem betroffenen Gerät wurde laut Ledger eine zusätzliche Hardwarekomponente entdeckt, die unbefugten Zugriff ermöglichen kann. Man kontaktiere derzeit weitere möglicherweise betroffene Käufer und arbeite im Rahmen der Untersuchung mit den zuständigen Behörden zusammen. Die bislang bestätigten Fälle stehen offenbar in erster Linie im Zusammenhang mit Geräten, die über den Händler CryptoBilis verkauft wurden. Dieser habe vorsorglich den Verkauf sämtlicher Hardware-Wallets eingestellt.
My spy-implanted ledger came from Malaysia, and had flawless shrink wrap. Even opening it, at first you don’t see the implant which is cleverly hidden where the screen’s padding is supposed to be.
Follow Ledger’s guidance to check yours: https://t.co/FlOjWvqkZw https://t.co/D8mixF1o9L— Mark Karpelès (@MagicalTux) October 9, 2026
Laut Ledger gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass die Systeme oder Dienste von Ledger selbst kompromittiert wurden. Allerdings soll man Geräte, die bei CryptoBilis gekauft wurden, vorerst nicht einrichten. Der Hersteller rät zudem Nutzern, die ein solches Gerät bereits verwenden, ihre Kryptowährungen auf ein neues, vertrauenswürdiges Gerät mit einer neu erzeugten Wiederherstellungsphrase zu übertragen.
Hardware-Kontrolle in Eigenregie
Angesichts der Berichte haben offenbar auch einige Ledger-Nutzer begonnen, ihre Geräte selbst zu öffnen und auf Manipulationen zu untersuchen. Diese sind den Berichten zufolge teils jedoch nur mit geübtem Auge zu erkennen. Ledger hat in diesem Zusammenhang die online bereitgestellten Support-Informationen ergänzt.
Im Bereich Hardware-Integrität prüfen wird darauf hingewiesen, dass der integrierte Kontrollmechanismus physische Änderungen an der Hardware nicht erkennen kann. Als Nutzer habe man zwar die Möglichkeit, die Geräte zu öffnen, dies gehe jedoch mit Garantieverlust und der Gefahr von Beschädigungen einher. Gleichzeitig stellt Ledger detaillierte Bilder der verbauten Komponenten bereit, die beim Erkennen möglicher Veränderungen helfen können.
Ja sorry, aber wenn ich mir den Aufwand mache eine Hardware-Wallet zu verwenden, dann kaufe ich die doch nicht gebraucht bei Kleinanzeigen…
Es geht darum, dass es überhaupt physikalisch möglich ist, das zu manipulieren. Man sollte davon ausgehen, dass so eine Wallet ähnlich „tamperproof“ ist, wie ein billiges EC-Kartengerät. Die zerstören sich selbst, sobald man sie aufschraubt.
Als ich vor Jahren in Cryoto eingestiegen bin, war bereits empfohlen, ausschließlich bei Ledger selbst zu kaufen. Das hat sich sicher nicht geändert.