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iPad mini: Kaufpreis der Einzelteile auf 188 Dollar geschätzt – wie setzt sich der Endpreis zusammen?

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83 Kommentare 83

Schlagzeilen wie „iPad mini: Herstellungskosten von 188 Dollar“ buhlen in den Suchmaschinen gerade um schnelle Klicks, viel Wert sind die drüber abrufbaren Information allerdings nicht. Basis für diese Kalkulation sind lediglich die geschätzten Einkaufspreise für die Bestandteile des Geräts – ihr bekommt für das Geld also einen Haufen Elektronikteile ohne Funktion.


(Bild: ifixit)

Wer konkret wissen will, was ein Hersteller am Verkauf eines Produkts verdient, wird die Antwort lange suchen, vermutlich gar nie fündig werden. Zu vielfältig sind die Faktoren, die abgesehen von den mit den Zubehörlieferanten ausgefeilschten Einkaufspreisen bei dieser Kalkulation eine Rolle spielen. Beginnen wir bei dem wohl nur schwer festzumachenden Aufwand für Forschung und Entwicklung. Weiter fehlen die Kosten für die Fertigung, Ausschuss und Rückläufer, Verpackung, Lagerhaltung oder Transport bis zum meist kostenlosen Paketversand zum Kunden. Auch der sonstige Packungsinhalt wie Ladegerät und Kabel addiert sicher noch ein paar Dollars hinzu.

Darüber hinaus fallen unabhängig vom einzelnen Gerät teils nicht unerhebliche Gemeinkosten an. Der Hersteller finanziert Immobilien, Mitarbeiter für Verwaltung, Support und dergleichen und es will auch Werbung geschaltet werden. Dazu kommen weitere Kosten für die Entwicklung der auf den Geräten installierten Betriebssysteme und Programme oder den Betrieb kostenloser Zusatzdienste wie beispielsweise Apples iCloud.

Ohne Frage verdient Apple dennoch sicher nicht schlecht an den Geräten, vermutlich sogar einiges besser als andere Hersteller. Allerdings dürften die tatsächlichen Zahlen weit weniger her machen, als die oben erwähnten 188 Dollar implizieren.

Montag, 05. Nov 2012, 18:57 Uhr — Chris
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  • Jetzt kommen gleich wieder die Kommentare…“das Ding ist viel zu teuer…“ „Apple zockt uns alle ab“ usw.

  • Wenn man alles mit einberechnet will bekommt man doch das genaue Ergebnis In den Quartalszahlen von Apple

  • Richtig, und welcher Hersteller tauscht noch Geräte einfach ohne zu Zögern um? Die meisten schicken es erstmal zur Reparatur..

  • Der preis muss ja etwas höher sein, damit sich nächstes mit retina der preis nicht erhöht. ;))

  • Naja was soll’s….wir sind jedenfalls mit dabei! ;) :)

  • Diese Auflistungen Kotzen mich sowas von an… Hat schon mal einer ausgerechnet was Mercedes für den Bau einer S Klasse zahlt?

    Es ist doch egal was Apple verdient. Entweder ich bin bereit 330 Euro zu bezahlen, oder eben nicht.

  • Die fragen wie teuer das Endprodukt ist sind absolut uninteressant! Das Gerät wird nicht verschenkt werden! Mir stellt sich die frage was die ewigen griesgräme wollen!
    Bestes
    V

    • So so… Die Frage nach dem Preis des Endproduktes ist also uninteressant? Und was ist mit dem Konsumenten? Das Gerät wird demnach also auch nicht gekauft? Die Frage ist eher, ob ich wirklich wissen will, was die Komponenten im einzelnen Kosten. Denn im Endeffekt werden mit der Differenz nur abstrakte, immaterielle Leistungen entlohnt.

      • neben den Kosten für Komponenten kommen so abstrakte Leistungen wie Lohn, Transport etc.
        So abstrakt – kann mir darunter gar nichts vortsellen

      • Zu den Kosten zählen auch die Forschung, Entwicklung, Maschinen die das Produzieren, Tests usw.

        Das wird natürlich in den Preis mit einberechnet, sonst würde Apple nicht unternehmerisch handeln. Aber die Gewinnmarge darin ist sicherlich nicht gering und eher der Größte Anteil.

  • Ich mir mal überlegt habe. Wenn Apple alles für das Geld verkaufen würde was die Produktion kostet hätten sie den gesamten Markt revolutionieren. Dann geht es kaum noch einen Grund bei anderen Firmen zu kaufen. Aber das wollen die Aktionäre nicht.

  • Einen sehr großen Kostenfaktor habt ihr vergessen zu erwähnen. Allein die Mehrwertsteuer sind 19% des Produktpreises.

    • Und die entwicklung kostet ja wahrscheinlich auch schon ne stange geld. Selbst für apple.

      • Wenn der A6 1 Mrd Dollar gekostet hat und Apple insgesamt 200 Millionen Geräte damit absetzt, dann sind das 5 Dollar pro Gerät allein für die Entwicklung des Prozessors. In den Geräten steckt natürlich noch viel mehr Entwicklungsarbeit drin.

  • wie kann man elektro-massenware mit einem mercedes vergleichen????

  • Der Verkaufspreis setzt sich daraus zusammen, dass es so hoch ist, dass mehr verkauft werden kann, als produziert werden kann. Wenn man es billiger macht, kann man auch nicht mehr verkaufen und man mindert nur den Gewinn. Macht man es zu teuer, produziert man mehr als man verkaufen kann und man mindert den Gewinn.

    Also, der Verkaufspreis richtet sich nach der Gewinnmaximierung. Der Herstellungspreis + Vertrieb + Nebenkosten ist die Untergrenze. Zumindest normalerweise, wenn man nicht aus einer beherrschenden Position die Konkurenten aus den Markt drängen will (ausbluten) oder durch Folgegeschäfze abschöpfen will. Letzteres ist für Apple nicht die Strategie. Amazon, die nur wegen dem folgenden Content billig verkaufen, haben ein anderes Zuel.

    • Und … Preissenkungen gehen immer (wenn auch bei Apple selten), Preiserhöhungen kann man kaum durchsetzen.

    • Zitat:

      „Der Verkaufspreis setzt sich daraus zusammen, dass es so hoch ist, dass mehr verkauft werden kann, als produziert werden kann. Wenn man es billiger macht, kann man auch nicht mehr verkaufen und man mindert nur den Gewinn. Macht man es zu teuer, produziert man mehr als man verkaufen kann und man mindert den Gewinn.“

      BWL-Grundlagen: 6 – mit suizidgefährdeter Gewitterwolke

  • So ein völliger Blödsinn !!
    Da nehm ich doch mal das Spiegel Magazin, schaue wieviel das Papier und die Farbe kostet und beschwere mich dann über den Abzockpreis des Magazins. Oder ich nehme irgendein anderes Produkt: Auto, Fahrrad, Schrank, Regal, Einbauküche und mache das gleiche. Wie schwachsinnig sind eigentlich die Menschen ?

  • 188 Dollar kosten NUR die BAuteile…dazu kommt noch der Zusammenbau…und eine Gewinnspanne von 100% sind eigentlich auch normal. Da sind dann 329 Dollar für das fertige Gerät total günstig.

  • … genau wie die Leute, die sich fragen wenn der Hanwerker nen Herd anschließen soll… was? 35 Euro! das Kabel kostet doch nur 10…

    • Ich möchte auch mal wissen, was eine Kugel Eis in der Herstellung kostet an Material. Bestimmt nicht mal 1-2 Cents.

      Es sind wahnsinnig viele Kosten, die da mit reinspielen. Anwaltskosten mal nicht vernachlässigen ;) Dafür zahlt Apple auch kaum Steuern.

  • Walkind Dead nachts im Zelt beim campen auf meinem iPad3 – U N B E Z A H L B A R *bibber*

  • wieviel günstiger die apple geräte ohne steuern wären! die steuern, das ist abzocke!

  • Und wieder ist es Zeit für den schon traditionellen Volkshochschulkurs „Rechnen für Milchmädchen“.

    So ein Produkt fällt ja natürlich einfach vom Himmel direkt in die Einzelteileschablone bei der Endmontage; es wäre ja albern anzunehmen dass man kluge Köpfe bezahlt – Ingenieure, Designer, Programmierer, Konzeptioner etc. – die so etwas erst umständlich und langwierig entwickeln.

  • die beiden größten Faktoren habt Ihr nicht aufgezählt, die Mehrwertsteuer i.H. von 19% und die Raubritter der GEMA

  • Interessant finde ich, dass Kindle Fire und Nexus 7 warscheinlich auch nicht viel günstiger herzustellen sind, aber dennoch günstiger verkauft werden können.

  • nur zum vergleich. ein 100 euro schuh im laden kostet in etwa 4 – 15 euro pro stück bei 100000 abnahme im grosseinkauf. wenn apple max. 30 dollar materialkosten hat pro ipad mini is das viel…. 188 dollar sind völlig utopisch. 3 millionen verkaufte pads in 3 tagen…. da gibts nen akku für nen butterbrot und nen ei :D

  • Bernstein Research

    Wie wäre es, wenn wir so etwas den Fachleuten überlassen:
    „Experten von Bernstein Research zufolge liegt die Marge für das iPad Mini bei 24 Prozent, die des iPad bei etwas weniger als 30 Prozent.“

    Aus diesem Artikel: http://www.ftd.de/it-medien/it.....10030.html

    Meines Erachtens nach völlig in Ordnung und sicher im Rahmen der Konkurrenz.

    Wenn ich einen Kleinwagen kaufen will, habe ich auch die Wahl zwischen einem Dacia Sandero und einem Mini. Beide bringen mich von A nach B und beide haben die ADAC Crashtests bestanden. Also: Meine Entscheidung, wie viel ich bereit bin auszugeben und was FÜR MICH ein tolles Auto ist.

  • Also ich finde die Differenz als theoretischen Gewinn gerechtfertigt als Weltmarktführer. Es ist rein logisch nicht der Gewinn, da Dinge wie Entwicklung etc. dazu kommen. Doch wenn man sich Marken wie z.B. Porsche anguckt nimmt man das dort auch an. Also gönnt es Apple doch. Dafür kriegt ihr immer neue schöne Produkte.

  • 188$ + 19% MwSt = 223.72$
    Dann noch Arbeitskosten und der Apfel hinten drauf macht schon den Endpreis aus.

    • FALSCH!

      $188 (147€) <— Keine echte Apple Produkte
      + Mitarbeiter, Entwickler, Arbeitskosten, uvm.
      Das macht Endpreis $329 (257€) ohne Umsatzsteuer, da in den USA selber Umsatzsteuer ausgerechnet wird und liegt bei 0-8%. So 257€ wird dann in Deutschland nun 19% Mwst. gerechnet und kommt dann 305€, aber bei uns steht 329€ inklusive MwSt., aber es ist doch nicht, weil unsere Währung ständig ändert und da könnte man ja unsere Preise nicht in jede Minute ändern könnte, also steht bei uns in Deutschland 329€ (276€ ohne MwSt.).

  • Applefanboy, problem?

    Wenn die einzelteile wirklich 188$ kosten dann holt die einzelteile für 188$ und baut es so perfekt zsm wie apple und versucht es dann zu verkaufen.

  • Also ich kann so etwas wie es ist viel zu teuer nicht verstehen. Wenn man ein klein wenig Ahnung von der Betriebswirtschaft, dem zu folge auch ein wenig weiß wie sich die Preiskalkulation zusammen setzt wird schnell feststellen, dass die Gewinn Spann nicht so hoch ist wie man denkt. Man darf nicht vergessen das in jedem Endpreis für Kunden, sowohl solche Sachen wie Entwicklungskosten, Abschreibungen, Gehälter evnetueller Verlust durch das Produkt und noch eine ganze Menge mehr enthalten sind. Was tatsächlich aus Unternehmer Sicht auch durchaus Sinn macht. Und Ja jedes gut funktionierende Unternehmen rechnet so. Na ja sollte es jedenfalls, wenn es gut laufen will jedenfalls. In diesem Sinne sollte man sich mit dem Thema erstmal ein wenig auseinander setzen bevor man immer sagt alles ist zu teuer.

  • Hey Leute.
    Keiner wird gezwungen, Produkte der Marke Apple zu kaufen.
    Wem die Preise zu hoch sind, darf gerne BILLIGERE Produkte anderer Mitbewerber kaufen.
    Wir leben Gott sei Dank alle in Ländern, in denen wir FREI entscheiden können.
    In meinen Augen sind Artikel, wie oben beschrieben, der Kategorie “ Neid“ zuzuschreiben.

  • Ehmm ich glaube es gibt daa so ein Itunes/AppStore Wo die möglicherweise was verdienen aber bestimmt nur 10€….;)
    Für Idioten Es ist Ironie im Spiel

  • Ich verstehe immer nicht, was das jetzt für einen Unterschied macht, was es in Einzelteilen oder im Einkauf kostet. Der, der es verkauft legt den Preis fest und entweder genug Kunden ist es das Wert oder aber nicht.
    Meine Kunden fragen ja auch nicht nach dem EK, sondern dem VK.

    Und ohne ordentliche Gewinnmargen will ja niemand arbeiten.

  • Was hat Apple denn groß an Werbekosten? Sie stellen einen großen weißen Kasten auf, hämmern ihn zusätzlich mit möglichst grellem Licht zu und lassen irgendeinen Heini Klavier spielen. Bombastischer Spot.

  • Wie man in der Betriebswirtschaft lernt. Man nehme den Materialeinsatz, multipliziere siesen mit 3 und daraus ergibt sich der Nettoverkaufspreis. So ist das in etwa in der Industrie.

  • Ständig das Geheule -.- ein Iphone kostet im Einkauf auch nicht mehr. Und? Trotzdem holen sich alle das 5er …
    Es kostet das, was es kostet! Nur weil hier 20 Leute rumheulen wirds nich billiger.
    Dann holt euch doch den „bausatz“ und bauts allein zusammen… Ist auch nur plug&play ind paar Schräubchen.

  • Die hochwertige Verpackung und die Apfel-Aufkleber nicht zu vergessen, kostet sicher auch noch was. Ein Handbuch hat man sich ja schon mal gespart :)

  • … was soll das hier?
    Apple ist ein Aktienunternehmen (wie auch Mercedes) und so eine Gesellschaftsform ist ausschließlich den Aktionären verpflichtet. Die wiederum wollen für ihre Aktien Dividenden kassieren.
    Somit ist Apple gezwungen immer mehr Gewinne (womit auch immer)zu machen um den Aktionären gerecht zu werden.
    Das ganze nennt man(n) – Kapitalismus!
    Solange wir als Apple Fangemeinde dem Lifestyle Produkten bedingungslos hinterherhecheln wird sich an der Situation nix ändern.
    Wohl dem der im Januar 2009 Apple Aktien gekauft hat
    (anstatt die Kohle in überteuerte Computer Gadgets zu investieren)…
    Der hat heute ausgesorgt :-)

  • „Wer konkret wissen will, was ein Hersteller am Verkauf eines Produkts verdient, wird die Antwort lange suchen, vermutlich gar nie fündig werden.“
    Oder einfach nochmal den großen Streit Apple/Samsung Revue passieren lassen. Da hat Apple nämlich die Margen angegeben.

  • Denke, diejenigen die sich eben kein Apple Produkt kaufen können oder wollen weil zu teuer, haben eben nix gescheits gelernt und keine kohle dafür. läppische 100 Euro mehr für en ipad sind doch nix.aber die meckerer haben genug kohle für anderes unnötiges zeug.
    im restaurant wir ja auch ohne murren für en wasser 0,2 l 2,20 euro bezahlt, das im Einkauf nur cent-Beträge kostet. Daraus folgt: die, die kohle haben und es woll kaufen ipad, alle anderen eben nur ein androi tab…so einfach ist das.

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