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Intempo Rebel: Der Radiorekorder von heute

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Auf unzähligen Audiokassetten wurde von den 1970er Jahren an Musik aus dem Radio aufgezeichnet und rege an Freunde und Liebschaften verschenkt oder für den Eigenbedarf konserviert. In den 1980ern hatte dann der Sony Walkman – der analoge Vorläufer des iPod – seine große Zeit. Kaum größer als die Audiokassette selbst, ermöglichte der kompakte Player den Musikgenuss erstmals komfortabel und kompakt in nahezu jeder Lebenslage. Im Gegensatz zu Apple sah Sony sogar von Anfang an das durchaus menschliche Bedürfnis, Musik auch zu zweit zu hören und stattete die Walkman-Modelle teilweise auch mit zwei Kopfhöreranschlüssen aus. Aber Walkman und Audiokassette sind passé…

Heute durchstreifen die Jäger und Sammler auf der Suche nach Musik im MP3-Format das Internet und setzen Softwaretools zum Mitschneiden von Musik bei Online-Radiosendern ein. Intempo bringt mit dem Rebel jetzt eine Offline-Alternative. Der kleine UK-Empfänger basiert auf der im letzten Jahr vorgestellten Popcatcher-Technologie, das heißt der „lernt“ eine Radiostation kennen und nimmt dann die – laut Intempo – am häufigsten gespielten Titel im MP3-Format mit 192kbps auf. Die Dateien lassen sich anschließend über USB auf diverse MP3-Player und auch auf den iPod übertragen. Unsere ersten Eindrücke gibt’s beim Klick auf ‚weiterlesen‘.

Intempos Rebel gibt sich mit 20 x 8 x 8 cm ausgesprochen kompakt, das Gehäuse macht einen ordentlichen aber nicht unbedingt hochwertigen Eindruck. So darf man hier auch auch kein vollwertiges Soundsystem sondern eher ein einfaches Radio für Küche oder Werkstatt erwarten. Auf der Rückseite befinden sich der An/Aus-Schalter sowie Anschlüsse für das 12V-Netzteil, eine externe Antenne, Line-in, und Kopfhörer. Oben auf dem Gerät sitzen das optisch dem iPod Clickwheel entlehnte Bedienfeld sowie die Slots für USB, MMC/SD-Karten und Memory Sticks. Das schick integrierte LCD-Display an der Gerätefront zeigt wahlweise die aktuelle UKW-Frequenz, die Uhrzeit oder Informationen zu den aufgenommenen MP3-Files beziehungsweise zum Datentransfer auf ein angeschlossenes Gerät.

So funktioniert’s

Zuerst will der Rebel die ausgewählte Radiostation kennen lernen. Dies bedeutet, dass das Gerät zwischen 12 und 36 Stunden (je nachdem welche Anleitung man liest) am Stück laufen muss – natürlich kann man die Lautstärke hierbei auf Null drehen. Spätestens nach anderthalb Tagen kann man dann in den MP3-Modus wechseln und findet hier im Schnitt zwischen 30 und 50 aufgenommene Songs die sich direkt abspielen lassen. Die Popcatcher-Entwicklung funktioniert einwandfrei: Werbung und Moderation werden nicht aufgenommen und die Technik sorgt dafür, das die Titel am Ende nicht hart abgeschnitten sondern weich ausgeblendet werden.

Übertragung auf iPod und andere Player

Speicherkarten und USB-Sticks werden einfach angesteckt und die Übertragung der aufgenommenen MP3s startet automatisch. Die Titel werden der Reihe nach durchnummeriert in einem eigenen Ordner abgelegt, in den ID-Tags wird aus dieser Nummer der Titelname, als Interpret trägt der Rebel „PopCatcher“ und als Album die Frequenz des als Quelle fungierenden Radiosenders ein. Dies bedeutet also viel Fleißarbeit für Menschen, die vor haben auf diese Weise zu einer umfassenden Musikbibliothek mit ordentlichen ID3-Informationen zu kommen.

Unkomfortabel wird es, wenn man direkt vom Rebel aus den iPod befüllen will. Mangels Zugriff auf die iPod-eigene Musikdatenbank bedient sich der Hersteller eines einfachen, aber scheinbar funktionierenden Tricks. Wir konnten dies nicht testen, da unser Gerät sämtliche angeschlossenen iPods schlichtweg ignoriert hat und auch diverse E-Mails mit Hersteller und Vertrieb keine Lösung brachten – wir tippen auf ein defektes Gerät, haben jedoch keinen Ersatz erhalten.
Speziell für den iPod liegt jedem Intempo Rebel eine CD mit 99 Dummy-Tracks bei. Diese jeweils vier Minuten langen Titel mit absoluter Stille überträgt man mit iTunes beim Synchronisieren auf den iPod. Anschließend kann man nun den iPod an den Rebel anschließen und das Gerät ersetzt die Dummy-Dateien durch die aufgenommenen Songs. Nach und nach sammelt man auf diese Weise also 99 neue Musiktitel auf seinem iPod. Die Qualität der Auswahl lässt sich dann weiter optimieren, indem man seine Lieblingstitel hoch bewertet. Der Rebel ersetzt beim Transfer neuer Titel nur solche mit Bewertungen unter vier Sternen.

Fazit

Der Intempo Rebel ist ein nettes Küchenradio für Menschen, denen das zunehmend sinnentleerte Gesabbel im deutschen Radio auf die Nerven geht. Der sich selbst aktualisierende MP3-Speicher bietet ständig neue und abwechslungsreiche Compilations. Die Übertragung der Titel auf einen MP3-Player empfiehlt sich allerdings nur dann, wenn man mit den rudimentären ID3-Informationen leben kann – die Aufarbeitung dieser Infos für iTunes erscheint uns jedoch als deutlich zu aufwändig.
Der Rebel wird in Kürze für knapp 100 Euro im Intempo Onlinestore erhältlich sein.

Montag, 03. Mrz 2008, 9:35 Uhr — Nicolas
4 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Hätte das Gerät noch ein Ipod-Dock und Wlananschluss für Id3-Infos sowie InternetRadio, wäre es perfekt :)

  • so ein ähnliches Ding habe ich die ganze zeit gesucht, eins das einen Ipod anschluss hat mit dem man die eigenen lieder als weckton einstellen kann. sollte auch nicht zu viel kosten weiß jemand rat, halt eins für den touch, brauch nur einen weckalarm zuhaben. Bitte sagt mir mal ein günstiges Geraät

  • iPod-Wecker: Schau mal bei pearl.de, da gibt es den Auvisio (oder so ähnlich). Günstig und funktioniert perfekt, nur die Uhr läuft ein bisschen zu schnell, zwischendurch muss da ein/zwei Minuten zurückgestellt werden.

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