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Im Review: wiDock – iPod Dock mit WLan-Sync

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Über das wiDock gestolpert, sind wir das erste mal im November 2006. Nun haben wir zwei Tage mit einem Vorserienmodell hinter uns und unsere ersten Eindrücke, ein Video sowie die Specs des Wireless iPod Dock von Silex-Technology in unserer Review für euch zusammengefasst.

Ein Dock mit WLan, wozu?
Das zumindest war unsere erste Frage, und zugegebenermaßen waren wir anfangs ziemlich skeptisch.
Apples Standard USB-Kabel ist klein und praktisch, das Apple Dock steht bereits neben der Anlage und grundsätzlich schütteln wir schon reflexartig mit dem Kopf wenn sich ein weiterer Netzstecker auf einen Platz in unserer Achtfach-Steckdose bewirbt. Doch die Antwort ist so simpel wie später auch offensichtlich und lässt sich in einem Wort zusammenfassen: „Komfort“. Weniger Bewegung, kein Kabelgewirr auf dem Schreibtisch und eine Lösung die die USB-Adapter gleich an bis zu fünf Arbeitsplätzen entbehrlich macht.

Das Setup:
Um das wiDock in eine bereits bestehenden WLan-Infrastruktur einzubinden bietet Silex zwei unterschiedliche Vorgehensweisen an. Die erste Variante setzt die Netzwerkanbindung des wiDock via Kabel voraus und konfiguriert das Dock so mit dem auf der Software-CD befindlichem Assistenten für OS X und Windows. Alternativ lässt sich das wiDock auch mit dem eigenem iPod konfigurieren. Hierbei werden die Einstellungen auf dem iPod abgelegt und dieser dann in das wiDock gesteckt. Nach einer kurzen Initialisierung und dem Neustart des Docks logt sich selbiges von nun an automatisch ins hauseigene WLan ein. WEP und WPA werden unterstützt und zusätzlich bietet das wiDock auch die Nutzung einer Ad-Hoc Verbindungen an.

Wer sich ein wenig auskennt, kann von nun alle Einstellungen über das wiDock-Webinterface setzen und sämtliche Settings über seinen Browser koordinieren. Doch genug der Tech-Specs, das wiDock ist im WLan eingebunden, via Audio-Out an unsere Stereoanlage angeschlossen und über die S-Video Buchse mit unserem Fernseher verbunden. Was nun…

Im Alltag:
Vorausgesetzt das wiDock Service-Programm ist auf allen in frage kommenden Rechnern installiert, lassen sich nun die unterschiedliche iPods und die passenden Computer einander zuweisen. Der iPod mini gehört zum alten x86-PC im Kinderzimmer. Der 80GB iPod der 5. Generation zu unserem MacBook und der pinke Nano zum iBook im Büro (Bis zu 5 iPods lassen sich so festlegen). Wird nun ein iPod in das wiDock gesteckt, und der auf dem Dock befindliche Sync-Button gedrückt, so startet der entsprechende Rechner iTunes und beginnt mit der Synchronisierung. Ab hier ist das wiDock nicht mehr als ein virtuelles USB-Kabel. Songs und Wiedergabelisten lassen sich abgleichen, die Festplattenfunktion des iPod lässt sich nutzen und, sofern im iTunes ausgeworfen, wird der iPod durch das wiDock geladen und lässt sich gleichzeitig mit der Apple-Remote kontrollieren. Befindet man sich in einem anderen Zimmer, so lässt sich die iPod Synchronisation auch vom Rechner aus initiieren.

Um euch einen Eindruck der zu erwartenden Transfer-Rate zu geben, haben wir unsere 100MB große und 22 Song schwere Test-Playlist mit 4 verschiedenen iPods synchronisiert. Was via USB im Schnitt 22 Sekunden braucht, dauert über unser WPA-gesichertes 54MBit WLan gute 2:01 Minuten.

Video:

Fazit:
Das wiDock ist robust verarbeitet, kommt mit zahlreichen Dockeinsätzen und bietet mit seinem IR-Port sowie den Audio- und Video-Ausgängen eigentlich alles was man im Wohnzimmer benötigen könnte. Die drahtlose Synchronisation spart Kabel und Platz und bietet dem iPod endlich (s)einen Platz. Um den Player mal eben mit neuem Content zu bestücken, müssen keinen freien USB-Ports gesucht, noch der iPod zum Rechner bzw. der Rechner zum iPod getragen werden. Das das Dock mit mehreren iPods, Rechnern und Betriebsystemen umgehen kann macht das wiDock für Familien und WGs interessant. Zu kritisieren bleibt letztlich nur die geringe Datendurchsatzrate sowie das Layout der Dienstprogramme. Sowohl das Manual als auch die Tools selbst sind etwas unübersichtlich und wohl nicht nach gängigen Usability-Richtlinien gestaltet.

Für zukünftige Versionen würden wir uns zudem einen integrierten Musik-Server wünschen, um auf die Musik eines im Dock eingesteckten iPods auch mit dem Webinterface zugreifen zu können. Vielleicht noch ein USB-Hub obendrauf…

Pro’s:

  • Unterstützt alle gängigen WLan-Standards
  • Einfache Konfiguration übers Web-interface
  • Sync kann vom Rechner oder vom Dock gestartet werden
  • Support für Apple Remote
  • Unterstützt mehrere Rechner/iPod Kombinationen
  • Schicke Status-LED (MacBook-like)

Con’s:

  • Langsamer Musik-Transfer
  • iTunes-Start unter OS X manchmal verzögert (+20 Sek.)
  • Unübersichtliches Manual

Der Termin für den Deutschland-Launch ist der 19.02, also nächsten Montag. Der Straßenpreis liegt bei 149€.

Freitag, 16. Feb 2007, 18:24 Uhr — Nicolas
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