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First Look: O’Neill h3 Video Backpack

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Der Sportartikelhersteller O’Neill geht mit den wearable Electronics seiner h3 Serie bestens gerüstet in die nächste Snowboard-Saison, wir hatten die Produkte ja bereits im März vorgestellt.
Die größte Neuerung auf technischer Seite kommt in diesem Jahr wohl mit dem h3 Video Backpack. In den Rucksack wurde ein robustes und schützendes, mit Schaumstoff ausgekleidetes Gehäuse für eine Videokamera und den iPod integriert. Über eine mitgelieferte Adventure Cam – ein Objektiv, das beispielsweise an Helm oder Skibrille befestigt werden kann und über ein Kabel mit der Kamera im Rucksack verbunden wird – können nun heiße Actionszenen gefilmt werden, ohne das teure Equipment zu gefährden. Die Grundbedienung von Kamera und iPod funktioniert über die Rucksackgurte.

Die satte Palette der technischen Features wird schließlich von einem integrierten Bluetooth-Modul komplettiert, über das sich gängige Mobiltelefone mit dem h3 Backpack verbinden und über den Joystick im Tragegurt bedienen lassen abgerundet. Der Gesprächs- und Klingelton wird beim telefoniern über die iPod-Ohrhörer übertragen, damit man dem Gesprächspartner auch antworten kann ist ein Mikrofon in einen der Rucksackgurte integriert.

Wir hatten Gelegenheit, uns das h3 Video Backpack näher anzusehen:
Im Lieferumfang unseres Vorserienmodells enthalten waren eine hochwertige Viosport Adventure Cam, verschiedene Anschlusskabel mit integriertem Mikrofon für die Videokamera sowie das Bluetoothmodul mit Ladegerät und Anschlusskabel. Der Rucksack selbst ist gewohnt gut verarbeitet ausgestattet. Im Innenfach nimmt allerdings das integrierte Hardcase für die Videokamera recht viel Platz weg und schränkt die sonstigen Nutzungsmöglichkeiten somit ein.

Zu allererst will das kleine Bluetoothmodul geladen werden. Hierzu liefert O’Neill erfreulicherweise ein Standard-USB-Reiseladegerät mit, das in Verbindung mit dem Dock Connector-Kabel dann auch zum Laden des iPod genutzt werden kann. Für eine Komplettladung werden etwa 3 Stunden benötigt. Anschließend wird das Modul in eine Halterung im Innenfach eingesetzt und ist damit automatisch mit dem Bussystem des h3 Backpack verbunden.

Für den iPod kann man je nach Modell vorgestanzte Schaumstoffteile aus dem integrierten Hardcase herausnehmen und diesem dort über einen Dock Connector mit dem Rucksack verbinden. Die Ohrhörer werden im oberen Bereich des linken Tragegurts geschützt unter einer Reißverschlussklappe eingesteckt. Dem Musikgenuss steht nun nichts mehr im Wege, über den ebenfalls im linken Tragegurt integrierten Joystick lassen sich Songs skippen und Playlists wechseln, man kann die Lautstärke regeln und die Wiedergabe stoppen sowie den iPod komplett ausschalten.

Über den Joystick lassen sich zudem aber auch die wesentlichen Funktionen eines angeschlossenen Mobiltelefons nutzen. Hierzu muss ein halbwegs aktuelles Bluetooth-Telefon mit dem Bluetoothmodul des h3 Backpack verbunden werden. Wir haben dies mit einem Sony Ericsson k700i wie auch einem XDA mini erfolgreich getestet, beide Geräte erkannten den Rucksack problemlos als Freisprecheinrichtung. Anschließend kann man das Telefon irgendwo im Rucksack oder der Jacke verstauen und eingehende Anrufe bequem über Joystick, Ohrhörer und das im rechten Tragegurt integrierte Mikrofon abwickeln. Wer jemanden anrufen will muss allerdings doch wieder zum Telefon greifen, über den Joystick lässt sich nur die letzte gewählte Nummer erneut anwählen. Laut O’Neill wird auch Voice Dialing unterstützt, im Test mit unserem XDA gelang es uns allerdings nicht diese Funktion zu aktivieren.

Die bisher genannten Features entsprechen ja weitgehend der Funktionalität des weiterhin erhältlichen O’Neill Solar Backpacks, neu allerdings sind die Videofunktionen des h3 Backpack. Wie oben erwähnt ist im Lieferumfang eine Viosport Adventure Cam II enthalten. Diese kleine und flexibel einsetzbare Kameralinse erlaubt es auch unter extremen Bedingungen zu filmen. Der Camcorder ist dabei sicher im Hardcase im Rucksackinneren untergebracht. Für die Stromversorgung der Acition Cam sind 8 AA-Batterien erforderlich, alternativ lassen sich aber sicher auch entsprechende Akkupacks auftreiben.
Als wichtige Voraussetzung muss die eingesetzte Videokamera allerdings in der Lage sein auch von externen Videoquellen aufzunehmen und sie sollte, damit man den Komfort der Bedienung über den Tragegurt nutzen kann, auch über einen LANC Remote Port verfügen. Um Urheberrechtsabgaben einzusparen und damit den Kamerapreis niedrig zu halten werden in Deutschland DV-Kameras nicht grundsätzlich mit einem A/V-Eingang ausgeliefert, daher sollte man im Zweifelsfall vor der Anschaffung des Video Backpack die Kompatibilität der Kamera klären. Eine DV-Kamera mit den genannten Funktionen anzuschaffen ist in der Regel übrigens immer von Vorteil.
Wenn der Camcorder im Rucksack verstaut ist und die entsprechenden Kabel angeschlossen sind, lässt sich dieser rudimentär aber auch ausreichend über den linken Tragegurt bedienen: die Aufnahme kann gestartet und wieder angehalten werden, ein langer Druck auf den Remoteknopf schaltet die Kamera komplett aus.
Die Action Cam besitzt ein ausreichend langes Kabel und kann über mitgelieferte Klett-Verbindungen an beliebiger Stelle montiert werden, damit sind alle Voraussetzungen für Videoaufnahmen mit freien Händen und viel Spaß gegeben.

Das h3 Video Backpack soll für rund 300 Euro ab September erhältlich sein. Ein absolut korrekter Preis vor für all jene, die von der Videofunktion Gebrauch machen – alleine schon die mitgelieferte Action Cam wird separat für bis zu 200 Euro verkauft. Uns hat das Backpack vor allem durch die durch die einfache Handhabung und die reibungslose Funktion aller enthaltenen Features begeistert.


Wir haben in unserer Galerie weitere Bilder des h3 Video Backpack zusammengestellt, unser etwas trashiges Dokuvideo (Download als iPod-Video) zeigt weitere Details und das Backpack im Einsatz.

Anmerkung: Da wir unsere Tests mit einem Vorserienmodell durchgeführt haben, können sich bis zur Markteinführung des Produkts noch Änderungen am Produkt ergeben.



Mittwoch, 21. Jun 2006, 8:18 Uhr — Nicolas
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