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Bericht veröffentlicht

Facebook: 10.000 Regierungsanfragen pro Monat

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Facebook hat Details zu den Datenanfragen von Regierungsbehörden im ersten Halbjahr 2016 veröffentlicht. Weltweit ist die Zahl der Auskunftsersuchen um 27 Prozent gestiegen, insgesamt 59.229 Mal musste der Internet-Konzern Nutzerdaten an Behörden übermitteln.

Facebook nennt auch konkrete Zahlen aus Deutschland. Hier waren in den erfassten sechs Monaten bei 3.695 Anfragen insgesamt 4.599 Nutzerkonten betroffen. Hier lässt sich gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr mit 2.344 Anfragen zu 2.716 Nutzerkonten ein deutlicher Anstieg erkennen.

Facebook Regierungsanfragen Deutschland

Noch drastischer ist der Zuwachs mit Blick auf die sogenannten Inhaltseinschränkungen. Hier geht es um die Sperrung von Inhalten, beispielsweise aufgrund von Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz oder Volksverhetzung. Aus den 188 Fällen im Vorjahreszeitraum wurden 1.093 Fälle im ersten Halbjahr 2016, bei 940 davon nennt Facebook Verleugnung des Holocaust als Grund.

Allgemein gibt Facebook an, ausschließlich auf berechtigte Anfragen im Zusammenhang mit strafrechtlichen Fällen hin aktiv zu werden. Jede einzelne Anfrage wird dem Unternehmen zufolge auf ihre rechtliche Hinlänglichkeit geprüft. Anfragen, die übermäßig weit gefasst oder zu vage sind, lehne man kategorisch ab.

Die Behörden haben auch die Möglichkeit, eine Zwischenspeicherung zu veranlassen und haben im Anschluss 90 Tage Zeit, nach Vorlage der rechtlichen Voraussetzungen Einsicht in diese Daten zu nehmen. Solche Anforderungen wurden im ersten Halbjahr in Deutschland 249 mal für insgesamt 302 Nutzerkonten gestellt.

Donnerstag, 22. Dez 2016, 19:08 Uhr — Chris
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  • Schön, dass nach langer Zeit endlich ein, wenn auch winziger Schritt, in die richtige Richtung getan wird.

  • Und wie viele von den 10.000 Registrierung Anfragen sind aus den ganzen Like Farmen?

  • „Die Behörden haben auch die Möglichkeit, eine Zwischenspeicherung zu veranlassen“ Sehr komisch. Das erweckt den Eindruck, als wenn Facebook tatsächlich irgendetwas, irgendwann standardmässig löschen würde. Tatsache ist, dass die jeden Dreck aufheben. Wer sein Konto mal „gelöscht“ hat und sich dann Jahre später wieder anmeldet, kann sehen, was da von ihm gelöscht wurde: Nämlich nüscht.

    • Mit „Zwischenspeicherung“ sind vermutlich die entstandenen Meta-Daten des Benutzers gemeint. Wie du ja schon festgestellt hast, wird der veröffentlichte Content nie gelöscht.

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