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Nach OpenAI

Eigene Chips für Claude: Anthropic baut Hardware-Team auf

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Erst vor Kurzem hat OpenAI seine Pläne für eigene KI-Prozessoren konkretisiert, nun zieht der Konkurrent Anthropic nach. Das Unternehmen hinter Claude bestätigt erstmals offiziell den Aufbau eines eigenen Silicon-Teams, das maßgeschneiderte Chips für seine KI-Modelle entwickeln soll.

Claude Features

Ganz überraschend kommt der Schritt nicht. Bereits seit einigen Monaten gab es Berichte über entsprechende Überlegungen und Gespräche mit möglichen Fertigungspartnern. Jetzt sucht Anthropic öffentlich nach Spezialisten. Auf der eigenen Karriereseite werden unter anderem Stellen für einen „Silicon Engineer“ und einen „Hardware Systems Architect“ geführt.

Das Silicon-Team soll den gesamten Entwicklungsprozess abdecken. Dazu gehören Chiparchitektur, Verifikation, physisches Design, Packaging und die Zusammenarbeit mit Fertigungspartnern. Die ausgeschriebene Stelle lässt dabei erkennen, dass Anthropic sowohl Eigenentwicklungen als auch lizenzierte Komponenten und externe Partner in Betracht zieht.

Claude hilft beim Chipdesign

Interessant ist dabei die Rolle der eigenen KI. Anthropic erwartet ausdrücklich, dass die Entwickler Claude auch für Teile der Chipentwicklung einsetzen. Genannt werden beispielsweise die Überprüfung von RTL-Code, die Analyse der Testabdeckung und die Kontrolle technischer Spezifikationen. Claude könnte damit zumindest teilweise an den Chips mitarbeiten, auf denen künftige Claude-Versionen später selbst laufen.

Ziel ist eine engere Abstimmung zwischen Modellen, Software und Hardware. Maßgeschneiderte Prozessoren können bestimmte KI-Berechnungen effizienter ausführen und dadurch Kosten, Energieverbrauch und Antwortzeiten reduzieren. Einen Zeitplan für den ersten eigenen Chip nennt Anthropic bislang nicht.

Claude Anthropic Career Site

Nvidia und Co. bleiben trotzdem wichtig

Eine vollständige Abkehr von bisherigen Lieferanten ist nicht geplant. Anthropic spricht weiterhin von einer „Multi-Chip“-Strategie und will neben eigenen Entwicklungen Hardware von AWS, Google, Nvidia und AMD verwenden. Das Unternehmen betreibt bereits heute besonders große KI-Workloads auf unterschiedlichen Prozessorplattformen.

Anthropic folgt damit einem Branchentrend. OpenAI entwickelt gemeinsam mit Broadcom eigene KI-Beschleuniger, während Google, Amazon und Meta bereits seit längerem auf selbst entwickelte Prozessoren setzen. Angesichts des enormen Rechenbedarfs moderner KI-Modelle wird die Kontrolle über die zugrunde liegende Hardware zunehmend zum Wettbewerbsvorteil.

07. Aug. 2026 um 16:45 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    5 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Was züchten die da für ein Monstrum! Ich will das nicht!

  • KI entwickelt Chips für KI. Eben noch mit menschlichem Zutun.

  • Wenn ich lese, wie KIs aus Ihren Testumgebungen ausbrechen – zum Teil mit arglistigen Tricks, frage ich mich: baut die KI dann Hintertürchen in die selbst entwickelten KI-Chips ein, die sich softwareseitig im Nachhinein nicht mehr schließen lassen?

    • nicht immer alles glauben, was man liest.. vielen Dinge sind eine Art Marketing Stunt, um Aufmerksamkeit zu generieren und Aktionäre zu befriedigen (weil das Modell der anderen gerade „besser“ ist!).. ist gängige Praxis und kommt häufiger vor, auch in anderen Bereich (z. B. eMobilität, Ladegeschwindigkeiten, Reichweite,…)

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