Gezielte Wärme oder Rundum-Verteilung
Dreo 720S ausprobiert: Kompakter Heizlüfter mit zwei Heizmodi
Elektrische Heizlüfter können gerade in der Übergangszeit, wenn sich das Einschalten der regulären Heizung noch nicht lohnt, eine praktische Ergänzung sein. Damit lassen sich unkompliziert einzelne Räume oder bestimmte Bereiche erwärmen. Wunder darf man natürlich nicht erwarten, denn auch moderne Heizlüfter benötigen abhängig von der gewählten Leistungsstufe entsprechend viel Strom.
Mit dem 360-Grad-Heizlüfter 720S bietet Dreo ein neues Modell an, das sich durch zwei unterschiedliche Arten der Wärmeverteilung von herkömmlichen Geräten unterscheidet. Neben der klassischen, nach vorne gerichteten Wärmeabgabe lässt sich die warme Luft auch rundherum verteilen. Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät, über die mitgelieferte Fernbedienung oder per App.
Ansprechende Optik
Mit seinem kompakten, turmförmigen Gehäuse und seinem eleganten Design unterscheidet sich der Dreo-Heizlüfter auch optisch von vielen herkömmlichen Modellen. Er benötigt nur wenig Stellfläche und lässt sich dank einer kleinen Trageschlaufe auf der Rückseite problemlos transportieren.
Die eigentliche Besonderheit ist die umschaltbare Wärmeverteilung. Im Standardmodus wird die warme Luft nach vorne ausgegeben. So kann man beispielsweise zunächst gezielt den Bereich am Schreibtisch oder vor dem Sofa erwärmen, ohne gleich den gesamten Raum aufheizen zu müssen.
Effektvoller Moduswechsel
Beim Wechsel in den 360-Grad-Modus fährt der obere Teil des Gehäuses automatisch nach oben und gibt die dort platzierten Luftauslässe frei. Die warme Luft wird dadurch rundherum verteilt, was eine gleichmäßigere Erwärmung des Raumes ermöglicht. Laut Hersteller eignet sich diese Betriebsart für Räume mit bis zu 25 Quadratmetern, wobei der Effekt in kleineren Räumen deutlich besser zur Geltung kommt.
Im Alltag erweist sich diese Umschaltmöglichkeit als praktisch, da sich die Wärmeverteilung ohne großen Aufwand an die jeweilige Situation anpassen lässt.
Heizleistung und Energieverbrauch
Für die Wärmeerzeugung kommt ein PTC-Keramikheizelement mit einer nominellen Leistung von 2.000 Watt zum Einsatz. Darüber wird bereits nach wenigen Sekunden warme Luft ausgegeben.
Zur Auswahl stehen drei feste Heizstufen, bei denen wir eine Leistungsaufnahme von rund 1.100, 1.400 beziehungsweise 1.900 Watt gemessen haben. Damit bewegt sich der Stromverbrauch in einem für elektrische Heizlüfter üblichen Bereich.
Alternativ steht ein Automatikmodus zur Verfügung, bei dem sich die gewünschte Raumtemperatur zwischen 5 und 35 Grad Celsius in Schritten von jeweils einem Grad einstellen lässt. Der Heizlüfter passt seine Leistung anschließend automatisch an. Bei Bedarf kann der integrierte Temperatursensor auch kalibriert werden.
Mit Blick auf den Stromverbrauch wird der Betrieb solcher Geräte natürlich besonders attraktiv, wenn günstiger Strom oder selbst erzeugte Energie aus einer Photovoltaikanlage zur Verfügung steht.
Fernbedienung, App und Alexa
Die Bedienung erfolgt wahlweise über das Touchfeld auf der Vorderseite, die mitgelieferte Fernbedienung oder die zugehörige Smartphone-App. Optional werden Amazon Alexa und Google Assistant unterstützt, sodass sich der Heizlüfter auch per Sprachbefehl steuern lässt. Ein integrierter Timer ermöglicht die automatische Abschaltung nach einer bis zwölf Stunden.
Das Display am Gerät lässt sich bei Bedarf vollständig deaktivieren, was insbesondere bei einer Verwendung im Schlafzimmer sinnvoll ist. Unterhalb des Bedienfelds befindet sich eine fünffarbige RGB-Ambient-Beleuchtung, die den aktuellen Betriebsmodus durch Leuchten in entsprechenden Farben symbolisiert. Der nette Lichteffekt lässt sich unabhängig vom Display deaktivieren.
Neben den Heizfunktionen bietet das Gerät einen separaten Gebläsemodus. Dadurch lässt sich der Dreo im Sommer auch als einfacher Ventilator verwenden.
Auf niedriger Stufe sehr leise
Mit Blick auf seine Geräuschentwicklung hinterlässt der Heizlüfter einen positiven Eindruck. Auf der niedrigsten Heizstufe ist er im 360-Grad-Modus kaum hörbar. Auch bei der nach vorne gerichteten Wärmeabgabe bleibt das Betriebsgeräusch gering und fällt im Alltag nicht störend auf.
Mit zunehmender Heizleistung steigt erwartungsgemäß auch die Lüfterdrehzahl und damit die Lautstärke. Selbst auf den höheren Stufen bleibt die Geräuschentwicklung jedoch in einem akzeptablen Rahmen.
Zu den integrierten Schutzfunktionen gehört eine Kindersicherung, mit der sich die Display-Eingabe sperren lässt. Der Heizlüfter ist zudem mit einem Kippschutz mit automatischer Abschaltung versehen.
Heizlüfter der Premiumklasse
Mit einem Preis von 119,99 Euro gehört der unter anderem über Amazon erhältliche 360-Grad-Heizlüfter von Dreo sicher nicht zu den günstigsten Vertretern seiner Klasse. Das Gerät punktet allerdings mit der Möglichkeit, die Wärmeverteilung an unterschiedliche Situationen anzupassen, sowie mit Komfortfunktionen wie der automatischen Temperaturregelung. Auch sieht das Gerät deutlich besser aus als ein gewöhnlicher Heizlüfter. Für die Bedienung wird man im Alltag allerdings eher selten die App verwenden. Wir ziehen hier die mitgelieferte Fernbedienung oder die Sprachsteuerung vor.






Der Bodenbelag ist heiß.
Hat jemand Erfahrung, wie teuer so ein Gerät dann für eine Stunde Dauerbetrieb etwa ist. Sagen wir für eine normale Raumtemperatur von 23 Grad am Schreibtisch. An der normalen Steckdose, also kein eigener Strom. Danke