Kritik an Bezahlterminals
Digitale Trinkgeldabfrage: Verbraucherschützer warnen vor Druck
Beim Bezahlen mit Karte landet die Frage nach dem Trinkgeld inzwischen häufig direkt auf dem Display des Terminals. Verbraucherschützer sehen dabei ein Problem, wenn vorgegebene Prozentsätze deutlich hervorgehoben werden, während die Ablehnung oder eine selbst gewählte Summe weniger prominent erscheint.
Die Trinkgeldabfrage des Bezahldienstleisters Flatpay
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert deshalb eine Gestaltung, bei der alle Möglichkeiten ohne Umwege erreichbar sind. Konkret geht es um Bezahlmasken, die beispielsweise mehrere prozentuale Aufschläge groß präsentieren, alternative Eingaben aber optisch zurücknehmen. Nach Ansicht des Verbands kann eine solche Oberfläche die Entscheidung der Gäste in eine bestimmte Richtung lenken.
Mehrheit fordert eine neutrale Auswahl
Grundlage der aktuellen Kritik ist unter anderem eine Forsa-Erhebung, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Befragt wurden Anfang August 1.009 Menschen ab 18 Jahren. 76 Prozent sprechen sich dafür aus, dass der Verzicht auf Trinkgeld oder ein geringerer eigener Betrag genauso einfach gewählt werden kann wie die angezeigten Vorschläge. Insgesamt 52 Prozent geben zudem an, sich durch besonders auffällige Prozentfelder zumindest eher unter Druck gesetzt zu fühlen.
Das Thema gewinnt an Bedeutung, weil Kartenzahlungen und mobile Wallets weiter zulegen. Bei den Sparkassen werden inzwischen mehr als 95 Prozent der Kartenzahlungen kontaktlos abgewickelt. Damit wird auch die Entscheidung über das Trinkgeld zunehmend Teil des digitalen Bezahlvorgangs.
Der Gastronomieverband Dehoga verweist darauf, dass solche Funktionen Kunden ohne Bargeld überhaupt erst eine unkomplizierte Zugabe ermöglichen.
US-Nutzer reagieren zunehmend zurückhaltend
Dass digitale Trinkgeldabfragen nicht nur in Deutschland Diskussionen auslösen, zeigt eine aktuelle Untersuchung des Restaurantdienstleisters Popmenu. Für die Studie wurden im März 1.000 Erwachsene in den USA befragt. 59 Prozent sagen, dass sie sich bei einer entsprechenden Aufforderung auf dem Bildschirm zum Trinkgeldgeben veranlasst fühlen. Im September 2025 lag dieser Anteil noch bei 66 Prozent.
Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, solche Abfragen zu überspringen. 42 Prozent erklären, dass ihnen dies inzwischen leichter fällt. 74 Prozent haben außerdem den Eindruck, dass Restaurants die niedrigste vorgeschlagene Trinkgeldstufe angehoben haben. Bei eingeblendeten Empfehlungen entscheidet sich gut ein Drittel für einen selbst festgelegten Betrag.


Absolut schmerzfrei – mit Augenkontakt – wird da auf „Kein Trinkgeld“ gedrückt. Außer der Service war wirklich absolut herausstechend oder man wurde am Tisch bedient. Wo geht’s denn hin ey -_-
Was kann die Bedienung dafür, wenn du „mit Karte“ bezahlen möchtest?
Ich zahle immer Trinkgeld. Das gehört sich so und ist ein wichtiger Bestandteil des Gehalts.
Dein Verhalten lässt tief blicken.
Trinkgeld geben, wenn man an einem Schalter von einer schlecht gelaunten Person ein fertiges Sandwich über den Tresen geschoben bekommt und ein geschnottertes „7,50EUR“ anhören darf? Nein, eher nicht.
Trinkgeld ist ne Seuche.
Das gehört sich so. Alles klar. Das ist deine Meinung, aber kein Wert oder Norm. Allein über den Menschen zu urteilen, wie du es suggestiv mit deinem letzten Satz machst, sagt eher viel über dich aus, um das in deinem Sprech auszudrücken.
Das stimmt einfach nicht, Trinkgeld ist eine freiwillige Sache in Deutschland. Pauschal gibt es kein Trinkgeld von mir. Selbst in den USA ist es nicht verpflichtend. Ich kann selber gut kochen und möchte für mein Geld eine vernünftige Leistung, sonst kann ich zuhause bleiben. Pauschal 10% sind einfach zu viel , der Betreiber soll seine Angestellten gut bezahlen und behandeln, dann macht es Spaß – ich zahle gerne 5€ mehr für ein Gericht und wenn es soweit gut war gibt es 5-10%
+10
So ein Schwachsinn, Trinkgeld gehört nicht zum Gehalt. Wir sind hier nicht in USA wo der Lohn eigentlich gar nicht relevant ist.
Auch Kellner sind nicht schlechter gestellt Gehalt technisch als Ein Verkäufer im Einzelhandel. Gibst Du dem auch Trinkgeld!?
Fehlt noch, dass ich bei McDonald zum Trinkgeld aufgefordert werde. Tischbedienung im Restaurant ist ok. Sonst möchte ich auch Trinkgeld
absoluter Unsinn…
das ist absolut regional unterschiedlich…
In Japan fasst man das gut gemeinte Geben von Trinkgeld als Beleidigung auf…
folglcih beleidigst du gerne Leute?
Seh ich auch so. Nächster Schritt: der Norma Kassiererin Trinkgeld zu geben.
Trinkgeld sollte Anerkennung eines extra Services sein, nicht die Ausrede des Arbeitsgebers für eine miese Bezahlung.
Es scheint ja zu funktionieren, dass manche Kunden 3x Zahlen, um ganz normal am Tresen bedient zu werden.
Einmal mit Ihrer eigenen Zeit, einmal mit der Summe des Produkts und dann nochmal mit dem Trinkgeld, um Gewinne zu maximieren.
Trinkgeld ist kein Teil des Gehaltes.
Bist Du in Japan, was für eine unsinnige Aussage. Irgendwo ist irgendwie immer alles erlaubt. Das rechtfertigt doch kein Verhalten hier.
Ich gebe Trinkgeld, wenn ich es für angemessen halte, manchmal mehr manchmal weniger und manchmal gar nicht. Ein richtig oder falsch gibt es hier nicht. Egal ob mit Abfrage oder nicht.
Allerdings ist die Gestaltung tatsächlich insb. für Menschen mit Seheinschränkung nicht besonders gut.
Gehört sich so? Das mag früher mal so gewesen sein als es noch keinen Mindestlohn gab. Wenn Mindestlohn kein Maßstab ist müsste ich dementsprechend _jeder_ Berufsgruppe Trinkgeld geben.
Macht man aber eben idR eben nur in Berufen in der Gastro uä. Irgendwie aber unlogisch, oder? Dann müsste ich auch dem Maurer und der Empfangsdame beim Arzt Trinkgeld geben. Macht aber keiner, also gehört es sich doch nicht? ;-)
Ich gebe dann Trinkgeld wenn ich finde dass man mehr als ‚Standard‘ gemacht hat. Dann ist Trinkgeld gerechtfertigt. Für ‚Standard‘ ist das Gehalt da.
Die Bedienung ist sicherlich die letzte die das entsprechend eingestellt hat.
Und ob sich das so gehört ist fraglich. Mit dem bestellen Produkt / Dienstleistung und dessen Bezahlung ist alles abgegolten. Trinkgeld gibt es für alles was darüber hinausgeht z.B. super Service, Freundlichkeit etc. Da können Wir bei der Aufforderung am Gerät gleich Anfangen, ich stell mir das gesprochen vor. Es gab eine Zeit da da hatte es mit Bitte angefangen.
Das ist der Weg. Aber viele „trauen“ sich das eben doch nicht in solchen sozialen Interaktionen und geben trotzdem Trinkgeld.
Wo sonst wäre denn Trinkgeld gerechtfertigt?
Seh ich auch so! Wenn ich bei jeder Dienstleistung „Trinkgeld“ geben würde, wäre ich arm! Der Friseur will mittlerweile auch 28 Euro für nen Haarschnitt von 30Min. inkl. Waschen. An der Aldi Kasse gebe ich schließlich auch kein Trinkgeld, weil die Kassiererin so schnell und freundlich abrechnet.
28 Euro? Bei uns sind alle Friseure um die 40 Euro aufwärts. Die Barber Shops machen es für 20 Euro, aber nur mit Bargeld.
… und brauchen max 15 – 20 min
Ich zahle 89 Euro für Haarschnitt, Nassrasur und Bartpflege und gebe meiner Friseurin gerne großzügig Trinkgeld da ich mich sehr gut behandelt fühle. Aber jedem das seine. Der eine kann vielleicht nicht, der andere will nicht. Auch ok.
Hab mir während der Corona-Zeit Haare schneiden selbst beigebracht. Das geht erstaunlich gut (mit der richtigen Maschine). So gut, dass ich meiner Frau jetzt auch die Haare schneide und auch sie sagt „Top, wie beim Friseur.“
So müsste man es eigentlich machen, traue mich aber nicht immer
Sehe ich ebenso, ein Trinkgeld muss verdient werden und ist nicht gerechtfertigt nur ein Brötchen einzupacken und den Zahlvorgang abzuwickeln.
Ansonsten bekommen wir hier US Verhältnisse, weil ein Teil des Gehaltes über Trinkgelder finanziert wird und somit die Grundgehälter noch weiter sinken könnten.
In vielen US Bundesstaaten dürfen Arbeitgeber tatsächlich den Mindestlohn bis zu einem deutlich niedrigeren Grundbetrag um die Menge des gezahlten Trinkgeldes verringern. In den Extremfällen hat der Arbeitnehmer erst dann mehr in der Tasche, wenn er mindestens 800 Dollar Trinkgeld im Monat erhält. Bis zu dieser Grenze spart einfach nur der Chef Lohnkosten.
Richtig.
Vollkommen richtig. Mache ich auch so. Das mit dem Trinkgeld ist echt eine Seuche geworden. Ich gebe gerne Trinkgeld im Restaurant, wenn der Service hervorragend war (und dann in bar um sicher zu sein, dass es wirklich die Servicekraft bekommt). Muss aber eine freie Entscheidung bleiben und darf auf keine Fall ein angemessenes Gehalt für das Personal ersetzen. Es ist eine freiwillige Zusatzleistung für ausgezeichneten Service. Keine Substitution für schlecht zahlende Arbeitgeber.
Noch besser: Bedienung darum bitten, diesen „komischen Bildschirm“ doch bitte selbst wegzudrücken. Ich will doch nur zahlen, und mich nicht mit irgendeiner UI eines Kartenzahlungsgeräts rumschlagen, das ich vorher in meinem Leben noch nie gesehen habe.
Genauso, Trinkgeld gibt’s von mir nur in Form von Kleingeld (auch bei Kartenzahlung) und nur beim Friseur und Tisch-Bedienung. Auch der Klingelbeutel in der Kirche wird weitergereicht. Ich spende lieber.
Genau so!
Was man auch wissen sollte: „so“ werden Trinkgelder leider besteuert. Ich versuche immer Klimpergeld in der Tasche zu haben.
Bei einem Restaurant löst der Chef das so, indem er die Steuer übernimmt und seinen Mitarbeitern die 100% des Trinkgeldes überlässt. Sehr fair.
Das stimmt so nicht ganz, denn die modernen Systeme sind darauf ausgelegt, die Trinkgelder gesondert auszuweisen und nicht in die steuerlich relevanten Bilanz mit einzurechnen.
Aber es empfiehlt sich aktuell natürlich grundsätzlich vorher noch einmal zu fragen, wenn man dann beabsichtigt, Trinkgeld über die Karte zu bezahlen ob das verwendete System dieses rausrechnen kann?
Der Zahlungsanbieter nimmt in jedem Fall seine Prozente.
Die Zahlweise ändert absolut gar nichts an der Steuerlast.
Trinkgeld ist grundsätzlich für Arbeitnehmer steuerfrei. Selbstständige, Unternehmers oder Geschäftsführer müssen es versteuern.
Die Zahlweise ändert hier rein gar nichts. Solange das Trinkgeld per Kartenzahlung 1:1 an die Arbeitnehmer weitergereicht wird, bleibt es auch steuerfrei, selbst wenn es aus technischen Gründen erstmal auf dem Konto des Unternehmers landet.
Bei herausragendem Service gibt’s 5-10%. Andernfalls oder auch bei Selbstbedienung kein Trinkgeld. Mann muss halt manchmal kurz nach der Option suchen!
Yep, sehe ich auch so. Bin genervt davon, wenn mir einer was über die Theke reicht und dafür dann Trinkgeld erwartet. Schmerzfreies „nope“ mit dem Hinweis, daß mich allein schon die Abfrage nervt.
Trinkgeld gebe ich nur wenn alles gestimmt hat. Fertig.
Ich frage die Bedienung erst, ob sie wirklich so schlecht bezahlt werden, dass sie zusätzlich noch betteln gehen müssen. Dann gebe ich natürlich kein Trinkgeld, denn Trinkgeld ist nur dann Steuer- und sozialabgabenfrei, wenn es persönlich einer bestimmten Person, die nicht der Inhaber ist, zugesteckt wird. Das sehe ich hier nicht.
Das mit der Steuerlast stimmt nicht. So lange der Unternehmer es 1:1 an die Arbeitnehmer weiterleitet, bleibt es steuerfrei.
Wer kontrolliert das denn? Die Mitarbeiter des Chefs? Also müsste jede Bedienung jedes Trinkgeld irgendwo notieren, am Ende des Monats zusammenrechnen und mit der Summe vergleichen, die der Chef dann zusätzlich überweist?
@@macmercy
Ungefähr so, deshalb ist die Trinkgeld Funktion ja auch praktisch, da alles extra ausgewiesen wird.
Ich finde es ein problematisch, wenn über die 3 vorgegebenen Werte (10/15/20) suggeriert wird, dass ein Trinkgeld von 15 % normal, weil mittlere Option, ist. In solchen Fällen gebe ich auch ganz bewusst 0 %
Wenn Trinkgeld ausgewählt werden kann, muss auch 5% ,10%, 15% Rabatt auswählbar sein!
Wir haben’s ausgeschalten, weil Trinkgeld freiwillig sein sollte und so ein Display viele sich gedrängt bzw. unwohl fühlen lässt. Ich glaube so ein Display führt nur dazu, dass viele erst recht kein Trinkgeld geben werden.
Genau
Mag sicher vereinzelt der Fall sein, aber die Daten zeigen etwas anderes.
Finde es beim Essen gehen ja okay. Da würde ich mal auch Trinkgeld geben. Wenn ich aber am Kiosk was kaufe und mir dann Trinkgeld geben eingeblendet wird, verstehe ich das ehrlich gesagt nicht und lehne es auch ab.
Trinkgeld komplett abschaffen wie in Japan dafür entsprechende Löhne für Dienstleistungen
Genau so ist es! Auch in Skandinavien sind die Löhne so hoch, dass Trinkgeld eher die Ausnahme ist. Zudem frage ich mich, warum D das Trinkgeld in der Gastronomie als selbstverständlich ansieht, während beispielsweise ein Müllwerker nicht einmal zu Weihnachten 10€ annehmen darf, ohne eine Abmahnung zu riskieren.
Trinkgeld ja, aber nur in bar.
Ich fands immer völlig normal aufzurunden.
Anstatt Prozente fände ich bei 29,30 feste Angaben:
30
30,50
31
32
Anderer Betrag
Kein Trinkgeld.
Das wäre für mich viel intuitiver, da es feste Werte gibt, anstatt sich erstmal zu überlegen, wie viel Prozent jetzt angebracht sind und dann schiefe Euro Werte im kopf zu prozessieren. Ich drücke oft auf Kein Trinkgeld, weil ich eher den Druck verspüre schnell eine Auswahl treffen zu müssen.
Bei höheren Beträgen, wie 89,40 können auch 5€ Schritte kommen, z.B. 95, 100, 105
Ich runde auch lieber auf und möchte nicht auf feste Prozentangaben festgelegt werden.
@ralph
Die großzügige 30 Cent aufrunden kannst du dir auch einfach sparen. Die will niemand.
ganz schlimm bei Dean&David. Winzig klein auf dem Display. Bin am Anfang zweimal in die Falle getappt.
Trinkgeld gibt’s es nur bei guten Service und freiwillig.Spüre keinen Druck auf kein Trinkgeld zu drücken
Ich drücke den Kram immer weg! Ich habe keine Ahnung wie es in anderen Betrieben geregelt ist, aber bei uns ist es so, dass wenn der Kunde Trinkgeld über die EC Karte gibt, dann bleibt es beim Chef hängen und ich habe gar nichts davon!!! Somit gebe ich Trinkgeld BAR ODER GAR NICHT!!! Bevor sich jemand anderes die Taschen voll macht und der Service leer da steht
Dagegen kannst du vorgehen. Der Chef hat kein Anrecht auf dein Trinkgeld, egal, in welcher Form der Kunde das übergibt.
Besonders schlimm sind die Teile, wenn man sich was To-Go holt. Kaffee, Brötchen was auch immer. Das ist kein Service, sondern deren Job. Da gibts Null-Komma-Nix. Ich gebe gerne Trinkgeld, wenn es auch verdient ist.
Ich finde es insgesamt eine Zumutung überhaupt auf die Taste „kein Trinkgeld“ tippen zu müssen. Ganz absurd wird es, wenn ich lediglich etwas kaufe, zum Beispiel beim Bäcker oder mir mein Getränk im Biergarten selber an der SB Theke zapfe und dann für meine eigene Leistung noch Trinkgeld geben soll. In der linken Hand der Einkauf, in der rechten das Handy und dann muss ich noch bestätigen, dass ich kein Trinkgeld geben will. Kein Trinkgeld sollte die Grundoption sein und das Handy ans Terminal halten sollte ausreichen. Wer Trinkgeld geben will kann die Trinkgeldtaste drücken und dann einen Betrag oder eine Prozentzahl auswählen. Alles andere sehe ich als Nötigung.
Neuerdings gibt’s das sogar an der Imbissbude. Alter, für was hier den Trinkgeld nehmen wenn man es mitnimmt und Null Service in Anspruch nimmt ? Dafür das einfach der Job gemacht wird bzw. das man vorher die Bestellung aufgenommen hat ???
Kann ja verstehen das alles teurer wird und man jeden Euro gerne nimmt, aber „Hallo ???“, ich kann das Geld selbst auch nicht drucken :-(
Im Restaurant okay, aber mittlerweile auch in Läden. Das geht zu weit.
Wie so oft sehe ich dabei Licht und Schatten. Im Restaurant finde ich es praktisch, wenn ich beim Bezahlen die 10% Taste drücken kann, weil dies meiner Trinkgeldverhalten bei gutem Service entspricht und mir Kopfrechnen erspart. Absolute unverschämt finde ich dagegen, wenn bei Essenskauf an Theken die Bezahlung nur abgeschlossen werden kann, wenn man am Terminal zuvor eine Trinkgeldauswahl getroffen hat. Diese Läden sollen ihre Angestellten anständig bezahlen. Im Restaurant kommt auch nicht noch der Koch an den Tisch und will Trinkgeld.
Ich gebe wenn nur im Restaurant Trinkgeld und man am Tisch bedient wurde – und selbst dort weiß man heutzutage nun auch nicht mehr, ob das Geld überhaupt bei dieser Person ankommt, oder nicht.
Ich vertrete hier weiterhin die Meinung, dass ein Geschäft seine Preise so kalkulieren sollte, dass man komplett ohne Trinkgeld seinen Angestellten einen fairen Lohn zahlen und genug Gewinn erwirtschaften kann.
Diese Abfragen sind völlig ok, dort wo tatsächlich Service am Tisch angeboten wird. Aber auch dort müsste ‚kein Trinkgeld‘ deutlich hervorgehoben und am Besten vorausgewählt sein. Außerdem halte ich Tasten mit mehr als 10% für eine Frechheit. Überall wo Selbstbedienung ist oder der maximale Service darin besteht ein Glas Bier an den Tisch zu bringen ebenfalls für eine Frechheit. Da versucht das Unternehmen (es ist ja nicht die Bedienung, die das installiert) seine schlechte Bezahlung durch Trinkgeld zu kompensieren. Bei gutem Service bezahle ich gerne 5-10% Trinkgeld, insbesondere in Lokalitäten, die ich öfters besuche und ich weiß, dass Trinkgeld mit der ‚extra Meile‘ Service beantwortet wird.
Diese Anzeige zu zeigen, ohne das der Gast danach fragt, sollte verboten sein. Beim Bar bezahlen wird doch auch nicht gefragt wie hoch das Trinkgeld sein soll, bevor man das Geld übergibt. Trinkgeld ist komplett freiwillig und vom Gast initiiert!
Am schlimmsten da wo man sich selbst was holt und vorher zahlt.
Trinkgeld gibt es wenn überhaupt am Ende
Die Preise in deutschen Restaurants sind inklusive Bedienung und Mehrwertsteuer. Außerdem wurde die Umsatzsteuer von 19% auf 7% gesenkt. Ein Preisvorteil von 12%, die nicht bei den Kunden angekommen ist. Warum soll ich da noch Trinkgeld geben?
und 14€ Mindestlohn pro Stunde is jetzt auch nicht mehr soooo schlecht.
Wie auch immer… die Zeiten sind hart, und auch ich als Kunde habe nichts mehr zu verschenken.
Trinkgeld ist für mich keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Anerkennung für einen guten Service
Jap. Letztens eine Diskussion mitbekommen von Angestellte in der Gastronomie „ich habe meine Reise nach Thailand von meinem Trinkgeld bezahlt“ oder „Mein Sohn konnte seinen Führerschein von seinem Trinkgeld finanzieren“. Offensichtlich sorgt der Mindestlohn dafür, die vollen Kosten im Alltag zu decken. Ich glaube eine Kassiererin, die tendenziell kein Trinkgeld bekommt, steht schlechter da.
Naja, 14EUR/h bei 8h pro Tag und im Schnitt 21 Arbeitstagen im Monat macht 2350EUR im Monat (brutto). Das ist nun auch nicht gerade viel. Willst du davon in einer Großstadt leben? Ich nicht.
In Schweden habe ich das schon vor 5 Jahren gesehen. Fühlte mich da schon unwohl wenn man nichts geben wollte.
Bei Lieferando ist es ganz übel. Die in die App integrierte Trinkgeldfunktion kommt meistens nicht bei den Fahrern an. Ca. 80% von den Fahrern den ich sagte „hab Trinkgeld über die App gegeben“ sagen mir dann „dann lieber kein Trinkgeld, denn das kommt nur dem Chef zu Gute“.
Bei Lieferando geb ich also entweder bar Trinkgeld oder gar nicht.
Mache ich bei Lieferando auch so. Nur Bargeld dem Fahrer in die Hand als Trinkgeld.
Hier muss aber unterschieden werden.
Wenn es bei Fahrer direkt von Lieferando sind, kommt das Trinkgeld definitiv beim Fahrer an.
Diese Anzeige zwingt mich dazu, kein Trinkgeld zu geben. Finde ich fürchterlich. Außerdem bekomme ich auch kein Trinkgeld
Wenn ich selbst kein Trinkgeld angeben kann, dann gibt es auch keins, ganz einfach
Hier im Café um die Ecke nehme ich manchmal eine Kaffee für Unterwegs mit. Da gab ich mal kein Trickgeld, weil die Bedienung nicht mal „Hallo“ sagte und ein Gesicht wie 3 Tage Regen machte. Und keine Freundlichkeit da war. Dann wurde ich noch darauf angesprochen mit einem komischen Ton, man gibt normalerweise beim Café Trinkgeld. Fand ich nicht toll. Habe dann den Laden gemieden. Sonst immer Trinkgeld gegeben und auch dort beim Sitzen einen Kaffee getrunken. Aber bei so einer Servicewüste muss man sich dann auch nicht wundern, wenn man kein Trinkgeld gibt.
War auch nicht das erste Mal, dass diese Bedienung mich bediente und sonst gab es Trinkgeld. Aber immer das Gleiche und irgendwann fühlte ich mich blöd, da noch Trinkgeld zu geben als wäre das normal und gehöre dazu, egal, wie man bedient wird.
Absolut niemals gebe ich irgendwo Trinkgeld (und ich war mal Friseur). Habe das damals schon immer abgelehnt, da alles in einen Topf ging und dann geteilt wurde. Die Chefs haben fair zu bezahlen, dann braucht es den Quatsch auch nicht. War für mich damals der Grund, den Beruf zu wechseln.
Die wenigsten wissen wo ihr Trinkgeld hingeht, gleichzeitig wird die Trinkgeldkultur groß verteidigt. Dazu hat es seine Wurzeln in Sklaverei (USA) bzw. dem Klassensystem (Deutschland).
Wenn der Service in Ordnung ist , gebe ich gerne Trinkgeld, auch mal mehr als 10% – zb beim Frisör.
Wo ich definitv kein Trinkgeld geben werde und will, ist in Geschäften, Imbissbude usw. und erst Recht nicht, will ich von den Kartenterminals dazu noch genötigt werden.
Die Bedienung drückt den Dialog teilweise schon weg, weil er so unverschämt wirkt. Und in Deutschland gibt man Trinkgeld nicht in Prozentschritten, sondern durch Runden des Betrags. Aber das fällt dem stumpfsinnigen Lobby-Verband gar nicht auf. Selbstkritik oder gar zukunftweisendes gibt es da nicht.
Ich wäre dafür die Mitarbeiter werden einfach vernünftig bezahlt und Trinkgeld wird abgeschafft. So ein unnötiges Thema und andere Länder (wie Japan) schaffen das auch. Dann hätten wir dieses Durcheinander mit diesen Knöpfen auch nicht
Die gierigen Chefs sollen die Mitarbeiter ordentlich bezahlen und einkalkulieren. Eine Servicekraft hat mir erzählt, er müsse das Trinkgeld dem Chef abgeben.
Ist betteln nicht verboten? Zumindest aufdringliches betteln? Eine solche „Abfrage“ ist für mich aufdringliches betteln und gehört verboten!!!
ich gebe gerne trinkgeld, finde diese entwicklung, dass trinkgeld als etwas normales, schon im lohn einkalkulierter faktor betrachtet wird, aber hoch problematisch.
die mitarbeiter sollten von ihrem lohn leben können und trinkgeld sollte nichts sein, womit sich der arbeitgeber vor seinen pflichten drückt, siehe USA.
Selber Schuld wer mehr bezahlt als den Rechnungsbetrag. Trinkgeld gibtces keins mehr bei elektronischer Bezahlung. Ganz einfach Trinkgeld bei Barzahlung sonst nur Rechnung. Ganz einfach.
weshalb machst du Trinkgeld von der Zahlart abghängig? Wo ist hier der Sinn?
Genau umgekehrt wird ein Schuh draus. Bei Barzahlung gibts kein Trinkgeld, weil damit soviel Krummes gemacht wird ( keine Rechnung, an den Büchern vorbei). Ich gebe nur Trinkgeld bei Kartenzahlung, dann aber bar von dem Kleingeld im Portmonee. Und natürlich nur für außergewöhnlich guten Service.
Ich zahle mit Karte/Handy und gebe ggf. Trinkgeld, so wie sonst, in bar.
Wer aktiv um Trinkgeld bettelt, kriegt aus Prinzip keines. Egal, wie gut die Dienstleistung war.
Das ist nicht betteln sondern Fragen. Und hat den Vorteil, dass bei dieser Funktion das Trinkgeld separat ausgewiesen wird. Übrigens bei Bewirtungsbelegen gar nicht so irrelevant.
Ich arbeite selber in der Gastronomie, aber in einer Kantine. Bei uns gibt es überhaupt kein Trinkgeld. Für mich ist die Frage wie gerecht ist das mit dem Trinkgeld? Bekommt das nur die Bedienung, oder wird das gerecht am Ende der Schicht aufgeteilt? Bekommt auch der Koch was dafür, das er das Essen schön zubereitet oder auch das ganze Personal im Hintergrund. Der Mensch der dafür sorgt das die Teller, Besteck, Gläser und Tassen wieder schön sauber werden, das im Restaurant alles sauber ist. Die haben mehr Arbeit als die hübsche Dame die es nur an den Tisch bringt, und kassiert.
Bei den derzeitigen Preisen sollen und können die Arbeitgeber ihre Angestellten ordentlich bezahlen. Trinkgeld ist dann unnötig. Warum soll eine servicekraft noch zusätzlich bezahlt werden, nur weil sie/er seine Arbeit wie vereinbart macht? In den usa ist das mittlerweile völlig aus dem Ruder gelaufen – sollten wir in Deutschland nicht nachmachen.
Ich verstehe die ganze Diskussion irgendwie nicht. Ich gebe dort Trinkgeld, wo ich einen guten Service bekommen habe. Das mache ich schon seit 30 Jahren so und da ändert sich auch nix dran, wenn ich mittlerweile überwiegend digital zahle. Entweder kann ich den von mir gewünschten Betrag digital zahlen oder aber ich habe ein paar Münzen dabei und zahle das Trinkgeld halt bar.
War bisher kein Problem.
Der Beitrag hier ist schon ein paar Tage alt.
Hier eine aktuelle Situation.
Bei uns wird versucht mit den Prozentangaben Druck aufzubauen.
Wer mag kann aber auf kein Trinkgeld tippen.
Ich bin gerade in Kroatien.
Hier gibt es den kein Trinkgeld Knopf gar nicht.
Es gibt nur neben den Prozentangaben die Möglichkeit einen eigenen festen Betrag anzugeben.
Wer nicht möchte, muss aktiv 0 eingeben und nochmals betätigen.
Dazu muss er sich aber drei mal durchs Menü arbeiten.
Das ist wirklich eine neue Stufe und aus meiner Sicht eine Unverschämtheit.
Trinkgeld gebe ich, wenn ich es für angemessen erachte. D.h. das Essen muss passen, ebenso der Service vom Empfang bis zur Reservierung. Auf keinen Fall, lass ich mich zu Tringeld nötigen, dann gibt es eben nichts. Frei nach dem Motto – schlechter Service kostet Geld, dann eben nicht.
Noch eine Ergänzung in eigener Sache: Bei den heutigen Preisen, ich erinnere an das Thema Mehrwertsteuer, ist für mich das Trinkgeld in 99% includiert. Bezahlt Eure Mitarbeiter anständig und schiebt die Entlasstung der Mehrwertsteuer nicht in die eigene Tasche. Augen auf bei der Berufswahl.