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Kritik an Bezahlterminals

Digitale Trinkgeldabfrage: Verbraucherschützer warnen vor Druck

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37 Kommentare 37

Beim Bezahlen mit Karte landet die Frage nach dem Trinkgeld inzwischen häufig direkt auf dem Display des Terminals. Verbraucherschützer sehen dabei ein Problem, wenn vorgegebene Prozentsätze deutlich hervorgehoben werden, während die Ablehnung oder eine selbst gewählte Summe weniger prominent erscheint.

Flatpay Trinkgeld Terminal

Die Trinkgeldabfrage des Bezahldienstleisters Flatpay

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert deshalb eine Gestaltung, bei der alle Möglichkeiten ohne Umwege erreichbar sind. Konkret geht es um Bezahlmasken, die beispielsweise mehrere prozentuale Aufschläge groß präsentieren, alternative Eingaben aber optisch zurücknehmen. Nach Ansicht des Verbands kann eine solche Oberfläche die Entscheidung der Gäste in eine bestimmte Richtung lenken.

Mehrheit fordert eine neutrale Auswahl

Grundlage der aktuellen Kritik ist unter anderem eine Forsa-Erhebung, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Befragt wurden Anfang August 1.009 Menschen ab 18 Jahren. 76 Prozent sprechen sich dafür aus, dass der Verzicht auf Trinkgeld oder ein geringerer eigener Betrag genauso einfach gewählt werden kann wie die angezeigten Vorschläge. Insgesamt 52 Prozent geben zudem an, sich durch besonders auffällige Prozentfelder zumindest eher unter Druck gesetzt zu fühlen.

Das Thema gewinnt an Bedeutung, weil Kartenzahlungen und mobile Wallets weiter zulegen. Bei den Sparkassen werden inzwischen mehr als 95 Prozent der Kartenzahlungen kontaktlos abgewickelt. Damit wird auch die Entscheidung über das Trinkgeld zunehmend Teil des digitalen Bezahlvorgangs.

Der Gastronomieverband Dehoga verweist darauf, dass solche Funktionen Kunden ohne Bargeld überhaupt erst eine unkomplizierte Zugabe ermöglichen.

US-Nutzer reagieren zunehmend zurückhaltend

Dass digitale Trinkgeldabfragen nicht nur in Deutschland Diskussionen auslösen, zeigt eine aktuelle Untersuchung des Restaurantdienstleisters Popmenu. Für die Studie wurden im März 1.000 Erwachsene in den USA befragt. 59 Prozent sagen, dass sie sich bei einer entsprechenden Aufforderung auf dem Bildschirm zum Trinkgeldgeben veranlasst fühlen. Im September 2025 lag dieser Anteil noch bei 66 Prozent.

Tip Trinkgeld

Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, solche Abfragen zu überspringen. 42 Prozent erklären, dass ihnen dies inzwischen leichter fällt. 74 Prozent haben außerdem den Eindruck, dass Restaurants die niedrigste vorgeschlagene Trinkgeldstufe angehoben haben. Bei eingeblendeten Empfehlungen entscheidet sich gut ein Drittel für einen selbst festgelegten Betrag.

24. Aug. 2026 um 08:59 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Absolut schmerzfrei – mit Augenkontakt – wird da auf „Kein Trinkgeld“ gedrückt. Außer der Service war wirklich absolut herausstechend oder man wurde am Tisch bedient. Wo geht’s denn hin ey -_-

    • Was kann die Bedienung dafür, wenn du „mit Karte“ bezahlen möchtest?
      Ich zahle immer Trinkgeld. Das gehört sich so und ist ein wichtiger Bestandteil des Gehalts.
      Dein Verhalten lässt tief blicken.

      • Trinkgeld geben, wenn man an einem Schalter von einer schlecht gelaunten Person ein fertiges Sandwich über den Tresen geschoben bekommt und ein geschnottertes „7,50EUR“ anhören darf? Nein, eher nicht.

      • Trinkgeld ist ne Seuche.

      • Das gehört sich so. Alles klar. Das ist deine Meinung, aber kein Wert oder Norm. Allein über den Menschen zu urteilen, wie du es suggestiv mit deinem letzten Satz machst, sagt eher viel über dich aus, um das in deinem Sprech auszudrücken.

    • Das ist der Weg. Aber viele „trauen“ sich das eben doch nicht in solchen sozialen Interaktionen und geben trotzdem Trinkgeld.

    • Seh ich auch so! Wenn ich bei jeder Dienstleistung „Trinkgeld“ geben würde, wäre ich arm! Der Friseur will mittlerweile auch 28 Euro für nen Haarschnitt von 30Min. inkl. Waschen. An der Aldi Kasse gebe ich schließlich auch kein Trinkgeld, weil die Kassiererin so schnell und freundlich abrechnet.

      • 28 Euro? Bei uns sind alle Friseure um die 40 Euro aufwärts. Die Barber Shops machen es für 20 Euro, aber nur mit Bargeld.

    • So müsste man es eigentlich machen, traue mich aber nicht immer

    • Sehe ich ebenso, ein Trinkgeld muss verdient werden und ist nicht gerechtfertigt nur ein Brötchen einzupacken und den Zahlvorgang abzuwickeln.

      Ansonsten bekommen wir hier US Verhältnisse, weil ein Teil des Gehaltes über Trinkgelder finanziert wird und somit die Grundgehälter noch weiter sinken könnten.

  • Was man auch wissen sollte: „so“ werden Trinkgelder leider besteuert. Ich versuche immer Klimpergeld in der Tasche zu haben.
    Bei einem Restaurant löst der Chef das so, indem er die Steuer übernimmt und seinen Mitarbeitern die 100% des Trinkgeldes überlässt. Sehr fair.

    • Das stimmt so nicht ganz, denn die modernen Systeme sind darauf ausgelegt, die Trinkgelder gesondert auszuweisen und nicht in die steuerlich relevanten Bilanz mit einzurechnen.

      Aber es empfiehlt sich aktuell natürlich grundsätzlich vorher noch einmal zu fragen, wenn man dann beabsichtigt, Trinkgeld über die Karte zu bezahlen ob das verwendete System dieses rausrechnen kann?

  • Bei herausragendem Service gibt’s 5-10%. Andernfalls oder auch bei Selbstbedienung kein Trinkgeld. Mann muss halt manchmal kurz nach der Option suchen!

  • Yep, sehe ich auch so. Bin genervt davon, wenn mir einer was über die Theke reicht und dafür dann Trinkgeld erwartet. Schmerzfreies „nope“ mit dem Hinweis, daß mich allein schon die Abfrage nervt.

  • Ich frage die Bedienung erst, ob sie wirklich so schlecht bezahlt werden, dass sie zusätzlich noch betteln gehen müssen. Dann gebe ich natürlich kein Trinkgeld, denn Trinkgeld ist nur dann Steuer- und sozialabgabenfrei, wenn es persönlich einer bestimmten Person, die nicht der Inhaber ist, zugesteckt wird. Das sehe ich hier nicht.

  • Ich finde es ein problematisch, wenn über die 3 vorgegebenen Werte (10/15/20) suggeriert wird, dass ein Trinkgeld von 15 % normal, weil mittlere Option, ist. In solchen Fällen gebe ich auch ganz bewusst 0 %

  • Wenn Trinkgeld ausgewählt werden kann, muss auch 5% ,10%, 15% Rabatt auswählbar sein!

  • Wir haben’s ausgeschalten, weil Trinkgeld freiwillig sein sollte und so ein Display viele sich gedrängt bzw. unwohl fühlen lässt. Ich glaube so ein Display führt nur dazu, dass viele erst recht kein Trinkgeld geben werden.

  • Finde es beim Essen gehen ja okay. Da würde ich mal auch Trinkgeld geben. Wenn ich aber am Kiosk was kaufe und mir dann Trinkgeld geben eingeblendet wird, verstehe ich das ehrlich gesagt nicht und lehne es auch ab.

  • Trinkgeld komplett abschaffen wie in Japan dafür entsprechende Löhne für Dienstleistungen

  • Ich fands immer völlig normal aufzurunden.

    Anstatt Prozente fände ich bei 29,30 feste Angaben:

    30
    30,50
    31
    32
    Anderer Betrag
    Kein Trinkgeld.

    Das wäre für mich viel intuitiver, da es feste Werte gibt, anstatt sich erstmal zu überlegen, wie viel Prozent jetzt angebracht sind und dann schiefe Euro Werte im kopf zu prozessieren. Ich drücke oft auf Kein Trinkgeld, weil ich eher den Druck verspüre schnell eine Auswahl treffen zu müssen.

    Bei höheren Beträgen, wie 89,40 können auch 5€ Schritte kommen, z.B. 95, 100, 105

  • ganz schlimm bei Dean&David. Winzig klein auf dem Display. Bin am Anfang zweimal in die Falle getappt.

  • Trinkgeld gibt’s es nur bei guten Service und freiwillig.Spüre keinen Druck auf kein Trinkgeld zu drücken

  • Ich drücke den Kram immer weg! Ich habe keine Ahnung wie es in anderen Betrieben geregelt ist, aber bei uns ist es so, dass wenn der Kunde Trinkgeld über die EC Karte gibt, dann bleibt es beim Chef hängen und ich habe gar nichts davon!!! Somit gebe ich Trinkgeld BAR ODER GAR NICHT!!! Bevor sich jemand anderes die Taschen voll macht und der Service leer da steht

  • Ich finde es insgesamt eine Zumutung überhaupt auf die Taste „kein Trinkgeld“ tippen zu müssen. Ganz absurd wird es, wenn ich lediglich etwas kaufe, zum Beispiel beim Bäcker oder mir mein Getränk im Biergarten selber an der SB Theke zapfe und dann für meine eigene Leistung noch Trinkgeld geben soll. In der linken Hand der Einkauf, in der rechten das Handy und dann muss ich noch bestätigen, dass ich kein Trinkgeld geben will. Kein Trinkgeld sollte die Grundoption sein und das Handy ans Terminal halten sollte ausreichen. Wer Trinkgeld geben will kann die Trinkgeldtaste drücken und dann einen Betrag oder eine Prozentzahl auswählen. Alles andere sehe ich als Nötigung.

  • Neuerdings gibt’s das sogar an der Imbissbude. Alter, für was hier den Trinkgeld nehmen wenn man es mitnimmt und Null Service in Anspruch nimmt ? Dafür das einfach der Job gemacht wird bzw. das man vorher die Bestellung aufgenommen hat ???

    Kann ja verstehen das alles teurer wird und man jeden Euro gerne nimmt, aber „Hallo ???“, ich kann das Geld selbst auch nicht drucken :-(

  • Im Restaurant okay, aber mittlerweile auch in Läden. Das geht zu weit.

  • Wie so oft sehe ich dabei Licht und Schatten. Im Restaurant finde ich es praktisch, wenn ich beim Bezahlen die 10% Taste drücken kann, weil dies meiner Trinkgeldverhalten bei gutem Service entspricht und mir Kopfrechnen erspart. Absolute unverschämt finde ich dagegen, wenn bei Essenskauf an Theken die Bezahlung nur abgeschlossen werden kann, wenn man am Terminal zuvor eine Trinkgeldauswahl getroffen hat. Diese Läden sollen ihre Angestellten anständig bezahlen. Im Restaurant kommt auch nicht noch der Koch an den Tisch und will Trinkgeld.

  • Ich gebe wenn nur im Restaurant Trinkgeld und man am Tisch bedient wurde – und selbst dort weiß man heutzutage nun auch nicht mehr, ob das Geld überhaupt bei dieser Person ankommt, oder nicht.

    Ich vertrete hier weiterhin die Meinung, dass ein Geschäft seine Preise so kalkulieren sollte, dass man komplett ohne Trinkgeld seinen Angestellten einen fairen Lohn zahlen und genug Gewinn erwirtschaften kann.

  • Diese Abfragen sind völlig ok, dort wo tatsächlich Service am Tisch angeboten wird. Aber auch dort müsste ‚kein Trinkgeld‘ deutlich hervorgehoben und am Besten vorausgewählt sein. Außerdem halte ich Tasten mit mehr als 10% für eine Frechheit. Überall wo Selbstbedienung ist oder der maximale Service darin besteht ein Glas Bier an den Tisch zu bringen ebenfalls für eine Frechheit. Da versucht das Unternehmen (es ist ja nicht die Bedienung, die das installiert) seine schlechte Bezahlung durch Trinkgeld zu kompensieren. Bei gutem Service bezahle ich gerne 5-10% Trinkgeld, insbesondere in Lokalitäten, die ich öfters besuche und ich weiß, dass Trinkgeld mit der ‚extra Meile‘ Service beantwortet wird.

  • Diese Anzeige zu zeigen, ohne das der Gast danach fragt, sollte verboten sein. Beim Bar bezahlen wird doch auch nicht gefragt wie hoch das Trinkgeld sein soll, bevor man das Geld übergibt. Trinkgeld ist komplett freiwillig und vom Gast initiiert!

  • Am schlimmsten da wo man sich selbst was holt und vorher zahlt.

    Trinkgeld gibt es wenn überhaupt am Ende

  • Die Preise in deutschen Restaurants sind inklusive Bedienung und Mehrwertsteuer. Außerdem wurde die Umsatzsteuer von 19% auf 7% gesenkt. Ein Preisvorteil von 12%, die nicht bei den Kunden angekommen ist. Warum soll ich da noch Trinkgeld geben?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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