Von Budget bis High-End
CHERRY XTRFY: Tastatur mit UWB-Chip und leichte Gaming-Maus
Nachdem der für hochwertigen Office Tastaturen bekannte Hersteller Cherry bereits vor einigen Jahren den schwedischen E-Sport Ausrüster Xtrfy übernommen hat, vermarktet das oberpfälzische Unternehmen seine Gaming Peripherie mittlerweile unter dem Gemeinschaftslabel CHERRY XTRFY.
Cherry blieb jedoch seinen Wurzeln treu und setzt auch bei seiner Gaming Hardware auf eine erwachsene Designlinie und Optik. Obgleich es sich natürlich auch Cherry nicht nehmen lässt RGB LED in den Tastaturen, Mäusen und Co zu verbauen. Sodass auch bei den Cherry Xtrfy Tastaturen selbstredend jederzeit die Möglichkeit besteht diese in bunte Lichtorgeln zu verwandeln.

CHERRY XTRFY K63W Pro Tastatur
Unter der Haube, oder besser gesagt unter den Keycaps, erfüllen natürlich auch die Cherry Xtfry Tastaturen alle Standards, die heutzutage von hochwertiger Gaming Hardware verlangt werden. Das gilt auch für die im Juni auf der Computex vorgestellte K63W Pro. Eine besonders kompakte und flache mechanische Tastatur mit 70 Prozent Layout und MX Low Profile 2.0 Schaltern. Die Dank Gasket-Mount-Konstruktion einen weicheren Tastenanschlag mit einem tieferen Klang als klassische mechanische Tastaturen bietet. Das ist gerade bei solchen Low-Profile Tastaturen besonders wertvoll, da diese sonst zu einem härteren und weniger angenehmen Tippgefühl tendieren.
Natürlich verfügt die High-End Tastatur ebenso über ein vollständiges N-Key-Rollover und Anti-Ghosting, sodass beliebig viele gleichzeitige Tasteneingaben korrekt erfasst werden können. Das besondere Alleinstellungsmerkmal ist jedoch die verwendete Ultrabreitband Technologie zur Kommunikation mit eurem Mac/PC. Während Bluetooth Tastaturen im überladenen 2,4 GHz Band senden, weicht die K63W Pro als erste Funktastatur am Markt auf das 6 GHz Frequenzband aus. Und erlaubt so nicht nur eine unglaublich hohe Pollingrate von bis zu 8000 Hz, sondern kann auch mit einer störungsfreien und effizienteren Datenübertragung glänzen.

Ehrlich gesagt sind das Werte, die sowieso jedwedes menschliches Reaktionsvermögen übersteigen und bei denen wohl niemand wirklich den direkten Unterschied merken dürfte. Konzentrieren wir uns also lieber auf die greifbaren Nutzen: Neben der Tatsache, dass damit ein Gerät weniger das 2,4 GHz Band verstopft, können in dem höheren Frequenzband mehr Daten in weniger Zeit übertragen werden. Da die Befehle schneller übertragen werden ergeben sich längere Sendepausen zwischen den einzelnen Befehlen, was schlussendlich Energie spart und den Akku schont.
Gepaart mit dem großen 6000 mAh Akku kommt die K63W Pro so auf eine Akkulaufzeit von 1100 Stunden. Ihr könnt auf der Tastatur also im Prinzip eineinhalb Monate lang ununterbrochen durch tippen. Wobei das den Maximalwert beschreibt und die Laufzeit bei aktiver Beleuchtung natürlich entsprechend kürzer ausfällt.

Um die Kommunikation via UWB an jedem Endgerät zu ermöglichen befindet sich im Lieferumfang selbstverständlich ein kleines Dongle, das via USB-Kabel angeschlossen wird. Aktuell lässt sich mit diesem natürlich nur die K63W Pro verbinden. Cherry arbeitet jedoch bereits an weiterer Peripherie, die zukünftig ebenfalls auf Ultrabreitband Technologie setzten könnte.
Wenn wir die Ultrabreitband Technologie einmal außen vor lassen, positioniert sich die neue K63W Pro mit ihren halbhohen Tasten sehr schön zwischen die im letzten Jahr von uns hier vorgestellte Cherry KW X ULP 2.0 MINI und Cherry KW 300 MX. Wenn euch der Tastenhub bei klassischen Switches zu lang ist und ihr dennoch keine ganz flache Tastatur wollt, bietet sich hier ein schöner Kompromiss mit einem ausgezeichneten Tippgefühl. Und wie bei der MINI verfügen auch die Tastenkappen der K63W Pro über ein kombiniertes Layout für macOS und Windows. Allerdings spielt auch die K63W Pro mit ihrer UVP von knapp 180 Euro preislich klar in der Oberliga, obgleich es auf Amazon zumindest ein Hand voll Euro Rabatt gibt.
CHERRY XTRFY M42V2 Budget-Maus
In einer deutlich niedrigeren Preisliga spielt die zur Gamescom neu vorgestellte Cherry Xtrfy M42V2. Dabei handelt es sich um eine kabelgebundene und besonders leichte Budget-Gaming-Maus mit einem modularen Kniff. Die knapp 40 Euro teure Maus wiegt (ohne Kabel) gerade einmal 45 Gramm und verfügt über eine mit einem Handgriff auswechselbare Griffschale, wodurch sie sich sowohl für den Palm-, Claw- sowie auch Fingertip-Griff anpassen lässt.
Auch davon ab ist die Maus auf eine möglichst unkomplizierte Bedienung ausgelegt und verzichtet auf eine Software-Suite zur Konfiguration. Stattdessen befinden sich direkt unter der Maus ein Wählschalter und eine Taste um die Auflösung, Abtastrate und Debounce Zeit für Tasten sowie Mausrad einzustellen. Mehr Plug & Play geht bei einer Gaming Maus eigentlich kaum. Die Auflösung reicht von 400 bis 6200 DPI und die Abtastrate von 125 bis 1000 Hz, was für eine Budget-Maus ebenso vollkommen ausreichend ist.

Am deutlichsten sticht jedoch das geringe Gewicht der Maus hervor. Während schnurlose Mäuse bedingt durch ihre Batterie generell schwerer sind, ist die M42V2 auch signifikant leichter als die meisten kabelgebundenen Gaming-Mäuse, die häufig rund das doppelte wiegen. Dennoch fühlt sich die Maus wertig an und vermittelt ein gutes Handgefühl. Nun, das geringe Gewicht muss man mögen. Sofern ihr auf der suche nach einer möglichst leichten und schnörkellosen Maus seid, macht der neue Nager von Cherry jedoch eine sehr gute Figur.