Zwei Reiseakkus mit klaren Unterschieden
Baseus PicoGo Air und AM52: Zwei neue Powerbanks ausprobiert
Baseus erweitert seine PicoGo-Familie um zwei magnetische Powerbanks, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Der PicoGo Air AM71 ist besonders dünn und leicht, während der PicoGo AM52 mit doppelter Kapazität, Qi2.2 und deutlich höherer Ladeleistung aufwartet. Wir konnten beide Modelle bereits ausprobieren.
Der PicoGo Air AM71 misst lediglich 6,9 Millimeter und wiegt 105 Gramm. Mit 5.000 mAh bleibt seine Kapazität überschaubar, dafür trägt der magnetisch am iPhone haftende Zusatzakku kaum auf. Das Aluminiumgehäuse wirkt ordentlich verarbeitet und wird im Alltag eher zu einem ständig mitgeführten Notakku als zu einer vollständigen Zweitladung.
PicoGo Air trägt kaum auf
Baseus setzt auf besonders dünne Komponenten und eine dreistufige Wärmeableitung. Über NFC PowerSense lässt sich die Powerbank zudem mit der Baseus-App verbinden und dort überwachen. Per USB-C soll sie ein iPhone anfangs mit bis zu 20 Watt laden. Abhängig von Temperatur und Akkustand regelt die Elektronik die Leistung laut Hersteller anschließend auf etwa 17 bis 19 Watt herunter.
Drahtlos fällt die Ladeleistung geringer aus. Beim PicoGo Air steht vor allem die schlanke Bauform im Mittelpunkt. Wer sein iPhone nur über den Tag bringen möchte, bekommt einen Zusatzakku, der sich wesentlich weniger störend anfühlt als viele dickere 10.000-mAh-Modelle.
AM52 lädt schneller und länger
Der PicoGo AM52 fällt mit 10.000 mAh, rund 196 Gramm und 16 Millimetern deutlich kräftiger aus. Dafür unterstützt er Qi2.2 und lädt kompatible iPhone-Modelle drahtlos mit bis zu 25 Watt. Voraussetzung sind ein unterstütztes iPhone 16 oder neuer sowie mindestens iOS 26. Ältere Modelle ab dem iPhone 12 werden mit maximal 15 Watt versorgt.
Per USB-C sind bis zu 45 Watt möglich, die Powerbank selbst nimmt beim Laden bis zu 30 Watt auf. Baseus bietet den AM52 wahlweise mit normalem USB-C-Anschluss oder mit integriertem Kabel an. Die Kabelversion eignet sich unterwegs besonders gut, weil kein zusätzliches Ladekabel eingepackt werden muss.
Im Alltag ist die Entscheidung damit schnell getroffen: Der Air eignet sich als sehr leichter Notakku, der dauerhaft in Tasche oder Rucksack liegen kann. Der AM52 ist schwerer und deutlich dicker, liefert dafür mehr Reserven und lädt sowohl drahtlos als auch per Kabel schneller.
Auf das CCC-Logo achten
Für China-Reisende gibt es einen wichtigen Unterschied. Seit Juni 2025 dürfen Powerbanks auf chinesischen Inlandsflügen nur noch mitgeführt werden, wenn sie eine klar erkennbare und lesbare CCC-Kennzeichnung tragen. Geräte ohne Logo, mit unleserlicher Markierung oder aus zurückgerufenen Chargen können bei der Sicherheitskontrolle einbehalten werden.
Baseus bewirbt den PicoGo Air auf seiner europäischen Produktseite ausdrücklich als 3C-zertifiziert. Auf unserem Testgerät war das Zeichen allerdings nicht prominent zu erkennen. Vor einer Reise nach China sollte daher geprüft werden, ob die Kennzeichnung tatsächlich lesbar auf dem jeweiligen Gerät angebracht ist. Beim PicoGo AM52 spricht Baseus lediglich von „Airplane Safe“, nennt auf der Produktseite aber keine CCC-Zertifizierung. Allgemeine Flugtauglichkeit und die Sonderregeln für chinesische Inlandsflüge sind nicht dasselbe.
Preise und Verfügbarkeit
Baseus listet den PicoGo Air regulär für 69,99 Euro beziehungsweise 59,99 Euro in der schwarzen Farbvariante. Der AM52 kostet ohne integriertes Kabel 47,99 Euro, die Kabelversion wird für 79,99 Euro angeboten.


