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Bundesweite Razzia

BaFin geht gegen Krypto-Tauschautomaten vor

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46 Kommentare 46

Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin ist deutschlandweit gegen Betreiber von Automaten zum Umtausch von Krypto-Währungen vorgegangen. Im Rahmen der groß angelegten Razzia wurde neben entsprechenden Geräten auch Bargeld in Höhe von rund 250.000 Euro beschlagnahmt.

Der Behörde zufolge waren im Rahmen der Aktion rund 60 Einsatzkräfte an 35 verschiedenen Standorten tätig. Das Vorgehen sei in Abstimmung mit dem Bundeskriminalamt erfolgt und mit Unterstützung durch die Polizei und die Deutsche Bundesbank durchgeführt worden. Im Rahmen der Aktion hat die Behörde 13 solcher Automaten, die illegal betrieben wurden, kassiert.

Bitcoin Euro

Bilder: Karolina Grabowska & Alesia Kozik

Mithilfe der in verschiedenen deutschen Großstädten aufgestellten Automaten habe man mit Bitcoin und anderen Krypto-Werten handeln und diese Werte auch in Euro umtauschen können. Die BaFin wirft den Betreibern der Automaten einen Verstoß gegen das Geldwäschegesetz vor. Das Wechseln von Euro in Krypto-Währungen und umgekehrt sei als gewerbsmäßiger Eigenhandel oder als Bankgeschäft zu werten und benötige deshalb laut Gesetz die ausdrückliche Erlaubnis der Behörde. Liege eine solche Genehmigung nicht vor, so werde das Geschäft illegal betrieben. Im Rahmen der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Verfolgung drohen hier bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug.

Verstoß gegen Geldwäscheprävention

Ein wesentlicher Grund für die Maßnahme sei dabei das besondere Risiko der Geldwäsche. Der BaFin zufolge ziehen solche Wechselautomaten Nutzer mit kriminellen Absichten an, wenn die Betreiber ihre Sorgfaltspflicht nicht einhalten und sich die Möglichkeit zur anonymen Nutzung bietet. Laut den Richtlinien zur Geldwäscheprävention ist es bei der Annahme von Bargeldsummen über 10.000 Euro verpflichtend, die Identität des Kunden festzustellen und dies an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) zu melden, sofern Anhaltspunkte für die illegale Herkunft des Geldes oder ein Zusammenhang mit Terrorismusfinanzierung festgestellt werden.

21. Aug. 2024 um 09:52 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    46 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Schön das unser Land sich noch gegen sowas wehren kann, Daumen hoch.

  • Lachhaft. Beim Hawala System kräht auch kein Hahn danach, da kann man noch viel mehr krummes drehen. Im Gegenteil, die Bundesregierung hat es selbst vielfach benutzt.

    • Das ist ja sehr interessant. Insiderwissen?

    • Ach, dann kann man sich ja die Kriminalitätsbekämpfung sparen, denn es wird immer irgendein Delikt geben, das wegen Resourcenknappheit gerade nicht genügend bekämpft wird.

    • Constantin Opel

      Lüge nicht!
      Betrüge nicht!
      Stehle nicht!

      Der Staat duldet keine Konkurrenz.

      So unlängst auf einem Schild zu lesen.

    • Hm, irgendwie ist nun eine der Aussagen falsch.
      Entweder die Deine, oder die Meine.

      Möge sich der geneigte Leser selbst ein Bild machen
      und entscheiden.

      Zitat aus Wikipedia: (nur das eine Quelle genannt ist,
      welche halbwegs glaubhaft sein sollte und kein
      „einschlägiges“ Medium)

      „Das Hawala-System gilt seit Juni 2009 als Finanztransfergeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG und ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) als kriminelle Vereinigung strafbar.“

  • Hier sieht man, alles soll unter staatlicher Kontrolle sein!

    • Ja zum Glück ist das so :)
      Ich will nicht in einer Bananenrepublik wohnen.
      Der Rechtsstaat ist schon eine coole Erfindung.

      • Du lebst schon in einer solchen. Man muss nur genauer hinsehen. Aka RKI-Files.

      • Was aufsehenerregendes stand denn nun eigentlich in den RKI-Files?

      • RKI-Files? Der aufgeblasene Skandal aus der rechten Ecke, der am Ende keiner war? Lustig.

      • Waschbaerkaiser

        Hast du’s gelesen, wern? Man muss nicht aus der rechten Ecke kommen, um das scheiße zu finden, was da abging. Immer diese Verleumdung. Man sollte euch alle dafür anzeigen.

      • Naja, in manchen Bereichen hat der Rechtsstaat schon seinen Offenbarungseid geleistet !

      • Und wo jetzt? Klar habe ich die gelesen. Über den Inhalt dürfte allerdings nur naive Menschen erstaunt sein, die keine Ahnung von Behörden oder Sitzungen haben.

      • Lieber Pelzadliger, da wir in einem Rechtsstaat leben, kannst du dich deinen juristischen Gelüsten nach Freuden hingeben. Viel Vergnügen noch beim Abarbeiten am „System“ :-)

    • Käpt'n Blaschke

      Ja, vor allem Geldwäscher, Steuerhinterzieher und die organisierte Kriminalität.

      • Letztere ist auf Bundesebene zu finden.

      • Wow stramme Behauptung! Die Bundesregierung ist also organisierte Kriminalität, hinterzieht Steuern und wäscht Geld? Finde den Fehler :D

  • Sorry, aber wer nutzt denn bitte auch solche Automaten? Habt ihr mal gesehen, was die für Gebühren/Spreads aufrufen? Entweder Bauernfängerei oder Geldwäsche.

  • In anderen Ländern sind solche Automaten völlige Normalität. Hier gleich hinter der Grenze, im polnischen Teil von Görlitz steht der nächste :)

  • Immer schön wenn ein Staat versucht seine Macht zu erhalten.

    Lest mal das Buch „Mieses Geld“

  • Wie funktionieren die denn? Spucken die direkt Banknoten aus? Dann wundert es mich, dass die noch nicht gesprengt wurden. Aber vielleicht macht es keinen Sinn, dass die Unterwelt ihr eigenes Geldwäsche-Tool sabotiert.

  • Generell lächerlich, dass sowas überhaupt in irgendeiner Form zulässig ist. Ist genauso „sinnvoll“ wie Spielautomaten. Abzocken und/oder Geldwäsche, eine andere Daseinsberechtigung haben die nicht.

  • Was in diesem Zusammenhang sehr interessant ist:

    Die Kosten für Anti-Geldwäsche etc. scheinen mittlerweile die Schäden durch diese Kriminalitätsformen zu übersteigen. Jedenfalls gibt es dazu einige interessante Untersuchungen. Weltweit sind es wohl knapp $250 Milliarden & für die EU ca. $85 Milliarden die jährlich für diese neue Industrie ausgegeben werden…

    Hier aus einer Oxford-Studie für UK (sorry, hinter Paywall):

    „The study found compliance costs rose by double digits (12%) in 2023, with the vast majority (95%) of firms reporting an increase. Just 2% said costs had fallen. It means that collectively, the sector is now spending an astronomical £38.3 billion on compliance each year, equivalent to Estonia’s GDP. Costs have risen by nearly a third (33%) since 2021 – well above the rate of inflation – yet the NCA estimates that at least £36bn is laundered in the UK each year.“

    Ausgaben: £38.3 billion / year
    Geldwäsche: £36 billion / year

    Da verdient also jemand kräftig, ganz ohne dass es wirklich helfen würde…

  • Sind wir nicht der Staat? Also mehr Macht für uns ;)

  • Man liest und merkt, dass fast alle keine Ahnung von Bitcoin haben. Macht euch erst mal schlau, bevor ihr urteilt!

    • Es geht, genau wie beim digitalen Euro nur um Kontrolle der Bürger, dass Geldwäsche Thema wird nur vorgeschoben.

      • Nein, sie wollen doch keine Kontrolle! Sie wollen nur dein erspartes Geld um dir die dafür investierte Lebenszeit zu stehlen. Aber alles Verschwörung
        Ironie aus

  • Nur gut, dass wir einen Bundeskanzler haben, der sich mit solchen Dingen exzellent auskennt!

  • Deutschland in Endstadium….. und manche sogar das für gut finden, dann gehe nach China !!!!

    • Hat mit Deutschland in Endstadium nichts zu tun, wenn man klassisches Aktienhandel treibt unterliegt das auch Regel und du kannst belegen woher du das Geld dann hast.

      Bei diesen Automaten nicht.

  • Sollten das ruhig erlauben, so fliegen aus den Stadtbild vielleicht mal die ganzen Wettbüros raus inklusive der Typischen gestallten die sich da so aufhalten.

  • In Österreich kann man in vielen Postfilialen am Automaten bis 250€ Bitcoin kaufen…schon seit Jahren!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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