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Apple-Rückzieher: Safari-Lesezeichen nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt

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Zu früh gefreut. Zu Monatsbeginn haben wir berichtet, dass Apple jetzt auch den Verlauf und die Lesezeichen von Safari Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Mittlerweile wurden die Angaben auf Apples iCloud-Sicherheitsüberblick jedoch erneut geändert. Jetzt ist dort zu lesen, dass die Safari-Lesezeichen während der Übertragung und auf den iCloud-Servern nur mit Apples Standardverschlüsselung gesichert werden.

Safari Ende Zu Ende

Betrachten wir das Ganze positiv und halten fest, dass den Apple-Angaben zufolge im Gegensatz zu früher nun zumindest auch der Safari-Verlauf so gesichert wird, dass dieser auch vor einem Zugriff mit einem Schlüssel von Apple geschützt ist. Dass diese Verbesserung ursprünglich auch für die Synchronisierung der Safari-Lesezeichen angekündigt wurde, scheint auf einem Fehler zu beruhen.

Apples Verschlüsselungs-Strategie weiterhin unklar

Über den Streitpunkt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung haben wir bereits mehrfach berichtet. Apple wendet auf einen Teil der iCloud-Daten, darunter auch die iCloud-Backups, lediglich eine Standardverschlüsselung an. Damit verbunden besteht zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass jemand mit dem von Apple gehorteten Sicherheitsschlüssel auf diese Daten zugreift. Eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung würde im Gegensatz hierzu sicherstellen, dass ausschließlich der Nutzer über die Möglichkeit verfügt, seine so gesicherten Daten einzusehen.

Apple argumentiert insbesondere mit Blick auf die iCloud-Backups damit, dass eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dem hauseigenen Support die Möglichkeit nehmen würde, Nutzer im Falle eines vergessenen Passworts bei einer Wiederherstellung ihrer Daten zu unterstützen. Das Unternehmen verweigert hier allerdings eine offene Kommunikation, beispielsweise wäre es durchaus eine Option, den Kunden darüber entscheiden zu lassen, ob er seine Daten vollständig verschlüsseln und die damit verbundenen Risiken eingehen will – ein Weg, wie er von anderen Herstellern angeboten wird.

Bei Apple stehen mit Blick auf die fehlende Option zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung immer noch die Vorwürfe im Raum, das Unternehmen habe seine Pläne hinsichtlich einer Einführung dieser Sicherheitsstufe auf Drängen des FBI fallen lassen. Besonders ärgerlich sind in diesem Zusammenhang Aussagen, Apple habe die Einführung im Vorfeld mit den Behörden abstimmen wollen, während Konkurrenten wie WhatsApp die Ermittler ihrerseits einfach vor vollendete Tatsachen gestellt hätten.

11. Okt 2021 um 18:12 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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