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Mobiler Sonnenstrom ausprobiert

Anker 625 Solarpanel lädt Akkus, Tablets und Smartphones unterwegs

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Das Anker 625 Solarpanel wird vom Hersteller in erster Linie als Zubehör für das PowerHouse 757 beworben. Unsere Erfahrungen mit diesem portablen Mega-Akku werden wir noch separat teilen. Das faltbare Solarpanel von Anker kann allerdings auch vollkommen unabhängig davon Verwendung finden.

Beim Blick auf portable Solarpanels git es zunächst zu beachten, dass hier ein wenig mehr Aufwand betrieben werden muss, als bei Solarpanels für die dauerhafte Installation. So müssen sich die Ladeflächen bei Nichtgebrauch kompakt und gut transportabel zusammenklappen lassen und auch entsprechend robust sein, sowie zudem über die technischen Voraussetzungen verfügen, um Zubehör direkt mit Sonnenstrom versorgen zu können.

Anker Solarpanel 625 Lieferumfang

Beim Anker 625 befindet sich auf der Rückseite in einer Reißverschlusstasche ein kleines Kästchen für den Anschluss von USB-C und USB-A, zudem ist ein Kabel für den Anschluss an eines der PowerHouse-Modelle von Anker im Lieferumfang enthalten. Die Anschlüsse können dabei auch gleichzeitig belegt werden, beispielsweise werden von der an ein PowerHouse gelieferten Gesamtleistung (sofern vorhanden) 15 Watt abgezwackt, wenn man ein iPhone über USB-C verbindet – mehr als diese 15 Watt gibt es über USB allerdings nicht, die Maximalleistung lässt sich nur über den XT-60-Anschluss abrufen. Eine blaue LED am Verteilerkästchen signalisiert, wenn ausreichend Sonnenlicht aufgefangen wird, um Ladestrom auszugeben.

Anker Solarpanel 625 Anschluesse

Zusammengeklappt misst das Solarpanel von Anker 44 x 52 Zentimeter und ist mit einem Tragegriff ausgestattet, im offenen Zustand betragen die Abmessungen 145 x 52 Zentimeter. Für die Aufstellung zur Sonne hin lassen sich auf der Rückseite drei Stützen ausstellen, die in begrenztem Bereich auch Spielraum bei der Wahl des Winkels lassen. Die optimale Ausrichtung soll eine auf der Vorderseite angebrachte, einer Wasserwaage ähnelnde Justierungshilfe erleichtern. Angesichts der Tatsache, dass die Sonne ohnehin stetig wandert und sich die aufgeklappten Elemente in der Regel auch nicht zu 100 Prozent in einer Linie ausrichten lassen, haben wir auf deren Verwendung jedoch verzichtet. Das Aufstellen funktioniert unserer Meinung nach auch „Pi mal Daumen“ ganz gut und man kann je nach Platz und Sonnenstand hin und wieder ein wenig nachbessern.

Anker Solarpanel 625 Aufgestellt

Damit verbunden sind wir auch schon bei der Leistung der Solarpanels. Das Maximum von 100 Watt lässt sich im Praxiseinsatz wohl kaum und schon gar nicht dauerhaft erreichen. Mit etwas Freifläche konnten wir allerdings ohne viel Aufwand gewährleisten, dass die Panels dauerhaft zwischen 70 und 85 Watt abwerfen. Wer sich daneben setzt und ständig nachkorrigiert, kann diese Werte sicherlich noch toppen. Zudem hat mann bei einer Maximalleistung von 100 Watt auch bei schlechteren Lichtverhältnissen noch eine nennenswerte Ausbeute.

Die erbrachte Leistung korrespondiert jedenfalls mit dem, was man allgemein von Solarpanels erwarten darf. Will man sein PowerHouse damit laden, so genügt hier ein Tag natürlich keinesfalls. Für Kleingeräte wie Smartphones, Tablets, Zusatzakkus oder auch die AirPods ist in der Regel aber mehr als ausreichend Ladeleistung vorhanden.

Anker Solarpanel 625 Detail

Wir haben das Solarpanel von Anker jetzt über zwei Wochen hinweg immer wieder benutzt und dabei nicht grob, aber auch nicht mit Samthandschuhen behandelt. Die Verarbeitung macht bislang einen guten und robusten Eindruck. Wer über den Kauf nachdenkt, sollte allerdings die Größe des Geräts nicht unterschätzen – insbesondere mit Blick auf die Tatsache, dass man beim Aufstellen und der Ausrichtung vom Lauf der Sonne abhängig ist.

Die offizielle Preisempfehlung für das Anker 625 Solarpanel liegt bei 369,99 Euro. Aktuell gibt es auf der Produkt einen Rabattgutschein zum Anklicken, der den Gesamtpreis um 55 Euro senkt.

Produkthinweis
Anker 625 Solarpanel mit Verstellbarer Halterung, Kompakte 100W Solaranlage, Kompatibel mit Powerhouse 256Wh, 512Wh und... Einführungspreis 399,00 EUR
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
29. Jul 2022 um 14:18 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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    33 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Wer zur Hölle kauft sich sowas ? Für Camping, okay aber doch nicht für Zuhause.

    • Also ich lade all meine Kleingeräte mit einem (kleinen) Solarpanel daheim, in Verbindung mit einer Powerbank. Sind natürlich am Ende des Tages nur wenige Cent an Strom, aber why not? Und wenn ich unterwegs bin, kann ich das Teil mitnehmen. Im Segelurlaub ein Traum.

      • Aha und du meinst ernsthaft damit Geld sparen zu können ?

      • Warum meinen immer alle das man mit sowas sparen muss?

        Man kann auch einfach Geld in die Umwelt investieren. Zumindest trägt man damit *etwas* zur Krise bei.

      • @Markus Was trägt die Produktion von dem Teil zur Umwelt bei? Kannst du zeigen, dass damit Energie gewonnen wurde und die Umwelt entlastet wurde als die Produktion, Transport etc. von dem Teil. Du wirst es nicht können. Und natürlich muss der Bürger Geld sparen, sonst bekommst die Leute nicht grün. Umweltbewusst und nachhaltig sein darf kein Luxus sein. Und nein, auf Auto etc. zu verzichten ist kein Beitrag. Für alles muss es einen gemeinsamen Standard geben.

      • Wieso ist Verzicht auf Auto kein Beitrag??? Selbstverständlich ist es das!

      • @felix
        und warum produzieren wir eBikes? Ich sehe 50% da draußen, die täglich geladen werden und extra produziert wurden, inklusive problematischem Akku. Sind von allen Leuten die normalen Fahrräder auf einmal kaputt gegangen? Und im Winter steigen von den ganzen schön Wetter Radlern wieder alle ins Auto. Der Verzicht kann kein Beitrag sein, weil es der Standard ist.

      • Das Auto wurde gebaut und an jemanden verkauft. Aber der warm glow, die Umwelt und den Planeten gerettet zu haben…

      • geht doch immer nur ums Geld sparen
        und wenn es billiger ist, den Regenwald abzubrennen um mein iPhone zu laden, dann mach ich das eben so, meine Freiheit @&€#

      • Treffender kann man seine Dummheit nicht zeigen. Aber jeder hat ja das Recht sich soviel zu blamieren, wie er möchte…

      • So verblendet / verstrahlt kann man schon nicht mehr sein, das sofort ein beiß Reflex einsetzt.
        proformi4rty schreibt, das er das primär beim Segeln nutzt und die paar Cent sind für ihn nur ein Mitnahme-Effekt im Alltag sind.

      • @Loepi: wen oder was meinst Du?

    • Ich finde es unglaublich, dass profmori4rtys Aussage hier so auseinander genommen wird.

      Ich habe mir auch für knapp 89 Euro ein Solar-Panel eines anderen Herstellers geholt und lade damit alle paar Tage meine 20.000 mAh-Powerbank voll, mit der ich wiederum mein Smartphone, Tablet, Kopfhörer, Taschenlampen usw. auflade.

      Natürlich braucht es vor allem bei 5-Volt-USB-Geräten lange, bis es sich amortisiert, aber es gibt ja mehrere Gründe, sich sowas zu holen:

      • Redundanz (zumindest ist beim Stromausfall eine 5-Volt-Stromversorgung gesichert)
      • Mobilität (z.B. dein Beispiel: Campen, oder allgemein Reisen usw., klappt sogar je nach PKW, wenn man das Panel auf die Kofferraumabdeckung legt, vorausgesetzt, die Scheiben sind nicht großartig beschichtet / getönt)
      • Umwelt (ja, die Produktion ist auch nicht zwangsläufig umweltfreundlich, aber zumindest hat man danach „saubereren“ Strom als aus der Steckdose (und ja, ich weiß, der Effekt ist bei so einem kleinen Panel gering – aber wieso nicht?))
      • ein kleines Zeichen setzen (der Großteil meiner Bekannten, Freunde, Familie usw. war von dem Teil sofort begeistert – viele haben begonnen, sich überhaupt mit dem Thema Photovoltaik usw. auseinander zu setzen; viele Unwissenheiten oder veraltete Fakten wurden schnell klar gestellt; drei stehen nun kurz vor der „Umrüstung“ des Hauses auf Photovoltaik.. und das, obwohl ich ihnen nur mein kleines 28-W-Panel gezeigt habe :D)

      Nachteile will ich gar nicht leugnen.

      • scheinbarer Umweltschutz (s.o., s. andere Kommentare: Produktion, Transport, Verkauf usw. nicht zwangsläufig umweltfreundlich)
      • hohe Anschaffungskosten (wie ich oben bereits schrieb: vor allem bei Geräten mit Ausgangsspannung von 5 Volt nur begrenzt einsetzbar und lange Amortisierungsdauer)
      • eingeschränkte Anwendungszwecke (für Camper usw. super, für daheim nur bedingt nutzbar; für das Aufladen einer Powerbank als Zwischenspeicher mehr Aufwand notwendig, als z.B. ein iPhone einfach an ein Netzteil zu stecken – muss man halt einfach Interesse dran haben, der Otto Normalverbraucher findet das sicherlich zu umständlich)

      Ich habe mir extra ein kleines Panel ohne integrierten Akku geholt, um das Teil auch länger als zwei / drei Jahre (vgl. Li-Ion-Verschleiß) nutzen zu können. Klappt bis jetzt super, bin sehr zufrieden.

      Man braucht es freilich nicht, aber wenn man es hat, ists eigentlich ganz nett. Wie gesagt, mein 28 Watt-Panel mit 5 V-Ausgang hat „nur“ 89 Euro gekostet, konnte damit in der Realität aber schon knapp bis zu vier Ampere rausholen (also ca. 20 Watt, entspricht ca. 71,42 Prozent des versprochenen Wertes, was imho gar nicht mal so schlecht ist). Und das, obwohl das Panel ganz sicher nicht unter freiem Himmel im perfekten Winkel zur Sonne gerichtet war.

      Finde, dass es da ganz andere Spielereien gibt, die der Mensch nicht braucht. Andererseits gibt es auch Leute im Bekanntenkreis, die z.B. alles auf Smart Home umgestellt haben, was ich wiederum nicht verstehe. So ist es eben mit Technik und vielen anderen Sachen. Nicht für jeden gemacht, nicht jeder kann es nachvollziehen, am besten einfach tolerieren solange man niemandem damit schadet und gut ist. :-)

      • Danke für den ausführlichen Beitrag, magst Du vielleicht verraten, welches Panel Du Dir geholt hast?

  • Völlig überteuert. 100 (echte) Leistungs Watt bekommt man für 200

    • Mit Blick auf die Formulierung „100 (echte) Leistungs Watt“ erübrigt sich jede Nachfrage. Wer sowas schreibt, hat vermutlich noch nie ein Solarpanel von Ferne gesehen.

      • Danke für diesen Beitrag. Als „echte“ 100 Watt bezeichnet man tatsächliche Konstante Ladeleistung bei optimaler Sonneneinstrahlung. Diese liegt bei vielen Anbietern teils 20% darunter. Nur wenige Markenprodukte sind tatsächlich hochwertiger konstruiert wie zum Beispiel Jackery, Bluetti.

        Ich nutze mobile Solarpanels zum Laden meiner EcoFlows. Meine Erfahrungen tendieren zu der oben gemachten Aussage.

      • Nennt sich übrigens „Umwandlungswirkungsgrad“

  • Tragbar siehts aus wie die riesen C-Netz Klopper a la AEG Telecar C.

  • Das wäre doch ne gute Basis für ein Raspi Projekt mit Sonnennachführung …. müsste man mal überlegen :-)

  • Sascha Reichert

    Das Teil ist überhaupt nicht für Outdoor geeignet (noch nicht mal wasserfest)… das Material zieht Schmutz an wie ein Magnet, und die „Aufständerung“ lässt sich nicht vernünftig in verschiedenen Positionen arretieren… eine Naht ist mir bereits aufgegangen… Super unpraktisch / unhandlich… insbesondere durch die Klett-Verschluss-Technik… Ich wünschte ich könnte es zurückgeben…

    Das einzige was OK ist ist die Leistung… das Powerhouse wird bei guten Sonneneinstrahlung recht schnell voll… bzw. nicht leer, wenn man Geräte zeitgleich daran betreibt…

    • Naja, es ist halt super Hipp und IN sowas in jeglicher Form zu kaufen. Ob es sinnvoll ist und wirklich was bringt scheint uninteressant zu sein. Hauptsache das Gewissen denkt grün. Mittlerweile genauso schlimm wie gendern. Gibt ja sonst keine Probleme auf dieser Welt.

  • DieFarbeSchwarz

    Das Thema ist komplett überzogen. Mit einem kleinen Solarpanel sind die Anschaffungskosten so hoch das sich das bei Centbeträgen an Einsparung nicht wirklich rechnet.
    Aber der Mensch ist ja erstmal dumm und springt auf jeden Zug.

    • Vorab, ich würde dieses kleine Solarpanel für 370 Euro auch nicht kaufen. Habe aber ein billigeres Modell eines Konkurrenten geholt (knapp 90 Euro).

      Wie ich oben bereits schrieb, sollte dem Großteil der Anwender der nicht vorhandene Amortisierungsaspekt durchaus bewusst sein – was ja auch auf „große, normale“ PV-Anlagen zutrifft (je nach Modell und Art der Anlage > 10 Jahre Amortisierungsdauer). Nur hat man bei diesen Panelen hier einen begrenzten Einsatzbereich (5 V-Anwendungen, keine 230 V-Anwendungen o.ä.)

      Es gibt so viele Sachen, die man sich kaufen kann, wo man sich fragt, wieso, weshalb, warum. Solange es für den jeweiligen Anwender praktisch ist oder er Spaß daran hat, wieso nicht? Ihr müsst es ja nicht kaufen, oder?

      Ich kann eure Argumente nachvollziehen, aber das Thema Solarpanele / Photovoltaik hat ja nicht nur etwas mit Strom sparen zu tun.

      Und wie gesagt, wenn man mal einen oder mehrere Tage lang wandern, biken o.ä. geht, wo man keinen wirklichen Zugriff auf eine Stromversorgung hat aber die Sonne tagsüber mehrere Stunden lang scheint, dann kann man mit sowas z.B. unterwegs seine Powerbank(s) laden und entweder währenddessen oder danach seine Geräte.

      Das geht dann auch mit einer billigen 5.000 oder 10.000 mAh-Powerbank problemlos. Da braucht man keine 500 – 1.000 Euro-Powerstation mit mehreren Amperestunden o.ä. oder sich im Vorfeld zwei / drei 20.000 mAh-Powerbanks anschaffen, um mehrere Tage oder ein / zwei Wochen auszukommen.

      Auch noch ein interessanter Aspekt: man kann solche kleine Panele sehr gut modifizieren. Neue Laderegler, Nachrüsten eines permanenten Zwischenspeichers (statt eine Powerbank anzuhängen), andere Ausgabespannung (z.B. auf 12 Volt, allerdings natürlich mit niedrigerer Stromstärke), andere Anwendungen als das Laden von Tablets, Smartphones o.ä.

      Das hat nämlich dann ebenfalls einen gemeinsamen Aspekt mit anderen Anwendungsfällen: Spaß an der Sache, Interesse an der Materie usw.

      Wenn es rein um das Geld rausschmeißen geht, dann kann man sich auch fragen, warum sich (um den PKW-Vergleich mal zu bringen) Leute, die im Jahr 5.000 km fahren, PKW für 60.000 – 80.000 Euro kaufen und keinen gebrauchten Kleinwagen für 2.000 – 7.000 Euro.

      Oder warum man seinen Kindern im unteren Teenager-Alter ein iPhone für 1.200 Euro neu kauft, wenn diese gerade mal anfangen, Messenger-Dienste zu nutzen.

      • Was ich noch erwähnen möchte: bei solchen Themen finde ich einen fachlichen und konstruktiven Austausch wichtig.

        Wie gesagt, ich kann euer Argument nachvollziehen, ich musste bei meinem „billigen“ 89-Euro-Panel auch mehrere Tage überlegen, ob sich das denn nun lohnt.

        Möchte mit solchen langen Texten einfach nur mal eine andere Sichtweise wiedergeben. Vielleicht kann man das ja ein wenig nachvollziehen, oder eben nicht.

      • @name: Danke! Dein Beitrag ist lang, aber gut!

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