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Vodafone halbiert Preis

Abschied vom Festnetz: Telefonie-Tarife im Ausverkauf und gut versteckt

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Wer heutzutage einen reinen Festnetzanschluss will, muss erstmal suchen. Der klassische Telefonanschluss ist längst inzwischen meist Beigabe zu Internettarifen und verliert zunehmend an Bedeutung. Vodafone will dieser Anschlussvariante durch eine drastische Preissenkung wieder mehr Attraktivität verleihen.

Vodafone Zuhause Flat

Eingangs muss allerdings gesagt werden, dass Vodafone keinen echten Festnetzanschluss anbietet. Die vom Anbieter als „Festnetzersatz-Produkt“ beschriebene Leistung wird nicht über eine klassische Festnetzleitung, sondern über Mobilfunkverbindungen realisiert. Wer also einen Festnetzanschluss will, um unabhängig vom Mobilfunknetz zu sein, ist hier schlecht bedient.

Mit der nun für 9,99 statt zuvor 17,99 Euro teuren „Zuhause FestnetzFlat“ bietet Vodafone somit eine günstige Telefonoption für einen wohl sehr eingeschränkten Kundenkreis. Anders als klassische Festnetztarife unterscheidet sich das Angebot technisch nicht von einem Mobilfunktarif und sucht somit Kunden, die einfach nur ein Telefon und nicht mehr brauchen. Eine Zielgruppe, die stetig schrumpft.

Im Monatspreis sind alle Gespräche ins deutsche Festnetz enthalten, für Anrufe in deutsche Mobilfunknetze werden allerdings stattliche 25 Cent pro Minute fällig. Dank der Tatsache, dass das Mobilfunknetz die technische Basis für den Anschluss bildet, ist das Angebot nicht auf die eigenen vier Wände beschränkt, sondern lässt sich innerhalb eines Radius von zwei Kilometern um die Heimadresse nutzen.

Auch bei der Telekom nur „unter dem Ladentisch“

Die Theorie, dass es sich bei Festnetzanschlüssen um eine aussterbende Spezies handelt, bestätig auch ein Besuch bei der Telekom. Wie bei Vodafone muss man auch hier ein Weilchen suchen, bis man die verbleibenden Angebote in dieser Sparte findet. Die Telekom bietet mit den Call-Tarifen noch echtes Festnetz, allerdings zu Preisen ab 20,95 Euro pro Monat. Die DSL-Tarife inklusive Telefonie-Flat der Telekom sind bereits für 15 Euro mehr zu haben, als Einführungsangebot für Neukunden im ersten Jahr sogar ab 19,95 Euro.

Mittwoch, 24. Mai 2017, 10:49 Uhr — Chris
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  • Mensch. 1995€ im ersten Jahr. Das ist ja ein Schnapper!

  • 25 Cent/Min für Anrufe ins Mobilfunknetz, quasi aus dem Mobilfunknetz? Genial!
    Sorry aber wer solche Verträge abschließt, geschweige denn seine Verwandten solche Verträge abschließen lässt, hat wahrscheinlich die letzten 5 Jahre verschlafen.

  • Das Vodafone Paket für 9,99€ gibt es schon lange und ist unzuverlässig, oft Störung und schlechter Support.

    • Sehe ich auch so. Gibt’s schon seit knapp 10 Jahren, wahlweise mit Box die die SIM aufnimmt und TAE Anschluss hat oder gleich in ein (Senioren) Handy mit Tischladegrät.
      Die Box hatte früher schon immer mal wieder aussetzer

  • DSL-Tarife inklusive Telefonie-Flat der Telekom sind bereits für 15 Euro mehr zu haben: Wo gibt es so ein Angebot?

    • Direkt bei der Telekom für 34,95 nach Ablauf des vergünstigten ersten Jahres. Das sind sogar nur 14 Euro mehr gegenüber den genannten 20,95 für reine Telefonie.

  • „… ist längst inzwischen meist Beigabe…“ WTF?

  • Schade. Ich nutze sie zwar auch nicht, aber ein klassischer Telefonanschluss (über die Telefonleitung) hat ja den Vorteil, dass er auch beim Stromausfall noch funktioniert (und auch, wenn der Router kaputt geht). Eigentlich keine gute Idee,alle Technik über eine Leitung zu führen.

    • Da die Telekom auf IP Anschlüsse umstellt, wird es das nicht mehr geben..

      • Und wird auch nicht bei Stromausfall funktionieren da der Router dann sowieso ausfällt ;)
        Die meisten ISDN Telefone benötigen ebenfalls eine Stromversorgung
        VF stellt ab 2021 ebenfalls alle Altanschlüsse auf IP um.

    • bei Stromausfall? Ist das so? Bei Schnurlosen Festnetztelefonen ist das logischer weise nicht so … wie soll die Station auch senden ohne Strom. Wenn das Festnetz natürlich kabelgebunden ist weiß ich aber gar nicht wie das ist, ich bin der meinung, dass diese geräte auch einen Netzstecker haben (Stromnetz) und der wird bestimmt nicht grundlos vorhanden sein …

      • Nein, habe sie nicht. Ein klassisches Telefon mit Kabel bekommt de Strom über die Telefonleitung.

      • Bei IP Anschlüssen verbaut die Telekom die notwendige Technik inzwischen in die ausgebauten Kabelverzweiger. Wenn dort allerdings auch Stromausfall herrscht, dann funktioniert der Telefonanschluss ebenfalls nicht. Betrifft der Ausfall nur das eigene Haus bzw. die Straße (und der Kasten steht woanders), dann kann das Festnetztelefon tatsächlich noch funktionieren.

  • das Festnetztelefon funktioniert bei Stromausfall in den meisten Fällen auch nicht mehr, da ip basiert ….

  • Analoge Tischgeräte laufen ohne Netzteil.

  •  ut paucis dicam

    Ich benutze seit Jahren meine Festnetznummer auf dem iPhone! (@home) Wer will kann mich auf der FNN anrufen. Ansonsten geht bei uns alles mobil!

    • Petrosilius Zwackelmann

      hab ich auch so, die Homezone bei T-Mobile. Leider sind mit dieser Kombination keine VoiLTE-Gespräche möglich und auch kein WiFi-Calling auch außerhalb der Homezone nicht! Die Telekom verspricht eine Besserung seit letztem Somner (sh. Teltarif), passiert aber nichts.

  • Das ist der allergrößte Mist den man sich nur zulegen kann. Fällt oft aus, Verbindung ist schlecht. Würde von Vodafone auch lange als Seniorentelefon angeboten. Absolut nicht empfehlenswert.

  • Wozu noch Festnetz???? Die meisten Mobil Verträge haben doch eh ne Telefonie Flat…..Wäre froh wenn Vodafone/Kabel Deutschland bei den Internet/Phone Tarifen endlich Phone raus nimmt und den Preis ein wenig senken würde.

    • Und wenn Oma Wilhelmine mit ihren 80+ Jahren aber gar kein Internet-Anschluss haben will, weil sie sich nicht mehr auf Po*no Seiten oder Social Networks rumtreibt und noch ihr Geld in Bar von der Bank holt?? Diese Altersgruppe wird dann faktisch gezwungen einen Internetanschluss zu buchen, obwohl sie so etwas gar nicht mehr braucht oder auch nicht haben will. Analoge (auch wenn die Leitung digital läuft) Festnetzanschlüsse haben immer noch ihre Berechtigung. Zumindest solange wie es die Generation „Ich bin ohne Internet und Smartphone aufgewachsen“ noch gibt.

      • Der Dummschwätzer

        Die Oma hat aber bereits ihren Anschluss und wird auch nicht mehr den Anbieter wechseln. Also weg damit und außerdem spricht nichts gegen reine internetanschlüsse, gibt ja auch die reinen telefonanschlüsse.

  • Ist das nicht das was O2 „Homezone“ nennt? Die Homezone von O2 ist allerdings in der gesamten Bundesrepublik verfügbar. Auch wenn nur im Mobilfunkvertrag vorhanden.

  • Für 10 Euro hat meine 81 jährige Mutter seit 10 Jahren diesen Anschluss bei Vodafone. Was ist daran bitte neu?

    • Wenn das so ist, haben die mich mit einer Pressemitteilung reingelegt: „Bewegung im Festnetzmarkt: Vodafone senkt Preis für Sprach-Anschluss um 45 Prozent. Neukunden und Vertragsverlängerer zahlen nur noch 9,99 Euro statt 17,99 Euro im Monat“

  • Gibt es auf der anderen Seite eigentlich noch reine Internetanschlüsse. Also ohne „Telefonfunktion“. Durch die schon angesprochenen All inclusive Mobilfunkverträge deckt das Handy diesbezüglich ja alles ab.

  • Selbst Oma Wilhelmine stellt sich um. Vergleiche gerade Seniorenwohnanlagen für meine Eltern, leider bieten nicht alle Internet. Sowas….

  • Alles super, der Tarif. Ich aber habe schon gehört das man bei einem Festnetzanschluss mal kurz 6 Monate oder länger warten muss, weil entweder der Techniker von Vodafon das nicht angeschlossen bringt, oder die Telekom den Anschluss blockiert, weil die ja keinen Abzockkunden verlieren wollen. Die Telekom sagt aber Vodafon sei selber schuld, weil die nicht ornungsgemäss gekündigt haben, oder, oder, oder. Viel Spaß beim telefonieren.

  • Der Nachfolger des analogen Anschlusses bei der Telekom heißt SP MSAN POTS (Single Play Multi Service Access Node Plain Old Telephone Service) und ist kein IP-Anschluss. Dieser wird von der Telekom allerdings nicht aktiv vermarktet, sondern nur auf Nachfrage angeboten. Es ist allerdings grundsätzlich der Standardnachfolger, so dass Lieschen Müller auch weiter ihr Wählscheibentelefon verwenden kann und keinen Router braucht. Realisiert wird das ganze über A/D-Wandler in den Verteilerkästen. Die Notstromversorgung ist wie gehabt. Liegt schon Glasfaser zum Gebäude (FTTH), geht das natürlich nicht. Aber das ist bisher in den seltensten Fälle so und kommt auch nicht als Umstellung aus dem Nichts.

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