Open-Source-Bankingsoftware “Pecunia” kostenlos im Mac App Store

31 Kommentare

Wer eine Banking-App für den Mac sucht, muss normalerweise ein wenig in die Tasche greifen. Für den Download von Starmoney beispielsweise werden 19,99 Euro fällig, OutBank schlägt mit 18,99 Euro zu Buche.

Anders Pecunia. Die Open-Source-Bankingsoftware lässt sich jetzt in Version 1.0.2 kostenlos im Mac App Store laden. Die Anwendung kann eigentlich alles, was man als durchschnittlicher Nutzer von einer Banking-App erwartet. Über HBCI lassen sich Überweisungen und Daueraufträge abschicken oder Kontoauszüge abrufen. Zur Authentifizierung werden die Verfahren Einschritt, iTAN, mobileTAN, chipTAN sowie HBCI-Chipkarte (DDV) unterstützt. Dazu kommen umfassende Verwaltungsoptionen wie beispielsweise das Kategorisieren von Umsätzen und diverse Export- und Druckformate.

pecunia

Pecunia war bereits geraume Zeit als kostenlose Betaversion erhältlich. Wer von dieser Vorabversion auf die „offizielle“ Veröffentlichung upgraden will, findet die Vorgehensweise hier beschreiben. Anspruch der Entwickler ist es, das Open-Source-Projekt für alle Nutzer kostenlos zur Verfügung zu stellen, dennoch freut sich das Team über die Nutzung der im Menü der App versteckten Spendenoption.

Diskussion 31 Kommentare.
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  1. Irgendwie gehen bei mir im Zusammenhang von “Open Source” und “Banking” in einem Satz die Alarmglocken an ^^

    — iChef
      • Quatsch. Nur so kann geprüft werden, dass die Software ordentlich programmiert wurde.

        Prinzip nicht verstanden, bitte mal anlesen.

        — Lennart
      • Android ist auch Open Source. Weiteres Beispiel wäre der Linux-Patzer bei Nvidia.

        Es gibt zahlreiche weitere. Tatsache ist: Open Source – so viele Vorteile es auch haben mag – hat eben auch Nachteile.
        Jemand der den Code kennt, kann auch leichter Sicherheitslücken missbrauchen.

        — iChef
      • Linux (und NetBSD und …) ist Open Source, Windows nicht. Welches System ist sicherer? Apache ist Open Source, MS IIS (Internet Information Services) nicht. Welcher Webserver ist sicherer? BTW: NVIDIA ist auch in Linux Closed Source, also liegt es auch hier nicht an Open Source, sondern an Closed Source.
        Zuletzt: Ganz große Teile von Mac OS X und iOS sind Open Source. Aber gerade die Closed Source Bestandteile von Mac OS X und iOS sind teilweise sicherheitstechnisch bedenklich.

        — Oli
      • Für den Fundamentalisten Oli:
        OpenSource NICHT sehr wichtig, SONDERN Verbreitung. Deshalb ist Win viel sicherer als Linux (inzwischen). Praktisch ist Linux dennoch sicherer, weil fast keine Hanseln gibt, die die vielen Sicherheitslücken ausnutzen. IIS ist nicht sehr verbreitet und auch noch ClosedSource, ABER gegenüber Apache hatte es kaum Sicherheitslücken.
        Jetzt erinnere ich dich, den Linux-Fundamentalisten: Vor ca. 1 Jahr gab es in SSH (hat fast jeder Server laufen) schwerwiegende Fehler gehabt, wodurch man sogar Remote Root werden konnte in den Servern OHNE(!) Passwort. Linux ist doch so unglaublich sicher, weil OpenSource?????? ;)

        — Dirk
      • Du bist einer Lüge hereingefallen! Oder kennst du jemanden, das Programm, was er verwendet, hat er selbst kompiliert und davor den Quelltext mit Verständnis fehlerlos überprüft? Falls du das bejahst, dann bist du ein Träumer!

        — Dirk
      • @Dirk: viele Open Source Programmierer machen genau das. Deshalb ist Open Source mehrheitlich sicherer.

        — Steffen
    • geht mir ganz genauso. das geht nicht zusammen. bei outbank gabs schon skandale wegen unverschlüsselter zugänge etc. was ist erst bei einer Open-Source-Software, wo Angreifer problemlos auf den Code zugreifen können und Schwachstellen noch schneller finden und ausnutzen können? Leichtfertig, wer seine sensiblen Bankdaten einer Open-Source-Software anvertraut.

      — mercalli12
      • Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Wie schon Brannigan sagt, ist Open Source Software gerade in Sicherheitbelangen der Closed Source Software überlegen. Solche Fälle wie bei outbank sind eher die Krankheiten von Closed Source.
        Andersrum: Überall dort, wo bei der Sicherheit keine Abstriche gemacht werden kann, kommt bevorzugt Open Source Software zum Zuge.
        Die Problematik liegt hier an anderer Stelle: Open Source Programmierer sind normalerweise viel schneller beim Schließen von Sicherheitsproblemen. Leider ist jedoch Apples App Store eher träge in der Zulassung … Damit kämpfen aber auch die Entwickler mit kommerziellen Lizenzen.

        — Oli
      • Genau. Deshalb ist Code, der geheim gehalten wird, ja auch viel sicherer… Vielleicht werden aber auch in quelloffener Software Fehler viel eher gefunden und (hoffentlich) gefixt. Mal darüber nach gedacht?

        — Paul0815
    • Selbstverständlich sind Opensource-Lösungen potentiell sicherer. In Closedsource Systemen blickt nur ein kleiner Teil von Entwicklern auf den Code um Lücken zu entdecken und diese zu fixen. Doch viel fataler, die Öffentlichkeit hat keine Möglichkeit die Vertrauenswürdigkeit des Codes zu überprüfen und zu kontrollieren wohin Daten übermittelt zu werden.

      Ich stimme aber zu, dass bei pecunia die Vorteile von Open Source noch nicht ganz greifen, da es meines wissens recht wenige aktive Entwickln (den letzten Commits zu folge drei leute[http://code.google.com/p/pecuniabanking/source/list?repo=client]). Die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit, nimmt mit der Anzahl der Entwickler zu.

      Hinsichtlich der stark verzögerten Freigabe im AppStore: man kann sich die Version auch (zugegeben etwas weniger komfortabel) direkt von der Seite laden, so muss man auch nicht warten bis Apple sich mal bequemt hat die Software freizugeben.

      — hans
  2. .. hatte ich bereits vor ein par Tagen geladen, da die offensichtlich ganz praktisch und gut aussieht. Ich hab die aber noch nicht genutzt, da ich mich bezüglich der Sicherheit etc informieren wollte.
    Kann jemand was dazu sagen?

    — iTobi
  3. An der Software ist jedenfalls im gleichen Zeitraum mehr dazugekommen und weiterentwickelt worden als in iOutbank.
    Ausgereift finde ich sie (noch) nicht – aber für Null-Kosten schon ganz gut brauchbar!

    — M.W.
  4. Für mich kommt nur noch Software in Frage die auf iOS und MacOS läuft und sich auch synchronisiert. Somit nutze ich Outbank und Finanzblick (WebApp). Alles andere ist mir zu wenig.

    — RyHoRuK
    • Da hast du aber großes Vertrauen in die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit dieser Systeme, wenn du sämtliche Bankdanten auf irgendwelchen Webservern ablegst, auf die der Betreiber jederzeit zugreifen kann.

      — hans

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