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Datenschutz bei Regierungsanfragen: Dickes Lob für Apple

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38 Kommentare 38

Die amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) spricht Apple mit Blick auf den Umgang mit Nutzerdaten ein dickes Lob aus. Apple setzte alle entsprechenden Empfehlungen vorbildlich um.

sterne

Der Jahresbericht „Who has your back“ überwacht den von großen Unternehmen im Onlinebereich praktizierten Datenschutz insbesondere im Umgang mit Regierungsanfragen. Die EFF hat Apple vor fünf Jahren in den Bericht aufgenommen und lobt das Unternehmen für seinen souveränen Umgang in Bezug auf Benutzerrechte, Transparenz und Datenschutz. Apple berücksichtige sämtliche von der Organisation ausgesprochenen Empfehlungen.

This is Apple’s fifth year in the report, and it has adopted every best practice we’ve identified as part of this report. We commend Apple for its strong stance regarding user rights, transparency, and privacy.

Im aktuellen Bericht für das Jahr 2015 hat Apple gemeinsam mit acht weiteren Unternehmen, darunter Adobe, Dropbox und Yahoo, fünf von fünf Sternen erhalten. Positiv wird in diesem Zusammenhang angemerkt, dass Apple ohne gerichtlichen Beschluss keinerlei Daten weitergibt und verspricht, Nutzer bei entsprechenden Regierungsanfragen unverzüglich zu informieren. Zudem bekenne sich Apple öffentlich dazu, keinerlei versteckte Zugänge für Behörden bereitzustellen oder auch nur zu tolerieren.

WhatsApp schneidet miserabel ab

Die EFF verteilt nicht nur Lob. Besonders hart fällt das Urteil beim Kurznachrichtendienst WhatsApp aus. Dieser ist zum ersten Mal Bestandteil des Jahresberichts. Zuvor habe man den Betreibern ein Jahr Zeit eingeräumt, um die von der EFF ausgesprochenen Datenschutzempfehlungen umzusetzen – nichts davon sei realisiert worden und in der Folge gab es nur einen von fünf möglichen Sternen. Einzig positiv seien die öffentlichen Statements des WhatsApp-Mutterkonzerns Facebook zu bewerten, Facebook spricht sich wie Apple offen gegen tolerierte Hintertüren für Regierungsbehörden aus.

Donnerstag, 18. Jun 2015, 7:30 Uhr — Chris
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  • Ich mag Apple, aber mal ehrlich: Wie will man das kontrollieren? Hier muss man sich im großen und ganzen doch auf die Aussagen von Apple verlassen. Dabei ist es nichts neues, dass amerikanische Unternehmen von hohen Stellen aus unter Druck gesetzt werden eine mögliche Zusammenarbeit mit der Regierung/NSA/sonst wem stets geheim zu halten. Vielleicht ist Apple auch einfach nur gut darin, dies geheim zu halten.

    • Endward Snowden hat kürzlich zum zweiten Mal gesagt, dass er Apple zu 100% vertraut, dass sie mit den Daten gut umgehen, diese auch nicht weitergeben und verkaufen. TechCrunch hat ihn glaub interviewt.

      • @Marc:
        Snowden hat mitnichten gesagt, dass er Apple zu 100% vertraut. Genau genommen hat er gesagt, dass Privatsphäre für Apple derzeit ein Verkaufsargument ist.
        Zitat Snowden über Apple bzw. Tim Cook:
        „I think in the current situation, it doesn’t matter if he’s being honest or dishonest. What really matters is that he’s obviously got a commercial incentive to differentiate himself from competitors like Google. But if he does that, if he directs Apple’s business model to be different, to say „we’re not in the business of collecting and selling information. We’re in the business of creating and selling devices that are superior“, then that’s a good thing for privacy. That’s a good thing for customers.

        And we should support vendors who are willing to innovate. Who are willing to take positions like that, and go „You know, just because it’s popular to collect everybody’s information and resell it..“

    • Es ist eine auf Erfahrungen gestützte Frage des Vertrauens, wie überall. Ohne dieses Vertrauen dürften wir weder ‚Threema‘ und erstrecht ‚Telegram‘ nicht nutzen (oder glaubst du angesichts vieler ermordeter Journalisten und politischer Aktivisten ernsthaft, russische Behörden bzw. die Kreise um lokale Machthaber gingen zimperlich vor?), eigentlich dürften wir dann gar nichts mehr nutzen, aber das würde sich dann auf der Grenze zur Paranoia bewegen. ;)

      Es freut mich, dass Apple das Thema sehr ernst nimmt. Deswegen ist es so bedauerlich, dass Apples Technik nur so eingeschränkt nutzbar ist, weil es alle Nicht-Apple User (also die Mehrheit) ausschließt. In Bezug auf Kommunikation (s. Gruppen-Chats) ein NoGo.

  • Alexander Benedikt | Beatboxer Keypi
  • Da kann manch einer mal vom Apfel abbeißen.
    Super Apple!

  • BULLSHIT !
    Reine Beschönigungen.

  • interessant! und das wo yahoo zugegeben hat mit der nas zusammenzuarbeiten und sich bei drobox (ex) nsa mitarbeiter in der führungsetage rumtreiben… da mag man die qualität dieser prüfung zumindest in frage stellen!

    • Was spielt es für eine Rolle, wo welcher Mitarbeiter zuvo gearbeitet hat? HT das irgend einen Einfluss?

    • ?
      Welche sollten das sein? Hast du Namen?

      Mir ist nur bekannt, dass die Ex-Außenministerin (Rice) seit vergangenem Jahr im Vorstand sitzt. Was mindestens PR-technisch nicht sehr schlau war und angesichts der sehr zurückhaltenden Wahrnehmung von Sicherheitsbelangen zurecht misstrauisch macht, aber das ist etwas vollkommen anderes als deine, Pardon, ziemlich blödsinnige Aussage.

  • Und Dropbox erhält ebenfalls 5 Sterne? Inwieweit kann man dann die Bewertungen dieser EFF noch Ernst nehmen?

  • Apple hat schon recht das es nichts an Daten herausgibt. Die NSA greift die Daten einfach vor den Apple Servern ab und entschlüsselt sie bei Bedarf. So kann Apple immer Antworten, dass sie nichts herausgeben.

  • Super Apple. Vorbildlich. Mich würde dennoch interessieren wie Microsoft sich da verhält.

  • Wozu das Lob, wenn es gds. Lücken gibt, die man ausnutzen kann.
    Darüber jedoch kein Wort.
    .
    http://www.sz.de/1.2526153
    .
    Und die Meldung ist bereits seit gestern draußen.

    • Ist eigentlich ganz einfach: Weil man bemängeln kann was schlecht ist und TROTZDEM loben kann, was gut ist. Keine Ahnung, warum die meisten von uns Deutschen NUR meckern können. Die guten Dinge neben den schlechten auch zu bewerten und anzuerkennen macht dich wirklich glücklicher. Probier’s mal aus. :-)

  • Hallo iFun Team,

    gibt es die Möhlichkeit die Werbung gegen einen inApp Kauf zu deaktivieren?

    Mit freundlichen Grüßen

    Max Schlosser

  • die Werbung nervt

    Erfreulich Entscheidung von Apple weiter so !

    • Hat nix miteinander zu tun, aber gut…

      • Ähm, doch…wenn man das 6 Monate ignoriert. Wer sagt, dass das kein bewusst gesetztes „Backdoor“ ist? It’s not a bug, it’s a feature (for NSA). Maybe?

      • O-M-G!

        Zieh dir ’ne rechts-drehende Alu-Pfeife rein, für die innere Abschirmung: Denn das ist der Weg, den der du-weißt-schon-wer nimmt, wenn er wegen deiner Alu-Mütze nicht an deine Gedanken kommen.

        (Übrigens schreibt man Standard mit ‚D‘ wie ‚Dusseliger Dreizehenspecht‘, du: Mit Kunst hat das nüscht zu tun.)

      • Ähm, nein… Das eine ist eine ungewollte Sicherheitslücke, bei dem anderen handelt es sich um den bewussten Umgang mit Benutzerdaten. Das eine ist nicht beabsichtigt, das andere ist es.
        Aber gut, einmal angenommen, es wäre beides gewollt. Sprich deine Theorie stimmt, es ist eine bewusst von Apple platzierte Sicherheitslücke, damit die NSA an deine Daten kommt. Warum sollte Apple die so umsetzen? Wenn Apple so eine stille Vereinbarung mit der NSA hätte, dann würden sie doch keine Sicherheitslücke entwerfen, die von jedem ausgenutzt werden könnte. Dann würden sie eine Lücke platzieren, die nur von ihnen ausgenutzt werden kann und die Daten dann entsprechend an die NSA weiterleiten. Das wird dann schön tief in das System verbuddelt und der Mac schickt die Daten vergraben mit irgendwelchen iCloud-Sync Daten oder so an Apple. Is doch Schwachsinn die Funktion so zu implementieren, dass sie theoretisch einmal jemand finden und selber nutzen könnte.

    • Sicherheitslücken gibt es in jeden OS. Und das die spät darauf reagieren passiert öfters. Die Lücke betrifft auch Samsung etc.

    • Auch die gebe ich den Rat: Probier mal aus, dich über die guten Dinge im Leben genauso stark zu freuen, wie du dich über die schlechten ärgerst. Du wirst sehr viel glücklicher und zufriedener sein. Meine ich ernst.
      Die Königsdisziplin ist dann noch: den guten Dingen mehr Gewicht zu geben, als den Schlechten. Also im Endeffekt aufhören zu meckern und Initiative zu übernehmen. Und dabei glücklich sein über die guten Dinge die man schon erreicht hat.
      Ich schwöre dir: Du wirst ein total neuer Mensch, den alle mögen und der sehr erfolgreich sein kann. :-)
      Nur Mut!

      • Lieber DAN, ich gebe dir den Rat deine Weisheiten in Engelsforen zu verbreiten. Ich bin aufgeklärt, habe eine eigene Meinung, kann gut reflektieren und schlucke nicht jeden Wortfetzen den mir ein Unternehmen wie Apple, Microsoft, Google etc. durch sogenannte pseudo Auszeichnungen suggeriert. Und wenn du so glücklich wärst, müsstest du es dir nicht zur Aufgabe machen mich zu missionieren. Denn das würde dir am A… vorbeigehen wie ich mein Leben führe. Hätte Henry Ford dasselbe gedacht wie du, würden wir immer noch alle super glücklich sein und mit unseren 1 PS Kutschen durch die Welt tingeln. Du weisst schon, dass Fortschritt aufgrund höherer Ansprüche ensteht? Mein Anspruch ist die Sicherheit meiner Daten. Die wird es aber nicht geben, darum ist meine Mission es dir klar zu machen. Deine Sichtweise ist sowas von egoistisch. Wir sollten nämlich alle viel mehr meckern, dann würde Facebook nicht das tun was sie tun mit euren Daten. Whats App würde es nicht geben wenn alle etwas kritischer wären. Kinder würden durch nicht durch sogennante In-App-Käufe hinters Licht geführt. Ja ich weiss, dir ist das alles egal, weil du ja tiefenentspannt und glücklich bist in deiner kleinen heilen Welt. Danke für deinen Egoismus den meine Kinder später ausbaden dürfen, gefangen in einem Ökosystem was wir geduldet und genährt haben, Danke.

      • @ stan d art
        Danke!

  • Also ich bleibe weiter bei WhatsApp! Egal wie unsicher es ist und wie unmoralisch die Mutterfirmen mit allem und jedem umgehen! Denn ich kann damit mit all meinen Freunden auf allen Plattformen kommunizieren. Das ist wirklich ein tolles Tool! ;-)

  • Jetzt diskutiert Ihr wie doof über Apple….aber jeder von Euch hat garantiert WhatsApp installiert….

  • Ich verstehe leider schon die Schlussfolgerung deines zweiten Satzes nicht. Wenn ich also glücklich wäre, würde mir dein Glück am A… vorbei gehen? Wir auch immer. Das tut es nicht. Weil mir niemandes Glück am A… vorbei geht. Und ich halte das auch nicht für egoistisch sondern äußerst altruistisch. Ich mag dich. Und ich mag auch kritische Meinungen. Nur haben die nichts damit zu tun, ob man ein Pessimist ist oder nicht. Ich habe den Kommentar doch nicht geschrieben weil du eine negative Meinung hast. Sondern weil du die positive Information dahinter nicht würdigst. Und Menschen die das tun können nicht ihr volles Potential ausschöpfen. Daher mein Kommentar. Mit Innovation hat Meckern nichts zu tun. Und mit Egoismus auch nicht. :)

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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