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Bei Klick Browser-Wahl: Kleine Helfer für Nutzer mehrerer Browser

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Wer viel im Internet unterwegs ist, nutzt oftmals mehrere Browser, für einzelne Projekte oder weil diese oder jene Webseite am besten mit einem bestimmten Browser harmoniert oder einfach um besser die Übersicht zu behalten. Wenn man nun einen Link im E-Mail-Programm, Skype oder woanders anklickt, landet die aufgerufene Seite garantiert im falschen, nämlich dem Standard-Browser. Dagegen helfen kleine Programme, die eine Browser-Wahl zur Verfügung stellen.

In der Regel „tarnen“ sich diese Mini-Programme selber als Browser gegenüber dem Betriebssystem und lassen sich so als Standard-Browser auswählen. Ist die Mini-Anwendung aktiviert, zeigt sie die unterschiedlichen Browser an, die man in ihr konfiguriert hat und schon landet der jeweilige Link, nach einem zweiten Klick, im gewünschten Browser.

Choosy

Den Browser-Wahlschalter Choosy gibt es schon sehr lange. Die Entwickler bezeichnen die App als „The Smarter Default Browser“. Und in der Tat ist die 12 Dollar kostende Software eine echte Hilfe für Nutzer mehrerer Browser. Ohne weitere Einstellungen blendet Choosy beim Anklicken eines Links, etwa in Mail oder Skype, eine Auswahl an Browsern an und gibt den Link an den gewählten Browser weiter. Dazu könnt ihr aus den installierten Browsern in den Einstellungen des Programms die gewünschten Browser definieren und festlegen, ob nur geöffnete oder alle Browser angezeigt werden.

choosy

Weitere Optionen beziehen sich auf die Anzeige. So könnt ihr etwa den Link in gekürzter oder ausführlicher Form im Auswahlfenster anzeigen lassen.
Zusätzlich verfügt Choosy über Regeln. Mit diesen könnt ihr etwa bestimmen, dass Links aus Skype nur in Browser A aufgerufen werden. Das Google Links grundsätzlich von Firefox zu öffnen sind und Ähnliches.
Auf der Webseite von Choosy findet ihr darüber hinaus noch Erweiterungen für Chrome, Safari und Firefox, mit denen ihr geöffnete Seiten an einen anderen Browser weiterreichen könnt.
Ihr könnt Choosy insgesamt 45 Tage lang testen, bevor ihr euch zum Kauf entschließt.

MultiBrowser

Der Multibrowser von Tesseract Software kommt in zwei Bestanteilen: dem Programm selber und einem Kontrollfeld für die Systemeinstellungen. Auch dem Multibrowser müsst ihr zunächst mitteilen, welche Browser ihr installiert habt bzw. davon verwenden wollt. Außerdem müsst ihr ihn aktivieren, in dem ihr ihn als DefaultBrowser festlegt, was in den Einstellungen des MultiBrowser selber möglich ist. MultiBrowser funktioniert genauso, wie Choosy: ihr klickt einen Link an und das MultiBrowser Auswahlfenster öffnet sich mit euren favorisierten Browsern. Nach einem Klick auf den Wunsch-Browser öffnet sich dieser mit der übergebenen URL. In den Voreinstellungen könnt ihr angeben, ob der Browser in den Vordergrund gebracht werden soll oder nur den Link öffnen soll. Allerdings ist dies nicht mit allen Browsern möglich. Schade, da das eine tolle Sache wäre, um Linklisten abzuarbeiten.
Das Auswahlfenster von MultiBrowser könnt ihr an euren Geschmack ein wenig anpassen. Zudem bietet das Kontrollfeld auch noch eine Nutzungsstatistik für die Browser.
Zusätzliche Funktionen, bietet der dafür kostenlose MultiBrowser nicht.

wiselymulti

Choose Wisely

Von Entwickler Christoph Zirkelbach stammt Choose Wisely. Obwohl er das kleine Progrämmchen seit Anfang 2013 nicht weiter entwickelt hat, funktioniert es auch unter Yosemite problemlos. Ihr kopiert das Programm auf euer System und wählt es als Standardbrowser aus. Bei einem Klick auf einen Link wird ein Fenster geöffnet. Beim ersten Start ist es noch leer und ihr müsst zunächst einmal die von euch gewünschten Browser aus dem Finder in das geöffnete Fenster „werfen“. Einmal erledigt, öffnet sich die Auswahl mit den Browser und Choose Wisely gibt die URL an den gewählten Browser weiter. Großartige Einstellungen gibt es nicht. Ihr könnt jedoch den Namen und die Version des Browsers einblenden, sowie die Url im Fenster anzeigen lassen. Choose Wisely ist kostenlos.

Browser Fairy

Browser Fairy ähnelt Choosy in vielen Belangen und ist wie dieses ein kommerzielles Produkt, dass aber mit 4,99 € deutlich preiswerter ist. Browser Fairy erhaltet ihr nur im AppStore und eine Testversion ist leider derzeit ebenfalls nicht verfügbar.

Browser Fairy003

Browser Fairy fragt beim Start ab, ob es als Standard-Browser verwendet werden soll. Das Programm erkennt automatisch installierte Browser und bietet diese später in der Auswahl an. In den Browser Settings könnt ihr Regeln anlegen, mit denen Browser automatisch geöffnet werden. Entweder durch eine URL oder das öffnende Programm spezifiziert. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind hier geringer, als bei Choosy. Auch ansonsten muss man sagen, dass Browser Fairy zwar problemlos funktioniert und mit den Automatik-Optionen praktische Zusatzhilfe bietet, aber insgesamt nicht ganz so gut zu bedienen ist, wie Choosy. Nicht vergessen sollte man aber, die auch bei Browser Fairy zur Verfügung stehenden Browser Erweiterungen für eine Weiterleitung von Webseiten.

Fazit

Es gibt noch einige weitere Browser-Wähler für Mac OS X, aber wir finden, die hier dargestellten bringen die wichtigsten Features mit und decken einen guten Preisbereich ab. Eine besondere Empfehlung bekommt von uns der MultiBrowser. Die kostenlose Software bietet ein übersichtliches Kontrollfeld, lässt sich optisch ein wenig anpassen und funktioniert auf Anhieb problemlos. Einziges Manko: er wird nicht weiter entwickelt, aber unter OS X 10.10 funktioniert er noch tadellos. Wer etwas mehr Ansprüche an seinen Browser-Wähler stellt, dem empfehlen wir Choosy. Das ist zwar deutlich teurer als der Konkurrent Browser Fairy. Choosy macht aber einfach einen runderen Eindruck. Choose Wisely funktioniert einfach. Aber der MultiBrowser bietet, ebenfalls kostenlos, ein paar Features mehr.

Freitag, 13. Mrz 2015, 18:01 Uhr — Andreas
10 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Sehr gut! Das ist doch ma’n Tip – Danke!

  • Danke, nun werde ich doch ein Browser mehr runterladen ;)

    • Gefunden?
      Mann, ist doch klar: Ich nutze z.B. nur einen einzigen Browser, nennen wir ihn „A“ für Facebook. Diesen Browser habe ich so konfiguriert, dass keine Ortsdaten übertragen werden, keine Cookies gespeichert und die Session nach dem Schließen gelöscht wird.
      Bekomme ich einen Facebook-Link, dann wähle ich Browser A.

      Unterwegs nutze ich gerne Safari, weil der so knauserig mit dem Strom umgeht. Bekomme ich eine Mail mit einem Link, macht dieser Link aber meinen Standardbrowser B auf und das will ich net.

      War das deutlich?

      Gruß, Frank

      • Jup. Deutlich war es. Ergibt es für mich doch keinen Sinn. Ich hatte alle möglichen Browser und musste feststellen, den idealen gibt es nicht. Zu solchen „Mätzchen“ wie mit FB hätte ich keinen Bock. G+ hier, twittern da, FB wieder hier. Ich habe die alle gelöscht, die „Sozialen“. Die bekommen deine Daten trotzdem. Danke dir. Ich wünsche dir einen angenehmen Sonntag, lieber Frank.

  • Ich nutze Popclip,
    bei den AddOns kann man auch dann andere Browser integrieren sodass man bei einem Klick in der Adressleiste den Browser auswählen kann

    • nutze ich auch, funktioniert aber nicht, wenn du in einer Mail einen Link anklickst, dann geht nämlich sofort der Standardbrowser auf und nicht PopClip.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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