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Aurora HDR Pro: Macphun stellt neues Foto-Tool vor

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Mit Aurora stellt der ukrainische Software-Hersteller Macphun sein neuestes Produkt, eine HDR Software vor. Nachdem die letzten Wochen und Monate beim Hersteller im Zeichen des Creative Kit und der Anpassung an Apples Fotos App standen, gibt es nun noch eine spezielle Software mit der ihr Belichtungsreihen zu ausdrucksstarken Fotos machen könnt.

Recht spät springt der ukrainische Hersteller auf diese Art von Foto-Software auf. Der eigentliche Boom ist schon ein paar Tage her. Dennoch gibt es gute Gründe, solche Software zu nutzen. Viele Landschafts- aber auch Architektur- bzw. Städte-Fotografen greifen darauf zurück, um Fotos zusätzliches Leben einzuhauchen.

Einstieg in Aurora HDR Pro

Die Oberfläche von Aurora kommt euch sicher sehr bekannt vor, wenn ihr schon einmal ein Macphun Produkt genutzt habt. In der oberen Leiste findet ihr ein paar Bildinformationen und die Zoom- und Vergleichswerkzeuge. Darunter den großen Canvas-Bereich für das eigentliche Foto. Rechts in der Leiste sitzen die Werkzeuge. Am unteren Rand findet ihr die Vorschaubilder für die HDR-Presets, die euch Aurora bietet. Die Presets findet ihr unten Rechts. Diese sind in 5 Themengebiete aufgeteilt: Landschaft, Dramatisch, Basis, Architektur und Innenraum. Für viele „schnelle“ HDRs reichen diese Presets wahrscheinlich aus.

Ein HDR erstellen

Ihr benötigt für eine HDR eine Reihe von mindestens zwei unterschiedlich belichteten Fotos des gleichen Motivs. Im Start-Dialog von Aurora werdet ihr gleich aufgefordert eine Belichtungsreihe zu laden. Die Fotos werden anschließend angezeigt und ihr könnt festlegen, ob eine Ausrichtung stattfinden soll, Geisterbilder (von bewegten Objekten) herausgerechnet werden sollen oder chromatische Aberrationen zu beseitigen sind. Danach klickt ihr auf „HDR erstellen“.

Eine weitere Möglichkeit bietet Aurora durch Plugins. Diese stehen für Photoshop, Lightroom und Aperture zur Verfügung. Damit könnt ihr in den genannten Programmen eine Auswahl der Fotos treffen, diese bei Bedarf schon einmal vorbereiten und dann direkt an Aurora HDR Pro versenden. Da man bei der Erstellung von HDR Aufnahmen in der Regel recht viele Aufnahmen anfertigt, ist das eine sehr praktische Sache.

aurora-presets

HDR bearbeiten

Nachdem Aurora das HDR berechnet hat, landet ihr in der Bearbeitungsumgebung. Hier hat Aurora bereits eine Standard Tone Mapping Einstellung auf das Bild angewendet. Ihr könnt nun erst einmal eines der anderen Presets testen. Diese werden am unteren Fensterrand mit einer Vorschau angezeigt. Wenn euch eine Variante gefällt, könnt ihr diese mit Hilfe der verschiedenen Regler optimieren.

Dabei bietet Aurora einige bekannte Werkzeuge, wie etwa die Helligkeitsanpassungen in den verschiedenen Bereichen, Farbregler und die Vignette.

Einige neue Werkzeuge für die HDR Bearbeitung hat Macphun ebenfalls integriert. An erster Stelle findet ihr da das RAW Tone Mapping. Mit diesem Werkzeug regelt ihr die Stärke des Standard Tone Mapping von Aurora. Wichtig ist außerdem das Struktur-Werkzeug, mit dem ihr die Klarheit und den Mikro-Kontrast des Bildes einstellt. Mit HDR Denoise wird versucht, das bei HDR oft verstärkte Rauschen wieder heraus zu rechnen. Weiter gibt es ein Color-Toning Werkzeug, mit dem ihr das Bild einfärben könnt – die mitgelieferten Voreinstellungen sind dabei recht brauchbar. Ungewohnt ist auch der Top & Bottom Lightning Regler. Damit stellt ihr unterschiedliche Helligkeiten für den oberen und unteren Bereich des Fotos ein, bestimmt den Übergangsbereich, sowie die Orientierung.

Insgesamt durchaus eine gelungene Auswahl an Bearbeitungswerkzeugen.

Der Export der fertigen Bilder erfolgt wahlweise direkt an einige externe Programme. Unterstützt werden die Programme aus dem Hause Macphun, sowie Adobes Photoshop, Lightroom oder Apples Fotos. Als Datei lassen sich JPG, TIFF, Photoshop und andere speichern, etwa auch das HDR Format OpenEXR.

aurora-sonne

Aurora HDR vs. Aurora HDR Pro

Wie bei den meisten seiner Programme bietet Macphun auch bei Aurora eine Pro Version im eigenen Store und eine Standard Version im Mac AppStore für 39,99 €. Die Mac AppStore-Version ist in einigen Funktionen eingeschränkt. So fehlen unter anderem die Unterstützung für RAW Fotos und der Plugin-Support. Die Anzahl der Ebenen ist begrenzt und es gibt ein paar Presets weniger. Zudem stehen weniger Masken Tools zur Verfügung.

Fazit

Mit Aurora HDR Pro von Macphun gelingen auf Anhieb gute HDR Fotos. Eine Reihe Presets, die nach unterschiedlichen Motiven sortiert sind, machen den Einstieg leichter, so dass man später einfach drauflos experimentieren kann. Auffällig ist jedoch das Verhalten bei hellen Lichtquellen (Sonne) hier neigt Aurora dazu, diese zu hell zu rechnen und erzeugt dadurch Helligkeitsabrisse und unschöne Kanten. Die einfache HDR-Software in Lightroom kommt damit deutlich besser zurecht. Auch HDR Efex Pro von Google / Nik Software hat damit weniger Probleme. Im Vergleich zu diesem Tool ist die Farbgestaltung bei Aurora etwas lebhafter, ja manchmal übertrieben. Freunde dieses extremen HDR Look sind bei diesem Tool also gut aufgehoben. Was allerdings etwas Bauchschmerzen bereitet ist der Preis. Mit 103 Euro ist Aurora noch einmal 20 Euro teurer als das bekannte Photomatix Pro.

Produktvideo des Herstellers


Original

Donnerstag, 19. Nov 2015, 15:22 Uhr — Andreas
2 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • An der Software ist Trey Ratcliff beteiligt, ein sehr guter Fotograf….

  • Völlig überteuert. HDR hab ich mittlerweile auch in Lightroom integriert.

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