Neuer Campus:

Apples Raumschiff wird teurer und später fertig

54 Kommentare

Verzögerungen und Kostenerhöhungen gehören bei Großbaustellen inzwischen ja zum guten Ton. Dieser Regel kann sich auch Apple nicht entziehen. Die aufgrund ihrer eigenwilligen Bauweise auch als „Apple-Raumschiff“ bezeichnete, ursprünglich für 2015 geplante neue Firmenzentrale in Cupertino soll nun nicht nur ein Jahr später fertig gestellt werden, sondern auch Mehrkosten in Höhe von rund 2 Milliarden Dollar verursachen.

Die Kostenerhöhung um 2 Milliarden ist in Anbetracht der Tatsache, dass das Projekt ursprünglich mit „nur“ 3 Milliarden Dollar Gesamtetat bedacht war, dann doch eine außerordentlich stolze Preissteigerung. Wie aus einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Businessweek hervorgeht, will Apple nun versuchen, zumindest die Hälfte der erwarteten Mehrkosten einzusparen.

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Das Großprojekt wurde noch von Steve Jobs auf den Weg gebracht. Insgesamt 12.000 Mitarbeiter sollen in dem kreisrunden Gebäude, das inmitten eines eigens dafür angelegten Parks seinen Platz findet, einmal arbeiten.

Maßgeblich mitverantwortlich für die hohen Projektkosten sei die Tatsache, dass Apple aussergewöhnlich hohen Wert auf die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung legt. Beispielsweise dürfte nur eine bestimmte Ahorn-Art und davon auch nur das hochwertige Holz aus der Mitte der Stämme verwendet werden.

Das Glas für die Aussenfassade kommt aus Deutschland. Die im bayerischen Gersthofen ansässige Firma Seele liefert wohl insgesamt sechs Quadratkilometer gebogene Glasfront. Seele hat auch den Glaskubus für den bekannten New Yorker Apple Store an der 5th Avenue gefertigt und ist Lieferant für die charakteristischen Glastreppen in den Apple Stores.

Laut unseren Informationen soll zudem ein großes deutsches Bauunternehmen an den Arbeiten im kalifornischen Cupertino beteiligt sein.

Diskussion 54 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Also grundsätzlich mecker ich echt ungern über Rechtschreibfehler, weil ich selbst ständig welche mache, aber Apple sollte man schon richtig schreiben.

    — Fufffi
    • …und in der Überschrift geht es schon los mit den Fehlern. Ihr braucht nicht zufällig einen (gut bezahlten) Lektor?

      — Toolz
    • Ich wünsche mir einen Kommentarfilter der Texte mit “Rechtschreibung”, “Rechtschreibfehler” einfach ausblendet… Es kommt doch auf den Inhalt, seblst wnen drot totalre Scrhott sthet, lesen kann man es doch trotzdem!

      — Maddin
  2. Stuttgart 21 und Berliner Flughafen zusammen. Ohjeeeee. Dann kostet das nächste iPhone eben €1000,- Was soll’s ;-)

    — Wolfgangster
  3. ” Beispielsweise dürfte nur eine bestimmte Ahorn-Art und davon auch nur das hochwertige Holz aus der Mitte der Stämme verwendet werden”

    ich sag’s ja… ein durch und durch symphatisches unternehmen ohne jeglichen höhenflüge!

    ich glaube die haben den knall nicht gehört… in china verschrauben arbeiter iphones zu einem gehalt, mit dem sie kaum ihre lebenskosten decken können… und in den USA darf nur die mitte des ahornbaums in der firmenzentrale verarbeitet werden.
    ja…ja… andere firmen lassen auch zu niedriglöhnen produzieren…
    ja… ja… auch da sitzen die Leute im Firmensitz in feinsten ledersesseln…

    ja ja…

    dennoch wird hier eine Dekadenz an den Tag gelegt, die eben maßloser ist. man hat das Gefühl, als befände man sich am Hof von Ludwig XIV.

    Wir sind Apple… Wir sind anders… Wir tragen keine Anzüge… Think different!

    mir wird langsam nur noch übel :(

    gibt’s einen Preis für das peinlichste Unternehmen der Welt? Die einstmals von mir sehr geschätzte Firma bemüht sich nach Kräften darum.

    — Sven
      • @Calior:
        Ich bin Architekt und kann Dir sagen, dass solche und ähnliche Ausstattungen zumindest in Europa bei fast allen Banken, Versicherungen, Werbeagenturen, Mobilfunkkonzernen, besseren Hotels und ähnlichen Gebäuden Standard ist.
        Insbesondere bei Firmen wie Apple, die sich mit gutem Design beschäftigen, kann man nicht erwarten, dass sie sich ihre Inspirationen zwischen IKEA-Möbeln holen, bzw. sich mit ählichem Interieur repräsentieren …

        — Fr@nco
    • Du ich glaub das mit dem Ahorn hat vllt den Hintergrund dass das Holz aus der Mitte anderst “arbeitet” und bei rundem Gebäude vielleicht dann doch etwas kritisch. Aber wenn hier nen Architekt anwesend ist lass ich mich gern belehren. Falls dass völliger Blödsinn ist mit dem Holz dann haben die echt einen Knall :)

      — Calior
      • ob du es glaubst oder nicht: ich schäme mich dafür…
        … dafür die gleichen Produkte zu nutzen, wie viele Vollpfosten hier!
        Diese Ignoranz ist echt Jenseits von gut und böse.

        auf beiden Augen blind.

        — Sven
      • Es war nicht als ProApple oder sonst was gedacht es war nur meine Überlegung ob es einen architektonischen Hintergrund hat…

        — Calior
    • Und du meckerst dann aber auch, dass Apple für seine Mitarbeiter nur billig-Holz verbaut hat, wenn das Gebäude nach 10 Jahren zusammenbricht, nicht wahr?
      Wenn auch schlechtere Holzqualitäten verbaut würden, würde das auch den Zeitraum bis nur ersten Sanierung senken und somit würden die Kosten später trotzdem kommen!
      Auch dieses Meckern über die Arbeitslöhne: Wenn die Löhne in den aktuellen Billig-Lohn Ländern bis zu einem gewissen Wert steigen, lohnt sich der Zusammenbau dort irgendwann nicht mehr. Dann ist es nämlich irgendwann wirtschaftlicher das Geld in die Entwicklung einer kompletten Automatisierung des Zusammenbaus zu stecken und damit sind deine geliebten Arbeiter arbeitslos….

      — Felix
      • “deine geliebten Arbeiter”.. klingt etwas verachtend für Menschen wie du und ich es sind..

        — Frankier
    • Sven: die Chinesen arbeiten für foxconn und andere subs, nicht für apple!!! ( und für viele andere Technik unternehmen, genauso zu billig Löhnen,) kapiert das endlich!!
      Und natürlich braucht Apple etwas repräsentatives!!! Da ist gar nichts dekadent!
      Beste Firma der Welt hat eben auch die beste Firmenzentrale der Welt!!!

      — ispeedy
      • Und mal ganz nebenbei: niemand zwingt die Leute, dort zu arbeiten. Sie können auch eine Firma weiter gehen, wo die Umstände noch katastrophaler sind…

        — :: Lars ::
    • 1. Die Arbeiter bei Foxconn, die in den Produktionsstätten die Teile für Apple produzieren, verdienen doch allmählich soviel, wie der chinesische Durchschnitt. (In Relation gesetzt: Fließbandarbeiter in Deutschland verdienen weit weniger als das deutsche Durchschnittseinkommen). Es gibt durchaus schlechtere Jobs in China, als die Arbeit bei Foxconn. Nun gut, in den Zweigen von Foxconn, die nicht für Apple produzieren, verdienen die Arbeiter weniger.
      2. Worin liegt der Nachteil, wenn Apple eine teure Firmenzentrale baut? Wenn hier hochwertige Materialien verwendet werden tut das weder dem Geböude, noch den Angestellten und ebenso wenig den Kunden einen Abbruch. Allerdings wird mehr Geld in die Wirtschaft gespühlt. Daran sehe ich nur wenig schlechtes. Wäre es besser, wenn die Firmenzentrale aus Pressspan und Frischhaltefolie Ls Fenster gebaut wird? Ich denke nicht…
      3. Natürlich sollte Apple wieder dem altem Image gerecht werden. Zurückfphrung der Produktion in die USA wäre ein Anfang – und wird mittlerweile auch versucht. Das wird aber eine ganze Zeit dauern. Produktionsstätten müssen gebaut werden, die Logistik und Infrastruktur muss angepasst werden…und Arbeiter müssen ausgebildet werden. Und gerade an entsprechend qualifizierten Arbeitern mangelt es in der westlichen Welt gravierend.
      Naja, da haben wir ja direkt eine Parallele zur Firmenzentrale: Es wird dauern und teuer werden. Ich hoffe, dass was draus wird.

      — Pazuzu
  4. Dafür liebe ich Apple und werde es immer Lieben: Feinste Arbeiten bis ins kleinste Detail! Seien es die Unterschriften im inneren des alten Macs, die Lichtreflexe im Lautstärkeregler des iOS Devices, die sauguten Werbungen, die schicken Plakate, die tollen Keynotes, bei denen jedes Wort, jede Folie sitzt und nun die Ahornbäume in der eigenen Zentrale! Das ist Apple, dafür liebe ich es! 

    — Tobi
    • Ich finds auch nicht vergleichbar! Bin übrigens dafür, das der Bahnhof in Stuttgart endlich fertig gestellt wird! Hallo, die Bäume werden doch nur umgepflanzt! Ich find Windräder in der pfälzer Landschaft schlimmer, da Waldland für die großen Turbinen abgerodet werden viel schlimmer! Komisch, da mobilisiert sich kein stuttgarter für!

      — Sebastian
  5. Ihr ganzen kleinkarierten anti-BER-Stuttgart-21-Kleinbürger-Klugscheißer wisst aber schon, dass hier den armen kleinen Steuerzahlern im Gegensatz zu eben genannten kein Geld aus der Tasche gezogen wird, sondern dass das allein Apples Vergnügen ist, was sie dafür berappen? Darf man jetzt auch nicht mehr was? Wenn man Geld hat soll man es armen Menschen spenden. Wacht auf – oder müllt meinetwegen weiter Facebook mit euren Weltverbesserungs-Posts zu.

    — Affenpapa
  6. “Laut unseren Informationen soll zudem ein großes deutsches Bauunternehmen an den Arbeiten im kalifornischen Cupertino beteiligt sein.”

    Diese Information zusammen mit der Kostenerhöhung lässt den Eindruck entstehen, dass es sich dabe um HochSchief (oder so ähnlich…) handelt. Die Elbphilharmonie hat sich auch bereits mehrfach verteuert. Wenn es ähnlich abläuft, dann muss Apple eher mit 30 Mrd. rechnen.

    Ganz wichtig ist dabei aber, dass die Elbphilharmonie ein Charity-Projekt ist. In einer Pressekonferenz mit den Bauherren gab man Anfang des Jahres nämlich zu verlauten, dass man “nichts dabei verdiene”. Ganz korrekt ist das leider nicht… Einen kräftigen Tritt in den Hintern haben sie sich nämlich in der Tat mehr als verdient.

    — PMvP
    • Die Verteuerungen kommen bestimmt nicht daher, dass die Baufirmen für eine angebotene Leistung plötzlich mehr Geld sehen wollen, sondern dadurch, dass sich die Anfoderungen seitens der Auftraggeber geändert haben oder diese unglaublich schlechte Verträge ‘rausgeschrieben haben. Ist nicht ungewöhnlich bei öffentlichen Projekten, dass die Auftraggeber keinen blassen Dunst von der Materie haben, aber Hauptsache mal einen Vertrag abschließen. Und im Nachhinein stellt sich dann heraus, was man alles nicht bedacht hat und nachlegen muss. Dafür können die Baufirmen sicher nichts.

      — Wbronner
    • HochTief hat in Hamburg so jämmerlich versagt…da glaub ich kaum, dass sich die leute von Foster und partners ausgerechnet von denen das ding bauen lässt…ich tipp bei apple dann eher mal auf arup oder ähnliches…

      — Kingcyaaaan
  7. Wow, mit den Ahorn Bäumen hat sich Apple bei mir als “grünes Unternehmen” verabschiedet.
    Ist ja ne noch größere Verschwendung als Papier ausm Regenwald…

    — kleiner Pirat
    • In Anbetracht dessen, dass sie einige tausend neue Bäume pflanzen werden und aus einer Asphaltwüste einen riesigen Park machen dürfte das Ahornholz ein eher geringer Faktor sein. Es ist Ahorn, kein Mahagoni. Ahorn ist weder bedroht noch selten. Wirf einen Blick nach Kanada.
      Also entweder bist du heimlicher Ahornfetischist/-liebhaber (was okay ist, ich will hier niemanden diskriminieren ;o) ) oder du spielst dich nur auf.

      — Pazuzu
      • Ergänzung:
        Falls du darauf hinaus willst, dass ja nur die Mitte des Stammes verwendet wird:
        Ist nicht ungewöhnlich. Wird auch in der Möbelindustrie öfters gemacht. Keine Angst, der Rest wird normalerweise nicht weggeschmissen/verbrannt, sondern anderweitig verwendet. (Apple kauft ja keine kompletten Stämme, sondern zugeschnittenes Holz)

        — Pazuzu
  8. Ahorn ist ein “Splintholzbaum”. D.h. Die Holzfarbe ist von der Rinde bis zum Kern Identisch. Die mitte des Baumes, also der Kern, kann aus “Arbeisgründen des Holzes” nicht verarbeitet werden, außerdem ist dieser farblich meistens bräunlich um nicht hell, wie der Rest des Baumes. Es kann also ohne Probleme der “ganze Baum” verwendet werden. Nicht einmal ein Fachmann erkenn den Unterschied zwischen der “Mitte des Baumes und den Rand. Außer die Baumrinde ist noch dran. Wenn hier schon mit Halbwissen über Holz und Bäume geglänzt wird, sollte es auch (vom Fachmann) richtig gestellt werden. Ich würde sagen, Apple kauft fertige Möbel und Bauteile aus einem bestimmten Ahorn ( es gibt über 10 verschiedene Arten). Die Aussage, es wird nur die Mitte des Baumes verwendet ist also Schwachsinn. So, das musste mal gesagt werden.. wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

    — Schreinameista

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