Angetestet: Withings Blutdruckmessgerät für iPad und iPhone

34 Kommentare

Den Namen des Zubehörherstellers Withings dürfte die meisten von euch schon gehört bzw. hier gelesen haben, die Franzosen haben bereits seit ein paar Jahren eine durchdachte, hochwertige und dementsprechend erfolgreiche Personenwaage mit iOS-Anbindung auf dem Markt.

Inzwischen bietet Withings auch ein Blutdruckmessgerät an, dass sich per Dockanschlusskabel mit dem iPad, iPhone oder iPod touch verbinden lässt und die Messwerte direkt über die kostenlose Withings-App anzeigt sowie automatisch darin speichert.
Was sich zunächst nur nach einem netten Gimmick anhört, erweist sich spätestens beim nächsten Arztbesuch als ausgesprochen praktisch. Sämtliche Messwerte lassen sich wahlweise einzeln mit den zugehörigen Uhrzeiten oder übersichtlich in Listenform oder als Graph darstellen, auf diese Weise erhält der Medizinmann weit aus fundiertere Informationen als durch die einmalige Messung beim Besuchstermin.

Mit 129 Euro schlägt dieses exklusive Blutdruckmessgerät zwar vergleichsweise heftig zu Buche, überzeugt ergänzend zur komfortablen Anwendung allerdings aber auch durch hervorragende Verarbeitung und ansprechendes Design. Ein Aluminiumzylinder, der gleichzeitig als praktischer Handgriff beim Anlegen dient, verwahrt Batterien und Elektronik. Die leicht gepolsterte Armmanschette hält mittels Klemmfunktion von selbst am Arm und lässt sich so problemlos auch ohne fremde Hilfe positionieren.

Das Withings-Blutdruckmessgerät besitzt statt einem eigenen Bildschirm lediglich einen Dockanschlussstecker. Schließt man es an ein entsperrtes iOS-Gerät an, so startet automatisch die zugehörige Withings-App und bietet eine Messung an. Ein kleiner im Alu-Griff verborgener Kompressor pumpt nun die Armmanschette auf, anschließend werden die Blutdruckwerte sowie die Herzfrequenz bestimmt.

Nach jeder Messung gibt es die Möglichkeit, die Ergebnisse zu speichern. Die App lässt sich hierfür auch mit mehreren Benutzerkonten konfigurieren, falls ihr eine Withings-Waaage im Einsatz habt, werden die Gewichts- und Blutdruckwerte benutzerbezogen zusammengefasst. Die Ergebnisse eurer Blutdruck-Messungen lassen sich übrigens auch direkt per E-Mail an den Arzt übermitteln

Die Messgenauigkeit des Geräts erscheint uns – soweit eine Beurteilung möglich ist – ausgesprochen gut (wir haben mit verschiedenen anderen Geräten verglichen). Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zudem mit Dreifach-Messungen arbeiten, hier wird von drei direkt hintereinander erfolgenden Messungen jeweils der Mittelwert gespeichert.
Die App speichert sämtliche Messungen auch mit der jeweiligen Uhrzeit ab. Bei Bedarf lassen sich die Messergebnisse dann auch sortiert nach Tageszeit abrufen.

Fazit: Das Blutdruckmessgerät von Withings ist sicherlich kein Gadget, das man sich so mal eben kauft. Wer jedoch darauf angewiesen ist seinen Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren, wird den gebotenen Komfort zu schätzen wissen – insbesondere dann, wenn eine langfristige Erfassung der Messwerte erforderlich ist.

Direkt beim Hersteller ist das Gerät wie gesagt für 129 Euro erhältlich. Wer es eilig hat und bei Amazon bestellen will, muss 10 Euro mehr auf den Tisch legen.

Ein paar zusätzliche Fotos findet ihr in unserer Flickr-Galerie.

Diskussion 34 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Feine Sache. Besonders weil man seinem Arzt die Daten übergeben kann (in welcher Form?)
    Meine zweite Frage: Kann man die Messungen zeitlich programmieren? Sozusagen als Langzeitblutdruckmessgerät verwenden?

    — Ban-ya
    • Frage 1: Kannst die Werte auch per E-Mail an den Arzt schicken (ergänze ich gleich oben auch)
      Frage 2: Nein, muss die Messungen einzeln anstoßen

      — chris
      • Danke für die schnelle Antwort.
        Zu 2.: Schade. Das war der Punkt zu dem meine Frau sagte ” …wenn das geht, ist es gekauft…”
        Da werde ich mal den Hersteller anschreiben und den Vorschlag anbringen. Vielleicht lässt sich so etwas in einem Update nachrüsten.

        — Ban-ya
      • @Ban-ya

        Die Frage ist, wie das gelöst werden soll. Ein einfaches Eintragen der E-Mail Adresse deines Arztes kommt dem Versenden der E-Mail gleich (OK, es ist eleganter und spart ein Klick).

        Ansonsten müsste der Arzt ja ein Gegenstück haben, welches am Besten gleich in die Patientendaten integriert ist. Sehr unwahrscheinlic… (leider). In 10 Jahren vielleicht…

        — Martin
    • Was? Und dann Langzeit mit der Armbinde rumrennen? Ach ja, für den gedachten Fall wahrscheinlich im liegen, oder schlafen? (Ich wollte immer schon wissen wie mein Blutdruck im Schlaf ist) Um festzustellen ob der Proband noch lebt? Am besten noch mit Fernauslöser, z.B. von unterwegs über 3G auf das BMG zuhause an dem Patienten zugreifen…Man kann auch alles übertreiben. Aber irgendwie auch eine Überlegung wert. Vielleicht noch mit Alarm, wenn im Schlaf der BD unter eine einstellbare Grenze fällt, wird der Notarzt angewählt, der dann bereits mit allen relevanten Daten versorgt anrücken kann. Im Zweifelsfall sollte aber jemand da sein um ihm die Tür zu öffnen. Ansonsten müßte dann noch die Feuerwehr ausrücken, oder, oder, oder…

      — iGust@v
      • Meine Frau hat beruflich damit zu tun und in der Klinik werden täglich rund 20 Geräte an Patienten ausgegeben.
        Es soll ja auch nicht jede Messung einzeln an den Arzt übermittelt werden sondern die Finale Messreihe. Das hat nichts mit Übertreibung zu tun! Nur der Vorschlag mit dem Fernauslöser.

        — Ban-ya
      • Ich kann deinen kritischen Kommentar leider nicht verstehen.
        Gerade bei Coronar-Erkrankungen ist es eine übliche Diagnoseform ein sog. Langzeit-RR-Diagramm zu schreiben ;) Da wird im regelmäßigen Abstand (meist 15min) meist über 1-2 Tage dr Blutdruck gemessen und aufgezeichnet.
        Da dies mit großem Aufwand bsiher nur klinisch geschieht, ist dies eine leichtere Form dessen

        — Jan
      • Ich musste vor einigen Jahren auch über 2 Tage eine Langzeitmessung machen und habe vom Arzt ein Messgerät umgeschnallt bekommen, dass ich dann die ganze Zeit zu Hause tragen durfte.

        Also “lieber” iGust@v, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal…

        — Claus
  2. Tolle Sache, vor Allem hat man auch mitgedacht und beide Geräte (Blutdruckmessgerät und Waage) in eine App integriert.

    — Martin
  3. sorry, aber das ist doch kein Test.
    Design und Software ist geradezu egal, wenn die Messwerte nicht passen. Und hier hilft doch nur ein Vergleich mit einer “Handmessung” eines Fachkundigen.
    Da wird man wohl eher mal einige Rezensionen von Leuten abwarten müssen, die das Gerät wirklich unter echtem Bedarf nutzen.

    — Zirbelnuss
  4. Habe das Gerät seit sechs Wochen im Einsatz. Tolle unkomplizierte Sache. Egal ob man mal mit iPhone oder mit iPad misst, die gemessenen Werte sind auf beiden Geräten vorhanden.
    Habe die Manschette von meinem Arzt auf Genauigkeit testen lassen und Er war schwer zufrieden. Ich auch.

    Paule
  5. Hallo zusammen,

    wir haben beide Geräte – Waage und RR-Messgerät – gekauft. Da die Waage und ihre Funktion hinlänglich bekannt ist (wir waren sehr positiv überrascht), nun ein paar Worte zum RR-Gerät:
    Die Messung erfolgt wie erwähnt auf “Tastendruck” und läuft zügig ab. Der Kompressor arbeitet sehr leise. Nebenbei ließe sich in normalen Ton gar reden.
    Der Fehlerbereich liegt laut Hersteller bei 3mmHg.
    Wir haben noch keinen Vergleichstest mit einem manuellen Gerät durchgeführt. Die Werte stimmen jedoch annähernd (natürliche Schwankungen) mit den ärztlichen Werten überein.

    Die Email-Funktion klingt in der App sehr praktisch, ist jedoch noch nicht getestet.
    Praktisch ist auch, dass man RR-Werte von Hand eintragen kann

    — Jan
  6. Sorry, aber das Geld bekommt man 4 gute eigenständige
    Messgeräte.
    Hier sind mir generell die Werte wichtig und nicht das Design, môchte nicht mit so ein Ding Haussieren gehen es sei denn ich bin Arzt und die haben solche Dinger bestimmt nicht, da ist Robustheit und Zuverlässigkeit gefragt.

    — Rusty
    • Was für einen Schrott kaufst Du denn für 32€?
      Für ein einigermaßen vernüftiges Gerät kannst Du gut und gerne auch 80-120€ ansetzen.
      Man möchte sich schon auf die Messwerte verlassen können und keine “Schätzwerte” erhalten.

      — Ban-ya
      • Vielleich magst du es schon gehört haben, aber es sollt auch Messgeräte in niedrigeren Preisklassen geben, die genaue Ergebnisse liefern.
        Und wie schon gesagt, ich bin kein Arzt und für ab und an mal messen sollte es reichen.
        Mein Vater hat so ein Gerät von Aldi ( mögen von mir aus jetzt einige lachen ) für geschlagene 20€ und gegen diesem Ding gibt es nichts auszusetzen, genaue Messwerte, oft benutzt und robust.
        Ich mag auch schöne Sachen, aber das ist etwas wofür mir persönlich mein Geld nicht ausgeben würde und ich werde hier doch meine Meinung äußeren dürfen.

        — Rusty
  7. Hat jemand eine Ahnung,was aus dem Baby Monitor geworden ist? Der sollte schon längst auf dem Markt sein. Jetzt ist er selbst von der Homepage verschwunden.

    — Gixxer1973
  8. “Schließt man es an ein entsperrtes iOS-Gerät an…” muss das iPhone/iPod touch wirklich entsperrt sein (jailbrake)?

    — DonW
  9. Ich verwende das gerät seit ca 8 Wochen. Als Apotheker habe ich die Möglichkeit genutzt, mit anderen Geräten (Oberarm- und Handgelenkmessgeräte) die Werte zu vergleichen. Die Genauigkeit der Messwerte ist innerhalb des Toleranzbereichs. Ich kann das gerät empfehlen. Lediglich die Export- und Druckfunktion der App und des Onlineportals ist noch ausbaubar.

    — Limes
  10. Ich bin am Überlegen mir auch das Withing zu Kaufen. Nun habe ich das Medisana 52300 IHELTH BLUTDRUCKMESSSYSTEM gesehn.

    Kennt jemand dieses gerät.

    — Papa008
  11. Also gerade die angesprochene Langzeitmessung mit programmierbaren Messzeiten wäre ein absolutes Killerfeature. Denn gerade die 24std Messung ist aufschlussreich. Wenn das kommt wird sofort zugeschlagen. Alle mit Interesse mal schön Emails an den Hersteller schreiben!

    — Roboco
    • Endlich mal jemand, der Ahnung von der Sache hat.
      Vielleicht haben die Jüngeren unter uns noch nie was von Langzeitblutdruckmessung und Langzeit- EKG gehört.

      — Ban-ya
  12. Nutze das Teil auch (ohne JB), weil ich kein anderes Geräte für meinen Oberarmumfang fand (Muskelmasse und nicht Fett). Funktioniert super. Absolut enttäuschend: die schöne und informative Verlaufsgrafik kann nicht ausgedruckt werden (oder ich ich habe die Funktion noch nicht gefunden).

    — Hans-Jörg
  13. Ich habe noch nie ein genaues elektronisches Blutdruckmessgerät gesehen. Das sind immer nur ungefähre Werte. Als Vergleichsgerät kann es folglich nur Manschette und Stethoskop geben – und dann heißt es einfach gut hinhören. So bekommt man den systolischen und diastolischen Wert. Am besten fühlt man ihn sogar selbst. Einfach mal auf die Anzeige schauen und genau hinsehen wenn es anfängt zu pulsieren bzw. wenn es wieder aufhört.

    Wenigstens ist es ein Gerät das am Oberarm misst. Am Unterarm kann man nämlich gar nicht richtig messen. Das ist reiner Humbuck. Nur so als Info für den Nutzer eines Unterarmmessgerätes.

    — PMvP
    • Selbst in Spitälern arbeiten sie fast nur mehr mit elektronischen Messgeräten, auch schon wegen dem Stress in der früh, und natürlich auch mit elektronischen Fieberthermometer!

      — David
  14. Mann, Du hast offenbar keine Ahnug: Dauerblutdruckmessungen über 24 Stunden oder sogar mehrere Tage sind medizinischer Standard und mit den unhandlichen Geräten für Patienten recht unbequem

    … wenn man keine Ahnung hat.., einfach mal F…. halten.

    — Sami Negm-Awad
  15. Messt ihr alle wirklich jeden Tag mehrmals euren Blutdruck?
    Wenn man sich nicht gerade dem Rentenalter nähert und auch keine chronische Erkrankung hat ist das meines Erachtens nach ziemlich überflüssig. Da reicht alle paar Wochen oder Monate mal messen, aber doch nicht so oft, dass man ein eigenes Gerät dafür braucht.

    Aber wenn ich mal alt bin (was zum Glück noch ein paar Jahrzehnte dauern wird…), ich glaub dann werde ich mir auch so ein Teil kaufen. Allerdings frage ich mich, warum Withings das ganze mit einem Dock-Kabel gemacht hat und nicht via Bluetooth. Dafür gibts doch von Apple auch wunderbare APIs. Apropos… wie sieht es eigentlich mit der Stromversorgung aus? Hat das Ding eigene Batterien oder bedient es sich übers Kabel am iPhone-Akku? (Falls der Dock-Connector überhaupt den benötigten Strom liefern kann.)

    — bifi
    • Einfach oben richtig lesen. Da steht etwas von Batterien.
      Freut mich für Dich, dass Du noch nicht so alt bist. Ich bin kurz davor, der Rente.
      Ich messe auch nicht täglich meinen Blutdruck, aber zur Diagnose ist die Langzeitmessung über 1-2 Tage wesentlich aufschlussreicher.

      — Ban-ya
  16. Hallo, weiß jemand ob dieses Gerät auch Herzrhythmusstörungen anzeigen kann?

    Wie lange brauch das Blutdruckmessgerät insgesamt zum messen?

    — ShadowSAW
  17. Hallo
    Ich habe immer wieder die Meldung, dass die Messung nicht erfolgreich war.
    Habe alles gem Anleitung ausgeführt.
    Bin nicht zufrieden!

    — Andreas Birrer

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