ifun.de — Apple News seit 2001. 20 416 Artikel
   

Selbstzensur bei iPad-Magazinen

Artikel auf Google Plus teilen.
31 Kommentare 31

Die nackten Titel-Mädchen der BILD waren anscheinend nur die Spitze des Eisberges. Nachdem Deutschlands größte Boulevardzeitung zum Start der hauseigenen iPhone-Applikatione bereits Erfahrungen mit Apples Moralvorstellungen sammeln konnte, und die traditionellen Oben-Ohne Bilder der ersten Seite seitdem nur noch retouchiert (in der Regel mit weißen Sternen über den Brustwarzen) in die iPhone-Applikation einbettet, scheint sich Apples „no nudity“-Codex nun auch auf die iPad-kompatiblen Magazin-Anwendungen auszuweiten.

So will das Online-Magazin shinyshiny erfahren haben, dass Fashion- und Modemagazine wie Dazed & Confused oder Vice ihre iPad-Ausgaben von erotischen Modefotografien befreien müssen, halbnackte Körper oder Brustwarzen gar ganz aus den Magazinen entfernen.

A D&C insider revealed that the mag’s iPad edition has been nicknamed the Iran edition by the people putting it together, given the parallels between censorship in the Muslim theocracy and the iTunes store.

In einem hitzigen eMail-Austausch mit Gawkers Ryan Tate rechtfertigte Steve Jobs den Apple-Ansatz noch mal. Das iPad biete „Freedom from Porn“. Eine Tatsache, so Jobs, die gerade Eltern zu schätzen wissen sollten.

Sonntag, 16. Mai 2010, 12:17 Uhr — Nicolas
31 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Die Amis haben doch echt nicht mehr alle Latten am Zaun! Jeder hat ne Waffe im Schrank, aber Nippel müssen verboten werden, die sind ja so gefährlich!

    Was is los mit Steve? Ist der irgendwie sexuell frustriert?

  • Typisch prüde Amis!
    Eine nackte Brust ist noch lange kein Porno!

  • Okay, das ist jetzt bei aller liebe zur apple Zensur wirklich ein bisschen übertrieben…

  • Ohh, jetzt wird’s aber absurd! „freedome from PORN“ da sollte aber mal jemand porn definieren! großer unterschied zu Kunst und esthetik.
    Also Steve bitte auf dem Boden bleiben!!!

  • the-ant-of-time

    hihi, irgendwie lustig, ich mein das was da gezeigt wird is doch echt nichts schlimmes…
    ich sag nur http://www.ifap.to ;)

  • Ich kann esabsolut nachvollziehen wenn Apple Apps aus dem AppStore entfernt wenn Sie explizit was mit Erotik oder Pornografie zu tun haben. Allerdings sollten die halblang machen wenn ein Magazin leicht freizügige Fotos zeigt. Immerhin geht es hier um Berichterstattung und Journalismus und nicht um die Absicht Pornos öffentlich zu darzustellen. Wie war das doch gleich noch mit der Pressefreiheit? Schlecht von Apple gelöst leider!

  • Stevie macht sich in letzter zeit sehr unbeliebt… Demnächst wirft er wahrscheinlich den mobile safari vim iphone, man könnte ja auf seiten mit sexuellem inhalt zugreifen könnem.
    Da werden sich mama und papa bestimmt freuen.

  • Nippel verboten.
    Aber jede App mit der man von allen möglichen Plattformen (auch Pornographischen) Videos herunterladen kann erlaubt.
    Verstehe Steve wer will, ich tu es nicht.

  • Wiso nimmt sich denn Steve das recht raus zu entscheiden was Porno ist und was nicht. Zumindest in Deutschland ist dies ja recht eindeutig geregelt. Und klar… Porno darf nicht so frei zugänglich sein. Aber auf der einen Seite „Nippel“ zu verbieten aber Ballerspiele anzubieten ist eine peinliche Doppelmoral und hat mich dazu entschlossen kein iPad zu kaufen und auch das iPhone HD ist bei mir noch in Frage gestellt.
    Zur Zeit macht sich Apple nicht nur lächerlich, sondern ich finde das schon nahezu kriminell.
    Gestern das Sperren der MobileRomeo App fürs iPhone und es werden immer mehr peinliche Aktionen.
    Ich denke das wird noch ein Böser Bumerang für Apple.

    Die Aussage Eltern würden diese Einstellung von Apple schätzen ist ja mal so was von an der Realität vorbei! Als ob den jugendlicher nicht mal eben ne Porno Seite im Netz aufrufen könnte???
    Aber ich sehe es schon kommen. Sobald die ersten Porno-Webseiten perfekt fürs iPad angepasst sind werden diese nicht mehr über ein iPhone oder iPad Aufrufbar sein… oder es Kommt die „Positive-Liste“ fürs Web. Also nur von Apple freigegebene Webseiten dürfen aufgerufen werden. Ich denke das ist keine kranke traurige Phantasie, sondern nahe Zukunft!

  • Tja da kann ich meinen Vorrednern voll zustimmen. Aber das ist mal wieder typisch Amis. Der Gedanke dahinter ist aber richtig. Apple müsste aber, um es ernsthaft umzusetzen, schon etwas genauer filtern. Alle ueber einen Kamm zu scheren ist nicht die feine Art.

  • Also ich bin ein absoluter Apple Fan. Aber was sich der ehrenwerte Herr Jobs da erlaubt ist eine Frechheit. Ich würde mal sagen das jede andere Firma mit einer solchen Politik achon längst pleite wäre. Das Problem ist das die Apple Produkte einfach nur genial sind, ansonsten wäre ich schon längst wieder auf Windows umgestiegen. Mal schauen wie lange das noch gut geht.

  • ich finds immer wieder lustig wie menschen sich darüber aufregen wenn etwas nicht nach ihrem gelüst geht… wenn ihr alle so brust fetischistisch seid guckt in spiegel(den echten nicht das magazin)… ihr seid schlimmer als tiere, ekelhaft mit sonen menschen wie euch will kein normaler mensch zu tun haben

  • Es stellt such mal wieder die Frage, wie such bei Google wo all die Aufsichtsbehörden sind die die Pressfreiheit Datenschutz und denn freien Handel beaufsichtigen sollen.
    Während Microsoft jetzt zig Browser anbieten muss können andere Firmen diktatorisch agieren wie es ihnen so passt.

    Auch ich habe ein ipad bestellt aber spätestens das neue iPhone wird nicht mehr gekauft.

    Das Internet und auch Apple standen einmal für Freiheit und Revolution. Beides ist pervertiert zu blanker Abzocke und Arschkriecherei.

  • Das Problem an so einer Zensur ist doch die Definition von „porn“. Steve sagt das Ipad sei porn free. Was ist porn? Sind künstlerische Akte porn? Ist das Mädchen auf Seite 1 porn (gibts an jeder Ecke im Kios öffentlich zu sehen)? Im Endeffekt unterwirft Apple ein ganzes (neues) Medium seiner eigenen Meinung und nicht mehr der Staat gibt vor was erlaubt ist und was nicht.
    Desweiteren kann beim IPad von porn free ja nicht die Rede sein wenn ich einen Browser drauf laufen lassen kann….

  • Wo bleibt die Pressefreiheit?
    Wie kommt Apple darauf, dass ich nicht selbst entscheiden kann was ich auf meinem Telefon sehen möchte?
    Ein Grund bei der Wahl der nächsten Hardware nicht auf diesen Anbieter zurückzugreifen.

  • Ich sehe duese schon erwàhnte Appledoppelmoral auch mit sehr kritischen Augen, nur leuder hat mein Vorredner recht, die Prodzkte sibd einfach zu gut.
    Allerdings glaube ich, das das Verbot der „Nippel“ nicht speziell Steve zu verdanken ist, sondern das Resultat dessen ist, das der Hauptabsatzmarkt immernoch die verklemmte USA ist.
    Ist euch noch nicht aufgefallen, das wir immer die Kunden zweiter Klasse sind?!?
    Dieser Apekt regt mich mindestens genauso auf. Wir zahlen die höheren Preise, warten länger und stehen was due Berücksichtigung der Kundenwünsche angeht auch hinten an.
    Ich sag nur allgemein, sch… Amis!!!

  • Auch wenn diese Bilder im allgemeinen nicht viel mit anspruchsvoller erotischer Fotografie gemein haben, wie weit ist es dann noch mit der Zensur politischer Themen.
    Gerade in Deutschland dürften wir aus der Geschichte gelernt haben wohin das führen kann. International sind bestimmte Staaten gerade dabei soetwas zu wiederholen.
    Stellt Apple sich damit etwa auf eine Stufe?
    Mit welchem Recht entscheiden Firmen was gut für mich ist und was nicht?
    Sollte der Apel nicht eher an die Eltern gehen, die mit ihren heranwachsenden Kindern einen angemessenen Umgang mit Aufklärung und Sexualität üben müssen.

  • ich sag nur schade das Nokia nicht das iPod/iPhone erfunden hat. dann hätten wir vielleicht das Problem nicht weil denke das nokia den Unterschied zwischen erotik und Porno kennt. ich bin selber Fotograf und macht nur erotische fotos und würde gern selber ein App. anbieten aber das kann ich erstmal vergessen

  • Auch bin Applefan seit Jahren. Aber jetzt bekomme ich ein ganz mulmiges Gefühl. Denn das, was diese Firma da gerade probiert, ist doch so eine Art von weltweiter Moral-Kolonialisierung. Wenn tatsächlich so viele Menschen das ipad kaufen werden, dann hat Steve Jobs einen richtigen Hebel um mitzubestimmen, was wir gucken, lesen- letztendlich denken sollen. Die Liberalität, für die Apple mal stand hat sich ins Gegenteil pervertiert. Hat das ipad auch einen eingebauten Busen-Erkenner, der sofort Filme löscht, die ich mir selber drauf gezogen habe, und wo vielleicht eine nackte Brust zu sehen ist? Was ist mit Literatur? Lolita darf nicht drauf? Oder zählt nicht, was wir in unserer Phantasie tun? Diese Form der Zensur ist heute noch gar nicht abzusehen in ihrer Tragweite. Ausgerechnet Jobs, der in seiner Jugend wirklich nichts ausgelassen hat, macht uns heute den Moralapostel. Ich kriege das kotzen.

  • Es ist US-amerikanischer Mainstream. Jobs kann sich nun mal nicht an NY, LA oder SF orientieren, wer soll sonst seine Produkte kaufen. Und der US-Markt ist dich der wichtigste für Apple. Moral hin oder her, business comes first. Schönen Tag noch!

  • Sry, aber das ist dovh mal wieder typisch Ami… Jeder will jeder vor „sex“ schützen. Dafür würden sie den anderen warscheinlich sogar abknallen, dass derjenige nur keine Nippel zu sehen bekommt. Das ist doch absolute Ironie!!!

  • Wie war das noch? Da gab es vor knapp 30 Jahren eine Firma, die warb mit einem Werbespot, das 1984 nicht wie „1984“ werde. Dank ihr. Die Jahreszahl war der Titel eines Buches und stand als Synonym für fremdbestimmtes Leben, für den „Großen Bruder“, der alle deine Schritte, dein Tun und Denken zu kontrollieren versucht. Und all das würde nicht so kommen, wie von George Orwell, dem Schriftsteller, vorhergesagt, weil diese Firma der Welt mit ihren Produkten Freiheit gibt. Mann, wie hieß diese Firma bloß?

  • Ein app-Author darf nicht mal schreiben dad ein bestimmter Bug nicht in seiner app sondern im OS4 beta liegt, sonst wird seine App aus dem Store geworfen. Also keine Möglichkeit entzürnten Kunden zu sagen daß man nichts dafür kann.

    Ich werde eher den Teufel tun als was für Apple-Plattformen zu entwickeln.

  • Meiner bescheidenen Ansicht nach, soll Herr Jobs wegen mir seinen amerikanischen Itunes store zensieren.
    Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es in Amerika eine andere Vorstellung von Moral und Ethik gibt. Selbst im „vereinten Europa“ gibt es hier Unterschiede zu erkennen. Ich verweise auf Holland im direkten Vergleich zu Deutschland.
    Viele amerikananische Apps sind im deutschen Itunesstore nicht verfügbar. Da wird hier ein Spiel in dem eine Hakenkreuzfahne weht vom Markt genommen oder es erscheint ein Programm nicht, da urheberrechtliche Fragen in Deutschland nicht vollends geklärt sind.
    Wie wäre diese von mir gerade entwickelte Idee zu bewerten.
    Der „Ikiosk“ erkennt an Hand der IP aus welchem Land die Downloadanfrage kommt. Dann erscheint ein PopUp mit dem Inhalt: Sorry, this content is in your country not available.
    Fertig.
    SJ stellt „seine“ Moralvorstellungen auf eine Stufe mit einem von der Regierung erlassenen Gesetz (StGB, UrhG). Hiermit wird die Allmachtsfantasie des Herrn Jobs erneut bestätigt.
    Das wir alle amerikanische Werte aufgebürdet bekommen, sehe ich nicht ein. Herr Jobs, den ich früher für einen Cosmopolit und Weltbürger gehalten habe, ist ein Heuchler, wenn er diese Politik weitertreibt. Technisch wäre ein Nichterscheinen im amerikanische Itunesstore sicherlich machbar.
    Aber wer will schon den Amerikanern alleine etwas vorenthalten ?
    Mich ärgert so etwas

  • Die Idee finde ich echt super, nur wie du schon sagst: Den Amis allein etwas vorenthalten? Das würden die nicht mitmachen, glaub ich! Traurig sowas!

  • Sascha Migliorin

    Ist der gute Stivi gegen einen Baum gelaufen als er so ein perverses Bildchen auf dem iPad gesehen hat ? Wenn das stimmen sollte (die Nachricht oben) dann weiß ich auch nicht.

  • Ohne jetzt hier einen langen Kommentar schreiben zu wolle – mir fiele sehr viel dazu ein, muss ich sagen, dass ich darauf mit Konsumverzicht gegenüber Apple reagieren werde. Alles hat seine Grenzen und das geht eindeutig zu weit.

  • Herr Schmidtbauer,
    wenn Sie nicht „unserer“ Meinung sind- warum nennen Sie uns gleich Lutscher? Wenn Sie die Tragweite dessen nicht erkennen, was Mr. Jobs da macht, ist ja o.k., kein Problem. Weil es soviele gibt wie Sie, deswegen können solche Leute das ja auch tun und am Ende ist eben eines unserer höchsten Güter, die Pressefreiheit, eben wieder ein wenig mehr eingeschränkt. Macht ja nichts. Werden Sie nicht gleich so ausfällig, nur weil einige eine andere Meinung haben als Sie.
    P.S. Es geht nicht wirklich um nackte Brüste, aber das ist wahrscheinlich müßig Ihnen das zu erklären.

  • was ist dann eigentlich mit den ganzen erotischen ebooks wo kein Blatt vor den Mund genommen wird? werden die jetzt auch verboten? ich finde es wie der großteil meiner Vorredner auch solangsam absurd.

  • Ja, diese Zensur, die permanent mitschwingt, trübt mein Bild auch arg. Hoffentlich wird man da in Zukunft etwas entspannter: http://bit.ly/McAddict

  • Erst kostet eine Ausgabe noch mehr als die Print Version und dann wird auch noch zensiert – wenn man da überhaupt von Zensur reden kann weil dafür ja auch ein Grund vorhanden sein muss – eher Willkürlich gestrichen.

    Ich bin mal gespannt wenn irgendwann einmal MET oder der Louvre Applikationen mit dieser Augmented reality rauskommen ob die dann bei den Klassikern auch schwarze Balken zeigen. Oder ein Tourismusführer in Rom….Sorry aber die Venus ist nicht drauf – Freedom of Porn….

    V.A. ärgert mich aber dass sich gestandene Magazine wie der Spiegel etc. da einfach unterordnen. Die Sind doch immer so stringent – dann hätten sie aber auch sagen müssen „Dann eben nicht – wenn schon denn schon“
    Mal sehen was die Zukunft bringt.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 20416 Artikel in den vergangenen 5690 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2017 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Datenschutz   ·   Auf dieser Seite werben aketo GmbH Powered by SysEleven