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MSNBC-Tech und Graceland – Eine Verschwörungstheorie

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NBC war einmal, schon länger deuten nun die ersten beiden Buchstaben bei MSNBC auf die Clubzugehörigkeit, und ganz im Sinne Sinne des Schöpfers impliziert Bob Sullivan schon im ersten Satz eines MSNBC Tech-Artikels zur CD-Datenbank Gracenote, dass iPod-Besitzer potentielle Opfer einer Gracenote-Ausspähungsstrategie sind: „If you are one of the 10 million people who have purchased an Apple iPod, you’ve almost certainly loaded it up with songs from your favorite CDs. And, rest assured, Gracenote Inc. knows about it.“

Woher Gracenote allerdings weiß, wer welche CD rippt oder gar auf seinen iPod überträgt erläutert Sullivan leider nicht näher. iTunes nimmt auf Wunsch (in den Voreinstellungen lässt sich der automatische Titelabgleich de-/aktivieren) Verbindung zu Gracenote auf, um die ID3-Informationen zur eingelegten CD abzurufen. Gracenote erhält diese Anfrage natürlich von einer eindeutigen IP-Adresse aber das war es dann auch schon. Also könnte man – soweit mit den Landesgesetzen vereinbar – nun in einer Datenbank speichern, welche CD beim Rechner mit IP-Adresse xy im Laufwerk lag, ob diese jedoch gerippt wurde, auf den iPod übertragen oder gar kopiert, steht in den Sternen. Gracenote kann auch keine kopierte CD vom Original unterscheiden.

Daher sollten diejenigen User, denen die Tatsache dass ein US-Unternehmen ihre IP-Adresse mit dem Hören einer bestimmten CD in Verbindung bringen kann unangenehm ist, die Funktion in den iTunes-Einstellungen deaktivieren. Alle anderen müssen sich keine ernsthaften Sorgen machen und auch wir werden den Komfort des CD-Titelabrufs über Graceland in vollen Zügen weiter genießen. Das Ganze dürfte eher der plumpe Versuch sein, Apple bzw. den iPod zu diskreditieren.

Datenschutz ist ein durchaus wichtiges Thema, aber schon bei der Installation mancher Betriebssysteme werden weitaus sensiblere Daten unbemerkt oder mal eben abgenickt an Hersteller übertragen als man sich bei der iTunes-Kommunikation mit Gracenote vorstellen mag.


Übrigens eignet sich die Gracenote-Datenbank auch vortrefflich zur musikalischen Recherche, über das Suchfeld unten auf Gracenote.com findet man den Einstieg in das Archiv mit 3,5 Millionen Songs.

Sonntag, 06. Mrz 2005, 11:48 Uhr — Nicolas
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