Bis zu 240 kg Traglast
Maidesite T4 Pro Plus: Eine solide Basis für besonders stabile Tische
Die höhenverstellbaren Tische von Maidesite haben wir in der Vergangenheit bereits einige Male hier vorgestellt. Zuletzt hatten wir einen Blick auf das modulare Modell Space geworfen, dessen Arbeitsfläche etwa um eine praktische L-Form erweitert werden kann.
Darüber hinaus hat Maidesite vor kurzem auch ihr Modell T4 Pro Plus überarbeitet und eine verbesserte Version vorgestellt. Wobei sich das T4 Pro Plus etwas ungewöhnlich präsentiert, da es das einzige Tischgestell im Portfolio des Herstellers ist, das ausschließlich ohne angepasste Tischplatte angeboten wird.

Das ist jedoch nicht wirklich tragisch, da sich das Tischgestell als besonders flexibel, belastbar und für viele Einsatzzwecke geeignet zeigt. Entsprechend schwer wäre es für den Hersteller für jeden erdenklichen Zweck eine geeignete Tischplatte vor zu konfektionieren. Denn das T4 Pro Plus ist nicht nur mit bis zu 240 kg Gewicht belastbar, sondern eignet sich auch für Tischlatten von 80 bis 100 cm Tiefe sowie 120 bis 250 cm Länge. Damit bildet das Tischgestell nicht nur eine solide Basis für große Schreibtische, sondern ist auch für einen stabilen Arbeits-, Konferenz- oder gar Esstisch geeignet.
Die hohe Traglast dürfte im Büroalltag zwar nur selten voll ausgereizt werden, der Nennwert von 240 kg lässt aber bereits erahnen, dass das Tischgestell besonders massiv und standfest ausfällt. Und unserem Fazit vorwegzugreifen können wir diese Annahme auch in der Praxis bestätigen. Der Tisch ist nicht nur ausgesprochen belastbar, sondern steht auch sehr stabil und rüttelfest.

Schwere Teile, leichter Aufbau
Doch bleiben wir zuerst kurz bei Lieferumfang und Aufbau des Tisches. Das T4 Pro Plus ist aktuell sowohl in schwarz und weiß erhältlich. Maidesite selber bietet zumindest eine kleine Auswahl an Tischplatten, die sich auch für das T4 Pro Plus verwenden lassen. Das wären zum einen die Standard 160 x 80 cm MDF Platten in den Farbvarianten weiß, schwarz, Eiche, Walnuss oder Vintagebraun. Sowie die XXL Platten mit schwarzem Mittelteil in 160 oder 180 x 80 cm. Wobei letztere eigentlich für das Schreibtischmodell SC2 Pro konzipiert wurden.
Wir haben uns aus Neugier dennoch für die 180 x 80 cm XXL Platte entschieden und wie zu erwarten lässt sie sich grundsätzlich auch mit dem T4 Pro Plus nutzen. Ein Manko gibt es jedoch; die grundsätzlich praktische Kabeldurchführung der Tischplatte liegt genau über einer der Querstreben des Gestells. Das ist jedoch keine Katastrophe, die Durchführung lässt sich dennoch problemlos verwenden.

Bereits beim Aufbau spiegelt sich die Standfestigkeit des Tisches auch in dessen Gewicht wieder. Die beiden Beinpaare werden samt Motor vormontiert geliefert und bringen jeweils stolze 14 kg auf die Waage. Hinzu kommen die Zwischenstreben und die Tischplatte. Im Gegensatz zu den einfarbigen Platten werden die XXL Platten natürlich nicht in einem Stück geliefert, sondern bestehen aus drei Teilen, die mit Holzstiften und Flachverbindern zu einer großen Platte verschraubt werden.

Das funktioniert insgesamt ganz gut und die Qualität der Tischplatte ist in Ordnung. Sie wird dem vergleichsweise sehr hochwertig anmutendem Tischgestell aber dennoch nicht ganz gerecht. Weshalb wir euch den Weg zum Baumarkt oder Schreiner eures Vertrauens empfehlen würden, um euch eine massive Tischplatte nach euren Wünschen anfertigen zu lassen.

Beim T4 Pro Plus selber haben wir hingegen wenig zu bemängeln. Das pulverbeschichtete Tischgestell macht einen ausgesprochen wertigen Eindruck und ist dank der absolut bündig gesetzten Bohrungen und Gewinde in wenigen Minuten zusammengebaut. Die Montage der Tischplatte erfolgt mit zwölf normalen Holzschrauben. Die Querstreben werden zuerst lose ineinander geschoben und anschließend mit Schrauben arretiert. Dadurch lässt sich das Tischgestell gut an die Länge eurer jeweiligen Tischplatte anpassen.

Auch die Steuer- und Kontrolleinheit werden einfach unter die Tischplatte geschraubt. Ein Teil der Kabel verschwindet später unter zwei Blenden, die gleichzeitig als Kabelkanal dienen. Selbstklebende Kabelclips sorgen zusätzlich für Ordnung. Die Blenden sind theoretisch hoch genug um auf jeder Seite eine quer liegende Mehrfachsteckdose unter dem Tisch verschwinden zu lassen. Allerdings genügt der Platz nur, wenn ihr normale Kabel einsteckt. Für klobige Steckernetzteile sind die beiden Kabelkanäle leider deutlich zu niedrig.

Klassische Steuerung
Beim Space hatten wir zuletzt dessen kabellosen Controller kritisiert. Das T4 Pro Plus setzt hingegen wieder auf ein klassisch kabelgebundenes Bedienfeld, das direkt unter die Tischplatte geschraubt wird. Das kleine LCD Touchdisplay bietet neben seiner Statusanzeige sowie dem Auf und Ab Feld zwei Kurzbefehlfelder um eure präferierte Tischhöhe zum Sitzen und Stehen zu speichern. Weiterhin lässt sich über das Menü auf den vollen Zentimeter gerundet die Gesamthöhe samt Tischplatte nachkonfigurieren, die Sensibilität der Kollisionserkennung einstellen, sowie die Auswahl treffen, ob der Tisch via Click oder Hold auf die eingespeicherten Höhen gefahren werden soll.
Als weiteres Feature gibt es eine Erinnerungsfunktion, die euch durch leichte Vibration ans regelmäßige Aufstehen und Hochfahren der Tischplatte erinnern soll. Und darüber hinaus lässt sich natürlich auch der kleine Leuchtstreifen über dem Display in den Einstellungen ausschalten, falls dessen buntes Auftreten etwas zu verspielt für euch ist. Wobei diese Ambientbeleuchtung sowieso nur dann leuchtet, wenn auch das Bedienfeld aktiv ist. Dieses verabschiedet sich aber sowieso bereits nach 10 Sekunden wieder in den Stand-by. Zusätzlich befindet sich seitlich am Bedienfeld ein USB-C Port, der Geräte mit bis zu 10 Watt Leistung versorgen kann.

Felsenfest
Die Motoren des T4 Pro Plus arbeiten präzise und vibrationsarm, sind aber natürlich dennoch hörbar. Maidesite gibt die Lautstärke mit unter 48 dB an. Mit einer Hubgeschwindigkeit von bis zu 35 Millimetern pro Sekunde erreicht der Tisch die gewünschte Zielhöhe aber sowieso relativ zügig, weshalb das leise Surren während des Anheben oder Senken der Tischplatte nicht stört.
In der üblichen Tischhöhe für die sitzende Position – also irgendwo zwischen der Minimalhöhe von 70 und 80 Zentimetern plus Tischplatte – steht der Tisch absolut felsenfest. Hier präsentiert sich das T4 Pro Plus nahezu genau so starr wie unser massiver Esstisch. Was durchaus beeindruckend ist, da höhenverstellbare Tische naturgemäß für die Hubfunktion ein wenig Spiel zwischen den Elementen benötigen.

Auf die Maximalhöhe von 118 cm ausgefahren lässt sich der Tisch leichter in Schwingung versetzen. Aber auch hier braucht es einen gewissen Kraftaufwand, der weder im Büroalltag noch beim Gaming auftritt. Das T4 Pro Plus kann in dieser Disziplin also unsere hoch gesteckten Erwartungen durchaus erfüllen. Und eignet sich somit auch als Arbeitsplatte zum Werken oder für vibrationssensible Geräte wie etwa Filament 3D Druckern.
Zu den veranschlagten 549,99 Euro ist das T4 Pro Plus allerdings auch preislich dem Premiumsektor zuzuordnen. Zumal noch die Kosten für eine passende Tischplatte hinzugerechnet werden müssen. Für einfache Office Tische gibt es also deutlich günstigere Alternativen, auch von Maidesite selber.
Wenn ihr jedoch einen wirklichen großen Tisch benötigt und hohe Stabilität für euch ein sehr wichtiges Merkmal ist, bietet das höhenverstellbare Tischgestell unseres Erachtens eines ausgezeichnete Basis. Wie bei allen anderen Tischen des Herstellers bietet Maidesite natürlich auch für das T4 Pro Plus ein 60 tägiges Rückgaberecht sowie 10 Jahre Garantie.

118cm Maximalhöhe is aber auch ein schlechter Witz, vor allem bei dem Preis… Das reicht gerade mal für Leute bis 187cm Körpergröße, was hierzulande zwar nicht unbedingt die Regel ist, aber doch durchaus mal häufiger vorkommt.
Nun, ich bin 195cm groß und die optimale Höhe liegt bei mir mit Tischplatte bei knapp 118cm. Es bleiben also 3 Zentimeter Luft, was in der Tat nicht besonders viel ist. Wenn man kürzere Arme hat reizt man die Maximalhöhe eventuell schon bei meiner Körpergröße aus. Ich würde aber damit d’accord gehen, dass das Gestell nicht für Personen mit 2 Meter Körpergröße geeignet ist – selbst wenn man sich eine dickere Tischplatte kauft.
Bei meinen 190cm stehe ich gerade an einem 125cm hohen Tisch. Besonders kurze Arme würde ich mir nicht zuschreiben. Wenn ich auf dem Walking Pad laufe, ist der Tisch sogar noch ein paar Zentimeter höher, was ich aber auch nur durch Aufbocken (3D-gedruckte Sockel) hinbekommen habe. Persönlich würde ich nie einen Tisch kaufen, der nicht mindestens auf 125cm ausfahren kann.
Für mich würde es gerade so reichen aber denoch finde ich das schwach.
Meine Stehhöhe zuhause steht auf 113cm, bei 183cm Größe, da ich mir noch ein Laufband für zuhause bestellt habe, brauche ich da sicherlich noch 8 bis 10cm mehr demnächst. (Mein Tisch geht aber auch bis 130cm ).
Dennoch würde ich beim nächsten elektr. Schreibtisch auch auf eine Version mit 4 Beinen / Motoren zurückgreifen, die stehen einfach stabiler
Wenn ein Schreibtischhersteller die modellbezeichnungen vom iPhone verwendet …. klingt irgendwie sinnlos
Ich bleib dann lieber doch bei Steelcase.
Die haben aber nur zwei kleine Tisch. Und der Tisch von Steelcase mit 4 Füßen kann nur 8cm in der Sitzhöhe verstellt werden und funktioniert gar nicht als Stehtisch. Das würde ich jetzt nicht unbedingt als Alternative betrachten.
Mein Tisch ist 180x80cm, das würde ich jetzt nicht als klein bezeichnen. Den gab es auch größer, hat halt keine 4 Beine ist aber trotzdem stabil und wurde in Deutschland (Rosenheim) gebaut.
Das ist ganz toll, wenn dein Schreibtisch 180×80 groß ist. Das ändert aber nichts daran, dass man bei Steelcase nur einen höhenverstellbaren Tisch mit zwei Beinen mit einer 140×70 cm Platte kaufen kann. Und einen nur um 8cm höhenverstellbaren Tisch mit 4 Beinen und einer 140×60 cm Platte. Wenn man einen Tisch kaufen will ist es doch vollkommen egal, was man bei denen vielleicht vor Jahren mal kaufen konnte, wenn das jetzt nicht mehr geht.
Wer kennt sie nicht, die Tische, die unter der Last eines Mac Minis zusammen brechen.
Sehr seltsam das man eine Rechnung nur auf Nachfrage bekommt. Aber immerhin kam die dann innerhalb von 24h