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Festnetz über Mobilfunk

Festnetz über Mobilfunk: Telekom bringt neue Telefon-Box

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57 Kommentare 57

Die klassische Telefonleitung hat bei der Telekom zunehmend ausgedient. Rund 1,3 Millionen reine Telefonanschlüsse sollen schrittweise auf modernere Technik umgestellt werden. Neben DSL und Glasfaser setzt der Anbieter dabei auch auf Mobilfunk. Für diesen Zweck gibt es jetzt die „Telefon-Box – Call Connect via Funk“.

Call Connect Telefonbox Combishot

Die Idee ist simpel: Statt über die bisherige Leitung telefoniert das vorhandene Festnetztelefon künftig über das LTE-Netz der Telekom. Die kleine Box wird lediglich mit Strom versorgt und das Telefon wie gewohnt über seinen TAE-Stecker angeschlossen. Eine SIM-Karte muss nicht eingesetzt werden, diese ist bereits integriert.

Auch die bisherige Festnetznummer bleibt erhalten. Nach dem Anschluss soll die Einrichtung automatisch erfolgen und normalerweise nach etwa 15 Minuten abgeschlossen sein. Danach lassen sich Anrufe weiterhin unter derselben Ortsnetznummer empfangen und tätigen. Der Umstieg auf das neue System soll damit so reibungslos, wie möglich erfolgen.

Zwei Tarife ohne Internetzugang

Passend dazu führt die Telekom zwei reine Telefontarife ein. „Call Basic via Funk“ kostet 22,95 Euro pro Monat und enthält 120 Freiminuten. Für 32,45 Euro monatlich bietet „Call Comfort via Funk“ eine Flatrate ins deutsche Festnetz. Einen Internetzugang gibt es mit beiden Tarifen ausdrücklich nicht.

Hinzu kommen die Kosten für die Telefon-Box. Diese lässt sich für 3,95 Euro monatlich mieten oder für einmalig 99,99 Euro kaufen.

Das Angebot richtet sich damit vor allem an Haushalte, in denen tatsächlich noch ein klassischer Telefonanschluss ohne Internetzugang genutzt wird. Statt diesen Kunden einen vollständigen Router und Breitbandtarif aufzudrängen, verlagert die Telekom lediglich den Transport der Telefongespräche ins Mobilfunknetz. Für den Nutzer selbst soll sich dabei möglichst wenig ändern.

12. Aug. 2026 um 16:11 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • „kostet 22,95 Euro pro Monat und enthält 120 Freiminuten.“ Da ist jeder Prepaid Mobilfunktarif billiger.

    • Vielleicht möchte z.B. Oma aber gar kein Smartphone sondern ihr Festnetz Telefon behalten. Für solche Menschen ist das doch ideal statt sich völlig unnötig einen dsl Router in die Ecke zu stellen über den dann nur telefoniert wird.

      • Aber für genau solche Menschen ist das einfach zu teuer, denke ich.

      • Dann stellt man eine 4G FRITZ!Box hin. Dann haben die Verwandten sogar noch Internet, wenn sie es brauchen.

      • Wieso ist das ‚zu teuer‘? Die bisherigen Telekom Tarife auf Basis eines Internetanschlusses sind teurer und benötigen ‚unnötige‘ Hardware.

      • es gibt auch Router mit SIM-Betrieb, an denen man dann ein ISDN oder Analog-Tel. anschließen kann.
        Die Telekom selber hatte in den alten DSL-Tarifen diese SIM-Funktionalität mal drin und die Telekom-Router konnten die auch verwerten. So haben sie am Anfang in Randgebieten die 16000er Leitung geschafft, wenn man dsl6000 RAM hatte. War bei Ausfalls vom Festnetz-Anschluss dann auch sehr vorteilhaft :)
        Es gibt doch bestimmt SIM_karten mit Festnetz-Nr., die man in so einen Router reinpacken kann..

      • Sowas gab es tatsächlich mal von sipgate. Nannte sich SIMquadrat – gibt es aber nicht mehr.

      • … und warum sollte Oma auf ihr Festnetztelefon für diese WLAN-Dose verzichten?

  • Fände ein dediziertes Festnetzgerät grundsätzlich sympathisch als „Notfallnummer“ für Familie und enge Freunde. Also wenn nachts bspw. das Handy lautlos ist.

    Leider hat die Telekom hier LTE abgeschafft und 5G kaputt „optimiert“

    • Wir werden aus solchen Gründen auch weiterhin ein Festnetztelefon am Hausanschluss betreiben.
      Zwei getrennte Leitungen sind für dringende Fälle sinnvoll.

      • @ted: wenn dein „Telefonanschluss“ ein VoIP ist, dann funktioniert der bei DSL-Ausfall genausowenig wie dein Internet und m.W. gibt es keine „klassischen“ Telefonie mehr über Draht, wo dann ein Analog-Signal mit irgendwas zwischen 24 und 60V anliegt und man direkt ohne Zwischenhardware wie Router ein Telefon anschließen kann.
        Lasse mich aber gern eines Besseren belehren.
        Alternativ gibt es dann eben von diversen Anbietern ne SIM-karte mit einer kleinen Box, ähnlich wie hier von der Telekom, wo dann ein DECT Schnurlostelefon, oder von mri aus ein kabelgebundenes Telefon angeschlossen ist.
        Wenn da dann das Mobilfunknetz ausfällt, geht da genauso wenig drüber, wie über ein normales Mobiltelefon.

    • Und wenn das Mobilfunknetz ausfällt hat Oma auch kein Telefon mehr, über Kupfer schon. Die Telekom will nur den alten Kram loswerden, da ist Oma egal.

      • Kupfer kann auch ausfallen. Ein Stromausfall genügt und schon ist Mobilfunk und Festnetz tot.
        Das ist genau das Problem an einem Blackout, egal ob regional oder überregional. Kommunikation ist bei einem Stromausfall schnell weg. Schon alleine deshalb darf es keinen großflächigen Blackout geben und auch schon überhaupt nicht über mehrere Tage / Wochen. Wer verhindert Verbrechen, wenn man niemand anrufen kann? Oder im Notfall keinen Rettungswagen rufen kann?
        Deshalb ist es extrem wichtig, das Stormnetz stabil zu halten. Abschaffen von konventionellen Kraftwerken und die erneuerbaren Energien bringen eine Instabilität ins Netz. Gerade wenn man zukünftig elektrisch heizen und fahren soll wird das schnell eng.

    • Mach dir doch Regeln über ein Fokus. Einfacher geht’s nicht

    • Lte wurde noch nirgendwo abgeschaltet, sondern UMTS/3G. Sonst schreib gerne rein wo das sein soll.
      Ich stimme aber vollkommen zu, dass der Tarif nur für Telefonie deutlich zu teuer geworden ist, verglichen mit einem Telekom-Mobilfunk-Vertrag mit 100 Minuten

  • Fred Feuerstein

    Finde das sehr spannend: Geld verbrennen a la Telekomiker. Ein einfaches Phone (Tischgerät) einmal kaufen und die Karte der Tochterfirma kostet 10€ pro Monat.
    Die Entwicklungskosten für den gezeigten Adapter kommen wann wieder herein?

  • ‚Das Angebot richtet sich damit vor allem an Haushalte, in denen tatsächlich noch ein klassischer Telefonanschluss ohne Internetzugang genutzt wird.‘
    Nun, wer hat, der hat. Warum ‚umsteigen‘ und zum Schluss auch noch mehr bezahlen.

  • Das wäre bei uns mitten in Hamburg nicht möglich, zu schlechter LTE-Empfang bei der Telekom.

  • Ich empfinde die Preise auch sehr überzogen.

    Privat nutzen wir das Festnetz. Unter anderem für die Arbeit. Die mobile Telefonnummer geht dort den Arbeitgeber nichts an. Ferner springt sofort der Anrufbeantworter bei einem eingehenden Anruf an und ich kann diesen mit meinem Mobiltelefon aus der Ferne abhören.

  • Das Angebot ist für die Kunden, welchen seit Jahren der Umstieg auf kostengünstige State of the Art Lösungen technisch zu komplex/aufwändig sind und seit Jahren auf aktive Ansprache durch die Telekom Vertriebe nicht bereit waren ihren technisch einfachen Telefonanschluss aufzugeben. Da die dahinterliegende Technik bald vom Hersteller nicht mehr supportet wird, wäre das eben die kostenintensive Nachfolgelösung für Kunden, welche kein innovatives Produkt möchten .

  • Weil der Mobilfunkempfang hinter der Kommode im Flur garantiert richtig gut ist :-)

  • Ist fair. Augenscheinlich gibt es eine Nachfrage am Markt dafür. Menschen die hier kommentieren, sind wohl weniger die Zielgruppe.
    Aber auch so etwas macht einen Premium Anbieter aus: sie präsentieren Lösungen.

    • Nein. Sie verkaufen die Leute für dumm. Selbst meine Mutter mit ihrem nahezu nicht vorhandenem technischen Verständnis kann ein Handy bedienen (zum telefonieren! WhatsApp ist schon nicht mehr möglich).

  • Das man für die Hardware bezahlen soll ist eine Frechheit

  • Solche Angebote gibt es doch von vielen Anbietern bereits, es gibt dafür auch noch genug Kunden.

    Wenn das Mobilfunknetz ausfällt ist halt Ende.
    Leider lässt es sich bei den meisten Geräten nicht einstellen dass man im Ortsnetzbereich wie gehabt nicht die Vorwahl mit wählen muss, bei einem normalen Router könnte man das selbst so einrichten.

    Wer einen Telefon mit externen Anrufbeantworter nutzt muss bei manchen Anbietern gegebenenfalls erstmal die Simkarte in ein Smartphone stecken um die Mobilbox zu deaktivieren.

  • Ich bin tatsächlich ein großer Festnetzverfechter und habe noch immer ein eigenes zu Hause. Aber was soll der Quatsch denn bitte? 22 € für nicht mal eine Flatrate? Und natürlich schön die Simkarte fest einbauen, damit man keine anderen Anbieters einsetzen kann. Da gebe ich doch lieber einmal etwas mehr Geld für eine 4G FRITZ!Box aus, pack da irgend ne Prepaid sim rein und hohle, wenn es unbedingt eine Festnetznummer sein muss, ein Fonial dazu, das kostet in der Basisvariante gar nichts. Das Ergebnis ist genau das selbe, nur ein deutlich besseres Gerät, und sogar etwas Internet.

  • Typisch Deutschland. Und das zu Zeiten wo Apple und Co demnächst Satelliten Gespräche anbietet?
    Die Kunden werden feststellen dass die Migration doch nicht klappt wenn sie an der Steckdose gar kein Netz haben. Oft sind es ja gerade die Regionen mit Festnetzanschluss weil ja kein Mobilfunk vorhanden ist.
    Happy Birthday zu diesen Innovationen und dann noch zu solch einem Preis.
    #DeutschlandSchafftSichAb

  • Der Prepaid Jahrestief bei der Telekom kostet 99 € und hat Flatrate… aber viele werden es bezahlen, weil sie ihre Festnetznummer behalten wollen,
    Netter Nebeneffekt: die Telekom braucht die Hauptkabel nicht mehr in Stand zu setzen

  • Das is bodenlos unverschämt! Sie sparen sich das Leitunglegen und drehen den Leuten einen gottlosen Handytarif für zu Hause an. Ich habe meinen ersten Brechreiz hinter mir. Bäh! Pfui Telekom!!

  • Redundate Systeme sind im Krisenfall lebensnotwendig. Aber daran denkt ein profitorientiertes Unternehmen nicht. Das wird uns irgendwann einmal um die Ohren fliegen.

    • Welches redundantes System.
      Die Akkus in den Vermittlungsstellen wurde großflächig bereits vor 15..20 Jahren rausgeschmissen.
      Somit ist, bei Stromausfall Handy wie auch Festnetz tot.
      Die DSLAM(s) habe eh kein Notstrom (das müsste Strom (Kupfer), parallel zur Glasfaser mitgezogen werden).

      An redundante Systeme ist doch keiner mehr interessiert und da der Otto Normalverbraucher das erst einmal nicht mitbekommt, gibt es auch kein „Aufschrei“.

  • Ist heute der erste April?
    FESTnetz über MOBILfunk

    Das gibts auch nur in Deutschland

  • Die Preise sind identisch mit den bisherigen Call Tarifen über herkömmliche Leitungen. Was soll also das Aufregen?
    Die Umstellung erfolgt, weil das Festnetz umgestellt wurde und wird und die klassische Telefonie nicht mehr funktionieren würde. Die Infrastruktur über Kupfer für Telefonie ist in die Jahre gekommen, bzw. nicht zu warten. Bislang lief das zwar auch über IP und so ganz erschliesst sich mir die Umstellung auf LTE nicht so ganz, wird aber Gründe haben. Wer es nicht braucht, nimmt es nicht…

  • An die Zielgruppe lässt es sich leider so teuer verkaufen.. nicht schön sowas

  • Die Preise sind ja der Hammer :-)
    Wer das Abschließt hat es auch „verdient“.

  • Ich hab für meine Eltern einen „Audioline TEL 36 Clip“ gekauft, sim Karte mit freiminuten rein und die können telefonieren soviel sie wollen.

  • Die Diskussionen hier sind maximal unnötig Kinners. Das Angebot hat eine Zielgruppe. Klassische Festnetzkunden ohne Internet. Oder anders: Rentner. Den Call Basic und Call Comfort gab es zum gleichen Preis über das Festnetz. Das Ziel ist es diese „Rentner“-Anschlüsse einfach zu migrieren. Da geht der Enkel hin, steckt einmal um und gut ist.

    Aktuell werden alle Altanschlüsse entweder auf einen Internet-Tarif umgestellt oder sogar gekündigt, da die Technik abgebaut werden soll. Dafür ist das absolut fein wie es ist. Das ist KEIN Angebot für Neukunden.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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