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Durchs Artwork browsen mit viewTunes

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Als uns hier die ersten Infos des neuen, für Mac und Windows verfügbaren Artwork-Browsers viewTunes auf den Tisch flatterten, haben wir uns gefreut. Endlich, so der erste Gedanke, gibt es also auch im Windowsbereich einen Ansatz den Umgang mit der eigenen digitalen Musikbibliothek haptischer und analoger zu gestalten. Dass wir kein zweites CoverFlow erwarten durften, war uns zwar von Anfang an bewußt, aber nach einem ausgiebigen viewTunes-Testlauf legen wir die $12 teure Software enttäuscht wieder zur Seite. Eine Bildergalerie sowie ein kurzes Video gibt es trozdem.

Doch von Vorne:
viewTunes ist Shareware und steht bei Amphonic Designs als kostenloser Download zum ausprobieren bereit. Der Artwork-Browser setzt auf die eigene iTunes-Bibliothek auf und präsentiert die in iTunes gefundenen Alben anhand ihres Covers in einem 790px x 540px großen Fenster auf dem Desktop.
Die Fenstergröße läßt sich, unabhängig von der eigenen Bildschirmauflösung, nicht verändern. Auch die Suche nach bestimmten Alben gestaltet sich schwierig. Eine eigene Suchfunktion bringt viewTunes gar nicht erst mit – so bleibt allein die Wahl des Anfangsbuchstabens und ausgiebiges Scrollen um den gewünschten Interpreten zu finden. Selbst bei seiner Kernfunktion, der Musikwiedergabe, gibt sich viewTunes wenig intuitiv. So können einzelne Tracks nur gespielt werden, wenn sie vorher in eine Playlist eingefügt wurden. Ein kurzes anspielen der Tracks, um zu erfahren ob das richtige Lied gewählt wurde, ist nicht möglich.

Grundsätzlich hat sich viewTunes keinen Gefallen damit getan, iTunes nicht direkt anzusteuern, sondern den eigenen Player zur Musikwiedergabe zu nutzen. Weder lassen sich so über Airport Express angeschlossene Boxen nutzen, noch kann der iTunes eigene Equalizer Einfluß auf den Klang nehmen. Wer trotz all dieser Kritik noch Lust auf viewTunes hat, für den gibt es natürlich auch noch eine Hand voll angenehmer Features. So läßt sich mit nur einem klick jeder Artist auf etwaige Einträge in Wikipedia oder YouTube durchsuchen. Doch trösten kann man sich damit nicht einmal über die viewTunes Ladezeiten. In unserem Test brauchte viewTunes für jeden Start ca. 1 Minute.

Unser Fazit: viewTunes könnte den Startschuß für gute Artwork-Browser unter Windows gegeben haben, die aktuell veröffentlichte Version 1.0 hätte man aber besser als kostenlose Beta verteilt. Noch sind die $12 Lizenzgebühren rausgeworfenes Geld – hoffen wir also, daß sich in Zukunft noch einiges tut.

Mittwoch, 22. Mrz 2006, 17:33 Uhr — Nicolas
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