Klare Stufen, gute Traktion, keine App
Ausom L1 E-Scooter: Alltagstauglich, geländefest aber nicht ohne Kritik
Der Markt für straßenzugelassene E-Scooter ist inzwischen breit aufgestellt, doch nur wenige Modelle vereinen die typisch städtische Alltagstauglichkeit mit Eigenschaften, die auch abseits asphaltierter Wege überzeugen.
Aktive Federn für Kopfsteinpflaster und Schotterwege
Der Ausom L1 ABE positioniert sich als robustes Mittelklassemodell mit Offroad-Potenzial und klarer Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 529 Euro und einem Straßenpreis von 479 Euro, der sich durch einen vom Hersteller angebotenen Rabattcode (GEEKL1EU) aktivieren lässt, ist das Modell auch preislich eher am unteren Rand der vollausgestatteten E-Scooter angesiedelt.
Dabei fällt bereits beim ersten Kontakt auf: Der L1 ABE ist kein Leichtgewicht und will es auch nicht sein. Mit einem Gewicht von knapp 29 Kilogramm (je nach Akkukonfiguration) liegt der Roller etwa über dem Durchschnitt. Dieser Umstand spiegelt sich jedoch in der massiven Bauweise wider. Rahmen, Trittbrett und Mechanik wirken hochwertig verschraubt und solide verarbeitet.
Knapp 29 Kilo schwer, dafür solide verarbeitet und robust gebaut
Das spürbare Eigengewicht trägt zu einem stabilen Fahrverhalten bei, erschwert aber gleichzeitig die Handhabung im zusammengeklappten Zustand. Zwar lässt sich der Lenker nach Lösen einer Schraubsicherung einklappen und über einen integrierten Taschenhaken mit dem Deck fixieren, doch das Tragen über mehrere Stockwerke oder längere Strecken bleibt umständlich.
Klare Stufen, gute Traktion
Im Fahrbetrieb zeigt sich der L1 ABE als verlässlicher und komfortabler Begleiter. Dank großdimensionierter 10-Zoll-Tubeless-Reifen mit breitem Profil und einer ausgeprägten Federung über Schwingarme und verstellbare Dämpfer lassen sich auch unebene Untergründe wie Kopfsteinpflaster, Kieswege oder Waldpassagen problemlos bewältigen.
Fährt problemlos durch Matsch, Waldwege und Gras
Die Bodenhaftung bleibt dabei konstant, das Fahrverhalten souverän. In der Stadt sorgt die Federung vor allem auf Pflaster oder abgesenkten Bordsteinen für ein angenehmes und vibrationsarmes Gleiten.
Die Motorisierung mit nominell 500 Watt Dauerleistung (bis zu 930 Watt Spitzenleistung) bietet ausreichende Kraftreserven, auch bei leichtem Anstieg. Selbst mit einem Fahrergewicht von rund 85 Kilogramm erreicht der Scooter zuverlässig seine maximale Geschwindigkeit die in Deutschland zulassungskonform bei 20 km/h liegt (das Display zeigt 22 km/h). Die Steuerung erfolgt über drei feste Fahrstufen: Eco, Normal und Speed.
Display und Motor kennen nur drei Geschwindigkeitsstufen
Diese begrenzen die Endgeschwindigkeit jeweils auf etwa 10, 15 oder 22 km/h, wobei letzteres im Fahralltag am ehesten genutzt wird. Ein stufenloses Beschleunigen über den Daumenhebel ist allerdings nicht möglich. Die Geschwindigkeit wird nicht dynamisch geregelt, sondern endet automatisch bei der voreingestellten Obergrenze. Wer langsamer fahren möchte, muss durch abwechselndes Antippen des Gashebels und Bremsen aktiv dosieren.
Dieses Verhalten verlangt eine gewisse Eingewöhnung und lässt sich nicht individuell anpassen. Positiv fällt dabei auf, dass kein drehbarer Gasgriff verwendet wird, der auf längeren Fahrten das Handgelenk ermüden könnte. Stattdessen kommt ein einfach zu bedienender Gashebel zum Einsatz, der mit dem Daumen betätigt wird und eine entspannte Handhaltung ermöglicht.
Bedienung ohne App, mit NFC-Schlüsseln
Der Ausom L1 ABE verzichtet auf App-Anbindung oder Bluetooth-Funktionen. Stattdessen konzentriert sich das Bedienkonzept auf das integrierte LCD-Display und die haptischen Tasten direkt am Lenker. Angezeigt werden unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit, der Gesamtkilometerstand und die gewählte Geschwindigkeitsstufe.
Der Scooter lässt sich wahlweise per PIN oder NFC-Chip starten
Die Steuerung erfolgt über Plus-Minus-Tasten, mit denen sich auch ein vierstelliger PIN-Code zur Entsperrung eingeben lässt, alternativ kann die Freischaltung über mitgelieferte NFC-Karten erfolgen. Drei Karten sind im Lieferumfang enthalten, darunter zwei Modelle im Schlüsselanhänger-Format. Die NFC-Lösung wirkt alltagstauglich und ersetzt ein klassisches Schloss zumindest im Kurzzeiteinsatz.
Die Beleuchtung entspricht der aktuellen StVZO-Norm, die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) liegt vor. Damit darf der Scooter auf öffentlichen Straßen und Radwegen genutzt werden. Die Bremsanlage kombiniert ein elektronisches Antiblockiersystem (E-ABS) mit Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad. Im Test erwiesen sich diese als zuverlässig und kräftig, allerdings schleifte im Auslieferungszustand eine der Bremsen leicht. allerdings sind Nachjustierungen E-Scootern dieser Klasse nicht ungewöhnlich.
Die Reifen sind geländetauglich, die Bremsen ankern souverän
Eine Besonderheit zeigt sich in der Lenkgeometrie: Bei mittiger Stellung des Lenkers scheint dieser leicht in eine Art Neutralposition einzurasten. Das kann beim Geradeausfahren für Stabilität sorgen, wirkt aber beim Lenken zunächst ungewohnt. In der Praxis stellt dies jedoch keinen wirklichen Kritikpunkt dar und fällt lediglich in der Eingewöhnungsphase auf.
Einschränkungen beim Laden
Zwei Akkukapazitäten stehen zur Auswahl: 15,6 Ah oder 20,8 Ah, jeweils mit 48 Volt Spannung. Dies entspricht einer rechnerischen Reichweite von bis zu 70 beziehungsweise 90 Kilometern, Werte, die in der Praxis stark von Fahrweise, Temperatur und Beladung abhängig sind.
Schade: Akku und Ladebuchse sind fest verbaut, eine Entnahme des Akkus nicht vorgesehen
Die Ladezeit beträgt je nach Version zwischen elf und vierzehn Stunden. Auffällig ist, dass der Akku fest im Trittbrett verbaut ist. Ein Herausnehmen zum Laden ist nicht vorgesehen, wodurch sich der Einsatzradius in der Praxis etwas relativiert. Wer keinen direkten Zugang zur Steckdose am Stellplatz hat, muss den gesamten Roller zur Stromquelle bringen.
Die restliche Ausstattung fällt praxisnah aus: Das Trittbrett ist breit genug, um auch längere Fahrten komfortabel zu absolvieren. Die Lenkhöhe lässt sich stufenlos zwischen 113 und 133 Zentimetern anpassen, was Personen zwischen 1,40 und 2,00 Metern entgegenkommt.
Lässt sich klappen: Allerdings eher für den Kofferraum, denn zum Tragen
Ein Taschenhaken am Lenker kann im Stadtverkehr kleinere Rucksäcke aufnehmen und dient im zusammengeklappten Zustand als Verbindungspunkt zur Arretierung.
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Vergleicht man den Ausom L1 ABE mit ähnlich ausgestatteten E-Scootern, fällt auf, dass gerade Modelle mit vollwertiger Federung, großvolumigen Tubeless-Reifen und hoher Akkukapazität häufig erst im Preisbereich zwischen 700 und 800 Euro zu finden sind.
In diesem Kontext bietet der L1 ABE (besonders in Verbindung mit dem Rabattangebot für 479 Euro per Hersteller-Coupon GEEKL1EU) ein stimmiges Gesamtpaket für Nutzerinnen und Nutzer, die nicht ausschließlich auf glatten Radwegen unterwegs sind. Wer beim täglichen Pendeln auch Abschnitte über Schotter, Parkwege oder unbefestigte Strecken zurücklegt, erhält mit diesem Modell ein robustes Fortbewegungsmittel, das funktional und straßenzugelassen zugleich ist, ohne dass dafür ein überdurchschnittliches Budget erforderlich wäre.






Ich hab mich einmal so dermaßen Matsch auf die Schnauze gelegt, dass wir einen großen Bogen um jede Wiese und jeden nicht asphaltierten Wegmacher. Du denkst immer, die Dinger fallen nicht schnell aber wenn der plötzlich zum Stillstand kommt, dann gute Nacht.
Läßt sich schwer lesen aufgrund der vielen Fehler im Text.
Wenn man sich vor Augen führt, wie klein die Räder sind, und wie hoch der Schwerpunkt liegt, ist es ja klar, daß man bei jeder Kleinigkeit Gefahr läuft, sich in die Horizontale zu begeben.
Bestimmt Siri diktierfunktion
Man muss halt die Grenzen der Physik (Fahrdynamik etc) bei diesen Fahrzeugen berücksichtigen.
„Du“, „immer“. Nö.
Mein Tipp: Fahrrad
+1
Absolut!
Ich hatte zwei Jahre einen richtig guten E-Scooter…danach das 8-fache in ein E-Bike investiert und zu (fast) keiner Zeit bereut.
Sicheres Fahrverhalten, schneller, höhere Tragmöglichkeiten, höhere Reichweite (ca. 90+km)
Nachteil: Sperriger und nicht mal eben im Kofferraum verstaut.
Jederzeit wieder eBike.
Wie man es sieht: Wiegt dein eBike auch 29 Kilo? Meins wiegt afair 24 kg – und das finde ich schon ganz schön viel, um es Treppen hoch- oder runterzutragen. 29 Kilo für einen eScooter ist heftig.
Wofür brauch man diese Dinger? Mit 20 km/h biste langsamer als jeder eBike Rentner. Und auf jeder Straße n Verkehrshindernis
Kann man einfach zusammenklappen. An den Rucksackhängen und einfacher in Bus, Bahn und Auto einsteigen.
Ja ne…is klar… Einen 29kg schweren e-Scooter hängt man sich mal eben an den Rucksack…besser noch um den Hals
Kla, mit 30kg.. viel spass.
+1
Ich kaufe allerdings ein „t“.
Mit 20 km/h sind die Dinger auch für jedes normale Fahrrad ein Hindernis. Und bei der kleinsten Steigung ist es nochmal deutlich langsamer. Ich rege mich jedes Mal auf, wenn jemand damit den Fahrradweg blockiert.
Selten, dass ich irgendjemanden sehe, der im Bereich von 20 km/h auf einem Fahrrad unterwegs ist, zumindest nicht, wenn es kein eBike ist. Der größte Aufreger im Stadtverkehr sind für mich nach wie vor Fahrradfahrer. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht zahlreiche Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung wahrnehme. Fahrradfahrer, die falsch abbiegen, über Rot fahren, den Gehweg nutzen, auf der falschen Straße fahren usw. Fahrradfahrer sind mindestens genauso ignorant und katastrophal in ihrer Fahrweise wie e-Scooter-Fahrer. Und Fahrradfahrer gibt es wesentlich mehr.
Faulheit, Bequemlichkeit? Gibt mit Sicherheit noch andere Gründe.
Das Ding kann man in den Kofferraum werfen und da lassen, bis man es brauchst. Mann hat ja nicht immer das Fahrrad am Auto. Manche haben auch keine Hängerkupplung, oder keinen Platz für ein Rad in der Garage, oder einfach Bock mit nem Roller zu fahren. Ist doch auch Wurst warum.
und auf dem Gehweg zu schnell…
Mir immer noch ein Rätsel, wieso diese Dinger für den Straßenverkehr zugelassen wurden.
Und 30kg wegschleppen zu müssen, wenn man ihn irgendwo mit hin nehmen will, ist auch zu viel. Da ist ja nen Akku-Fahrrad leichter!
Immer wenn ich mir so ein Ding mal mieten muss, habe ich immer das Gefühl, dass es nichts traurigeres gibt. Man wird zwar irgendwie gefahren, aber chillig wie Taxi, Bahn oder Bus ist es nicht. Man ist draussen aber bewegt sich nicht und wenn man mal schneller fahren könnte, riegelt das Ding ab und man wird von Grundschulkindern aufm Fahrrad überholt.
Mich holt es nicht ab…
Ich würde nie jemanden empfehlen einen derartig großen Akku in irgendeiner Weise im Haus oder Wohnung zu laden. Wenn man sieht wie bereits das Feuer einer einzelnen Zelle ausgehen kann.
Google mal nach „ADAC Im Stresstest: Wie gefährlich sind E-Scooter-Akkus?“
Spoiler: bei keinem der getestet eScooter konnte ein Brand des Akku’s provoziert werden.
Was nicht heißt, dass es nicht doch mal passieren kann, aber es gibt keine belastbaren Zahlen, die eScooter als Ursache für Wohnungsbrände als Ursache nennen.
Denke es gibt mehr Wohnungsbrände durch Adventskränze und Weihnachtsbäume und die haben wir nur wenige Wochen im Jahr in der Wohnung.
Das 29kg Teil erst mal in die Wohnung bekommen. Am besten 4. Stock Altbau ohne Aufzug…
Jupp, das ist bei dem Gewicht, schon eher ein Problem.
Das müsste man vorher irgendwie bedenken, wo man es abstellt und laden kann.
Sieht aus wie ein VSETT 10 Klon…vor allem auch was Display und Bedieneinheit angeht
Die Dinger sind so sinnlos. Jeder der gesund ist soll zu Fuß gehen. Ressourcen Verschwendung und Strom Verschwendung auf höchstem Niveau
Habe ich im Text das maximale Fahrer-Gewicht überlesen?
Auf der Website des eScooter Ausom L1 ABE Electric Scooter steht, maximale Zuladung 106,6 kg.
Mein eBike von Cube wiegt nur 17,5kg und damit bin ich deutlich schneller und komfortabler unterwegs. Also 29kg für einen Roller, der ja bei Handhabung, Flexibilität und Mobilität punkten möchte, empfinde ich persönlich als viel zu viel.