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Altec Lansing inMotion iM4

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Mittlerweile gibt es für den iPod-Fan eine recht ordentliche Auswahl hochwertiger mobiler Lautsprechersysteme wie z.B. Creative Travelsound, JBL on tour etc. Neben den bereits bekannten Lautsprechersystemen mit integriertem Dock-Anschluß aus dem Hause Altec Lansing gesellt sich nun aus gleichem Hause ein direkter Konkurrent ohne Dockinganschluß hinzu: Altec Lansing inMotion iM4. (Ein Review von T.W.G.)

Das iM4 ist zwar um einiges grösser als beispielsweise die JBL on tour, ist dafür konzeptionell aber auch anders orientiert.
Das iM4 eignet sich hervorragend für’s Büro, Schlafzimmer o.ä.

Wie man sieht ist das Gesamtsystem relativ groß und trägt bereits 4 Titanlautsprecherchassis die durch ein entsprechendes Verstärkersystem betrieben werden. Die kleinere Konkurrenz begnügt sich hier mit 2 Chassis.
Zwecks Transport kann man das iM4 (genau wie seine Vorgänger mit Dockinganschluß) bequem zusammenklappen. Sehr erfreulich ist auch das Vorhandensein eines Metallschutzgitters vor den Lautsprechern um das gute Stück vor Beschädigungen und neugierigen Händen zu schützen. Gerade kleine Kinder dürften die silber schillernden Chassis äußerst interessant finden.

Durch die schwarzen Applikationen des iM4 wirkt es wohnlicher und nicht so kühl wie die JBL on tour.

Auch verzichtet Altec Lansing hier auf das empfindliche Hochglanzdesign. Der große schwarze Bereich im Mittelteil ist gummiert um ein Verrutschen des Gerätes zu verhindern. Sehr gut.
Dieser Bereich stellt die Ablage für iPod etc. dar und zugleich das Novum im Gegensatz zu den bisherigen, reinen iPod-Lösungen der iM-Serie.
Das iM4 ist vielseitiger einsetzbar da der proprietäre Dock-Anschluss fehlt und stattdessen ein Standard Klinkenanschluss (3,5mm Stereo) vorhanden ist. Somit kann die iM4 von iPod, anderen MP3-Spielern, CD-Spielern, MD-Spielern, Walkmen, aber auch PDAs (Palm, Pocket PC…) und natürlich auch für die kommende Sony PSP benutzt werden sofern die Geräte mit einer entsprechenden Klinkenbuchse ausgestattet sind.

Damit wird der potentielle Käufer- und Kundenkreis der mobilen Lautsprecher auch für Altec Lansing erweitert. Eine weise Entscheidung da die Konkurrenz (JBL on tour, Creative Travelsound und bald auch Philips) von Haus aus mit Klinkenanschlüssen ausgestattet sind.

Gerade viele PDA-Benutzer gebrauchen diesen häufig auch als MP3-Spieler oder Video-Abspieler und die internen Lautsprecher der allermeisten Geräte können Geräusche wiedergeben… das war’s dann aber auch.
Da kommt das iM4 sehr gelegen zumal es hinsichtlich des Designs hervorragend in ein Büro passt ohne nach „Eigenkonstruktion“ auszusehen.

An der Front des Systems findet man u.a. den Ein-/Ausschalter dessen Status in zweierlei Hinsicht signalisiert wird: Einmal durch eine rote Farbmarkierung am Schalter direkt, sobald dieser eingeschaltet wurde und zusätzlich in Form einer schönen blauen LED. Meiner persönlichen Meinung ist die rote Markierung am Schalter zu viel des guten da wir alle wissen: Blau macht glücklich.

Auf der rechten Seite befindet sich der Lautstärkeregler in Form eines Schiebereglers.
Was auf dem Photo nicht zu erkennen ist: Der Regler ist durch eine Gummischicht geschützt und fungiert somit nicht als Staubmagnet.
Was mich persönlich am Testgerät stört: Der On-/Off-Schalter sitzt etwas schief was den guten haptischen und optischen Eindruck des Gerätes etwas schmälert. Dazu muss ich auch sagen, das ich hier extrem penibel bin. 99% der Käufer und Benutzer wird das also keinesfalls stören.

Auf der Rückseite befindet sich links der Stromanschlusss für das Netzteil sowie ein zusätzlicher Stereoeingang (Klinke, 3,5mm). Rechts sieht man den integrierten Klinkenstecker des Gerätes. Das Kabel ist im Gerät versteckt und man kann den Stecker ganz bequem aus dem Gerät ziehen bis man die gewünschte Länge Kabel zur Verfügung hat.
Ein größerer Widerstand bedeutet schließlich das Erreichen der maximalen Kabellänge und sollte nicht zur Ermutigung einer Kraftdemonstration („Las mich mal!“) einladen da man sonst das Kabel in der, und einen Garantiefall zur Hand hat.
Das Kabel lässt sich sehr einfach und leicht aus dem Gerät ziehen. Der Knopf links darüber dient dazu das Kabel automatisch wieder aufrollen zu lassen. Sehr praktisch gelöst.
Auch macht die Lösung trotz aller Befürchtungen einen zuverlässigen Eindruck wobei das Kabel selbst scheinbar aus sehr feiner Litze besteht und dementsprechend flexibel ist.

Auch hier sitzt der Schalter bei meinem Testexemplar ein wenig schief und trübt den guten Eindruck für mich ein wenig.

Die Unterseite des iM4 ist ebenfalls komplett gummiert und somit ausreichend rutschfest! Das ist wichtig und stellt quasi die Lebensversicherung für das iM4 selbst und einen darauf abgelegten iPod o.ä. dar.

Auffallend ist beim Lösen der Batterieabdeckungen, dass hier statt der AAA-Batterien bei der Konkurrenz normale AA-Batterien (Mignon) verwendet werden. Das hat den großen Vorteil der Überallverfügbarkeit auf diesem Planeten.

So, nachdem ich das gelungene Design jetzt schon öfter erwähnt habe gönne ich dem Leser auch mal den Anblick:

Schön unaufdringlich und funktionell.

Mit iPod:

Der iPod liegt wirklich sicher und rutschfest auf der Ablage und man braucht keine Angst zu haben die Kombination aus Versehen zu berühren oder anzustoßen.
Ein weiterer Vorteil der Gummierung: Der iPod kann nach wie vor bequem über das Rad bedient werden. Hier zeigt sich auch der Vorteil des integrierten Kabels:
Nichts liegt unnötig auf dem Schreibtisch herum. Außerdem vermeidet das integrierte Kabel beispielsweise im Urlaub auf dem Hotelzimmer die ungern gehörte Aussage „Äh, ich habe da etwas vergessen!“ Das vermeintliche Schwitzen beruht während dieser Aussage übrigens nicht ausschließlich auf klimatischen Gegebenheiten.

Auch einen Palm kann man prima verwenden. Meinen habe ich nur zu Testzwecken auf die Ablage gelegt, da die Firma Palm bei diesem Modell der Meinung war, das ein Standardklinkenanschluss unnötig war. Eine völlig unverständliche Entscheidung, da man mit dem Gerät nicht telefonieren kann und eine VoIP-Lösung bis dato nicht erschienen ist.
Wie man sieht passen aber auch PDAs etc. sehr gut zum iM4.

Neben dem Batteriebetrieb ist natürlich auch Netzbetrieb möglich. Das Netzteil inklusive austauschbaren Steckern für diverse Länder wird mitgeliefert.
Zusätzlich gibt es einen schönen Transportbeutel in dem mal alles bequem transportieren

Nach all den Beschreibungen fehlt noch das Wichtigste: Der Klang.

Das Altec Lansing iM4 braucht sich vor der Konkurrenz absolut nicht zu verstecken.
Die verwendete „Max-Bass“-Technologie in Verbindung mit der Gehäusegrösse macht Freude und punktet klar für sich.

Im direkten Vergleich mit der JBL on tour klingt das iM4 neutraler und ausgeglichener v.a. im unteren Bereich. Im 1:1 Vergleich hat man anfangs das Gefühl das iM4 klinge dumpfer.
Das ist aber subjektiv und relativiert sich wenn man nur mit dem iM4 Musik hört.
Der Frequenzgang des iM4 ist nach unten hin deutlich stärker vertreten als bei JBL oder Creative und vermeidet so den typisch blechernen Klang den man von günstigen Radiorecordern kennt.

Das iM4 klingt in kleinen Räumen wie Büros etc. sehr gut und erfreulich ausgewogen.
Man könnte meine, dass größere Lautsprecher sich im Raum befinden und die Max-Bass-Technologie macht ihrem Namen alle Ehre. Durch den „dumpferen“ Klang klingt das iM4 angenehm und kann auch über längere Zeit benutzt werden ohne dass der Klang negativ empfunden wird wie bei benannten Radiorecordern deren dünner und blecherner Klang nach gewisser Zeit einfach nur nervig und unangenehm ist.
Das iM4 klingt satt genug und ist auf jeden Fall sein Geld wert.
Man sollte nur – je nach Musikrichtung – davon absehen den Lautstärkepegel auf das Maximum einzustellen da hier sonst deutliche Verzerrungen hörbar werden die man auch schön an der ausgeprägten Bewegung der Chassis erkennen kann. Zum Testen ok aber auf Dauer sicherlich nicht gesund für die Lebensdauer der Lautsprecher. Die Verzerrungen treten übrigens nur bei starken Bässen auf (nicht unbedingt Bassdrums) auf und sofern man nicht völlig taub ist fällt es sofort auf wenn es zu laut wird.
Davon ab wird wohl kaum jemand diese Pegel im Büro ausprobieren wenn er weiterhin dort arbeiten möchte.

Fazit:

Für den Preis von € 99 erhält man ein gut verarbeitetes und hochwertiges Sorglospaket eines Markenherstellers auch wenn man keinen iPod besitzt oder man seine Lautsprecher auch für mehrere Geräte verwenden möchte. Egal ob auf Reisen, im Büro oder anderen kleinen Räumen:
Das Altec Lansing InMotion iM4 ist benutzerfreundlich und überrascht mit ausgewogenem Sound. Lediglich kleine Schönheitsfehler wie die erwähnten Schalter trüben das Bild ein wenig werden aber sicherlich produktionsbedingt sein.

Pro:
– Verarbeitung
– Gummierung
– integriertes Audiokabel
– Audioeingang
– AA-Batterien nutzbar
– gummierte Geräteablage (für iPod, Palm etc.)
– ausgewogener Klang
– Max-Bass-Technologie
– Transportbeutel im Lieferumfang
– Schutzgitter vor den Chassis
– Preis

Contra:
– Schalter leicht schief (beim Testexemplar)
– Maximalpegel leiser als bei anderen Produkten


T.W.G
www.pdaforum.de
www.twgmusic.de

Bezugsquelle: www.alteclansing.com
Ansprechpartner für Fragen in Deutschland: Dirk Gerber

Montag, 11. Apr 2005, 19:02 Uhr — Nicolas
1 Kommentar bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Wirklich gute Beschreibung – Danke – sehr hilfreich, werde mir das Gerät kaufen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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