Zunächst in China und USA: Apple startet “Rückgabe-Programm” für Billig-Ladegeräte

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Apple startet offenbar ein weltweites Austauschprogramm für iOS-Ladegeräte. Konkret geht es darum, Besitzern von iPhone, iPod oder iPad eine günstige Möglichkeit zu bieten, einen möglicherweise gefährlichen Billig-Nachbau durch ein Originalnetzteil zu ersetzen.

netzteile

Anlass ist ein Unfall in China, bei dem eine Frau offenbar aufgrund eines minderwertigen Billig-Ladegeräts zu Tode kam. Auch wir haben ja immer wieder vor dem Kauf von extrem billigen Ladeadapter und Kabeln von No-Name-Herstellern gewarnt. Wenngleich natürlich auch bei Geräten von Markenherstellern Defekte auftreten können, so scheint die Ausfall- und Unfallquote bei den Billiggeräten deutlich höher.

Apple hat aus diesem Anlass eine zunächst nur in englischer und chinesischer Sprache verfügbare Sonderseite geschaltet, auf der angekündigt wird, dass Ladeadapter von Fremdherstellern zur korrekten Entsorgung in den Apple Stores abgegeben werden können. Gleichzeitig solle Besitzer eines iOS-Geräts vom 16. August an die Möglichkeit erhalten, den sonst 19 Dollar teuren Ladeadapter zum Preis von 10 Dollar zu erwerben.

Bislang gibt es noch keine Informationen darüber, ob das Angebot auch weiteren Ländern startet. Da Apple sich aber nicht explizit auf die Währungen der beiden genannten Länder, sondern allgemein von „10 Dollar oder dem Gegenwert in lokaler Währung“ spricht vermuten wir, dass noch weitere Länder hinzukommen. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Wie sich ein Original-Apple-Netzteil erkennen lässt, wird hier beschrieben. Ihr solltet insbesondere bei eBay-Käufen darauf achten, dass Händler, die ein Original-Netzteil versprechen, dieses auch liefern.

Diskussion 37 Kommentare.
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  1. Also 1€ ladegerät bei eBay kaufen zum store gehen und original für 11€ haben – fur 15 bei eBay anbieten und 4€ Gewinn – na Prost das kann ja was geben im z.B. eBay

    — Bobby
    • Das ist unlogisch. Wenn das alle machen, bekommst Du wohl kaum noch 15€ dafür – ergo lohnt es sich auch nicht.

      — Johnny Beton
    • Toll! Und für 4 Ocken Gewinn – falls es denn überhaupt funktioniert – dieser Aufwand? Respekt…
      Da ist mir meine Zeit dann doch etwas zu schade für!

      — Wombat
    • Die Taktik würde ich dir jedoch nicht empfehlen. Apple vergibt laut Quelle nämlich nur ein Zehn-Dollar-Ladegerät pro eingereichtem Billigadapter und pro vorgezeigter Seriennummer eines iOS-Gerätes. Also macht auch jemand mit zehn iPhones maximal 40 Euro Gewinn durch die Aktion.

      — Kim
    • Du scheinst ziemlich geringe Erwartungen in Sachen Stundenlohn für dich zu haben, selbst wenn du direkt über einem Apple Store und einer Postfiliale wohnst.

      Enbk
  2. selbst bei 10 dollar macht apple da wohl noch ordentlich gewinn… so kann man den absatz ankurbeln und gleichzeitig vorgeben man tue der menschheit etwas gutes…

    — Sven
  3. Auch wenn man Typen wie Sven nichts recht machen kann, ist die Aktion klasse und zeigt das man solche Vorfälle ernst nimmt.
    Apple kann nichts für den Todesfall, genaugenommen würde es reichen wenn Sie gar nichts tun.

    — roemerle
    • Das hängt davon ab wie das Gerichtlich ausgelegt wird. Wenn man einen Stromschlag durch ein defektes Netzteil direkt bekommt, dann hat Apple damit nix am Hut, wenn es jedoch über das iPhone ist, dann kann es sich um einen Produkthaftungsfallhandeln:
      Der Fehler ist relativ eindeutig, wenn Netzspannung auf einem der Anschlusskabel liegt, kann das Gerät unter Spannung sein, dass darf nicht. Hier ist das Produkthaftung, sogar im doppelten Sinne, denn in Deutschland wird ausgelegt, dass der Hersteller sichherstellen muss das auch verhersehbare Benutzungsfehler zu keiner Gefährdung führen und der Hersteller ist verpflichtet den Markt zu beobachten und auch festzustellen ob sein Produkt mit Zubehör anderer Hersteller richtig funktioniert. Maßnahmen wären den Lightning so abzusichern, das auch bei Netzspannung keine Spannung am Gerät anliegt. Interessant ist das es erst jetzt hochkommt, vllt. hat man bei Lightning etwas versäumt oder bewusst weggelassen, was es im Dock Connector gab.

      — Babbling Idiot
      • Unsinn! Allein das Netzteil hat die Aufgabe, die Trennung zwischen Netz- und Ausgangsspannung sicherzustellen. Zu diesem Zweck müssen sämtliche sicherheitsrelevante Bauteile wie Schaltwandlertransformator, Optokoppler und evtl. EMV Bauteile wie Y-Kondensatoren zwischen Primär- und Sekundärseite eine Zulassung besitzen bzw. nach einschlägigen Normen geprüft sein. Zudem müssen konstruktive Maßnahmen ergriffen werden, u.a. Luft- und Kriechstrecken usw., um den Überschlag der gefährlichen Netzspannung auf die berührbaren Teile zu verhindern.
        Wen wundert es also, dass der Kauf eines daumengroßen No-Name-China-Ladegeräts gefährlich sein kann? Das sind sicherlich teilweise Geräte, die niemals eine CE Zulassung bekämen, wenn sie nach geltenden EN Normen geprüft würden. Statt dessen wird in irgendeiner chinesischen Reispapierpressbude ein völlig unterbezahlter, zweitklassiger Entwickler damit beauftragt, ein möglichst billiges Ladegerät zu basteln. Und meines Wissens gibt der Beuth Verlag die Normen wohl in Englisch, nicht aber in Chinesisch aus, so dass die mitunter lehr- und hilfreiche sowie lebensrettende Lektüre derselben offenbar kategorisch ausscheidet.

        — Johnny Beton
      • @Johnny Beton: Du nimmst das viel zu Emotional. Das die Schuld an dem Unfall beim Hersteller des Netzteils lag steht außer frage, auch dass die technischen Vorkehrungen um entsprechende Unfälle zu vermeiden natürlich im Netzteil liegen müssen ist auch klar. Aber dennoch Produkthaftung ist nicht das selbe wie Mägelhaftung. Das iPhone muss nach Anschluss an ein solches Netzteil nicht mehr funktionieren, aber mit dem Tode bestrafen darf es den billigheimer dennoch nicht.

        Wie gesagt es handelt sich hierbei um einen Fall den im Zweifel ein Gericht klären müsste, denn die Gesetzgebung sieht vor, dass auch Absicherungen bei einem vorhersehbaren Missbrauch getroffen werden müssen. Da Apple sich für USB als Kabelseitigen Anschluss entschieden hat, ist es naheliegend, dass auch andere Netzteile verwendet werden, unter Umständen eben auch Netzteile die nicht der Norm entsprechen. Es ist ja nicht überraschend und seit Jahren bekannt, dass es solchen Billigschrott gibt und die Menschen dumm genug sind den zu kaufen. Also kann man von Seiten Apples nicht Argumentieren, man habe nicht gewusst dass so etwas passieren kann.

        Der klare Nachteil des iPhone 5 gegenüber z.B. des Galaxy S1 ist, dass es über ein leitendes Gehäuse verfügt und die Antennen sich außen am Gehäuse befinden. Das Gehäuse selber sollte normalerweise nie mit der Masse oder der Spannung verbunden sein. Bleiben also die Antennen, die könnte man gegen Überspannung absichern, ist ein kleiner Baustein. Beim Galaxy lacht sich Samsung jetzt ins Fäustchen, denn die Kunststoffgehäuse bieten einen gewissen Grundschutz in diesem Punkt.

        Aber wie gesagt sowas ist etwas, das Gerichte entscheiden. Und ob es zu einem Prozess kommt ist fraglich.

        — Babbling Idiot
      • PS @Johnny Beton: Es gab in den USA schon Prozesse weil jemand Ketschuptütchen gegessen hat oder sich micht heißem Kaffe verbrannt hat. Oder warum meinst du steht dort immer drauf: “Verpackung nicht zum Verzehr geeignet” oder “Das Getränk in diesem Becher ist heiß”.

        Und du mutest König Kunde genug Intelligenz zu nach einem CE-Zeichen zu suchen und das richtige, ungefälschte zu erkennen? (CE – China Export)

        — Babbling Idiot
      • @Babbling Idiot: ich denke, ich sehe das sehr nüchtern. Produkthaftung hin oder her, die Hersteller von Smartphones müssen sich keine Gedanken über isolierende Plastehüllen machen, solange die Entwickler und Hersteller von USB Netzteilen ihre Hausaufgaben ordentlich machen. Genaugenommen sieht die Norm sogar vor, dass bei einem (1!) abgenommenen Fehler immer noch keine Gefährdung für den Nutzer auftreten darf (-> deswegen DOPPELTE Isolierung). Und selbst darüber hinaus kann kein Kadi der Welt Apple für das Versagen oder gar das Fehlen einer doppelten Isolierung (die im Falle von Netzteilen zwingend vorgeschrieben ist) haftbar machen, nur weil ein berührbarer Teil des Telefons aus leitfähigem Material ist. Das wäre das Gleiche, als wenn ich mich bei VW beschwere, dass mir bei Tempo 220 die russischen, runderneuerten, aber konkurrenzlos billigen Reifen um die Ohren fliegen.

        Ein-Euro-Netzteile können m.E. nicht genauso gewissenhaft entwickelt worden sein wie vielfach teurere Pendants, weswegen ich die Finger von ersteren lasse.

        — Johnny Beton
      • @Johnny Beton: Was ich nicht ganz verstehe, wieso du Apple in dem Fall verteidigst? Wieso sollte es gut sein, dass sich in irgendeiner Form eine Leitende Verbindung zwischen dem Gehäuse und der Lightning-Buchse aufbauen kann. Das hat ja auch ESD-Kritische Aspekte, ich halte es einfach für schlechtes Design. Wenn man das Netzteil berührt und einen tödlichen Schlag bekommt, ok da ist die Sache klar, die alleinige Schuld trifft den Netzteilhersteller. Aber wenn ich einen Schlag am Telefon bekomme, ist dort auch etwas nicht so ganz richtig und eben ein vermeidbares Zusatzrisiko.
        Übrigens google mal nach dem Honda-Fall. Dort geht es um Zubehörteile, die das Motorad instabil machen. Honde hat an der Herstellung der Teile nichts zu tun. BGHZ 99, 167 ff; Medicus, Bürgerliches Recht, Rn 650e.
        Auf jeden Fall ergibt sich eine Warnpflicht. Ggf. ist zu Prüfen, ob es als „Fehler“ interpretiert werden kann, dass Netzteilspannung, egal wie hoch, am Gehäuse anliegt.

        — Babbling Idiot
      • PS @Johnny Beton: Zu deinem Autovergleich (die bei IT eigendlich nie so wirklich passen): Das ist eher so als wenn dir der Billigreifen platzt und dann deswegen die Felge sofort abfällt, da diese nur durch den Reifendruck zusammengehalten wird.

        — Babbling Idiot
  4. Das ist ja eine Unverschämtheit ! Da werden die belohnt die Blligschrott gekauft haben (sofern sie es überlebt haben. )

    — PeterO
    • Ja das ist unser Zeitgeist, heute wird über jeden Idioten die Hand gehalten und Fehlverhalten wird letztlich dadurch legitimiert das es praktisch keine Konsequenzen hat.
      Zur Folge hat das, dass viele Menschen gar nicht mehr Willens oder in der Lage sind für die Folgen ihres Handels gerade zu stehen.

      — roemerle
    • Der Schaden für negative Presse und imageverlust dürfte wohl für Apple teurer werden.
      Belohnt werden die die den Schrott auf den Markt gebracht haben.

      — Andreas
  5. Mal was anderes: bei meinem 2013er MacBook Air 13″ wird das Ladegerät extrem heiß, wenn ich auflade und gleichzeitig daran arbeite. So heiß, dass man es gerade noch anfassen kann. Ist das normal?

    MfG Ibo

    — Ibo
    • Das ist tatsächlich was anderes :D aber ich denke, dass es nicht unnormal ist. Die Dinger werden teilweise richtig heiß..genau wie bei iPad und iPhone..und da sind wir dann doch wieder beim Thema ;)

      — iCarl
    • In der Regel ja. Wenn du es gerade noch anfassen kannst, müsste das ok sein.
      Die meisten Laptop Ladegeräte sind bis 105°C ausgelegt (Innentemperatur).

      — Samu
  6. Auch bei mir ist mal ein “China-Ladegerät” am iPhone 4S in der Steckdose explodiert – musste viele Bilder an Apple senden.. Und knapp 100 fragen am Telefon beantworten .. Alles leider auch noch auf englisch .. Wurde dann an einen der obersten Leute der deutschen Apple Vertretung geschickt .. Die haben mir dann einen Kabel + iPhone ersetzt..

    — 0xmaciln
  7. Ich habe in meinem Auto eine nachgerüstete Adapterbox die das iPhone mit dem serienmäßigen Bose Radio verbindet und ich somit Musik hören, laden und das iPhone über die Lenkradfernbedienung steuern kann.

    Das Kabel hatte aber 30Pin. Für das neue iPhone 5 hab ich also eine China Lightning Connector gekauft.

    Ergebnis: Box im Wert von 80,- beim ersten Anschluss kaputt.

    — Blue
    • Meinst du mit China Lightning Connector das reine Kabel? Wie soll da bitte die Box kaputt gehen? Die Defekte traten bisher doch aufgrund der minderwertigen China-Netzteile auf, das sollte dann eher am Zigarettenanzünder USB-Adapter liegen. Ich sag mal, selbst schuld, die Spezifikationen stehen doch in jeder Bedienungsanleitung.

      — timboray
    • Ja warum kauft man dann so eine billige scheisse? Ich versteh das nicht, 700€ Smartphone, und dann 15€ sparen und kriegt dafür absolute billigqualität, gefährlich ist es auch noch …

      — ennienns
  8. Die sollen sich erst einmal darum kümmern, dass bei ihren eigenen MagSafe Netzteilen nicht ständig die Isolierung am Stecker bricht. Ist mir jetzt schon mehrere Male passiert und am Telefon wird dann auch noch rumgemault, wie das denn passieren könne. Dabei ist der Defekt schon lange bekannt und Apple bekommt das nicht in den Griff.

    — HansWurst
    • Wir haben ein MacBook Pro und ein MacBook Air im Dauerbetrieb. Nichts zu sehen! Davor hab ich ein weißes MacBook 7 Jahre mit mit rumgetragen – ohne jeglichen Verschleiß am Kabel!!

      — :: Lars ::
      • Dann ist das schön für dich. Bei meinem Macbook Air 2011 ist das Kabel schon das dritte Mal kaputt. Das Netzteil ist dabei immer am gleichen Ort und trotzdem bricht die Isolierung. Besonders beansprucht wird der Stecker dabei nicht.

        — HansWurst
      • @hanswurst
        Also wenn es beim Großteil der Nutzer keinerlei Probleme gibt, und bei dir schon 3 mal, dann kannst du behaupten was du willst, liegt es an dir.

        — ennienns
  9. “Da Apple sich aber nicht explizit auf die Währungen der beiden genannten Länder, sondern allgemein von „10 Dollar oder dem Gegenwert in lokaler Währung“ spricht ”

    Die chinesische Sonderseite gibt präzise RMB68 für China an. Evtl ist die Aktion ja wirklich nur für USA/China.

    — Publix

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