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756 unangekündigte Werksinspektionen

Zulieferer-Bericht 2018: Apple schickt zwei Kinder zur Wunsch-Schule

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Seit 2013 informiert Apple im Jahresrhythmus öffentlich über seine Zulieferer, über die dort herrschenden Arbeitsbedingungen und über die Anstrengungen des Unternehmens, diese nicht unter einen gewissen Mindeststandard fallen zu lassen.

Supplier

Apple trägt mit der regelmäßigen Veröffentlichung des sogenannten Supplier Responsibility Report dem Anspruch Rechnung, die Öffentlichkeit über die Maßnahmen zur Kontrolle und Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben zu informieren.

Seit heute steht das von 37 auf 59 Seiten angewachsene PDF-Dokument in der aktualisierten Ausgabe 2018 zum Download bereit und informiert detailliert über den Stand der Dinge.

Der Fortschrittsbericht informiert über die Ergebnisse der von Apple durchgeführten Besichtigungen der Zulieferer-Betriebe. Im vergangenen Jahr hat Cupertino 756 unangekündigte Werksinspektionen in 30 Ländern durchgeführt und zudem satte 3 Millionen Mitarbeiter in Schulungen über ihre Rechte aufgeklärt.

Mitarbeiter Zahlen

Kinderarbeit ist nicht akzeptabel

Neben Unmengen an Zahlen, Graphen und Statistiken präsentiert der Bericht auf Seite 51 ein menschliches Highlight.

Im vergangenen Jahr hat Apple zwei Verstöße gegen die Richtlinien zur Kinderarbeit festgestellt. Die verantwortlichen Zulieferer wurde dazu verdonnert, den Jugendlichen – bei gleichbleibender Vergütung – bis zum Erreichen der Volljährigkeit freizustellen, Bildungsangebote zu finanzieren und die Möglichkeit anzubieten, eine Wiedereinstellung auf Wunsch vorzunehmen.

Im Jahr 2017 haben wir zwei Fälle von minderjähriger Arbeit aufgedeckt. Die beiden minderjährigen Mitarbeiter waren 14 und 15 Jahre alt. In beiden Fällen nutzten Personen eine falsche Identifikation, um sich anstellen zu lassen. Nachdem wir die Personen identifiziert haben, wurden beide sofort nach Hause gebracht und ihre Wunsch-Schule aufgenommen, bei fortlaufendem Lohnbezug vom Lieferanten. Wenn sie das gesetzliche Mindestalter erreichen, wird ihnen eine Stelle in der von ihnen verlassenen Zuliefereinrichtung angeboten, falls sie zurückkehren möchten.

Donnerstag, 08. Mrz 2018, 14:12 Uhr — Nicolas
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  • So geht man richtig gegen Kinderarbeit vor. Leider ist sowas nicht überall möglich…

  • Zwei Kinder klingt natürlich nach „peanuts“ (wobei es für die beiden zunächst einmal jeweils 100% Chancen sind, insbesondere da sie ihren Lohn weiter bekommen, der oft in diesen Ländern für die Familien wichtig ist)
    Es geht hier aber nicht um diese Einzelfälle, sondern um das Signal auch an andere Zulieferer.
    Sehr schönes Beispiel für ein gutes Compliance-Management.

  • Super Transparenz! Einer muss als positives Beispiel voran. Klar geht es besser doch ein ANFANG ist besser als gar NICHT ANFANGEN. Wir haben noch einen langen Weg vor uns – doch jeder Unternehmer sollte sich ein Beispiel daran nehmen.

  • Apple schickt die Kinder nicht, sondern der Zulieferer. Das sollte man auch so schreiben

    • Wollte ich auch schon Schreiben! Ist ja wie bei der BILD hier.
      Aufreisser und dann im kleingedruckten auf Seite 5 die Wahrheit!

      • Kann man sich wahrscheinlich vor trefflich darüber streiten wir jetzt schickt, wenn die Zulieferer nur das Regelwerk Apples umsetzen

    • Und wie  die schickt. Die Zulieferer würden 5 Jährige einstellen wenn es sich lohnt. Die beiden Kindern werden vom Zulieferer weiterbezahlt, aber ohne dass  denen über die Schulter guckt passiert da gar nichts zum Wohle der Mitarbeiter, weder generelle Kontrollen zu Kinderarbeit, noch dass die bezahlt zur Schule gehen können.

      Ist also Schwachsinn dass dem Zulieferer anzurechnen, sollte eigentlich auch jedem klar sein.

      Ironischerweise hat es übrigens durchaus BILD-Niveau, grade dieser Seite zu unterstellen sie würde berichten wie die BILD…

  • Also… die beiden Kinder haben falsche Angaben zum Alter gemacht und werden jetzt belohnt?

    Ähm…

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