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Stichtag 1. November

Keine Synology-Backups mehr auf Amazon Drive möglich

31 Kommentare 31

Amazon Drive wird sich von November an nicht mehr als Speicherziel für NAS-Laufwerke nutzen lassen. Amazon wird den Zugriff auf Amazon Drive über Synology Cloud Sync und Hyper Backup zum 1. November einstellen. In der Folge wird man nur noch über Amazon Drive oder Amazon Photos-Web, die Desktop-App und die mobilen Apps auf die auf Amazon Drive gespeicherten Inhalte zugreifen.

In einer Mitteilung an betroffene Nutzer ist darüber hinaus die Rede davon, dass künftig nur noch nicht verschlüsselten Inhalte auf Amazon Drive gespeichert werden dürfen. Diese Formulierung lässt verschiedene Interpretationen zu, es ist allerdings anzunehmen, dass hier lediglich auf die Nutzung des Cloud-Speichers für verschlüsselte Backups abgehoben werden soll.

Amazon bewirbt das Drive-Angebot vorrangig als Speicherplatz für Fotos und Videos sowie weitere persönliche Inhalte seiner Kunden, insbesondere Mediendateien. Unbegrenzter Speicherplatz für Fotos ist im Prime-Abonnement erhalten, zudem erhält jeder Nutzer 5 GB kostenlosen Speicherplatz und kann diese kostenpflichtig erweitern.

Amazon Drive Preise

Ursprünglich wurde Amazon Drive im Jahr 2016 mit einem Preispunkt von 70 Euro pro Jahr mit unbegrenztem Speicherplatz für „Fotos, Videos, Musik, Dokumente und mehr“ eingeführt. Synology hatte seine Backup-Werkzeuge daraufhin entsprechend angepasst und die Auswahl von Amazon Drive als Speicherziel erlaubt. Nur anderthalb Jahre später musste Amazon allerdings zurückrudern und den zuvor noch unbegrenzt verfügbaren Speicherplatz limitieren.

Man darf davon ausgehen, dass Amazon die „Fremdnutzung“ von Amazon Drive mit dieser Maßnahme eindämmen und den Fokus zurück auf die Möglichkeit zur Speicherung persönlicher Inhalten in Verbindung mit den von Amazon angebotenen Diensten und Apps bringen will.

Wer Amazon Drive bislang als Speicherplatz für seine NAS-Datensicherungen genutzt hat, muss sich ein neues Ziel suchen. Auf dem Markt für externe Angebote sind externe Anbieter wie Backblaze ebenso wie das von Synology angebotene C2-Backup. Eure Tipps diesbezüglich dürft ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen.

Danke benztown

Donnerstag, 27. Aug 2020, 9:18 Uhr — Chris
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  • Ich werfe hier mal die „Storage Box“ von Hetzner in den Raum.

    Speicherung in Deutschland, Zugriff über viele Protokolle (WebDAV, rsync, SFTP usw.) und alles zu sehr überschaubaren monatlichen Preisen (z.B. 2TB für 9,16€), keine Setupgebühren und monatlich kündbar.

  • Nutze C2 von Synology. Einfach und Perfekt

  • Ha! Hab‘ mich schon gewundert, wie lange amazon das mitmacht:
    zig Terabytes, die sie nicht einsehen und entsprechend keine Informationen ver-/auswerten können….
    Keine wirkliche Überraschung
    Und Aluhut wieder aufgesetzt :)

  • Super zufrieden mit C2 Backup und die Server stehen in Frankfurt

  • Da sag ich livedrive – Server in Irland. 5€/Monat als Addon zu den unlimitierten Plänen (ab7.99). Damit kann ich auch meine DS920 mit 10TB günstig sichern.

  • Ich werfe mal „Microsoft 365 Family“ ins Rennen. 6 User bekommen jeweils 1 TB OneDrive Speicher.
    Kostet im Angebot 55 EUR im Jahr, aber dafür können 6 Personen im Haushalt auch noch das MS Office Paket nutzen.
    Vorher hatte ich für 35 EUR im Jahr das Synology C2 Backup.

    • Onedrive kann man aber nicht nativ als Backup einrichten. Es ist nur ein Cloud-Sync, aber kein richtiges Backup. Verschlüsselung ootb geht auch nicht

      • Synology bietet beim Cloud-Sync eine Client-seitige Verschlüsselung (Passwort) an.
        Somit werden die Dateien vor dem Upload verschlüsselt. Die Dateinamen und Dateitypen sind zwar in OneDrive sichtbar, aber nicht lesbar.

  • Klar, in vielen Ecken von Deutschland kann man davon immer noch nur träumen, aber seit dem letzten Jahr sind wir glückliche Nutzer eines Glasfaseranschlusses. Die Verwandtschaft in der Nachbarstadt 20km entfernt ebenso. Dort habe ich einfach mein altes NAS aufgestellt, auf das ich mich nun bequem per VPN verbinden kann. Nun läuft die Datensicherung ganz bequem, super flott und quasi kostenlos.

    Gegen einen Super GAU oder Meteoriteneinschlag der alles im Umkreis von 20km vernichtet sind die Daten damit immer noch nicht geschützt, aber damit kann ich leben :-P

  • Ich habe ausschließlich meine Fotos da gesichert. Absolut ärgerlich, dass die den Service jetzt so kastrieren. Zumal Windows-NAS ja scheinbar weiterhin dahinsichern dürfen.

  • Stefan B. aus H.

    Dabei habe ich gerade meine Dateien bei Amazon nahezu komplett abgezogen. Da müsste jetzt wieder Platz sein ;-).
    Ich glaube auch, dass es Amazon um Machine-Learning Material geht, das sie unverschlüsselt halt am einfachsten nutzen können. Vielleicht gab’s auch einen Deal mit anderen „Parteien“, die ein starkes Desinteresse an verschlüsselten Daten haben. Man weiß es nicht.

  • Backblaze Unlimited-Backup für 60 $ im Jahr, ein Docker-Image auf die Synology mit dem Backblaze Client. Fertig.

  • Ich nutze Arq auf dem Mac und sichere in OneDrive (Office Abo)…klappt hervorragend

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