Roborock Saros 20 vor dem Start: Das Warten hat sich gelohnt
Ziemlich genau ein Jahr nach unserer ausführlichen Auseinandersetzung mit dem Saros 10 tritt mit dem Roborock Saros 20 in Kürze der direkte Nachfolger des Allrounders an. Das neue Modell wirkt dabei bewusst entschlackt, verzichtet auf überflüssige Spielereien und konzentriert sich auf die Funktionen, die sich im Alltag tatsächlich bewährt haben.
Der Saros 20: Roborocks nächstes Flaggschiff für das Jahr 2026
Gleichzeitig integriert der Saros 20 alle relevanten aktuellen Branchenstandards und positioniert sich damit als moderner, aber angenehm unaufgeregter Saugroboter, der Doppelschwellen mit fast 9 Zentimer Höhenunterschied meistern kann. Wir haben den Saros 20 in den vergangenen Wochen intensiv genutzt und ihn dabei auch als direkten Nachfolger des Saros 10 bewertet. Unsere Eindrücke fassen wir im Folgenden zusammen.
Kompakt verpackt und auffallend flach gebaut
Schon beim Auspacken fällt auf, wie stark Roborock die gesamte Produktkategorie weiter komprimiert hat. Während vor wenigen Jahren noch große und sperrige Kartons geliefert wurden, kommt der Saros 20 heute in einer Verpackung mit rund 45 cm × 45 cm × 55 cm aus. Darin findet sich bereits alles, was man für den Betrieb benötigt.
Die Basisstation verzichtet auf einen Deckel, der Saros 20 auf einen Laserturm
Der Roboter selbst verzichtet vollständig auf einen klassischen Laserturm. Stattdessen setzt Roborock auf die optische Navigation StarSight 2.0, was eine Bauhöhe von nur rund 8 cm Zentimetern ermöglicht. Damit ist der Saros 20 deutlich flacher als viele Konkurrenzmodelle und kommt problemlos auch unter niedrige Möbel.
In den ersten Fahrten durch unsere Wohnung wirkte es zunächst so, als würde der Roboter dennoch ungewöhnlich vorsichtig agieren und nicht bis direkt an die sehr niedrige Ikea-Scheuerleisten heranfahren. Der Grund dafür liegt jedoch in einer Einstellung innerhalb der App. Erst wenn dort explizit aktiviert wird, dass der Roboter bis auf Gehäusegröße unter Möbel fahren darf, nutzt er seine geringe Bauhöhe konsequent aus. Nach Aktivierung dieser Option fährt der Saros 20 zuverlässig auch in sehr enge Bereiche und reinigt dort gründlich.
Neue Putztechnik, kompaktere Station: Der Saros 20 hier rechts neben dem Saros 10.
Wischsystem mit rotierenden Mops
Beim Wischen setzt der Saros 20 auf zwei rotierende Wischmops. Die Branche hat sich hier inzwischen klar von einfachen Wischtüchern verabschiedet, die lediglich feucht hinterhergezogen werden. Rotierende Mops bieten spürbare Vorteile, insbesondere an Kanten und Übergängen. Der Saros 20 kann seine Mops seitlich ausfahren und erreicht so Bereiche, die mit starren Lösungen schwer zugänglich sind.
Auf der zweigeteilten Hauptbürste bleiben (so gut wie) keine Haare mehr hängen
Alternativen wie ausfahrbare Reinigungswalzen existieren zwar, reagieren aber meist träger. Die flexiblen Wischmops des Saros 20 wirken im Alltag schneller und anpassungsfähiger.
Navigation, Kartierung und App-Funktionen
Die Navigation gehört (auch ohne Laserturm) weiterhin zu den Stärken von Roborock. Der Saros 20 erstellt neue Karten sehr schnell. Bei der ersten Fahrt erkundet er die Wohnung ohne aktive Reinigung, fährt kurz in jeden Raum und erstellt innerhalb weniger Minuten eine vollständige Übersicht. Nach der ersten vollständigen Reinigung wird die Karte weiter verfeinert. Dabei erkennt der Roboter unterschiedliche Bodenarten wie Teppich, Holz oder Fliesen.
In Sachen App-Steuerung weiterhin Klassenbester
Diese Informationen lassen sich gezielt nutzen: So kann beispielsweise für Holzböden eine geringere Wassermenge eingestellt werden als für Fliesen. Zusätzlich lässt sich festlegen, in welcher Richtung gewischt werden soll oder ob der Roboter ein freies Reinigungsmuster nutzt.
Die App bietet umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Räume lassen sich einzeln benennen, Reinigungen zeitlich automatisieren oder gezielt ausschließen. Sperrzonen können manuell gesetzt werden, etwa in Bereichen mit Spielzeug oder empfindlichen Gegenständen. Gleichzeitig funktioniert die Objekterkennung inzwischen so zuverlässig, dass Kabel, Handschuhe oder Bauklötze meist selbstständig umfahren werden, ohne den Reinigungsablauf zu stören.
Hindernisse werden erkannt und auf Wunsch fotografiert, um beim Aufräumen zu helfen
Basisstation: einfacher zugänglich, aber lauter
Die Basisstation übernimmt wie gewohnt das Auswaschen der Mops, das Absaugen des Staubbehälters sowie die Versorgung mit Frischwasser. Positiv fällt auf, dass Roborock auf versteckte Klappen und Blenden verzichtet. Frisch- und Schmutzwassertank sind offen zugänglich und lassen sich einfach entnehmen. Das erleichtert nicht nur das Befüllen und Entleeren, sondern auch die Reinigung der Tanks selbst.
Großer Vorteil im Vergleich zum Vorgänger: Die Wassertanks sind sofort griffbereit
Im direkten Vergleich zum Saros 10 ist der Reinigungsprozess der Mops jedoch deutlich lauter. Während beim Vorgänger lediglich ein Wischtuch gereinigt wurde, werden beim Saros 20 die rotierenden Mops mit spürbarem Geräusch und bis zu 100° heißem Wasser ausgewaschen. Dieser Vorgang dauert nur wenige Minuten, fällt akustisch aber deutlich stärker auf. Störend ist das nicht, muss aber erwähnt werden. Der Unterschied zum Vorgänger ist nicht zu überhören.
Saugleistung und Wartung
Mit 36.000 Pascal Saugleistung bewegt sich der Saros 20 am oberen Ende dessen, was aktuell angeboten wird. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die stetig steigenden Pascal-Werte kaum noch einen spürbaren Unterschied machen. Teppiche und Hartböden werden zuverlässig gereinigt, Haare verheddern sich dank der Anti-Tangle-Hauptbürste kaum noch.
Das Gegenteil von Laborbedingungen: Schon beim ersten Durchgang erwischen der Saros 20 fast alles
Die Wartung bleibt insgesamt gering. Der interne Staubbehälter fasst rund 260 ml, der Staubbeutel in der Station 2,5 Liter. Je nach Haushalt und Nutzungsintensität reicht ein Beutel damit locker mehrere Monate. Auch der Akku bietet keinen Anlass zur Kritik. In unserem Testhaushalt mit rund 120 Quadratmetern Fläche war ein manuelles Nachladen während der Reinigung nicht notwendig, auch wenn Saugen, Wischen und die gründlichste Routenplanung ausgewählt waren.
Sprachsteuerung und Smart-Home-Anbindung
Erstmals in unserer inzwischen recht langen Historie mit Roborock-Geräten hat uns beim Saros 20 auch die integrierte Sprachassistenz wirklich überzeugt. Die sogenannte „Hello Rocky“-Funktion war bislang für uns eher ein nettes Zusatzfeature, das man zur Kenntnis nimmt, aber im Alltag kaum aktiv nutzt. Beim Saros 20 zeigt sich jedoch, dass diese Art der direkten Ansprache durchaus sinnvoll sein kann.
Reinigen unter Möbeln: Die Einstellungen sind umfangreich und teils schwierig zu finden
Der große Vorteil liegt darin, dass der Roboter unmittelbar auf Zuruf reagiert, ohne dass zuvor die App geöffnet werden muss. Ein einfaches „Hello Rocky, reinige die Küche“ oder „Wohnzimmer saugen“ genügt, und das Gerät startet die entsprechende Reinigung. Gerade im Familienalltag ist das praktischer, als es zunächst klingt. Nicht jedes Haushaltsmitglied möchte sich eine zusätzliche App installieren oder sich mit den erweiterten Einstellungen beschäftigen. Kinder oder ältere Familienmitglieder können den Roboter dennoch bedienen, ohne ein Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.
Hinzu kommt, dass die Sprachbefehle bewusst einfach gehalten sind. Es geht nicht darum, komplexe Dialoge zu führen oder spezielle Formulierungen zu lernen. Klare, kurze Kommandos reichen aus. In der Praxis funktioniert das zuverlässig, solange man sich in Hörweite des Geräts befindet.
Darüber hinaus lässt sich der Saros 20 in bestehende Smart-Home-Strukturen integrieren. Unterstützt werden unter anderem Siri-Kurzbefehle, Amazon Alexa und Google Home. Über diese Systeme kann der Roboter ebenfalls gestartet oder gestoppt werden. Wer möchte, kann ihn in Routinen einbinden, etwa in eine Szene, die beim Verlassen des Hauses automatisch die Reinigung startet.
Die Matter-Integration ist nett, die Sprachsteuerung und die Roborock-App trumpfen diese aber
Besonders interessant ist zudem die Matter-Unterstützung, durch die sich der Saros 20 in Apple Home integrieren lässt. Die Steuerung bleibt dort zwar vergleichsweise rudimentär und beschränkt sich im Wesentlichen auf grundlegende Start- und Stopp-Befehle, dennoch ist es angenehm, das Gerät zentral im Smart-Home-System verwalten zu können. Eine detaillierte Raum- oder Leistungssteuerung erfolgt weiterhin komfortabler über die Roborock-App.
Insgesamt zeigt sich hier, dass die Sprachsteuerung beim Saros 20 nicht mehr nur ein optionales Gimmick ist, sondern sich sinnvoll in den Alltag einfügen kann. Wer sie nutzen möchte, erhält eine zusätzliche, unkomplizierte Bedienebene. Wer darauf verzichten will, wird nicht dazu gezwungen.
Heißwasserreinigung und Laufzeit
Die Basisstation wäscht die Mops mit bis zu 100 Grad heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit rund 55 Grad warmer Luft. Dadurch bleiben die Mops hygienisch und geruchsfrei. Der Frischwassertank fasst 4 Liter, der Schmutzwassertank 3,5 Liter, was für mehrere Reinigungszyklen ausreicht.
Kein Dorn im Auge: Der Saros 20 ist unauffällig, täglich im Einsatz und problemlos in der Küche unterzubringen
Der Akku mit 6.400 mAh lädt in unter zweieinhalb Stunden und ermöglicht bis zu 200 Minuten Laufzeit, was einer Reinigungsfläche von etwa 250 Quadratmetern entspricht.
Das Warten hat sich gelohnt
Unterm Strich richtet sich der Saros 20 klar an Roborock-Nutzer der ersten Stunden, die ihre Geräte seit mehreren Generationen im Einsatz haben und bislang keinen zwingenden Anlass für einen Wechsel gesehen haben. Genau für diese Zielgruppe wirkt das neue Modell nun wie ein überfälliger Schritt nach vorn. Die flache Bauweise ohne Laserturm, die ausgereifte Navigation, das durchdachte Wischsystem und die vereinfachte Basisstation ergeben in Summe ein stimmiges Gesamtpaket.
(Unser) Highlight: Die Tauchfahrten unter die Scheuerleiste. Können viele Wettbewerber noch nicht.
Wer in den vergangenen Jahren bewusst gewartet hat, weil einzelne Zwischenmodelle noch nicht den entscheidenden Mehrwert boten, findet im Saros 20 nun ein Upgrade, das sich nicht über Einzelwerte definiert, sondern über die konsequente Weiterentwicklung im Detail. Gerade Nutzer älterer Roborock-Modelle dürften viele der Detailverbesserungen unmittelbar zu schätzen wissen.
Gleichzeitig ist der Saros 20 aber nicht nur ein Gerät für Bestandskunden. Auch Neueinsteiger, die erstmals in die Klasse der vollausgestatteten Saug- und Wischroboter einsteigen möchten, bekommen hier ein ausgereiftes Modell, das die aktuellen Standards der Branche bündelt, ohne durch experimentelle Sonderfunktionen zu überfordern. Wer also nicht auf ein bestimmtes Spezialfeature aus ist, sondern eine durchdachte Komplettlösung sucht, findet im Saros 20 einen sehr soliden Einstieg.
Der Saros 20 ist auch für Bestandsnutzer eine Upgrade-Empfehlung
Wie sich der Saros 20 preislich positionieren wird und ab wann er regulär erhältlich ist, ist noch offen. Wir gehen jedoch davon aus, dass das neue Modell noch im laufenden Quartal auch den deutschen Handel erreichen wird.











Irgendwie sind wir hier mit der Reinigung der rotierenden Wischmobs unseres QRevo selbst im Vergleich zum Wischtuch des S7 nicht zufrieden. Ob es mit Walzen besser wird? Aber hier wird mehr Dreck verteilt als mit dem S7 zuvor.
Ich habe jetzt den Dreame Aqua10 Roller Ultra und der Boden wird super sauber. Viel besser als mit Wischtuch. Hatte allerdings nie einen Roboter mit den rotierenden Mobs.
Genau diese Kombination kann ich auch bewerten und nein, der S7 wischt nicht im Ansatz so gut wie der Q Revo (1.generation).
Vielleicht stimmt irgendwas nicht? Mopps brauchen wäsche oder sind schlicht durch?
Es lohnt zwischendurch mal auf die Wasserauslassdüsen zu gucken. Nach gut zwei Jahren hatte sich da bei uns ein wenig mal abgesetzt (allerdings noch nicht wirklich störend viel)
*mal = Kalk
Mit meinem Qrevo Edge habe ich keine Probleme, ebenso bei meinen Eltern keine Beanstandungen.
Der selbe läuft bei mir auch ohne Probleme.
Ein Vergleich mit dem 10R wäre sinnvoller gewesen ;)
Seit es endlich Wischroboter mit sich während der Fahrt reinigenden Walzen gibt, kommen Wischpads die den Dreck meist nur verteilen für mich nicht mehr in Frage.
Wenn die Wohnung grundsauber ist und man oft genug wischt ist das durchaus ausreichend. Walzen haben halt wieder andere Nachteile und kommen obwohl sie ausfahrbar sind trotzdem nicht so gut in die Ecken.
Verkaufsstart: 26.02., Preis: 1489,00….
Source?
Employee ;)
Funktioniert das Ding offline?
Wir müssen die Wassertanks entnommen werden? Nach oben oder schräg nach vorn?
Ich will den in der Küche in einen Schrank einbauen. Daher wäre es interessant ob das geht.
Nach oben
Ohne Walze = ohne mich.
Ich mag Vollmilchschokolade lieber als zartbitter
Ich habe mir kürzlich den DREAME X4O ULTRA COMPLETE für 490.-€ geleistet und bin sehr zufrieden.
Wo gibts das um 490€?
Die Branche hat sich hier inzwischen klar von einfachen Wischtüchern verabschiedet….. das stimmt so nicht! Es wird auch den Saros 20 Sonic geben, welcher das VibraRise 5.0 System hat. Mit ausfahrbaren Moppmodul. Dieses Wischsystem ist für empfindliche Böden ideal weil hier keine Rotation stattfindet, sondern eben Vibration. Auch der Anpressdruck auf den Boden ist niedriger und schonender. Im Kopf der Kunden findet gerne der Roationsmopp statt. Hier sollte eigentlich – fair betrachtet – der Saros 10R vs. Saros 20(x) und der Saros 10 vs. Saros 20 Sonic Complete verglichen werden. So, ich habe fertig!