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Hörgewohnheiten: iTunes Add-Ons für Win & Mac

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In den letzten Wochen haben etliche, auf iTunes abgestimmte, Musik-Empfehlungs-Tools das Licht der Welt erblickt und stehen nun zum freien Download bereit. Ob die Erweiterungen uns aber wirklich dabei helfen, die eigene Musik neu zu entdecken, uns auf unbekannte Tracks aufmerksam machen, oder einfach nur stören läßt sich auf den ersten Blick schlecht sagen. Unsere Erfahrungen mit The Filter, waren zwar überwiegend positiv, doch nach den ersten drei Tagen hatten auch wir kein Interesse mehr an den Musikempfehlungen des neunmalklugen Plugins. Die Situationen in denen man wirklich völlig ratlos ist, wenn es darum geht welche Musik denn nun gespielt werden soll, halten sich eben in Grenzen. Doch werfen wir mal einen genaueren Blick auf das derzeit verfügbare Angebot an Suggestion-Tools.

SpotDJ
SpotDJ, verfügbar für Windows und den Mac, setzt dem Download eine Registrierung voraus und ist gut 1MB groß. Nach der Installation und dem Login, im nun auf dem Desktop schwebenden Fenster, passiert erst mal nichts. Das Konzept von SpotDJ beinhaltet keine Empfehlungen sondern versorgt den iTunes nutzenden Musikkonsumenten mit Meinungen und Infos anderer SpotDJ-User. 15 Sekunden vor dem Ende eines Songs zeigt der SpotDJ die zu dem Lied gefundenen Spots an und spielt diese vor Beginn des nächsten Tracks. Spots können kurze Reviews, Background-Infos zum Lied oder einfach nur Empfehlungen zu ähnlicher Musik sein. Voraussetzung für das hören von Spots ist natürlich die Verfügbarkeit eben jener. Je unpopulärer die gerade gespielte Musik ist, desto unwahrscheinlicher ist die Verfügbarkeit eines Spots.

Hört man aber beispielsweise den aktuellen 50Cent Topseller so kann man zwischen etlichen Spots wählen. Eigene Spots lassen sich, Mikrofon und gute Laune vorausgesetzt mit nur einem Mausklick aufnehmen und im SpotDJ-Archiv speichern. Auch das Bewerten der gehörten Spots ist über das übliche 5-Sterne System möglich. SpotDJ ist eine interessante Art mehr über die eigene Musik zu erfahren, kann aber auch schnell zur nervlichen Belastungsprobe werden, je nachdem wer den Spot gesprochen hat und mit welchem Inhalt er gefüllt ist. Ein kleines Demo-Video gibt es im Anschluß.

Soundflavor
Soundflavor ist momentan nur für Windows-Maschinen erhältlich, kommt demnächst aber auch auf den Mac. Ebenso wie beim SpotDJ benötigt man als Soundflavor-User ein kostenloses Benutzerkonto. Ist dies eingerichtet und Soundflavor installiert, wird erstmal die eigene iTunes-Bibliothek gescannt. Für 5000 Songs benötigt der Soundflavor DJ eine gute Minute. Dann kann es auch schon losgehen. Ein kleiner Mini-Player zeigt das Cover des gerade gespielten Tracks an, und bietet die nötigsten Bedienelemente (Play, Vor, Zurück und eine Lautstärkereglung). Hat Soundflavor den aktuellen Track erkannt (wie immer gilt auch hier, je populärer der eigene Musikgeschmack, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit gute Tipps geliefert zu bekommen) versorgt eine Cover-Vorschau den Hörer mit den dazu passenden Liedern die nun als nächstes gespielt werden.

Mit dem „Flavorizer“, einem kleiner Schieberegler, läßt die Stimmung der empfohlenen Lieder variieren. Full Flavor bringt ausschließlich ähnliche Musik, mit Mild Flavor hingegen werden öfter auch genreübergreifende Empfehlungen gesetzt. Der Soundflavor DJ bringt für die Heavy-User noch etliche Einstellungen mit, die unter anderem auch dabei helfen den gesamten Empfehlungs-Algorithmus zu optimieren. Playlisten lassen sich erstellen und bestehende Wiedergabelisten verlängern. Es gibt Links zu Amazon und CD-Empfehlungen von anderen Soundflavor-Usern. Ein wenig störend sind die Titelempfehlungen in der aktuellen Playliste. Grundsätzlich spielt Soundflavor nur Tracks die sich bereits in der eigenen Bibliothek befinden.

iLike
Die iLike-Sidebar für iTunes ist für Mac und Windows erhältlich und ca. 2MB groß. Nach der Installation und einem iTunes-Neustart nimmt die iLike-Sidebar auch gleich ein gutes Fünftel unseres PC-Screens in Anspruch und Dockt sich an die rechte Seite des iTunes-Fensters. Sehr systemhungrig ist die Sidebar auf unserem Test-Rechner so gut wie nicht zu nutzen, Ladevorgänge und Aktualisierungen dauern mehrere Sekunden und Empfehlungen erscheinen oft erst mit einer Verzögerung von bis zu zwei Minute. Davon abgesehen macht die iLike-Sidebar aber keinen schlechten Job. Passend zu der aktuell gespielten Musik schlägt sie ähnliche Titel vor, die im iTS erworben, oder frei heruntergeladen werden können. Die 30sekündige iTunes-Preview läßt sich direkt im iLike-Fenster anhören.

Auch zu deutschen und französischen Interpreten gibt es beachtliche Ergebnisse. Neben Song-Empfehlungen lassen sich mit der iLike-Sidebar auch iLike-Freunde sowie eigene Widergabelisten verwalten. Unter dem Strich läßt sich die iLike-Sidebar aber auf eine einfache Einkaufshilfe reduzieren. Die eigene Musik wird hier nicht anders oder aufregender erlebt.

Freitag, 03. Nov 2006, 15:02 Uhr — Nicolas
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