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beaTunes: DJ-Tool macht Ordnung in der Mediathek

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Hin und wieder muss auch in iTunes aufgeräumt werden, und um so größer die Mediathek ist, um so mehr Zeit geht beim Korrigieren von Schreibfehlern oder dem Optimieren der Titelinformationen drauf. Glücklicherweise gibt es inzwischen diverse Software-Tools, die uns bei dieser Tätigkeit unterstützen. Für Mac-User unverzichtlich und daher hier erneut erwähnt: der kostenlose Tune•Instructor von Tibor Andre.

Mit beaTunes wollen wir euch ein für Windows und den Mac verfügbares Programm vorstellen, das wie das Logo erkennen lässt aus der DJ-Ecke kommt, inzwischen aber mit umfassenden Werkzeugen zur Verwaltung der Mediathek ausgestattet ist. Der Preis von 25$ wird den Kreis der dauerhaften Nutzer zwar deutlich einschränken, die 14 Tage in der die Trialversion kostenlos läuft, reichen aber allemal für einmal groß Saubermachen.

Die DJ-Features scheinen uns ausserordentlich mächtig, aber doch zu speziell um im Detail darauf einzugehen: beaTunes analysiert das Tempo der Songs und vergibt Farbmarkierungen je nach Stimmung der Musik, die Kategorisierung kann mit Hilfe von Tags und sogenannten Keys sogar weiter verfeinert werden. Ausgesprochen nützlich könnte auch die Option sein, bei der Songanalyse, Start-/Stop-Zeiten automatisch zu justieren und somit die unterschiedlich langen Stilleperioden an Songanfang und -Ende zu eliminieren. Aber aufgepasst, die automatische Songanalyse funktioniert leider nicht bei DRM-geschützten Songs – ein Argument mehr gegen die Fußfesseln, die uns die Musikindustrie anlegt. Mit den dank höherer Audioqualität für DJs sowieso besser geeigneten iTunes+ Songs gibt es dagegen keine Probleme.


Aber wir wollten keine Party sondern Ordnung machen. Der Befehl ‚Inspect Library‘ veranlasst beaTunes zu einer ausgiebigen Analyse der iTunes Mediathek, und die bringt dann unerwartet viele Leichen an den Tag: Unstimmigkeiten bei der Alben- oder Künstlerbenennung (z.B. variierende Groß-Klein-Schreibung), fehlende oder differierende Einträge bei Jahreszahlen oder Genres, usw.
beaTunes listet jeden Fehler penibel und bietet die bequeme Möglichkeit, die entsprechenden Einträge per Klick auf einen Link zu korrigieren. Dabei werden in der Regel die verschiedenen vorgefundenen Varianten gelistet, alternativ kann man den Eintrag komplett ändern oder die Mängel schlicht ignorieren. Ein wenig Vorsicht ist hier allerdings angesagt, mitunter wirft das Programm aus nicht erkennbaren Gründen sich eigentlich klar unterscheidende Künstler unter einen Hut, zum Beispiel ‚The Cure‘ und ‚The Hacker‘ waren für beaTunes eine Band und es wurde brav gefragt welcher Name nun bitte verwendet werden solle. Ähnliches passiert auch bei geläufigen Albentiteln wie ‚Best Of‘. Einmal auf ‚Ignore this issue in the future‘ geklickt, behebt den Faux-pas jedoch für alle Zeiten.


In jedem Fall überwiegen die praktischen Vorteile einer beaTunes Mediathek-Inspektion mit anschließender Korrektur eindeutig. So lassen sich mit relativ wenig Aufwand die ID-Tags auf Hochglanz polieren. Einmal angefangen hört man nicht mehr auf und hat ruckzuck auch alle Einträge beim ‚Album Artist‘ und dem Entstehungsjahr vollständig.

Bei der Mediathek-Optimierung entsteht teils der Eindruck, beaTunes habe Performance-Probleme. Den Grund hierfür muss man aber eher in iTunes bzw. auf der eigenen Festplatte suchen. Der Klick auf einen Korrekturlink veranlasst mitunter locker mal die Änderung von zig, wenn nicht gar hundert ID-Tags und das kann ein wenig dauern. In diesen Phasen hatten wir auf dem Mac teilweise den Eindruck dass das Programm hängt, mit ein wenig Geduld bekamen wir aber stets ein funktionierendes Interface zurück.

beaTunes ist also in jedem Fall einen Test-Download wert, je nach Umfang der eigenen Mediathek und Inanspruchnahme der unzähligen Features der Sofware kann man sich den Kauf dann 14 Tage überlegen.

Donnerstag, 09. Aug 2007, 7:51 Uhr — Nicolas
8 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • leider ist die website down, hat wer einen mirror der software?

  • Sollte demnächst wieder laufen, wir haben die Entwickler schon darauf hingewiesen?

  • und sie ist wieder on….. klingt aber alles in allem wirklich nicht schlecht und ist sicher ’nen test wert.

  • unglaubliches teil, sofort gekauft!!!

  • Die Bitte um Geduld am Ende des Artikels sollte man unbedingt als Warnung verstehen.

    Die Suchfunktionen sind zwar sehr praktisch und gut gemacht, aber beim Versuch, die Änderungen in iTunes zurückzuschreiben, hat es meine iTunes-Bibliothek zerhauen :-(

  • Ich habe die Software jetzt ausgiebig getestet und muss sagen, dass ich ein gemischtes Gefühl dabei habe. Die Indizierungsfunktion und das daraus abgeleitete Vorschlagsfunktion gefällt mir sehr gut. Man bekommt einen neuen Blickwinkel auf seine eigene Musik.

    Leider ist die Software beatunes sehr buggy und stürzt häufig ab (dies bezieht sich auf die MAC-Version).

  • ich habe mir beatunes ebenfalls zum aufräumen gekauft. hängte sich dauernd auf- auf einem 8 core mac (10.6.3) sollte es ja eigentlich laufen. jetzt aktualisiert auf die neueste version- immer noch voller fehler- ich kann nur abraten!!!!!

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