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„Apple News“ im Profil: Menschen statt Maschinen

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Als deutschen Anwendern fällt es uns schwer, das von Apple kuratierte Nachrichtenangebot „Apple News“ qualifiziert zu bewerten. Offiziell bietet Apple seine Nachrichtenauswahl hierzulande nämlich noch gar nicht an.

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Zwar zeigt das mobile iOS-Betriebssystem bereits seit Ausgabe 10 ein Schlagzeilen-Widget an, dies liefert jedoch fast ausschließlich Schrott-Inhalte und verlinkt seinerseits nur auf die mobilen Webseiten der genannten Online-Nachrichtenangebote.

Auf dem Mac steht seit macOS Mojave die offizielle Apple News-Anwendung zur Verfügung, diese muss auf deutschen Rechnern jedoch erst umständlich sichtbar gemacht werden, da Apple die Hausanwendung hierzulande versteckt. Manuell gestartet, zeigt Apple News auf deutschen Macs ausschließlich englischsprachige Inhalte an.

Entsprechend sind wir aus Erfahrungsberichte aus Übersee oder Großbritannien angewiesen, wo der von Apples Redakteuren zusammengestellte Nachrichtenmix bereits verfügbar ist – und diese sind in den vergangenen Monaten durchwachsen ausgefallen.

So zog sich etwa im April 2017 die englische Tageszeitung „The Guardian“ aus dem Experiment mit Apple News zurück und kündigte an, fortan keine Artikel mehr über Apples iPhone-Anwendung bereitstellen. Bis dato bot das Traditionsblatt jeden seiner Artikel auch über Apples Nachrichten-App an.

Amerikanische Nutzer üben immer wieder Kritik am undurchsichtigen Geschäftsmodell. Neben unterschiedlichen Anzeigenformaten in Apple News, sollen langfristig auch Mikrozahlungen geplant sein, aktuell ist jedoch unklar in welche Richtung sich Apple News entwickeln wird.

Apple News

New York Times blickt hinter die Kulissen

Doch Apple scheint sich ein wenig zu öffnen. So hat die New York Times unter der Überschrift „Apple News’s Radical Approach: Humans Over Machines“ jetzt ein Profil des Dienstes veröffentlicht, dessen Kernbotschaft uns an den Marktstart des Spotify-Konkurrenten Apple Music erinnert: Apple News setzt auf Journalisten und Kuratoren um Nachrichteninhalte auszuwählen und verlässt sich nicht auf Algorithmen und das schlichet Zählen der meistgeklickten Schlagzeilen.

Eine Leseempfehlung, die dabei Hilft Apples Selbstverständnis einzuordnen. Cupertino scheint der Auswahl relevanter Schlagzeilen fast eben so viel Gewicht beizumessen, wie der journalistischen Arbeit, auf die sich die Kuratoren des iPhone-Produzenten während des Auswahl-Prozesses stützen.

Die Times lässt in ihrem Artikel unter anderem die Apple News-Chefredakteurin Lauren Kern zu Wort kommen:

“We put so much care and thought into our curation,” said Ms. Kern, 43, a former executive editor of New York Magazine. “It’s seen by a lot of people and we take that responsibility really seriously.”

Apple has waded into the messy world of news with a service that is read regularly by roughly 90 million people. But while Google, Facebook and Twitter have come under intense scrutiny for their disproportionate — and sometimes harmful — influence over the spread of information, Apple has so far avoided controversy. One big reason is that while its Silicon Valley peers rely on machines and algorithms to pick headlines, Apple uses humans like Ms. Kern.

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29. Okt 2018 um 11:14 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Ich bin strikt gegen potentielle Filterblasen, nichts anderes sind solche News Aggregatoren Seiten, dessen Ziel es ist den Nutzer möglichst lange bei der Stange zu halten, durch Artikel die dem Interesse des Users entsprechen, um Geld zu verdienen. User sollten sich ausschließlich Nachrichten selbst zusammensuchen dürfen, damit ist die Chance größer (zur Not auch durch Zufall) aus der filterblase auf andere Nachrichten zu stoßen.

  • Ich brauche das für mich überhaupt nicht. Das kann niemals neutral und unparteiisch sein.
    Ich suche mir gerne selbst aus was ich lesen möchte um mir meine eigene Meinung zu bilden.

  • Eines der ersten Widgets welche ich abgestellt habe (und auch bei Freunden und Bekannten abstell).
    Nur Schrott.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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