{"id":69982,"date":"2014-11-27T16:27:37","date_gmt":"2014-11-27T15:27:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ifun.de\/?p=69982"},"modified":"2014-11-27T16:27:37","modified_gmt":"2014-11-27T15:27:37","slug":"neutrale-suchergebnisse-gefordert-eu-droht-google-mit-aufspaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ifun.de\/neutrale-suchergebnisse-gefordert-eu-droht-google-mit-aufspaltung-69982\/","title":{"rendered":"Neutrale Suchergebnisse gefordert: EU droht Google mit Aufspaltung"},"content":{"rendered":"<p>Nach der <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/google-eu-parlament-101.html\">heute verabschiedeten EU-Resolution zu Suchmaschinen<\/a> wird sich Google in Europa noch weniger willkommen f\u00fchlen als zuvor. Die per Abstimmung im EU-Parlament beschlossene, nicht-bindende Empfehlung droht in letzter Konsequenz mit einer Aufspaltung des Konzerns.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/google-shutter-500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/google-shutter-500.jpg\" alt=\"google-shutter-500\" width=\"500\" height=\"334\" class=\"aligncenter size-full wp-image-69991\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/google-shutter-500.jpg 500w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/google-shutter-500-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<h6>(Bild: <a href=\"http:\/\/www.shutterstock.com\/\">Twin Design \/ Shutterstock.com<\/a>)<\/h6>\n<p>Die Resolution gr\u00fcndet auf einen Antrag, der Google mangelnde Neutralit\u00e4t vorwirft. Das Unternehmen bevorzuge bei der Anzeige von Suchergebnissen beispielsweise eigene Dienste oder platziere bezahlte Werbelinks zu prominent. Das EU-Parlament verlangt von Google, Suchergebnisse \u201efrei von Verzerrungen und transparent\u201c darzustellen. Der Gr\u00fcnen-Abgeordneten Philipp Albrecht fordert dar\u00fcber hinaus, dass \u201eSuchmaschinen wie Google neutral sind und keine privatwirtschaftlichen Schaufenster oder Werbetr\u00e4ger f\u00fcr bestimmte Produkte\u201c und will zudem Einblick in die Suchalgorithmen erhalten, die durchaus nachvollziehbar von Google ebenso gut gesch\u00fctzt werden, wie Coca-Cola das Rezept f\u00fcr das hauseigene Brause nicht rausr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Es ist sicher nicht falsch und auch wichtig, Konzernen wie Google ab und an auf die Finger zu klopfen. Aktionen wie die aktuelle EU-Abstimmung oder den abstrusen Zirkus in Sachen Leistungsschutzrecht beschreibt der bekannte US-Journalist Jeff Jarvis in einem lesenswerten Artikel bei <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2014-11\/jeff-jarvis-eurotechnopanik-google-verleger-essay\">Zeit.de<\/a> durchaus nachvollziehbar als \u201eEurotechnopanik\u201c. Jarvis sieht Google von Verlagen und Regierungen zum \u201eBuhmann des digitalen Zeitalters\u201c gemacht und wirft den Verantwortlichen blinden Protektionismus vor, der am Ende Innovation behindert.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Ich mache mir Sorgen um Technologie in Deutschland. Ich bef\u00fcrchte, dass der Protektionismus, der von Institutionen ausgeht, die vom Internet bedroht werden \u2013 das sind vor allem Medienkonzerne und die Regierung \u2013 sowie die zunehmende kulturelle Technopanik zu schlechter Gesetzgebung, unn\u00f6tiger Regulierung und gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzf\u00e4llen f\u00fchren wird. Und dass ein feindliches Umfeld entsteht, in dem Technologen, Investoren und Gesch\u00e4ftspartner nur sehr vorsichtig in Deutschland investieren und arbeiten wollen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mit Blick auf die EU-Entscheidung muss man wenigstens fragen d\u00fcrften, wie sich die dahinter stehenden Abgeordneten das perfekte Internet denn vorstellen. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass Google nicht staatlich finanziert sondern privatwirtschaftlich t\u00e4tig ist, wirkt die Forderung nach einer neutralen und nicht auch an wirtschaftlichen Interessen ausgerichteten Anzeige der Ergebnisse abstrus. Vielleicht w\u00e4re Europa gut beraten, wenigstens einen Teil der allzu oft f\u00fcr leere St\u00fchle im Sitzungssaal verbratenen Abgeordnetengeh\u00e4lter in Bildung zu investieren und auf diese Weise den kritischen Blick des Einzelnen unter anderem auf Onlineangebote zu f\u00f6rdern &#8211; allerdings steht zu bef\u00fcrchten, dass dergleichen noch viel weniger erw\u00fcnscht ist, als versteckte Werbelinks in Suchmaschinen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/e48addfc7bf840e7816a42c89c5de3a1\" width=\"1\" height=\"1\" class=\"tracking\"><\/p>\n<h6>Dieser Artikel spiegelt mehr als sonst hier \u00fcblich eine sehr pers\u00f6nliche Sichtweise des Autors wieder.<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.ifun.de\/neutrale-suchergebnisse-gefordert-eu-droht-google-mit-aufspaltung-69982\/\"><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/google-header-shutter-150x150.jpg\" class=\"alignright tfe wp-post-image\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" \/><\/a><p>Nach der heute verabschiedeten EU-Resolution zu Suchmaschinen wird sich Google in Europa noch weniger willkommen f\u00fchlen als zuvor. Die per Abstimmung im EU-Parlament beschlossene, nicht-bindende Empfehlung droht in letzter Konsequenz mit einer Aufspaltung des Konzerns. (Bild: Twin Design \/ Shutterstock.com) Die Resolution gr\u00fcndet auf einen Antrag, der Google mangelnde Neutralit\u00e4t vorwirft. 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