{"id":42846,"date":"2013-07-12T14:28:09","date_gmt":"2013-07-12T12:28:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ifun.de\/?p=42846"},"modified":"2013-07-12T14:28:52","modified_gmt":"2013-07-12T12:28:52","slug":"microsoft-soll-nsa-bei-ueberwachung-von-skype-outlook-com-und-skydrive-aktiv-unterstuetzt-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ifun.de\/microsoft-soll-nsa-bei-ueberwachung-von-skype-outlook-com-und-skydrive-aktiv-unterstuetzt-haben-42846\/","title":{"rendered":"Microsoft soll NSA bei \u00dcberwachung von Skype, Outlook.com und SkyDrive aktiv unterst\u00fctzt haben"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber die harten Vorw\u00fcrfe, die Edward Snowden Google, Facebook, Apple und Microsoft macht, hatten wir ja <a href=\"http:\/\/www.ifun.de\/snowden-google-facebook-apple-und-microsoft-geben-nsa-direktzugriff-auf-private-daten-42601\/\">berichtet<\/a>. Am Beispiel von Microsoft sollen neu ver\u00f6ffentlichte Unterlagen nun erstmal belegen, wie weit die Kooperation zwischen Unternehmen und den amerikanischen Sicherheitsbeh\u00f6rden im Detail ging. Laut einer auf neu vorliegenden Informationen basierenden <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2013\/jul\/11\/microsoft-nsa-collaboration-user-data\"> Ver\u00f6ffentlichung des Guardian<\/a> ging die Zusammenarbeit weit \u00fcber die \u201eDaten\u00fcbermittlung auf Anfrage\u201c hinaus. Microsoft habe beispielsweise aktiv daran mitgearbeitet, den Beh\u00f6rden den direkten Zugriff auf Outlook.com oder Skype-Chats so einfach wie m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n<h3>Konkret nennt der Guardian unter anderem folgende Teile der Kooperation:<\/h3>\n<ul>\n<li>Microsoft hat der NSA dabei geholfen, die Verschl\u00fcsselung von Outlook.com zu umgehen um eine \u00dcberwachung der dar\u00fcber gef\u00fchrten Online-Chats zu erm\u00f6glichen.<\/li>\n<li>Die NSA hatte unverschl\u00fcsselten Zugriff auf E-Mails auf Outlook.com und Hotmail.<\/li>\n<li>Gemeinsam mit dem FBI hat Microsoft daran gearbeitet, der NSA \u00fcber das Prism-Programm einfacheren Zugriff auf den hauseigenen Speicherdienst SkyDrive zu gestatten.<\/li>\n<li>Neun Monate nachdem Microsoft Skype \u00fcbernommen hatte br\u00fcstete die NSA sich damit, dass man nun in der Lage sei, die dreifache Menge von Skype-Videotelefonaten \u00fcber Prism zu erfassen.<\/li>\n<li>Das \u00fcber Prism gesammelte Material wird routinem\u00e4\u00dfig mit dem FBI und der CIA geteilt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Guardian beruft sich bei seinen Aussagen auf als streng geheim eingestufte Unterlagen, die wohl auf eine sehr enge und auch fortgef\u00fchrte Zusammenarbeit zwischen der NSA und den im Silicon Valley ans\u00e4ssigen Technologiefirmen schlie\u00dfen lassen. Snowden bezeichnet diese aus einer Spezialabteilung der NSA stammenden unterlagen als die Kronjuwelen der Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Ein konkretes Beispiel geht auf Microsofts Onlineportal Outlook.com ein. Die NSA habe bereits w\u00e4hrend der internen Testphase des Angebots bemerkt, dass die Chats dar\u00fcber verschl\u00fcsselt seien und sich mehr oder weniger mit der Bitte um Nachbesserung an Microsoft gewandt. F\u00fcnf Monate sp\u00e4ter habe Microsoft gemeinsam mit dem FBI eine L\u00f6sung parat gehabt, die es der NSA gestattet, die Verschl\u00fcsselung zu umgehen.<\/p>\n<p>Nun ist es sicherlich verfr\u00fcht, Microsoft hier zu verurteilen, es w\u00e4re inzwischen sicherlich nicht mehr verwunderlich, wenn \u00fcber Google, Facebook und auch Apple \u00e4hnliche Details bekannt werden. Die Konzerne sind hier zweifellos nicht zu beneiden, denn sie sind von staatlicher Seite nicht nur gezwungen zu kooperieren, sondern auch Stillschweigen \u00fcber dieses Vorgehen zu bewahren.<\/p>\n<p>Die Nutzer jedoch in falscher Sicherheit zu wiegen ist auf jeden Fall verurteilensw\u00fcrdig. Und so m\u00fcssen die nach Bekanntwerden der Prism-Aff\u00e4re eilig ver\u00f6ffentlichten Stellungnahmen am Ende den nach und nach bekannt gewordenen Details gegen\u00fcber gestellt werden. Ein vielsagendes Schweigen w\u00e4re sicherlich aufrichtiger als eine falsche Beteuerung.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/41e08e157c9a4cea97cbe5198a0b4b47\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.ifun.de\/microsoft-soll-nsa-bei-ueberwachung-von-skype-outlook-com-und-skydrive-aktiv-unterstuetzt-haben-42846\/\"><img width=\"124\" height=\"124\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/microsoft.jpg\" class=\"alignright tfe wp-post-image\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" \/><\/a><p>\u00dcber die harten Vorw\u00fcrfe, die Edward Snowden Google, Facebook, Apple und Microsoft macht, hatten wir ja berichtet. Am Beispiel von Microsoft sollen neu ver\u00f6ffentlichte Unterlagen nun erstmal belegen, wie weit die Kooperation zwischen Unternehmen und den amerikanischen Sicherheitsbeh\u00f6rden im Detail ging. 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