{"id":412,"date":"2005-03-25T18:00:22","date_gmt":"2010-12-02T20:31:24","guid":{"rendered":""},"modified":"2010-12-02T20:31:24","modified_gmt":"2010-12-02T20:31:24","slug":"so-war-die-iparty","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ifun.de\/so-war-die-iparty-412\/","title":{"rendered":"So war die iParty"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_03\/iparty_web\/crowd.jpg\">Wie wir bereits angek\u00fcndigt hatten, gab es gestern in Berlin die erste deutsche iParty. Organisiert vom Berliner Jugendrundfunksender Fritz war nahe liegend der Fritzclub im Postbahnhof  als Location ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Als flei\u00dfige Berichterstatter hatten wir uns nat\u00fcrlich fr\u00fchzeitig einen Platz auf der G\u00e4steliste gesichert, und um auch ja nichts zu verpassen waren wir schon 5 Minuten nach dem offiziellen  Einlassbeginn vor Ort.<br \/>\n<strong>Update:<\/strong> Jetzt mit Video.<\/p>\n<p><strong>Wir gehen rein:<\/strong><\/p>\n<p>Und wundern uns als erstes \u00fcber die Frage des 2,20m gro\u00dfen T\u00fcrstehers nach meinem Alter. Mit 24 f\u00e4llt es schon schwer sich \u00fcberhaupt zu Erinnern wie lange die letzten Fragen dieser Art zur\u00fcckliegen. Aber alles kein Problem, nach Altersbekundung und einem zustimmendem Nicken meiner Begleitung kommen wir auch schon hinein ins Get\u00fcmmel.<br \/>\nAls  erstes, immerhin sind wir hier in Berlin, bekommen wir eine gratis Ganzk\u00f6rper-Durchsuchung geboten. Von den erwarteten wei\u00dfen iPod Kopfh\u00f6rern, ist momentan noch nichts zu sehen. Egal, daf\u00fcr treffen wir gleich einen der Veranstalter.<\/p>\n<p><strong>Infos vom Veranstalter:<\/strong><\/p>\n<p>Also lassen wir es uns nicht nehmen, gleich mal die wichtigen Fragen zu stellen. Zumal  Bodo Beutel, von Radio Fritz anscheinend ein wenig Zeit und gute Laune mitgebracht hat.<br \/>\nWie zu erwarten kommt die  Idee der iParty  nat\u00fcrlich aus London (wir erinnern uns: <a href=\"http:\/\/www.ipod-dj.com\" target=\"_blank\"> www.ipod-dj.com<\/a>) und wurde von Fritz \u00fcbernommen. Hier sei kurz zu erw\u00e4hnen dass keinerlei Lizenzgeb\u00fchren gezahlt werden mussten, die iParty an sich also nicht urheberrechtlich gesch\u00fctzt ist.. Sehr gut! Weiter erfahren wir von unserem Interviewpartner, dass die erste iParty wohl mehr als offenes Experiment zu verstehen ist. Und momentan noch nicht \u00fcber die Zukunft weiterer iParties entschieden wurde. Bodo sagt: \u201eWenn heute alles gut l\u00e4uft, und auf der, f\u00fcr den n\u00e4chsten Monat geplanten Party auch, dann machen wir eine regelm\u00e4\u00dfiges Event daraus\u201c. Na bitte, dass wollten wir h\u00f6ren, jetzt gibt\u2019s noch einen H\u00e4ndedruck, denn man sieht sich ja nachher noch mal. Wir wollen endlich auf den Floor. <\/p>\n<p><strong>Die iDJ-Auswahl:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_03\/iparty_web\/lostopf.jpg\"><\/p>\n<p>Kommen aber erstmal nur knappe 5 Meter weiter und werden von einem freundlichen Fritz-Mitarbeiter gefragt, ob wir denn nicht selbst Musik machen m\u00f6chten. Das Flipchart zum einschreiben steht schon bereit. 15 Minuten Zeit gibt es jeweils f\u00fcr ein DJ\u2013Team mit 2 Playern. Wir winken dankend ab, wundern uns aber ein bisschen warum erst 2 Djs eingetragen sind. 2 Minuten und eine kurze Unterhaltung sp\u00e4ter sind wir schlauer. Nicht jeder der will kann Musik machen. Nur jeder der will und Gl\u00fcck hat. Ein Losverfahren entscheidet \u00fcber der Auftritt als iDJ. Mutige User treten vor, ziehen ein Los aus einem Eimer, und geh\u00f6ren wenn sie gl\u00fcck haben zu einem der 25 iDJ-Teams. Nach einem Blick in den Topf sch\u00e4tzen wir die Gewinnchancen auf 1:3. <\/p>\n<p><strong>Der Floor:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_03\/iparty_web\/idj2.jpg\"><\/p>\n<p>Aber jetzt. Noch eine T\u00fcr, und geschafft. Wir stehen auf der zugegebenerma\u00dfen noch recht \u00fcberschaubaren Tanzfl\u00e4che. Und k\u00f6nnen als erstes die Altersnachfrage des T\u00fcrstehers nachvollziehen. Das Publikum d\u00fcrfte im schnitt 21 Jahre jung sein, und zu 60 Prozent aus M\u00e4dchen bestehen. Ein Bier kostet 3 Euro und die zur Verf\u00fcgung stehenden Sitzgelegenheiten sind alle bereits besetzt. Macht nichts, wir haben gute Laune und verteilen erst mal eine Hand voll iFUN.de-Lanyards. <\/p>\n<p><strong>Die iDJs:<\/strong><\/p>\n<p>Auf der B\u00fchne f\u00e4ngt das erste iDJ Team gerade mit seinem Set an . 2 M\u00e4dchen, 2 iPods, 2 Uhren, ein Mischpult und eine Leinwand befinden sich auf der Stage. Der Leinwand ist dank eines Beamers und einer Powerpoint-Folie zu entnehmen wer gerade spielt und wer als n\u00e4chstes dran ist. Die Uhren geben Auskunft \u00fcber die aktuelle Zeit und die verbleibenden Restminuten der beiden DJs. Sch\u00f6n finden wir die niedliche Semiprofessionalit\u00e4t des Mannes hinter dem Beamer. Der die Powerpointfolien \u201eon-the-fly\u201c \u00e4ndert und ab und an auch mal die Schriftgr\u00f6\u00dfe nachjustiert. Ok, jetzt erst mal noch ein Bier, und abwarten wie lange es noch dauern wird bis sich der Postbahnhof so langsam f\u00fcllt. <\/p>\n<p><strong>Die Musik:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_03\/iparty_web\/uhr.jpg\"><br \/>\nWir nehmen also auf dem B\u00fchnenrand platz, immerhin sollen auch noch ein paar Fotos gemacht werden, und h\u00f6ren uns erst einmal die Musikauswahl der ersten 4 iDJ Teams an. Verbl\u00fcffend wenig Titel die man nicht mit Namen oder aus den Charts kennt. Nirvana, 50 Cent, Outcast und Fettes Brot seien hier stellvertretend f\u00fcr den Rest des Abends genannt. Wo bleibt der Mut zur Individualit\u00e4t. Keine Klassik, kein kurdischer Rap,  keine Kinderlieder, kein Punk und kein wirklicher harter Metal oder laute Elektromusik. Im Gro\u00dfen und Ganzen schl\u00e4gt sich auch hier der Mainstream seine Schneise. Aber &#8211; und das ist ja die Hauptsache &#8211; die Crowd geht ab. Jedes iDJ-Team bekommt seine Credits in Form von kurzem oder langem Applaus, und alle sind gut drauf. Mittlerer weile geht es gegen 24 Uhr und die Halle ist voll. Ob wir noch erw\u00e4hnen sollten, dass es auch der eine oder andere eigentlich noch unver\u00f6ffentlichte Track durch die Boxen des Fritzclubs geschafft hatte ? Wohl besser nicht.<\/p>\n<p><strong>Mediale Aufmerksamkeit:<\/strong><\/p>\n<p>Was auff\u00e4llt sind die Blitzlichter, die hin und wieder durch die Menge zucken. Das mediale Interesse vor Ort ist ausgesprochen ausgepr\u00e4gt, neben den Kollegen von Macwelt laufen uns immer wieder 2 Kamerateams vom RTL-Nachtjournal, ein Reporter des Tagesspiegel und etliche Freelancer  \u00fcber den Weg. Und das, obwohl Fritz der eigenen iParty nur 4 Tage offiziellen Vorlauf gegeben hat. Aber diese knappe Woche an Radiowerbung und Weblinks scheint ausgereicht zu haben, denn inzwischen steht man schon lockere 5 Minuten an der Bar um das n\u00e4chste Bier zu bestellen. Wir sind immer noch auf der B\u00fchne und wollen jetzt mal hinter die Kulissen schauen. Also ziehen wir zum Mischpult und schauen dem aktuellem iDJ-Team ein wenig auf die Finger. <\/p>\n<p><strong>Die Player:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_03\/iparty_web\/idj4.jpg\"><br \/>\nErst mal werden wir gut \u00fcberrascht, denn die aktuellen Djs legen mit einem MD-Player und einem 23 Euro-MP3-Stick aus dem Discounter auf. Aber die Jungs machen ihre Sache gut \u2013 und ob nun gerade Attrac-Files oder lossless-codierte AAC-Dateien abgespielt werden, f\u00e4llt niemandem auf. Allgemein l\u00e4sst sich sagen, dass sich die iPods, wenn auch zahlreich vertreten, doch in der Unterzahl befinden. Grunds\u00e4tzlich werden die Player Kopfh\u00f6rereingang an das Mischpult angeschlossen. Vorteil: geht schnell. Nachteil: unterschiedliche Lautst\u00e4rken werden erst nach 1 &#8211; 2 Sekunden nachjustiert. Das hat zwar alles seinen Charme, aber zwei iPod-Docks mit ihrem Line Out h\u00e4tten das Mischen wohl deutlich einfacher gemacht. So haben wir zumindest mal die Chance einen Blick auf die Player der \u201eNon-iPod-User\u201c dieser Welt zu werfen. Vom Nokia-Handy bis hin zum MP3-tauglichen Diskman war wirklich alles vertreten. <\/p>\n<p><strong>Die Bilder: <\/strong><\/p>\n<p> Gibt es <a href=\"\/images\/galerien\/iParty_Berlin\/index.html\" target=\"_blank\">hier !<\/a><\/p>\n<p><strong>Fazit: <\/strong><\/p>\n<p>Die erste deutsche iParty war auf jeden Fall ein voller Erfolg und wiederholenswert ist sie allemal. Jede Menge gut gelaunte Menschen und tanzbare Musik. N\u00e4chsten Monat sind wir wieder mit dabei \u2013 und wir sind jetzt schon gespannt auf iParty 2.0.<\/p>\n<p><strong>Updates: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\nDer Tagesspiegel zieht nach und ver\u00f6ffentlich nun auch seine <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/archiv\/26.03.2005\/1724527.asp#art\" target=\"_blank\">Review.<\/a><\/li>\n<li>Weiter gehts: Die <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/berlin_berlin\/434012.html\" target=\"_blank\">Berliner Zeitung<\/a> reiht sich ein.<\/li>\n<li>Ein gro\u00dfes Danke an Jul vom confidence-mag, der uns freundlicherweise auf einen Mitschnitt des Pro7 iParty Reports aufmerksam gemacht hat, und diesen zum <a href=\"http:\/\/www.confidence-mag.de\/clipcast\/data\/_290305\/index.php\" target=\"_blank\">Download anbietet.<\/a> <\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.ifun.de\/so-war-die-iparty-412\/\"><img decoding=\"async\" width=\"150\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_03\/iparty_web\/crowd.jpg\" class=\"alignright wp-post-image tfe\" alt=\"\" title=\"\" \/><\/a><p>Wie wir bereits angek\u00fcndigt hatten, gab es gestern in Berlin die erste deutsche iParty. 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