{"id":229236,"date":"2024-03-13T13:05:16","date_gmt":"2024-03-13T12:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ifun.de\/?p=229236"},"modified":"2024-03-13T13:06:40","modified_gmt":"2024-03-13T12:06:40","slug":"ai-act-europaeisches-parlament-verabschiedet-weltweit-erstes-ki-gesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ifun.de\/ai-act-europaeisches-parlament-verabschiedet-weltweit-erstes-ki-gesetz-229236\/","title":{"rendered":"AI Act: Europ\u00e4isches Parlament verabschiedet weltweit erstes KI-Gesetz"},"content":{"rendered":"<p>Das Europ\u00e4ische Parlament hat heute den so genannten Artificial Intelligence Act verabschiedet. Das erste KI-Gesetz weltweit soll den sicheren Einsatz von KI und die Einhaltung grundlegender Rechte gew\u00e4hrleisten, gleichzeitig aber auch Sorge daf\u00fcr tragen, dass der Ausbau entsprechender L\u00f6sungen nicht behindert wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/eu-parlament-500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-103368\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/eu-parlament-500.jpg\" alt=\"Eu Parlament 500\" width=\"500\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/eu-parlament-500.jpg 500w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/eu-parlament-500-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Ende des vergangenen Jahres unter den Mitgliedstaaten ausgehandelte Regelwerk wurde von den Abgeordneten mit 523 Ja-Stimmen gebilligt. Lediglich 46 Abgeordnete sprachen sich bei 49 Enthaltungen gegen das KI-Gesetz aus.<\/p>\n<h2>Vorgaben f\u00fcr den sicheren KI-Einsatz<\/h2>\n<p>Die neuen EU-Vorgaben legen nun, immer in Abh\u00e4ngigkeit vom potentiellen Risiko, Vorgaben f\u00fcr die sichere Nutzung von KI-Systemen fest.<\/p>\n<p>So <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/en\/press-room\/20240308IPR19015\/artificial-intelligence-act-meps-adopt-landmark-law\">sind unter den neuen Regelungen<\/a> etwa bestimmte KI-Anwendungen verboten, wenn diese die Rechte europ\u00e4ischer B\u00fcrger einschr\u00e4nken k\u00f6nnten. Ausdr\u00fccklich verboten sind etwa biometrische Erkennungssysteme, wenn diese in Echtzeit arbeiten und in \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen R\u00e4umen eingesetzt werden sollen. Auch biometrische Kategorisierungssysteme, die Menschen anhand sensibler Merkmale (wie beispielsweise Geschlecht, ethnische Zugeh\u00f6rigkeit, Staatsangeh\u00f6rigkeit, Religion oder der politischen Orientierung) erfassen und kategorisieren, sind in Europa nun untersagt.<\/p>\n<p>Auch das Absch\u00f6pfen von biometrischen Merkmalen aus \u00dcberwachungssystemen und sozialen Medien, die Emotionserkennung an Arbeitspl\u00e4tzen und der Aufbau von Gesichtserkennungs-Datenbanken sind fortan nicht mehr zul\u00e4ssig.<\/p>\n<blockquote><p>\n<b>Ausdr\u00fccklich verboten sind: <\/b><\/p>\n<ul>\n<li>biometrische Erkennungssysteme in Echtzeit in \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen R\u00e4umen;<\/li>\n<li>biometrische Erkennungssysteme im Nachhinein, mit der einzigen Ausnahme von Strafverfolgungsbeh\u00f6rden zur Verfolgung schwerer Straftaten und nur nach richterlicher Genehmigung;<\/li>\n<li>biometrische Kategorisierungssysteme, die sensible Merkmale verwenden (z. B. Geschlecht, Rasse, ethnische Zugeh\u00f6rigkeit, Staatsangeh\u00f6rigkeit, Religion, politische Orientierung);<\/li>\n<li>pr\u00e4diktive Polizeisysteme (auf der Grundlage von Profilerstellung, Standort oder fr\u00fcherem kriminellen Verhalten);<\/li>\n<li>Systeme zur Erkennung von Emotionen bei der Strafverfolgung, beim Grenzschutz, am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen; und<\/li>\n<li>wahlloses Auslesen biometrischer Daten aus sozialen Medien oder Video\u00fcberwachungsaufnahmen zur Erstellung von Gesichtserkennungsdatenbanken (Verletzung der Menschenrechte und des Rechts auf Privatsph\u00e4re).<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<h2>Klare Grenzen formuliert<\/h2>\n<p>F\u00fcr den Einsatz von Biometrie-Systemen durch Strafverfolgungsbeh\u00f6rden gelten zus\u00e4tzlich strenge Einschr\u00e4nkungen. Der Einsatz in &#8222;Echtzeit&#8220; darf etwa nur in begr\u00fcndeten Ausnahmef\u00e4llen erfolgen und muss zeitlich und geografisch begrenzt sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr KI-Chatbots wie ChatGPT gelten jetzt Transparenzanforderungen. Von KI erstellte &#8222;Deepfakes&#8220; sollen ab sofort kennzeichnungspflichtig sein.<\/p>\n<p>Das neue KI-Gesetz befindet sich nach der Zustimmung durch das EU-Parlament jetzt in der abschlie\u00dfenden \u00dcberpr\u00fcfung und wird 20 Tage nach seiner Ver\u00f6ffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft treten. Bereits nach sechs Monaten greifen die im Gesetz formulierten Verbote. Nach 24 Monaten m\u00fcssen die Vorgaben dann von allen EU-Staaten umgesetzt worden sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/f4b6fc98935840c7bf0c420da91e62d1\" width=\"1\" height=\"1\" no-lazy class=\"tracking\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.ifun.de\/ai-act-europaeisches-parlament-verabschiedet-weltweit-erstes-ki-gesetz-229236\/\"><img decoding=\"async\" width=\"150\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/eu-parlament-500.jpg\" class=\"alignright wp-post-image tfe\" alt=\"Eu Parlament 500\" title=\"\" \/><\/a><p>Das Europ\u00e4ische Parlament hat heute den so genannten Artificial Intelligence Act verabschiedet. Das erste KI-Gesetz weltweit soll den sicheren Einsatz von KI und die Einhaltung grundlegender Rechte gew\u00e4hrleisten, gleichzeitig aber auch Sorge daf\u00fcr tragen, dass der Ausbau entsprechender L\u00f6sungen nicht behindert wird. 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